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Nationaltorhüterin Schult: "Wenn Dortmund mal ein Probetraining anbieten würde"
Jean-Paul Pelissier REUTERS

Die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft spielt heute Abend vor 90.000 Menschen im Wembley-Stadion. In Deutschland undenkbar - das liegt auch an zwei großen Klubs. Torfrau Almuth Schult kritisiert Schalke und den BVB.

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RainerWahnsinnn 09.11.2019, 16:02
1. Frauenfussball anschauen

macht keinen Spaß. Und das sage ich als Frau und ehemalige langjährige Freizeit-Vereinsspielerin.
Ich liebe Fussballspielen, aber im TV oder Stadion sehe ich mir das nicht an. Der Unterschied zu den Männern, im Bezug auf Schnelligkeit und Härte ist leider zu groß und dementsprechend langweilig.

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EUtopia 09.11.2019, 16:03
2. Henne-Ei-Problem

Es interessiert keinen, weil kein Traditionsclub eine Mannschaft anbietet?
Eher, weil man kein Geld damit verdient. Und die Clubs sind heutzutage gewinnorientierte Unternehmen und eben keine Vereine mehr.
Dazu dominiert der Männerfußball einfach zu sehr.

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hrlehmann 09.11.2019, 16:06
3. Der FC Bayern

hat in dieser Hinsicht einiges besser gemacht als die Konkurrenz. Es ist mir absolut schleierhaft, warum weder Schalke noch Dortmund ein Frauenfußball team und eine Bundesliga Basketballmannschaft haben.

Die Clubrivalität alleine würde schon ausreichen um tausende von Zuschauern anzulocken.

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tullrich 09.11.2019, 16:08
4.

Absolute Zustimmung. Und sei es nur, dass dann endlich viele Leute außerhalb Deutschlands mal sehen, dass Frauen keine sonderbare Spezies sind, die man nur innerhalb des Hauses halten darf.
Aber, denn schließlich sind wir glücklicherweise auch da schon weiter, was ist denn mit Diversen und Genderfluiden? Die Anzahl an möglichen SpielerX ist da sicherlich geringer, aber die Diskriminierung wahrscheinlich höher als bei Frauen. Oder man gründet einen eigenen Verein - das deutsche Vereinsrecht ist da erstaunlich freiheitlich. Ich bin sicher, mit der Bitte um logistische, personelle oder organisationale Unterstützung und Erfahrung rennt man bei Schalke und Co. offene Türen ein. Wenn man allerdings nur das Geld von Schalke oder dem BVB will, oder den Namen, dann sollte man nicht Fußball spielen, sondern in die Politik gehen und Freitags streiken.

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jujo 09.11.2019, 16:19
5. ....

Es wäre höchste Zeit!
Ich frage mich schon länger warum es eigentlich keine gemischten Jugendmannschaften gibt bis zum Alter von 10 oder gar bis zu 12 Jahren.

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Bodenseeher 09.11.2019, 16:34
6. „Gemischte“ E-Jugend

In der Mannschaft meines Jüngsten (E-Jugend) spielen (wenige) Mädchen mit, dass ist (noch) selbstverständlich, bis zur B-Jugend.

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MatthiasPetersbach 09.11.2019, 16:58
7.

Zitat von RainerWahnsinnn
(Frauenfussball anschauen) macht keinen Spaß. Und das sage ich als Frau und ehemalige langjährige Freizeit-Vereinsspielerin. Ich liebe Fussballspielen, aber im TV oder Stadion sehe ich mir das nicht an. Der Unterschied zu den Männern, im Bezug auf Schnelligkeit und Härte ist leider zu groß und dementsprechend langweilig.
Sehen Sie - genau DIESE Dinge bzw. dieser Unterschied bzgl Härte, Schnelliglkeit (und Aktionsradius) des/der Einzelnen macht für mich als Zuschauer das Frauenspiel hundertmal interessanter als der Herrenfußball.

Angesichts der gewachsenen körperlichen Fähigkeiten gegenüber noch vor 20 oder gar 40 jahren wäre es bei den Herren endlich mal überfällig, ein oder zwei Mann rauszunehmen.

Wenn ich mir vorstelle, welche doch reduzierten Leistungen im Vergleich zu huete noch Beckenbauer, Netzer, Breitner und Müller bzgl. der körperlichen Fähigkeiten hatten - und trotzdem wurde da attraktiver Fußball gespielt - allerdings nicht immer. Wie auch heute.

Nöh, das Verhätnis Leistungsfähigkeit vs. Spielfeld hat sich da beim modernen Fußball zuungunsten der Attraktivität und UNterhaltung deutlich reduziert - so wie im Tennis, wo alles fast nur noch Aufschlag und Grundlinie ist.

Aber ist ja eigentlich egal. Frauenfußball ist - wegen der Andersartigkeit - einfach ein anderes Spiel - und wenn das in Wembley 90 000 Zuschauer anlockt, kann man da eigentlich garnicht mehr gegenargumentieren. Dann gefällts dem einen oder anderen nicht - aber offensichtlich bleiben da genügend übrig. Mir gefällt auch Gabalier nicht - aber da ist trotzdem voll.

Angesichts dieser Zahlen (nicht nur in Wembley) ist es völlig unverständlich, warum die deutschen Vereine hier nicht auf den Zug aufspringen - mehr Auslastung des sowieso vorhandenen Stadions wäre ja durchaus finanziell attraktiv.

Und vielleicht könnte man wegen dieser Einnahmen auch mal auf Dinge verzichten, die 3Markfuffzich in die Kasse spülen - den Zuschauer aber kollosal nerven - ob das die Werbung in der Halbzeit oder aufm Klo ist. Oder man könnte mal die Standgebühr für den Bierstand reduzieren. Dann klönnte der auch nen Mann mehr einstellemn - und mal käme auch mal an ein Bier, OHNE ganze Teile des Spieles zu versäumen.

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widower+2 09.11.2019, 17:06
8. Na und?

Zitat von EUtopia
Es interessiert keinen, weil kein Traditionsclub eine Mannschaft anbietet? Eher, weil man kein Geld damit verdient. Und die Clubs sind heutzutage gewinnorientierte Unternehmen und eben keine Vereine mehr. Dazu dominiert der Männerfußball einfach zu sehr.
Der Unterhalt einer Frauenmannschaft ist vergleichsweise so billig, dass dies kein Problem für einen Bundesligisten darstellt und sich langfristig sogar lohnen kann.

Eine Frauenmannschaft in der 1. oder 2. Liga der Frauen haben bisher u. a. der FC Bayern, Freiburg, Köln, Hoffenheim, Mönchengladbach, Werder und Wolfsburg, ohne dass das deren Etats nennenswert belasten würde.

Frau Schult hat völlig Recht. Kämen noch große Namen wie Dortmund und Schalke hinzu, könnte das dem Frauenfußball einen großen Schub geben. Bayern gegen Dortmund würde wohl deutlich mehr Zuschauer anlocken als FC Sand gegen Turbine Potsdam, wobei es wiederum auch schade für die beiden letztgenannten Vereine wäre.

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widower+2 09.11.2019, 17:35
9. @MatthiasPetersbach

Fast volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag. Nur mit der zusätzlichen Auslastung der Stadien dürfte noch etwas dauern. Bisher spielt keine Frauenmannschaft der männlichen Erstligisten in dem Stadion, in dem die Männer spielen.

Aber auch das könnte sich langfristig ändern, wenn bei den Frauen Bayern gegen Dortmund oder Dortmund gegen Schalke spielt.

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