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Nadine Angerer über Kampf um Gleichbehandlung: "Die Spielerinnen müssen das jetzt anz
DPA

In den USA und anderen Ländern kämpfen Spielerinnen gegen die Ungleichbehandlung und für mehr Geld. Die ehemalige Nationaltorhüterin Nadine Angerer wünscht sich das auch in Deutschland.

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Mr. Bungle 21.06.2019, 16:55
20. Verschwendung ist relativ

Zitat von Dagobert aus Entenhausen
Durchschnittliche Besucherzahl in Männer-BL 45.000 Durchschnittliche Besucherzahl in Frauen-BL: 800 Frauenfußball interessiert halt kaum jemanden, nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen verschwendet seine Gebühren mit der Übertragung. Daraus folgt: im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sind die Fußballfrauen massiv überbezahlt.
Ob die ÖR Gebühren "verschwenden" für die Übertragung der Frauen-WM ist Ansichtssache. Eine freie Wahl hatten sie jedenfalls nicht. Sender, die sich für den Quotenrenner Fußball-WM der Männer interessieren, MÜSSEN halt im Paket auch den Frauen-Wettbwerb mitkaufen. Und sie vermarkten das ja diesmal auch so gut, dass immerhin rund 5 Mio einschalten - also ähnlich wie bei der U21 der Männer oder einem Schweizer "Tatort". Immerhin.

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ThomasS79 21.06.2019, 17:07
21. Anzetteln? Ja was denn anzetteln...?

Das der Frauenfußball in Relation zum Zuspruch und Zuschauern schon völlig überdimensioniert vermarktet wird? Die Spiele trotz kaum kostendeckender Ticketpreise kaum besucht sind? Die Prämien und Gehälter im Frauenfußball gemessen am Marktwert überdurchschnittlich hoch sind? Das Allerletzte ist, aus der eigentlichen Zielsetzung, nämlich der Vermarktung eines Sports, auf einmal eine Debatte der Gleichberechtigung zu machen! Alles andere wurde von Vorrednern schon ausführlichst und in unzählbaren SPON Beiträgen mit genau derselben Thematik sachlich und inhaltlich richtig argumentiert! Man könnte nun endlich mal einsehen, dass der Versuch der Zwangsvermarktung des Frauenfußballs gescheitert ist.

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mimas101 21.06.2019, 17:15
22.

Zitat von Mr. Bungle
Ob die ÖR Gebühren "verschwenden" für die Übertragung der Frauen-WM ist Ansichtssache. Eine freie Wahl hatten sie jedenfalls nicht. Sender, die sich für den Quotenrenner Fußball-WM der Männer interessieren, MÜSSEN halt im Paket auch den Frauen-Wettbwerb mitkaufen. Und sie vermarkten das ja diesmal auch so gut, dass immerhin rund 5 Mio einschalten - also ähnlich wie bei der U21 der Männer oder einem Schweizer "Tatort". Immerhin.
Nö, wenn man sich die Quoten anschaut kommen da keine 5 Mio pro Spiel zusammen.
Und was heißt "mitkaufen"? Müssen die TV-Anstalten nicht. Kriegen sie halt auch nicht die Übertragungsrechte für eine WM oder sonstwas. Allerdings bekommt die Fußballmafia dann überhaupt kein Geld von den TV-Stationen. Und soweit werden die Fußballmafiosi mit Sicherheit denn doch nicht gehen; und auf TV-Einnahmen verzichten ist auch nicht deren Ding, besonders dann nicht wenn pauschal zu bezahlen ist und unabhängig davon wie das Interesse gelagert ist.

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der_dr_Nickel 21.06.2019, 18:47
23. Hmm, tja...

Zitat von mimas101
Nö, wenn man sich die Quoten anschaut kommen da keine 5 Mio pro Spiel zusammen. Und was heißt "mitkaufen"? Müssen die TV-Anstalten nicht. Kriegen sie halt auch nicht die Übertragungsrechte für eine WM oder sonstwas. Allerdings bekommt die Fußballmafia dann überhaupt kein Geld von den TV-Stationen. Und soweit werden die Fußballmafiosi mit Sicherheit denn doch nicht gehen; und auf TV-Einnahmen verzichten ist auch nicht deren Ding, besonders dann nicht wenn pauschal zu bezahlen ist und unabhängig davon wie das Interesse gelagert ist.
...vielleicht erst einmal kundig machen bevor man solch alternative Fakten raus haut: https://www.sportbuzzer.de/artikel/dfb-frauen-wm-tv-quoten-u21-em-sudafrika-achtelfinale-danemark/
Und ja, die Rechte gibt es nur im Bundle.

