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Nadine Angerer über Kampf um Gleichbehandlung: "Die Spielerinnen müssen das jetzt anz
DPA

In den USA und anderen Ländern kämpfen Spielerinnen gegen die Ungleichbehandlung und für mehr Geld. Die ehemalige Nationaltorhüterin Nadine Angerer wünscht sich das auch in Deutschland.

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Ranor 21.06.2019, 14:59
10. Mehr Artikel zum selben Thema ...

... machen die Argumentation nicht besser. Vergleicht man nur die Einnahmen der Fussball WM Männer/Frauen so ergibt sich ein Verhältnis von 6,5 Mrd / 73 Mio = Faktor 90. Im Ligabetrieb dürfte das Verhältniss noch weitaus schlechter ausfallen. Gemessen daran scheinen die Damen ganz außergewöhlich zu verdienen (nur Faktor 5 weniger). Da können die Sportler von anderen Randsportarten nur von träumen.

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w.weiter 21.06.2019, 15:10
11. Ach nö, nicht schon wieder der schnöde Mammon.

Geld hin, Geld her. Leistung ist erfordert.
Mag sein "Männer"-Fußball [spielt doch ´mal Rugby ;-)]
bringt viel Geld. NUR: Woher kommen die "Männer" her?
Ich möchte die Schmerzen einer Frau nicht erleiden müssen.
Daher: Respekt vor Frauen, auf allen Ebenen.

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gumbofroehn 21.06.2019, 15:32
12.

Zitat von lepuv
Wo mehr Geld ist entsteht ja auch mehr Interesse, wenn ich meine Vorredner richtig verstanden habe.
Es ist genau umgekehrt: Wo Zuschauerinteresse entsteht (sei es im Stadion oder im Fernsehen) wird die Sportart für Werbung, Sponsoring etc. interessant. Dann kommt also das Geld.

Aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist der Zuschauerschnitt der Frauen-Bundesliga in der abgelaufenen Saison (Quelle: https://www.fupa.net): 833 pro Partie. Das entspricht (großzügig gerechnet) bestenfalls Regionalliga-Niveau bei den Herren.

Gemessen daran ist das Prämienniveau schon als üppig zu bezeichnen.

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Dagobert aus Entenhausen 21.06.2019, 15:35
13.

Durchschnittliche Besucherzahl in Männer-BL 45.000
Durchschnittliche Besucherzahl in Frauen-BL: 800
Frauenfußball interessiert halt kaum jemanden, nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen verschwendet seine Gebühren mit der Übertragung.
Daraus folgt: im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sind die Fußballfrauen massiv überbezahlt.

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Karla Winterstein 21.06.2019, 15:52
14. Der DFB ist ein gemeinnütziger Verband

Es geht um die Gelder, die der Verband im Rahmen der Länderspiele zur Verfügung stellt. Es dreht sich nicht um die Verträge, die die Spielerinnen mit ihren Vereinen abschliessen.

Da sich der DFB als Zuständig für Frauen und Männer in allen Altersklassen erklärt, und da er ein gemeinnütziger Verband ist (Abgabenordnung - § 52 Gemeinnützige Zwecke - https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__52.html), unterliegt er einigen Rahmenbedingung.

Er darf sich beispielsweise nicht wie ein Unternehmen verhalten, welches Gelder bevorzugten Bereichen zuordnet. Die Höhe der durch die einzelnen Untergruppierungen erzeugten Verbandseinnahmen darf auch nicht in die Entscheidungen bezüglich der Verteilung einfliessen.

Der DFB könnte sich auf zweierlei Art von diesem Rahmen befreien: Er verzichtet auf den Frauenbereich oder er gibt die Gemeinnützigkeit auf.

