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Nationalspieler über Özil: Weltmeister im Missverstehen
REUTERS

Nach Wochen äußern sich jetzt die langjährigen Teamkollegen in der DFB-Elf zu Mesut Özils Rücktritt. Sie reden an den konkreten Vorwürfen des Arsenal-Profis vorbei.

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doclondon 16.08.2018, 14:57
70. Falsche Baustelle

Das Thema Özil (und seine von Özils Beratern eingeflüsterte Pseudo-Begründungen) eignet sich überhaupt nicht als Aufhänger für irgendwelche Debatten über Rassismus. Insofern reden die Nationalspieler, die hier sich nunmehr äußern auch nicht an irgendeiner Sache vorbei, sondern drücken nur ihr Missfallen über die Art und Weise des Abgangs zum Ausdruck.

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Justitia 16.08.2018, 14:57
71.

Dieser Artikel von Herrn Ahrens setzt das Verhalten einiger Medien in Deutschland in dieser "Affaire" fort, nicht nur Berichterstatter sondern selbst Akteur zu sein, nämlich ein Akteur, der ständig Öl ins Feuer giesst und die Rassismuskarte ausspielt.

Man muss sich nämlich vergegenwärtigen, wie die Abläufe waren und die begannen mit einer PR-Aktion für Erdogan ua durch Özil und Gündogan. Während Gündogan sehr schnell aktiv wurde, sich zu Deutschland und seinen Werten zu bekennen und gleichzeitig klarstellte, dass er keine politische Aussage treffen wollte, hat Özil die Sache einfach laufen lassen. Wie man jetzt weiss, aus Überzeugung und in Bekenntnis zu Erdogan. Der DFB hatte versucht Ruhe in die NM zu bringen, in dem man mit Özil sprach und ihn aufforderte sich zu erklären. Genau das tat Özil nicht wodurch ER für die verbliebene Unruhe in und um die NM aufgrund dieses Themas während der WM verantwortlich ist. Es gab zwar noch schwächere Spieler als Özil während der WM, seine Leistungen waren aber auch nicht dazu angetan, ihn von der sportlichen Kritik auszunehmen. Beides zusammen, sein Verhalten und seine Verantwortung für die Erdogan-Affaire und seine schwachen sportlichen Leistungen rechtfertigen die Kritik an ihm, auch durch den DFB-Präsidenten. Die wiederum scheint Özil nicht ertragen zu können und flüchtet sich in einen Rücktritt und in plötzlich auftauchende Rassismusvorwürfe. Es ist nur sehr seltsam und selbstredend, dass man zuvor nie etwas in dieser Art von ihm gehört hatte. Aber das interessiert Herrn Ahrens nicht, da wird lieber völlig unreflektiert das nachgeplappert, was Özils Berater durch Erdogan diktiert bekommen hat.

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gnarze 16.08.2018, 14:58
72. Ach Herr Ahrens

Sie kritisieren Kroos dafür, dass er nicht konkretisierte, was an Özils Aussagen Quatsch sein.
Wo wurde Özil eigentlich konkret, als er Grindel Rassismus vorwarf, und warum haben Sie seinerzeit ihn wegen seiner wagen Anschuldigungen nicht kritisiert?

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spon-facebook-10000276786 16.08.2018, 14:58
73. Viel Wind um was?

Aus der Özil Diskussion eine Rassismus Debatte zu machen ist wirklich grober Unfug. Er durfte doch seinen Namen behalten. In der türkischen Nationalmannschaft werden ausländische Spieler türkisiert. Sie ändern ihren Namen dmit er dürkisch klingt. Ich wollte es erst nicht glauben, es ist aber wirklich so. Seine anderen beiden türkischen Kollegen stehen anscheindend nicht so im Focus. Woran das wohl liegen mag?

