Forum: Sport
Nationalspieler versus Presse: Das große Missverständnis
DPA

Zwischen Nationalmannschaft und der Presse ist die Stimmung angespannt. Beide Seiten üben gegenseitig Kritik. Und eigentlich ist das genau richtig so.

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Böttinger 01.07.2018, 20:46
50. Nur Fußball.

Der Einfluss des Fußballs auf das deutsche Befinden wird völlig über schätzt. Die Mehrheit der Deutschen leidet nicht unter dem Versagen der NM. Das ganze Fußballgeschäft ist zu kommerzialisiert. Rummenigge läßt grüßen. Es wäre schön, wenn sich da wieder einiges normalisieren würde. Anbetrachts der Scheichs, Oligarchen, Milliardären und eitlen Funktionären aber nicht zu erwarten. Deshalb: so what!

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tomlex27 01.07.2018, 20:49
51. Verqueres Selbstbild

Schon Westernhagen hat vorgemacht, wenn man das Marketing auf die Spitze treibt und es künstlerisch nicht mehr bringt, verschwindet man in der Bedeutungslosigkeit. Die Mannschaft hat sich werbetechnisch so sehr vermarkten lassen, dass einem zum Kotzen ist. Löw ist in der Zwischenzeit zu Major Tom geworden. Unnahbar und nicht einmal mehr in der Lage in einfachen Sätzen zu sagen, dass seine Taktik, seine Aufstellung, die Kadernominierung und das Spiel seiner allzu satten Superhelden nicht einmal mit auf dem Niveau drittklassiger Südkoreaner liegt. Als ich die Bilder vom joggenden aber Fett ansetzenden Löw mit Sonnenbrille sah, habe ich noch auf die Rocky- Melodie gewartet. Am Ende können die Medien schreiben was sie wollen, und die Spieler spielen wie sie wollen. Klubtechnisch ist die Liga abgehangen, jetzt auch die Nationalmannschaft. Das hat nun aber über Jahre in den Medien nicht stattgefunden. Man hat die Spieler verwöhnt und eine Art Konsens- Journalismus für verwöhnte Bubis geschaffen. Den Geist dieser Mannschaft beschreibt sehr treffend Draxler. Einer der sich lieber für viele Millionen in Paris auf die Bank setzt, statt für ein bißchen weniger irgendwo anders Stammspieler zu sein. Im Marketing sind die Jungs sehr weltmeisterlich.

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dlaber 01.07.2018, 20:53
52. @rösti

...bitte nicht gleich ein verbaler Amoklauf! Wenn man Verantwortung für einen Job übernimmt und den nicht gut macht, dann ist eine Ablösung was ganz Normales! Das gilt deckungsgleich überall, also auch im Sport und der Politik!

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Turmhexe7 01.07.2018, 21:01
53.

Dass die Spieler nicht selbstkritisch waren, wie es einige hier behaupten, ist ja nun einfach nicht richtig. Direkt nach dem Spiel gab es genug Interwies, aber vielleicht haben die, die das hier behaupten, das ja gar nicht mitbekommen. Da wurde u.a. von Hummels, Neuer, Müller deutlich gemacht, dass man verdient ausgeschieden ist.
Ich glaube kein Spieler, kein Trainer wehrt sich gegen sachliche und konstruktive Kritik. Aber was teilweise vor der WM, während und danach von einigen Presseorganen und bestimmten "Fachleuten" wie Basler vom Stapel gelassen wurde, das ist nur Stammtischniveau, damit bedient und befeuert man sehr viele Leute in den sozialen Netzwerken, geschützt durch die Anonymität,in unerträglicher Weise Spieler und den Stab drumherum persönlich zu beschimpfen und zu beleidigen.

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dlaber 01.07.2018, 21:04
54. Kritik ist doch etwas völlig Normales,

wenn sie angemessen und begründet ist und die Möglichkeit dazu, ist eine der Vorzüge einer Demokratie. Mir ist nicht klar, warum sich darüber so viele aufregen. Wo käme man denn hin, wenn man Leute in verantwortlichen Positionen nach Misserfolgen noch nicht einmal mehr kritisieren dürfte wie in einer Diktatur. Daran ändert sich doch auch nichts, wenn diese Personen früher richtig gehandelt haben!