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lepuv 21.06.2019, 16:01
15. @gumbofroehn

Natürlich entsteht auch andersherum Interesse. Wenn große Summen im Spiel sind steigert sich automatisch das Interesse, weil es viel zu Gewinnen gibt. Siehe Lotto-Jackpott, Pokern usw.. Auch Mediales-Interesse wird durch die Höhe der Beträge gesteigert.
Das Interesse von Frauen am Fußball als Beruf wird auch gesteigert, da es wahrscheinlicher wird davon leben zu können. Mann muss das Ganze nur als Investition in die Zukunft betrachten. So viel zur wirtschaftlichen Seite.
Moralisch ist es im Sport noch was ganz anderes. Hier geht es nicht nur wirtschaftliche Interessen. Hier geht es um die Vertretung des Landes. Wir stellen sogar Bundeswehrsoldaten und Polizisten vom Dienst frei damit Sie uns würdig bei sportlichen Events vertreten können. Warum also sollte sich dann die Bezahlung der Frauennationalmannschaft von der der Herren unterscheiden? Hier geht es nicht um Vereine sondern um die Nationalmannschaft! Und da sehe ich abolut keinen Grund die Frauen schlechter zu bezahlen!

(PS: es heißt natürlich Titel und nicht Tittel)

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heissSPOrN 21.06.2019, 16:10
16.

Marktwirtschaftliche Mechanismen wie Angebot und Nachfrage, die den Preis regeln, haben die Gehälter der fussballspielenden Männer in unanständige Höhen geführt; anstatt über mehr Geld für fussballspielende Frauen könnte man auch mal die Absenkung der explodierten Gehälter für ebendiese fussballspielenden Männer auf ein gesellschaftlich verträgliches Maß nachdenken...

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wizzard74 21.06.2019, 16:11
17.

Zitat von lepuv
Hat der DFB nicht genug Geld um die Frauen genau so zu bezahlen wie die Männer? Würden die dann Minus machen? Wenn nicht, dann sollen Sie auch für die selbe Leistung (Tittel) genauso bezahlt werden die Männer. Quersubventionierung hin oder her. Wo mehr Geld ist entsteht ja auch mehr Interesse, wenn ich meine Vorredner richtig verstanden habe.
Sie haben nicht richtig verstanden. Die Kausalität ist andersherum: Wenn das Interesse des Publikums da ist und dementsprechend Umsätze generiert werden (sei es durch Werbung, Merchandising, Verkauf von TV-Rechten...), kann man auch Geld ausschütten.
Mit welchem Recht fordern eigentlich die Fußball-Frauen eine andere Behandlung als z. B. Tischtennisspieler? Deren Sport schafft es auch nicht, exorbitante Umsätze zu generieren und somit exorbitante Gehälter zu ermöglichen. Da weint aber keiner rum.
Es ist ehrlich gesagt entsetzlich, dass solche Geschichten, die vorsätzlich durch Auslassung essenzieller Fakten und Zusammenhänge desinformieren, kritiklos von Medien wie dem Spiegel abgedruckt werden.

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mimas101 21.06.2019, 16:14
18. tststs

Ach nee - erst plärrte die III. Liga herum das man für seine Leistung endlich Geld sehen will (ARD & ZDF zahlen seit dem viele Millionen zwangsabgepreßtes GEZ-Geld extra damit dann ca. 900.000 Zuschauer die Ergüsse genießen können) und jetzt will diese weitere Randsportart "RasenpflegerInnen (w)" auch einfach nur massig Geld sehen. Sollen sie doch: Einen Internetkanal aufmachen, eine Bezahlschranke vor die Übertragungen setzen und dann die Milliarden selbst abkassieren.