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vera gehlkiel 21.06.2019, 18:50
24. Ich bin für Neid statt Neiddebatte

Zitat von Ranor
Fussball verdient sein Geld ausschließlich durch Interesse. Es gibt hier keinen großen Mäzen der dies durch Spenden ankurbelt. Wenn es keiner schauen will und danach sieht es ja nun mal nach allem was man so lesen und höhren kann aus, dann werden keine Tickets verkauft, und es gibt auch kaum Werbeeinnahmen. Polizisten und Bundeswehrsoldaten sind vom Staat angestellt, wenn dieser sie für die Teilnahme an Weltmeisterschaften oder Olympiaden freistellen möchte dann ist das sein gutes Recht und ich begrüße das auch. Die Gehälter die diese Personen für ihren Beruf bekommen, den sie den größten Teil des Jahres auch ausüben liegen jedoch deutlich unter dem was die Fussballfrauen jetzt schon verdienen. Wenn der Staat die Fussballer und Fussballerinnnen on top noch mit Präminen breichern möchte, so sei ihm das unbenommen. In diesem Fall sollten die Prämien auch gleich hoch sein. Solage sie aber aus den Einnahmen der Sportart generiert werden wird das nichts und sollte es auch nichts werde. Ein Regionalspieler im Herrenfussball verdient übrigens ca. 1000€ pro Monat und ist ungefähr auf einem ähnlichen Leistungsniveau.
Steffi Jones hat soeben im Spiegel den Verdienst einer durchschnittlichen Bundesligaspielerin auf "250 Euro plus vielleicht ein gesponsortes Auto" taxiert. Die müsste ja an sich Bescheid wissen, was?! Für, sagen wir mal, Sara Daebritz gibt es sicher eine Ecke mehr, aber die ist auch seit frühester Jugend Ausnahmetalent auf Hoechstniveau. Die Nachwuchsarbeit in Deutschland wird nur dann nachhaltig sein können, wenn hier der DFB wenigstens den Spitzenfrauen Leistungsanreize gibt. Gerade deswegen, weil die Verdienstmöglichkeiten in den Vereinen so schlecht sind! Wie der Amateurverband hier dazu kommt, eine Art vulgaermartwirtschaftliche Führung des Diskurses extrem fern seines dezidiert gesellschaftlich politischen Auftrags überhaupt führen zu sollen, ist mir ein totales Rätsel. Und warum irgend ein fussballinteressierter Mensch diese Anbiederei an Big-Player -Attitüden auch noch verteidigen kann, erst recht. Sollen diese Funktionaere mit Big- Business- Riecher sich halt Jobs bei "RBL" angeln. Nur will sie da vermutlich gar keiner. Und das allereinfachste für dauerfrustrierte Kerle ist immer noch, halt ne Frau abzuwerten. Bleibt die schwache Hoffnung auf den Einstieg von Neid.

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vera gehlkiel 21.06.2019, 19:05
25.

Zitat von ThomasS79
Das der Frauenfußball in Relation zum Zuspruch und Zuschauern schon völlig überdimensioniert vermarktet wird? Die Spiele trotz kaum kostendeckender Ticketpreise kaum besucht sind? Die Prämien und Gehälter im Frauenfußball gemessen am Marktwert überdurchschnittlich hoch sind? Das Allerletzte ist, aus der eigentlichen Zielsetzung, nämlich der Vermarktung eines Sports, auf einmal eine Debatte der Gleichberechtigung zu machen! Alles andere wurde von Vorrednern schon ausführlichst und in unzählbaren SPON Beiträgen mit genau derselben Thematik sachlich und inhaltlich richtig argumentiert! Man könnte nun endlich mal einsehen, dass der Versuch der Zwangsvermarktung des Frauenfußballs gescheitert ist.
Man könnte auch endlich aufhören, zu einem Thema ohne Sachkunde endlos dasselbe zu wiederholen. Ich hab Maedchenfullball mit Jungs gespielt und war die beste Stürmerin in dem Laden, ich war klein und dünn, schnell und über beide Flügel uneinholbar. Lea Schueller, jetzt Nationalspielerin, hab ich mal mit Vierzehn spielen sehen und würde behaupten, dass die nicht besser war als ich mit Vierzehn. Hat aber keinen gejuckt. Ist jetzt fast dreißig Jahre her, damals musste ich halt, wegen so besorgter Eltern oder sonst was, die wahrscheinlich nicht wollten, dass ich in dem Alter noch mit ihren armen Jungs dusche, Schluss machen. Dann hab ich erst mal zehn Jahre keinen Fußball mehr ansehen können, ohne vor Armseligkeitsgefuehl Tränen in den Augen stehen zu haben. Allein aus dieser Erfahrung heraus sage ich hiermit offiziell an, dass "Scheitern" hier gar keine Option sein kann.

