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Nachträgliche Disqualifikation: Luitz verliert Weltcupsieg nach Sauerstoff-Affäre
AFP

Der deutsche Skirennfahrer Stefan Luitz verliert wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln des Weltverbandes Fis nachträglich seinen ersten Weltcupsieg. Der 26-Jährige geht gegen die Entscheidung vor.

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chense90 10.01.2019, 12:27
1. Tja wenn das aufrecht bleibt...

... müssten aber alle folgenden Riesenslaloms annuliert werden. Schliesslich hätte dann im folgenden Rennen ein anderer Sportler (ein Franzose) in der 1. Startgruppe starten dürfen. Nachdem es nicht möglich ist die Rennen unter gleichen Bedingungen zu wiederholen kann natürlich diese Unfairness die im Vergleich zum "Halbdoping" mit O2 natürlich schwerer wiegt nicht ausgeglichen werden. Also bleibt nur diese Lösung liebe FIS... Na hoffentlich kommt da jetzt ein Protest aus Frankreich ...

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pjotrmorgen 10.01.2019, 13:01
2. Anonymus

Das ganze Theater hat schon einen üblen Beigeschmack. Die FIS akzeptiert anonyme Denunziation als offiziellen Nachweis von Doping bzw. Regelverstössen. Als größten Nutzniesser müsste man die Österreicher verdächtigen, die zudem den größten Einfluss bei der FIS haben, doch wer weiß, vielleicht war es auch nur eine offene private Rechnung, respektive Rache an Luitz.

O2-Gaben werden nicht durch systematische Tests überprüft, womit es nicht in die Kategorie Doping fallen kann. Ein etwas milderes Urteil wäre angebracht gewesen, z.B. nur ein Rennen Sperre für Luitz oder Aberkennung der 100 Punkte unter Beibehaltung des Sieges. Es bleibt zu hoffen, dass der Einspruch von Luitz etwas in dieser Richtung bewirkt.

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12many 10.01.2019, 13:13
3. so oder so

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Davon abgesehen sollte ein Alpinsportler nun wirklich keinen Flaschensauerstoff nötig haben.

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shaboo 10.01.2019, 13:22
4. Regeln sind nun mal ...

... Regeln und daran muss man sich halten. Wenn in ein und derselben Disziplin bei verschiedenen Wettbewerben unterschiedliche Regelwerke Anwendung finden, dann mag das zwar lästig und für den Normalbürger auch nicht nachvollziehbar sein, aber es ist nun mal Aufgabe der Mannschaftsleitung und des Trainerstabs, sich diesbzüglich kundig zu machen, anstatt ins Blaue hinein zu mutmaßen, nach welchen Regeln das aktuelle Rennen gerade ausgetragen wird. Genau das scheint aber doch offenkundig passiert zu sein. Luitz hat den Verstoß ja auch überhaupt nicht bestritten und wird jetzt bestraft. Keine Ahnung, was man sich da von einem Einspruch erhofft. Vor allem würde mich mal die Begründung dieses Einspruchs interessieren.

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RalfHenrichs 10.01.2019, 13:52
5. Für mich war Luitz gedopt

Die Einnahme unerlaubter Mittel zur Leistungssteigerung - so wird Doping üblicherweise definiert (vielleicht nicht juristisch, aber in der Öffentlichkeit). 1. Unerlaubt war dies eindeutig. Zwar nur nach dem einen Regelwerk, aber das reicht offensichtlich. 2. Er hat dies zur Leistungssteigerung eingenommen. Warum wohl sonst in der Situation zwischen zwei Läufen? Und offensichtlich hat dies sonst niemand gemacht, ansonsten hätte der DSV schon längst auf die verwiesen. Allerdings war es wohl nur ein leichtes Dopingvergehen, so dass Luitz froh sein kann, nicht wie andere Doper für zwei Jahre gesperrt worden zu sein.

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dieter.zuckermann 10.01.2019, 13:52
6.

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Auch die Strafe finde ich absolut nicht überzogen. Das geht völlig in Ordnung. Hier gab es mehr als genug Milde für das Vorgehen. Möglich wäre auch für weitere Starts für das gleiche Turnier zu sperren.
Ich erinnere da an manche russische Sportler die Meldonin genommen haben. Da gab es auch keine milde Strafen, trotz Unwissenheit von Seiten der Sportler. Nach dem bekannt wurde, dass viele russische Sportler Meldonin nehmen, wurde das stillheimlich erst in die Doppingliste gesetzt und dann hart durchgegriffen. Selbst bei solchen, die diesen Stoff nicht mehr genommen haben, die aber Rest-Meldonin im Körper hatten.

Ich finde es da fair, dass man entweder überall hart durchgreift oder es überall locker sieht. Wenn man mit härterem Durchgreifen angefangen hat. Dann bitte auch so bei allen durchziehen. Luitz ist hier fast schon zu Milde davon gekommen.

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Herr Bayer 10.01.2019, 14:18
7. Herrmann Maier hat 1997

einen Weltcupsieg verloren, weil er seinen Ski vor der roten Linie abgeschnallt hat. Einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat er sich damit nicht verschafft.
https://www.nachrichten.at/sport/wintersport/ski-alpin/Maier-weiss-wo-der-Weltmeister-den-Ski-abschnallen-muesste;art73891,104670

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spon-facebook-10000156339 10.01.2019, 14:27
8. Warum macht ein Sportler so etwas?

Ich fange mal banal an:
1. Kenn man in der deutschen Equpie offenbar das Regelwerk der FIS nicht - was für sich genommen schonmal unfassbar ist und personelle Konsequenz haben müsste.
2. Wer zur Hölle schleppt warum Sauerstoffflaschen auf den Berg??
Weil der Athlet und sein Betreuerstab sich davon Vorteile versprechen - warum denn sonst? Somit versucht jeder(!!) Sportler oder einer seiner einflüsternden Betreuer, die Antidopingregeln für sich so weit zu interpretieren, dass man noch davon kommt. Das fängt mit dem Unsinn mit "Nahrungsergänzungsmitteln" an (ich erinnere an den ebenso unsäglichen Kasus Frau Sachenbacher-Stehle) und hört mit was auch immer man tricksen möchte aus - natürlich immer schön legal.
3. Ich kenne KEINE(!) evidente sportmedizinische Studie, die den Nutzen einer intermittierenden 02-Gabe vor oder zwischen einem Wettbewerb für eine Leistungssteigerung belegt - daher auch nicht auf der Doping-Liste
4. Die Scheinheiligkeit, mit der der Frage ausgewichen werden soll, warum nur dem Sportler O2 appliziert wurde, spricht für sich.
Fazit: Der Sportler ist kein Sportmediziner - aber irgendein Depp meiner Zunft oder ein/e Physio oder wer auch sonst immer, muss ihm irgendetwas eingeflüstert haben, dass er davon einen Benefit haben soll.
Diese Einflüsterer (siehe Sachenbacher-Stehle) - nicht selten mit gefährlichem medizinischem Halbwissen ausgestattet, sind eine Katastrophe! Letzendlich ist der Sportler, der sich auch zu infomieren hat (Profi!), immer mit im Boot. Tut mir für Stefan Luitz richtig leid - ein Top-Sportler und sicher ein prima Junge, aber die Aberkennung ist schlicht rechtens.

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Barças Superstar 10.01.2019, 14:48
9. Lächerlich

dann muss man genauso Siege Batterieschlecken, Riechflächschen und Magnesium an den Pfoten sowie Höhentraining sanktionieren. Dieses Urteil ist genaus unsauber wie Doping selber.

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