Forum: Sport
Nadine Angerer über Kampf um Gleichbehandlung: "Die Spielerinnen müssen das jetzt anz
DPA

In den USA und anderen Ländern kämpfen Spielerinnen gegen die Ungleichbehandlung und für mehr Geld. Die ehemalige Nationaltorhüterin Nadine Angerer wünscht sich das auch in Deutschland.

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Findail 22.06.2019, 11:06
30. Irgendwo muss das Geld ja auch herkommen!

Geld kann nur bezahlt werden, wo es auch eingenommen wird. Und Geld wird beim Sport dort verdient, wo das Publikum in Massen zuschauen will und auch bereit ist, viel Geld für das Stadion oder für Live-Übertragungen zu bezahlen. Und das ist nunmal beim Männerfußball der Fall und beim Frauenfußball nicht. Beim Männervolleyball übrigens auch nicht.
Ja, das kann ungerecht sein. Aber wie will man dessen Herr werden? Die Leute schauen eben, was ihnen Spaß macht und scheren sich dabei nicht um Genderthemen. Daher kann ich hier die ständige Forderung nach mehr Geld und den Vergleich zu den Herren nicht verstehen. Denn wo es kaum Zuschauer gibt, da kommt nicht viel Geld rein und da kann auch nicht viel Geld verdient werden.
Aber einen klaren Fall von gemeiner Ungleichbehandlung gibt es doch: Die Volleyball-Männer kämpfen recht aussichtslos um Zuschauerzuwächse. Die Fußballfrauen hingegen können auf Liveübertragungen im Fernsehen vertrauen. Beide betreiben Sport auf höchstem Niveau, den aber nicht viele sehen wollen. Aber die einen laufen live, die anderen nicht. Nur dass sie die Volleyballer nicht immer lautstark beschweren und nicht die Frauenkarte ziehen können.

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dernameistprogramm 22.06.2019, 12:12
31. Wünsche dem Frauenfussball alles Gute!

Die Anzahl uneinsichtiger (alter) und bedeutender Männer, die sich der weiteren Entwicklung in den Weg stellen, wird ohnehin geringer. Sie sind ebenso redundant wie zahlreiche Kommentare hier im Forum.

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realist4 22.06.2019, 12:56
32. unsinnige Debatte

Die Damen solten einfach mal kapieren, dass alles was man ausgibt erst mal eingenommen werden muss. So lange die Frauenbundesliga nicht mal ein Zehntel der Zuschauerzahlen der Männer erreicht und weder nationale und schon gar nicht internationale Nachfrage nach Fernsehübertragungen vorhanden ist, sind die Einnahmen eben gering. Ungleiche Bezahlung hat rein garnichts mit Ungleichbehandlung zu tun sondern mit Marktwirtschaft.

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jean-baptiste-perrier 22.06.2019, 13:28
33. Gleichberechtigung?

Jetzt soll ausgerechnet der Fußballplatz zum Schlachtfeld erkoren werden auf dem der Feminismus seinen Endsieg über das Patriarchat erringen will? Wenn man fußballspielenden Frauen die gleichen Irrsinns-Prämien wie den Männern auszahlen würde, dann wäre dies für die Gleichberechtigung der Frau der endgültige Durchbruch? Ja, ganz bestimmt! Wieso verdienen Spieler in der Regionalliga nicht genauso viel Geld wie Spieler in der Ersten Bundesliga? Warum bekommt die Sängerin Gaby Baginsky für zwei Lieder beim Stadtteil-Fest weniger Geld als der Sänger Paul McCartney für zwei Lieder in der Superbowl-Halbzeitpause? Hmmmhhh? Das sollte man im Sinne der Gleichberechtigung auch angleichen! Allein den Versuch zu starten eine ernsthafte öffentliche Diskussion über ein derart unlogisches Gedankenkonstrukt als Kampf für die Gleichberechtigung der Frau zu verkaufen, lässt tief blicken. Wieviel dümmer, infantiler und hysterischer können öffentliche Diskurse noch werden? Sind wir jetzt schon am endgültigen intellektuellen Nullpunkt angekommen? Oder geht es noch bräsiger?