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Metalfan 01.07.2018, 21:05
55. Dolchstoßlegende?

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß die Heimat dem (potentiell) siegreichen Team in den Rücken gefallen ist.

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Lua-Lua 01.07.2018, 21:06
56. Doch, "Die Medien" gibt es

Wenn es um Özil, Erdogan, Putin, Trump, Orban, Umweltschutz, Gleichgeschlechtliche Ehe usw. geht gibt es "Die Medien". ALLE schreiben gleichen MIST. Nehmen Sie als Beispiel RTE. Er wurde mit Mehrheit erneut zum Präsidenten gewählt. Die Wähler wissen, genau was Sie wählen. Jedenfalls mehr als die Kommentare hier von irgendwelchen Linken ( die ja bekanntlich die Terrororganisation PKK unterstützen ). Das interessiert die Medien Null. Ich wiederhole, Seit 5 Jahren schreiben ALLE Medien den gleichen Mist.

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m.breitkopf 01.07.2018, 21:15
57. Nach der WM ist vor der WM

Vielleicht hätten Medien und Fans die Erwartungshaltung etwas herunter schrauben müssen. Es gibt kein Abo auf das Halbfinale. Statistisch gesehen wird die deutsche Nationalmannschaft nur alle 20 Jahre Weltmeister (54,74,90,14). Gegen (vermeintlich) kleine Gegner auszuscheiden hat es immer schon gegeben: Österreich 78, Bulgarien 94, Kroatien 98, usw.
Diesmal hat es uns in der Vorrunde erwischt, für mich (fast) unerheblich ob in der Vorrunde oder im Achtelfinale. Schmerzhafter sind doch die Niederlagen kurz vor dem Ziel, wie 2014 gegen Spanien nachdem man gerade Argentinien 4:0 geschlagen hatte. Das hat richtig weh getan.
Was wirklich nervt sind diese beinahe masochistischen "Vernichtungsartikel" in denen von "totalem Versagen" und "historischem Debakel" die Rede ist. Als ob Spieler, Trainer und Fans das nicht selbst wüßten. Das ist in keinster Weise konstruktiv.
Und was das fortwährende Özil-Bashing betrifft, sollte so mancher Medienvertreter mal in sich gehen. Özil hat eine Dummheit begangen, aber er ist sowohl ein verdienter Spieler als auch ein zurückhaltender und sensibler Mensch. Die Kritik war berechtigt, aber eben nicht in Endlosschleife.

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prometheusxl 01.07.2018, 21:21
58. Mir...

... geht es inzwischen gewaltig gegen den Strich, dass bei kampagnenartigen Schräglagen - die im Grund inzwischen ja eher die Normalität als die Ausnahmen (nicht nur bezüglich der Berichterstattung im sportlichen Bereich) sind, in die eine wie die andere Richtung ausschlagend - eine anschließend folgende, vorgeblich "objektivierende" "Analyse", hinterher stets als Rechtfertigung der Berichterstatter daher kommt und immer mit dem letzten Wort der kritisierten Berichterstatter endet, und jede vorgebliche "da haben wir wohl auch nicht so richtig die Trennschärfe bewahrt..."-Selbstkritik vorhersehbar mit einem "aber, ..." abgeschlossen wird, das den gesamten Prozess der "Aufarbeitung" und anscheinenden Selbstkritik mit einem Wisch ad absurdum führt. Das wirkt so zuverlässig wie regelmäßig unglaubwürdig und führt zu nichts - außer zu noch mehr Verdruss.

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thermo_pyle 01.07.2018, 21:59
59. Liebe Mitspieler...

...der Deutschen Nationalelf: Nicht lamentieren, schaut euch einmal die Spieler von Uruguay an und erneuert eure Kritik an Fans und Medien...wenn es euch nicht peinlich wird ;-)

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