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Neue Bundesligasaison: Transparenzoffensive beim Videobeweis
DPA

Die Aufregung über den Videobeweis in der Bundesliga gehörte in der Vorsaison schon zur Folklore. DFB und DFL wollen ihn jetzt transparenter machen - den Fans im Stadion nützt das wenig.

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geradsteller 14.08.2018, 16:20
1. War einer dieser „Fans“ u Beteiligten

Jemals bei einem Eishockey oder Footballspiel?? Auch in deutschen Stadien gibt es Videoleinwände. Wunder: ES funktioniert!! . Und dann sieht das jeder, und dann begreift das jeder Denkende. Vielleicht fällt es den so genannten Fans einfach an der begrifflichen Reife. Oder der Fußball will seine Zuschauer für dumm verkaufen. Beides peinlich.

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GerdKaktus 14.08.2018, 16:24
2. Aha, der Impuls...

Steht es mittlerweile so in den Regeln? Es hieß ja früher:"Im Moment der Ballabgabe".
Und nicht des Impulses zur Ballabgabe. Und wie wird er gemessen, der Impuls? An der Anspannung des Muskels?
Fußball war nie perfekt, warum sollte er es werden?

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Levator 14.08.2018, 16:41
3. Wer im Stadion sitzt, muss weiter eher rätseln

Also Live dabei sein ist doch nicht live. Was für ein Unfug. Werden jetzt dafür in allen Stadien die Eintrittspreise gesenkt, weil man eben doch nicht - wie man teuer bezahlt hat - live dabei ist und nur der 2. Reihe sitzt?
Da muss für die Zuschauer vor Ort unbedingt nachgebessert werden . Was für den TV-Hocker daheim gilt, muss auch für die treuen Stadiongänger technisch machbar sein! Einfach einen Teil von diesen unverschämt hohen Eintrittpreise für die technische Ertüchtigung im jeweiligen Stadion hernehmen und das Ganze verpflichtet für jeden Verein, zumindest in den beiden ersten Ligen niederschreiben!

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skeptikerjörg 14.08.2018, 16:45
4. Rumgedokter

Neben der mangelhaften Transparenz für die Zuschauer im Stadion ist die größere Schwäche die Willkür der VAs in ihrem Keller in Köln. Wann greifen sie ein und wann nicht und warum bzw. warum nicht. Tatsächlich nur bei offensichtlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters? Die letzte Saison hat genug Gegenbeispiele und zwar in beide Richtungen, Korrektur oder Nicht-Korrektur.
Ich bin kein Gegner der Videounterstützung, aber sie muss nachvollziehbar und einheitlich sein. Wenn DFL und DFB der Aufwand, der bei der WM betrieben wurde, zu teuer ist, dann soll man es lassen.

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Stefan_Schmidt 14.08.2018, 16:47
5.

Welche Teilzeithirne beim DFB oder wo auch immer fanden es eigentlich in Ordnung, die genutzten VAR-Aufnahmen bisher NICHT im Stadion und im Fernsehen zu zeigen? Bei all dem faktenscheuen Traditionsgeheule vor der Einführung des Videobeweises war sogar Nicht-Fans sonnenklar, dass maximale Transparenz unverzichtbar ist, um den Freunden von "diskussionsbelebenden" Falschentscheidungen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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oliver_behre 14.08.2018, 16:59
6.

Zitat von GerdKaktus
Und nicht des Impulses zur Ballabgabe. Und wie wird er gemessen, der Impuls? An der Anspannung des Muskels?
Da der Impuls einen Bewegungszustand beschreibt, der beim Fussball meist in einer Drehung besteht, nimmt man natürlich den Drehmomentschlüssel. Und wenn der nicht funktioniert, muss der gute alte Fluxkompensator wieder herhalten.

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m.paulus 14.08.2018, 17:01
7. System bleibt falsch

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es bei der WM zwar Verbesserungen gab, der Videobeweis dort aber genauso Mist war wie in der Bundesliga zuvor. Der Grund ist nach wie vor darin zu sehen, dass das Eingreifen des VAR letztlich immer eine Sache der Interpretation ist. Wann ist eine Fehlentscheidung klar, wann ist sie es nicht? Diese Frage lässt sich einfach nicht regeln. Denn der eine VAR sieht eine klare Fehlentscheidung, der andere VAR ist vielleicht der Meinung: "Hätte ich anders gepfiffen, aber kann man so pfeiffen." Daher ist das einzig sinnvolle ein Challenge-System. Denn dann hat der VAR gar nicht zu bestimmen, ob er eingreift oder nicht. Das 2.0 im Spiel Mexiko-Südkorea zeigt acnh wie vor exemplarisch, dass der Videobeweis so Mist ist.

Zudem würde ich dem/der Schiedsrichter/in auf dem Feld jedes Mitspracherecht beim Videobeweis nehmen. Denn durch die vorherige eigene Entscheidung ist er/sie immer beeinflußt. Das ist auch einer der Gründe, warum ein Richter niemals auch das Berufungs- bzw. Revisionsverfahren leitet, wenn er in der vorherigen Instanz Richter war.

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nochnestimme 14.08.2018, 17:05
8. Das reicht nicht,

was angedacht wird. Es wird weiterhin Unmut geben, auch wenn ich einen gewissen Fortschritt erkenne. Die Qualität der VAR-Entscheide bei der WM waren relativ gut, vor allem im Vergleich mit der letzten BuLi-Saison. Ich war schon vor Jahren für den Video-Schiri, nicht wegen "mehr Gerechtigkeit" (was, bitte soll das sein?), sondern weil es ein zusätzliches Moment ist, um Zuschauer in zeitgemäßer Form einzubeziehen. Aber die Fans im Stadion weiter außen vor zu lassen wird die Akzeptanz insgesamt verhindern. Dieses Versäumnis halte ich für fatal. Tja, und wie man nun den Impuls messen will, um die Abeitsstellung zu sanktionieren, muss mir Herr Drews noch genau erläutern. Vielleicht gilt ja demnächst auch ein Tor als Tor, wenn der Impuls zum Torschuss hinreichend ermittelt wurde...

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schorri 14.08.2018, 17:13
9. Lasst den Mist

Es ist schon absurd und pervers genug, dass in einem von Unfairness verseuchten Sport wie Eishockey der Videobeweis für "Gerechtigkeit" sorgen soll.
Diesen Mist jetzt auch noch im Fußball zu zelebrieren, ist die größte Schnapsidee seit 1863, als das Regelsystem in England eingeführt wurde.
Wer nach dem VAR-Desaster der letzten Saison und dem WM-Debakel Besserung erwartet hatte, wurde beim Supercub am Sonntag hoffentlich endgültig davon überteugt:
Lasst den Mist einfach bleiben.
Sport ist nicht gerecht und Spitzensport ist nicht fair.
Akzeptiert das oder schaut nicht zu.

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