Sagte ich Milliarden? Nun Ja, vielleicht in türkischen Lira oder besser in venezuelanischen Escudos oder Zimbabwe-Geld. Denn wenn ich mir so anschaue wie der Zuspruch bei der WM ist...
ARD & ZDF verprassen da nämlich reichliche GEZ-Millionen extra dafür das ein Hühnerhaufen aufgescheucht quickend über Rasen rennt. In den nicht ganz so großen Stadien finden sich offensichtlich nicht genügend gekaufte Zuschauer um die untersten drei Reihen in den Tor- und Eckbereichen lückenlos zu besetzen. Da hilft auch nicht das die Kameras versuchen nicht in die Totale zu gehen (und ferner krampfhaft nur das Spielfeld zeigen) und wenn dann kann man überall riesige Werbeplakate sehen die die leeren Plätze verdecken. Auch die üblichen Tricks wie Hall- und Echobeigaben, um ein volles Stadion zu simulieren, nutzen nix, da gibt es nicht genügend zuschauende Schreihälse für den zu verhallenden Ton.
Deutsche TV-Quote: Um die 2 Mio in besseren Spielen, statistisch gesehen sind ca. 80% davon ältere Herren.
Ein Einzelfall ists auch nicht: In Athen 2004 waren überhaupt keine Zuschauer bei den FußballerInnen, die Ränge leer, ein ZDF-Reporter stammelte entgeistert: "Das hat der Frauenfußball nicht verdient" und sendete unverdrossen weiterhin dieses Herumgerenne während in wichtigen Sportarten die Deutschen Goldmedaillen abräumten wie man später im Internet bzw. in den Nachrichtensendungen erfuhr.

Ergo: Der Fußball soll sich endlich mal selbst vermarkten und nicht auf Kosten der Allgemeinheit herumschmarotzen. Dann werden die monströsen Gehälter und andere Traumeinnahmen schon relativiert werden.

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Ranor 21.06.2019, 16:43
19. Sie zäumen das Pferd von hinten auf

Zitat von lepuv
Natürlich entsteht auch andersherum Interesse. Wenn große Summen im Spiel sind steigert sich automatisch das Interesse, weil es viel zu Gewinnen gibt. Siehe Lotto-Jackpott, Pokern usw.. Auch Mediales-Interesse wird durch die Höhe der Beträge gesteigert. Das Interesse von Frauen am Fußball als Beruf wird auch gesteigert, da es wahrscheinlicher wird davon leben zu können. Mann muss das Ganze nur als Investition in die Zukunft betrachten. So viel zur wirtschaftlichen Seite. Moralisch ist es im Sport noch was ganz anderes. Hier geht es nicht nur wirtschaftliche Interessen. Hier geht es um die Vertretung des Landes. Wir stellen sogar Bundeswehrsoldaten und Polizisten vom Dienst frei damit Sie uns würdig bei sportlichen Events vertreten können. Warum also sollte sich dann die Bezahlung der Frauennationalmannschaft von der der Herren unterscheiden? Hier geht es nicht um Vereine sondern um die Nationalmannschaft! Und da sehe ich abolut keinen Grund die Frauen schlechter zu bezahlen! (PS: es heißt natürlich Titel und nicht Tittel)
Fussball verdient sein Geld ausschließlich durch Interesse. Es gibt hier keinen großen Mäzen der dies durch Spenden ankurbelt. Wenn es keiner schauen will und danach sieht es ja nun mal nach allem was man so lesen und höhren kann aus, dann werden keine Tickets verkauft, und es gibt auch kaum Werbeeinnahmen. Polizisten und Bundeswehrsoldaten sind vom Staat angestellt, wenn dieser sie für die Teilnahme an Weltmeisterschaften oder Olympiaden freistellen möchte dann ist das sein gutes Recht und ich begrüße das auch. Die Gehälter die diese Personen für ihren Beruf bekommen, den sie den größten Teil des Jahres auch ausüben liegen jedoch deutlich unter dem was die Fussballfrauen jetzt schon verdienen. Wenn der Staat die Fussballer und Fussballerinnnen on top noch mit Präminen breichern möchte, so sei ihm das unbenommen. In diesem Fall sollten die Prämien auch gleich hoch sein. Solage sie aber aus den Einnahmen der Sportart generiert werden wird das nichts und sollte es auch nichts werde. Ein Regionalspieler im Herrenfussball verdient übrigens ca. 1000€ pro Monat und ist ungefähr auf einem ähnlichen Leistungsniveau.

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