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Nadine Angerer über Kampf um Gleichbehandlung: "Die Spielerinnen müssen das jetzt anz
DPA

In den USA und anderen Ländern kämpfen Spielerinnen gegen die Ungleichbehandlung und für mehr Geld. Die ehemalige Nationaltorhüterin Nadine Angerer wünscht sich das auch in Deutschland.

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Nonvaio01 21.06.2019, 14:24
1. mehr Geld?

sorry aber eine randsport art kann nicht soviel verdienen wie Top sport.

Bei einer WM sind die quoten ja ok, aber was zaehlt sind BL und der rest, und da sind die zuschauer einfach nicht da, auch TV presents is wenig weil sich das nur wenige anschauen.

Angebot und nachfrage, und die nachfrage rechtfertigt eben nicht mehr Geld.

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don_leonardo_al_dente 21.06.2019, 14:24
2. Denkfehler,

ich muss - ausnahmsweise - dem DFB rechtgeben.
Zumindest aktuell wird mit Frauenfußball vermutlich wesentlich weniger erwirtschaftet (Fernsehgelder, Werbeeinnahmen etc.). Auch ist Frauenfußball nur eine Randsportart, ich schätze im Vergleich zur Männer-WM sind die Einschaltquoten recht überschaubar und habe ich die Public-Viewings zur Frauen-WM verpasst.
Vermutlich ist auch die Zahl der Fußball spielenden Mädchen im Vergleich zu Jungen um eine Größenordnung geringer und der Weg zur Nationalspieler ist wesentlich "kürzer", da die Konkurrenz überschaubarer ist.
Deshalb ist - meiner Ansicht nach - die Bezahlung/Entlohnung auf dem niedrigeren Niveau gerechtfertigt.

Ein Tip: Am besten zum Tennis wechseln, dort bekommen die Damen für weniger Arbeit die gleiche Siegprämie.
Zumindest bei Grand-Slam-Turniere, während Männer über 3 Gewinnsätze gehen müssen, reichen bei Frauen schon 2 Gewonnene. Die Siegprämien sind - meiner Erinnerung nach -, aber seit Jahren gleich hoch.

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quark2@mailinator.com 21.06.2019, 14:32
3.

Die Einnahmen von Sportlern kommen vor allem aus verkaufter Werbung. D.h. es ist fair, wenn das Einkommen dem gleichen Anteil an den selbst generierten Werbeeinnahmen entspricht. Wenn also ein Fußballer im Jahr für 1 Mio. Werbeeinnahmen verantwortlich wäre und er bekäme 500.000 und eine Fußballerin wäre für 2 Mio. Werbeeinnahmen verantwortlich und bekäme 1 Mio., dann wäre das fair. Nach der gleichen Logik verdienen Golfer und Formel1-Fahrer mehr als Springreiter und entsprechend wird es für deutsche Biathleten schlechter, weil ihr Sport etwas aus der Mode kommt. Was definitiv aber nicht fair wäre, wäre eine Querfinanzierung der Fußballerinnen aus Einnahmen, die durch Fußballer (m) erzeugt werden. Das findet sich umgekehrt ja auch nirgends im deutschen Profisport.

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tropfstein 21.06.2019, 14:34
4. Es gibt wirtschaftliche Realitäten

Es ist nun mal so, dass die Männer-WM weitaus höheren Medienrummel, TV-Konsum, Werbeeinnahmen bringt. Wo mehr Geld ist, kann man mehr zahlen. Auch die WM-Stars im Feldhockey, Wasserball oder Radball müssen damit leben, dass sie weniger kriegen als die Fußballer.

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helmut_ka 21.06.2019, 14:41
5. Jenseits der Wertschöpfung

Der DFB weißt in seinen Finanzberichten für die jeweiligen Geschäftsjahre nur negative Einkünfte aus dem Frauenfußball aus. Es wir schon quersubventioniert aus den Einnahmen aus Männerfußball. Auch die U21 Männer refinazieren sich nicht aus den Einnahmen. Wer soll also etwas abgeben? Kein wirtschaftlivcher Geschäftsbetrieb lässt sich bei so einer schlechten Vermarktungsfähigkeit auf Dauer betreiben. Mal sehen, ob sich nach der WM der Frauen etwas ändert. Die ZUschauerzahlen am Fernsehn dürften miserabel sein.
Man kann auch den Weg gehen, wie bei der Tennisspielerinnen (Profi). 30% Prozent weniger Leistung und das gleiche Preisgeld.

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passionsblume 21.06.2019, 14:48
6. Nichts für ungut

Bei Bundesligaspielen der Männer beträgt der Anteil an Zuschauern etwa 3/4 Männer und 1/4 Frauen. Warum wird nach diesem Verhältnis auch bei Frauenfußball gerufen. Logisch wäre eben das umgekehrte Verhältnis: 3/4 Frauen und 1/4 Männer. Also motiviert in erster Linie die Frauen, dass sie ins Stadion kommen, dass sie sich bei allen Spielen vor den Fernseher setzen.

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niska 21.06.2019, 14:48
7.

Sehe ich genauso. Im Finanzbericht des DFB von 2017 etwa wurde bei den Nationalmannschafts-Männern ein Saldo/Gewinn von plus 44 Mio. Euro erwirtschaftet. Bei den Nationalmannschafts-Damen war es ein Saldo/Verlust von 1,6 Mio. Euro. D. H. der Frauenfußball musste immer noch quersubventioniert werden. Aber immerhin von minus 4 Mio. (2016) auf minus 1,6 Mio. (2017) verbessert...
Aus dieser schlichten wirtschaftlichen Realität lassen sich keine gleichhohen Prämien ableiten.
Der DFB ist ein e.V. und eben nicht der Staat.
Wenn es dem Staat besonders wichtig wäre, dass Menschen in der Nationalmannschaft spielen um das Image des Landes zu pushen, könnte er unabhängig davon eine staatliche Siegprämie aus Steuermitteln aussetzen. Die dann selbstverständlich für alle A-Nationalmannschaften aller Sportarten und alle 3 Geschlechter gleich. Denn sonst wäre es tatsächlich diskriminierend.
Das Vorgehen des DFB ist es in diesem Fall nicht.

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Thinal 21.06.2019, 14:48
8.

Dann geht es dem Frauenfussball wie der Profi-Eishockey Liga in Nordamerika, die schon von den Männern quer-subventioniert wurden aber trotzdem pleite gehen.

Die Frauen müssen nicht beim DFB Druck machen, sondern ihre Geschlechtsgenossinnen dazu bringen, in die Stadien zu gehen. Wenn es hinreichendes Interesse gibt, kommt der Rest von selbst.

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lepuv 21.06.2019, 14:55
9. Wo liegt denn das Problem?

Hat der DFB nicht genug Geld um die Frauen genau so zu bezahlen wie die Männer? Würden die dann Minus machen?
Wenn nicht, dann sollen Sie auch für die selbe Leistung (Tittel) genauso bezahlt werden die Männer. Quersubventionierung hin oder her.
Wo mehr Geld ist entsteht ja auch mehr Interesse, wenn ich meine Vorredner richtig verstanden habe.

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