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browserhead 16.08.2018, 15:01
74. Butter bei die Fische

Wenn es Özil wirklich um Rassismus gegangen wäre oder gar um eine Integrationsdebatte, gut, dann möge er seine Vorwürfe doch bitte einmal erläutern. Bisher hat er sich zwar keinen Gefallen getan, aber seine Unterstützung für Erdogans Politik bestens geleistet.
Ich glaube nach wie vor an wirtschaftliche Hintergründe für Özils Verhalten. Er wäre nicht der erste Sportler, der seine Erdogan-Loyalität nach Ende der Karriere (und die hat er mit fast 30 Jahren sicher im Blick) in der Türkei noch belohnt bekommt. Sollte Erdogan vorher im Wirtschaftsstrudel versunken sein, hätte sich Özil böse verspekuliert, muss aber sicher nicht darben.

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SenYek 16.08.2018, 15:03
75. "Außeinandersetzen mit Özil"

Es macht Sinn, sich mit Özils Fußballfähigkeiten auseinanderzusetzen, denn die sind wirklich außergewöhnlich - und teilweise durchaus "ein Fall für das Lehrbuch" (man muss ja nicht unbedingt die Spiele der Russland-WM als Beispiel nehmen :-).

Hingegen macht es keinen Sinn, sich mit Özils Äusserungen und Handlungen auseinanderzusetzen, wenn es um politische und/oder gesellschaftliche Sachverhalte geht. Herr Özil hat durch sein Verhalten und durch seine Twitternachrichten einen erheblichen Mangel an Urteils- und Artikulierungsvermögen nachgewiesen. Warum sollte irgend jemand sich damit ernsthaft damit auseinandersetzen?

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alleghieri 16.08.2018, 15:03
76. Nicht ohne meine Rechanwaltskanzlei

Wenn man den Artikel gelesen hat, versteht man vollkommen, warum die meisten Nationalspieler keinen Kommentar zur Causa Özil abgeben. Sie tun gut daran, denn dieser Kommentar wird nicht wie eine persönliche Meinung behandelt sondern wie eine Regierungserklärung. Ein halbes Dutzend Berater bestehend aus Juristen, Diplomaten, Integrationsexperten und Linguisten wäre wohl nötig, damit der Kommentar bei einem dieser "superklugen" SPON-Journalisten vielleicht als akzeptabel durchgeht.

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CancunMM 16.08.2018, 15:03
77.

Zitat von carran
Es ist ganz einfach: 1. Es gibt keinen Rassismus in der Nationalmannschaft. 2. Es hatte keiner was dagegen, dass Oezil mit Erdogan posiert. 3. Es hatten ALLE was dagegen, dass er (der die Ganzkeit aller Grundrecht in Deutschland geniesst wie jeder andere auch) Erdogan als "mein Praesident" anspricht. Einen Autokraten, der selbige Grundrechte mit Fuessen tritt.
Das stimmt so nicht.
Natürlich wurde er vor allem für das Foto kritisiert.
Und mein Präsident stand auf dem Trikot von Gündogan.
Und ob es Rassismus in der NM gibt kann ich nicht sagen und sie auch nicht, aber ist eher unwahrscheinlich bei Spielern wie Khedira, Boateng, Rüdiger, Gomez, Klose, Podolski, Özil, Gündogan...

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Papazaca 16.08.2018, 15:07
78. Die Antwort auf Ihre Frage, Herr Ahrens

Lieber Herr Ahrens, zu Ihrer letzten Frage: "Wie kann es sein, das ein Nationalspieler, der92 - mal für den DFB aufgelaufen ist, sich so brüsk von der Mannschaft verabschiedet? Was hat das mit dem verändertem gesellschaftlichen Klima zu tun"?

Ja, erstmal hat dieser Nationalspieler mit seinem Erdogan-Foto viele seiner türkischen Mitbürger glücklich gemacht, aber leider seine deutschen Mitbürger zutiefst verärgert. Und sicher hat sich durch Erdogans
Politik die Situation der türkischen Mitbürger in Deutschland verschlechtert. Und drittens hat Merkel als Mutter der AfD dazu beigetragen, das die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland stark zugenommen hat, mittelbar.
Aber lieber Herr Ahrens, das wissen Sie sicher alles selbst. Übrigens, ich beantworte nur Ihre Frage und versuche, mich jeder Bewertung zu enthalten.

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reznikoff2 16.08.2018, 15:10
79. Hm

Ich dachte immer, redaktioneller Raum sei knapp. Aber danke für das Update. Das macht vieles klarer.

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