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Paule Paulson 22.06.2019, 13:37
34. Schon wieder?

Der wievielte Artikel über die vermeintlich schlechte Bezahlung von Fußballerinnen auf SPON innerhalb von wenigen Tagen ist das jetzt? Die Antwort ist jedenfalls immer dieselbe: Solange Sportler, seien es Fußballerinnen, U21-Fußballer oder auch z.B. Tischtennisspieler, weniger Einnahmen generieren , erhalten sie auch selbstverständlich weniger Geld als männliche Fußballer. Nennt sich Kapitalismus. Und wenn überhaupt ein erzwungener Angleich, sollte man meiner Meinung nach die Prämien von erwachsenen Spielern absenken und dafür mehr in die U21 und darunter investieren.

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charlybird 22.06.2019, 13:51
35. Ihre Kalkulation ist wohl richtig

Zitat von niska
Sehe ich genauso. Im Finanzbericht des DFB von 2017 etwa wurde bei den Nationalmannschafts-Männern ein Saldo/Gewinn von plus 44 Mio. Euro erwirtschaftet. Bei den Nationalmannschafts-Damen war es ein Saldo/Verlust von 1,6 Mio. Euro. D. H. der Frauenfußball musste immer noch quersubventioniert werden. Aber immerhin von minus 4 Mio. (2016) auf minus 1,6 Mio. (2017) verbessert... Aus dieser schlichten wirtschaftlichen Realität lassen sich keine gleichhohen Prämien ableiten. Der DFB ist ein e.V. und eben nicht der Staat. Wenn es dem Staat besonders wichtig wäre, dass Menschen in der Nationalmannschaft spielen um das Image des Landes zu pushen, könnte er unabhängig davon eine staatliche Siegprämie aus Steuermitteln aussetzen. Die dann selbstverständlich für alle A-Nationalmannschaften aller Sportarten und alle 3 Geschlechter gleich. Denn sonst wäre es tatsächlich diskriminierend. Das Vorgehen des DFB ist es in diesem Fall nicht.
und auch, dass der DFB ein e.V. ist, aber gleichzeitig eben auch einer der reichsten Sportverbände der Welt. Wohlgemerkt, Sportverband, von daher muss man es auch ''sportlich'' sehen und in dem Fall vielleicht mischkalkulativ.
Frauenfußball bedarf immer noch der Förderung, er bringt auch als Beruf nicht die Summen ein, die ein Mannesprofi einfährt, keine Frage, aber bei den Sport-Turnieren, und in dem Fall einer durchaus viel beachteten WM, besteht zumindest ein ähnlicher Aufwand für beide Geschlechter, von daher wäre eine Angleichung durchaus gerecht.
Außerdem wäre es ein Zeichen zur rechten Zeit.
Abgesehen davon, haben die Männer ihre letzte Prämie ja auch derart schusselig vergeigt, dass sie von sich aus eigentlich noch zuschießen müssten, DFB und die Protagonisten daselbst. :-)

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vera gehlkiel 22.06.2019, 19:02
36. @ThomasS79