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oberfrange 21.06.2019, 21:55
26.

Hab selbst Fußball gespielt als Frau. In den USA mag die Forderung nach Gleichberechtigung noch begründet sein, überall anders ist es halt einfach so, dass es beim Frauenfußball zehnmal lahmer zugeht als bei den Herren. Eine Diskussion über die exorbitanten Gehälter im Fußball generell wäre sinnvoller. Ein Ausnahmesportler in einer Randsportart wie Tischtennis (Timo Boll) kriegt in China mehr Geld und Wertschätzung als in D - also was soll das Gelaber. Wenn schon Gleichberechtigung, dann nicht nur im Fußball und sportartübergreifend.

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ThomasS79 21.06.2019, 22:02
27. @#25 Vera Gehlkiel

Ich nehme Ihre emotionale Verbundenheit und auch die Erinnerung an Ihre Darstellung als fußballerisches Ausnahmetalent mal wertend zur Kenntnis, und bedaure wirklich sehr, dass Sie aus angegebenen Gründen mit diesem Potential den Sport nicht weiterführen konnten! Alleine diese Tatsache bringt Ihnen jedoch zu den Fakten auch nicht mehr „Sachkenntnis“ als meine Amateurzeit im Fußball bis kurz vorm Abitur. Weiterhin tun Sie zu den sachlichen Kritikpunkten keine Stellung beziehen. Diese entsprechen aber eben den Tatsachen des nachweisbar ausbleibenden Zuspruchs und den wirtschaftlichen Verhältnissen. Das macht es auch bei Ihrem emotional sehr belasteten Hintergrund sehr schwer, eine zielführende Debatte zu führen. Um hier jedoch nur kurz ein paar wesentliche Eckpunkte meiner Einstellung wiederzugeben, ich habe nichts gegen Frauenfußball. Ich sehe aktuell aber eine Instrumentalisierung dieses Sports, der seine Hauptmotivation in einer verschleierten Kapitalisierung wiederfindet, die in unverhältnismäßiger Art und Weise mit Gleichberechtigung und Gender-Thematik assoziiert wird. Der ewige Vergleich mit dem Männersport ist der Sache des Frauenfußball absolut nicht dienlich, vielmehr sollte der Frauenfußball seinen eigenen Weg und Stil finden! Dies wird sicher noch Jahre dauern, und auch in der Endkonsequenz in Europa nicht auf dem Niveau des Männersports enden. Aktuell sehe ich da aber nur eine weitere Kuh, die gemolken werden soll - aber nichts, was mit tatsächlichen Faktoren zur Gleichberechtigung oder einer gesunden Entwicklung eines Randgruppensports zu tun hat!

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cave68 21.06.2019, 22:46
28. ich muss

mir nur die Artikel zu dieser WM und das extrem geringe Interesse an selbigen anschauen (nahezu jeder 2.Artikel bekommt keinerlei Posting)um zu sehen,dass hier etwas extremst gehyped wird oder werden soll--aber anscheinend erfolglos.

Diese WM zeigt auch das eigentliche Problem:Keinerlei Überraschungen (wenn man mal ein ermauertes Argentinien-Remis ausnimmt)und teilweise völlig überforderte Teams.
Da frägt man sich,wo das Interesse auch herkommen soll...

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oberfrange 21.06.2019, 23:35
29.

Bin in der Straße von Nadine Angeber aufgewachsen. Hat echt viel gebracht.

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