Zitat von ThomasS79
Ich nehme Ihre emotionale Verbundenheit und auch die Erinnerung an Ihre Darstellung als fußballerisches Ausnahmetalent mal wertend zur Kenntnis, und bedaure wirklich sehr, dass Sie aus angegebenen Gründen mit diesem Potential den Sport nicht weiterführen konnten! Alleine diese Tatsache bringt Ihnen jedoch zu den Fakten auch nicht mehr „Sachkenntnis“ als meine Amateurzeit im Fußball bis kurz vorm Abitur. Weiterhin tun Sie zu den sachlichen Kritikpunkten keine Stellung beziehen. Diese entsprechen aber eben den Tatsachen des nachweisbar ausbleibenden Zuspruchs und den wirtschaftlichen Verhältnissen. Das macht es auch bei Ihrem emotional sehr belasteten Hintergrund sehr schwer, eine zielführende Debatte zu führen. Um hier jedoch nur kurz ein paar wesentliche Eckpunkte meiner Einstellung wiederzugeben, ich habe nichts gegen Frauenfußball. Ich sehe aktuell aber eine Instrumentalisierung dieses Sports, der seine Hauptmotivation in einer verschleierten Kapitalisierung wiederfindet, die in unverhältnismäßiger Art und Weise mit Gleichberechtigung und Gender-Thematik assoziiert wird. Der ewige Vergleich mit dem Männersport ist der Sache des Frauenfußball absolut nicht dienlich, vielmehr sollte der Frauenfußball seinen eigenen Weg und Stil finden! Dies wird sicher noch Jahre dauern, und auch in der Endkonsequenz in Europa nicht auf dem Niveau des Männersports enden. Aktuell sehe ich da aber nur eine weitere Kuh, die gemolken werden soll - aber nichts, was mit tatsächlichen Faktoren zur Gleichberechtigung oder einer gesunden Entwicklung eines Randgruppensports zu tun hat!
Wer voraussetzt, dass Frauenfussball auf einem operativen Niveau, das die Männer ungefähr in den Fünfzigern aufwiesen, jetzt Gewinne einfahren können muss, wie der aktuell sich zu einer gefährlichen Blase aufpumpende Männerfussball, argumentiert in Wahrheit wider den Sport und für die Totalisation durch Vermarkter. Das kann der Privatmensch "halten wie ein Dachdecker", wie man hier in der Gegend so hübsch formuliert, nicht jedoch der umzweideutig gesamtgesellschaftlich verpflichtete DFB. "Gesellschaft" als Wort transportiert in der Demokratie ganz automatisch den Anspruch "Fortschritt" mit. "Gesellschaft" für Coca Cola ist hingegen "nur" "Absatzmarkt". Wobei mich traurig stimmt, dass in der Realität Firmen mit "Corporate Identity -Philosophie" hinsichtlich gesellschaftlicher Fragen nicht selten flexibler sind als politische Sportfunktionaere.

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lepuv 24.06.2019, 07:44
37. Zuschauerrekord

Wenn man das Ganze unbedingt NUR von der wirtschaftlichen Seite sehen will, dann verweise ich auf die steigenden Zuschauerzahlen.
https://meedia.de/2019/06/23/frauen-fussball-wm-steigert-sich-auf-neuen-zuschauerrekord-sat-1-besiegt-um-20-15-uhr-rtl-und-prosieben/
Die "Investion" in den Frauenfußball scheinen sich langfristig zu lohnen!
Es geht hier aber nicht um wirtschaftlichen Erfolg. Der DFB ist ein gemeinnütziger Verein. Wenn die im Männerfußball Gewinne machen dann kann diese auch in den Frauenfußball "investieren".
Und ja, wir müssen die Ungleichbehandlung von Frauen auf allen Ebenen und in allen Bereichen "bekämpfen" (mag das Wort Kampf nicht, aber gerade fällt mir nichts besseres ein).

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deho0209 27.06.2019, 12:14
38. Überschrift

Der Frauenfussball steckt halt noch in den Kinderschuhen und wächst jetzt langsam da raus, sieht man zb daran das Mannschaften wie Spanien, England und die Niederlande immer weiter aufholen und die Verbände auch in den Frauenfußball investieren. In den 50er und 60er Jahren haben die Männer auch keine Unsummen verdient, einige gingen sogar noch halbtags arbeiten. Wenn die Damen so unzufrieden sind, warum Gründen sie dann nicht zu Vermarktungszwecken ihre eigenen Verbände? Denn dann würden sie sogar noch viel weniger Kohle bekommen als jetzt. Es interessiert sich halt außer bei großen Turnieren kaum einer für den Frauenfußball! Was ich Persönlich schade finde.

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