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Niedergang der Sportstadt Hamburg: Nur noch Oberliga
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Erst scheiterte Olympia, dann meldeten sich gleich drei Profi-Teams innerhalb weniger Monate ab: Der Hamburger Spitzensport bricht zusammen - und Mitschuld hat der Fußball.

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quark2@mailinator.com 26.05.2016, 12:16
1.

Man sollte vielleicht daran denken, daß das "Profi" in "Profi-Sport" nicht für "besonders wertvoll", sondern für "bezahlt" steht. Es handelt sich also um Menschen, die gegen Geld körperliche Leistung zur Schau stellen, wie z.B. im Zirkus. Dies zu tun und sich anzusehen bleibt jedem selbst überlassen, ist aber zumindest aus meiner Sicht für den Normalbürger total egal. Weniger egal ist, daß Städte jede Menge Geld der Bürger in diese Sache stecken, wobei mir völlig unklar ist, wie das gerechtfertigt wird. Wenn Kommunen Geld in Sport stecken, sollten sie dies doch wohl eher so tun, daß die Gesundheit ihrer Einwohner steigt, also z.B. öffentliche Schwimmbäder oder Fahrradwege subventionieren, statt Stadien der Profis.

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surgeon84 26.05.2016, 12:18
2. nicht alles bricht zusammen!

Für den Reitsport gibt es immer noch das einzigartige Derby!

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Nonvaio01 26.05.2016, 12:20
3. sorry aber

dem stimme ich nicht zu.
Volleyball ist ein Randsport, nicht mehr und nicht weniger. Eishockey doch auch. Es kommen ein paar taused zum spiel wenn ueberhaupt, beim Volleyball auch. Im TV will das keiner sehen, einschalt quoten luegen nicht.

Was Tennis angeht, das hat der DTB zu verantworten. Zu den hochzeiten den Tennis mit Stich, Becker, ..etc war Geld ohne ende da. Der DTB hat aber lieber sich selbt gefeiert anstatt fuer jugend foerderung in Deutschland zu sorgen. Hamburg haette was warden koennen, man haette das Preisgeld anheben sollen und so dafuer sorgen koennen das die Stars immer kommen, TV einnahmen haetten das locker reingeholt.
Mitleid habe ich nicht.

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darthmax 26.05.2016, 12:26
4. Berufssport

Es geht in Hamburg also um den Niedergangs der Mannschaften deren Spieler hauptberuflich Spieler sind, in Sportarten, an denen kein wirklich grosses öffentliches Interesse besteht und so die Gehälter der Sportler eben nicht üppig ausfallen dürfen..
Was ist schlimm daran ? Ist es nicht viel wichtiger Amateursport auf Vereinsebene zu betreiben, wo die Vereinsmitglieder auch bereit sind, ihre Breiten- und Spitzenmannschaft zu fördern ?
Es wäre wünschenswert , wenn diesen Vereinen die Mittel zukommen, die in den Dopiaden versenkt werden.

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babarella 26.05.2016, 12:28
5. Hamburg = Doch eher ein Dorf ???

Die Einschätzung von Wolfgang Maenning kann ich nur teilen: Hamburg neigt seit vielen Jahren dazu, sich für größer zu als es ist. Es ist und bleibt eine mittlere Großstadt mit 1,8 Mio überwiegend alternder Bevölkerung, die sich nicht so unbedingt für Olympia u.ä. interessiert. Dies kombiniert mit einem Senat, der nur auf seine Claqueure hört und nicht auf die Bevölkerung ( dann hätte er sich nämlich die peinliche Abstimmungsniederlage ersparen können). Eigentlich schade um diese Stadt !

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supergrobi123 26.05.2016, 12:37
6. Defizitäre Platikklubs

Der HSV-Handball war kein gesund gewachsener Verein, der sich selbst trug, sondern ein Plastikklub, der mit der Liga-Lizenz von Bad Schwartau aus dem Boden gestampft wurde, versehen mit dem angekauften Logo des großen HSV, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Auf beispiellose Art und Weise wurde mit Privatmillionen der Wettbewerb bis hin zum CL-Sieg verzerrt. Sobald der Mäzen es leid war, zig Millionen zu versenken, war der Klub sofort weg vom Fenster. Bei den Freezers dasselbe Phänomen, nur noch eine Spur unsympathischer, weil eine amerikanische Investorengruppe dahinter stand. Kaum zieht sie sich zurück, ist der Klub sofort tot, in keinster Weise allein überlebensfähig. Man darf das Privathobby eines reichen Handballfans und das gescheiterte Investitionsprojekt eines Amis nicht mit Sport verwechseln! Bitte!

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Vanagas 26.05.2016, 12:40
7. Gekaufte Lizenzen- keine gewachsenen Strukturen

Retortenklubs installieren und hoffen das es gut geht ist eine ziemlich schlechte Geschäftsgrundlage.
Wann kapieren die deutschen "Sportmacher", daß in Europa amerikanische Verhältnisse nicht gedeihen.
Lizenzen kaufen oder verschieben und die Vereine aus einer Stadt lösen und in der anderen einpflanzen funktioniert nicht in Europa. Will keiner sehen.
Mehrere hundert Millionen Euro wurden für diesen kompletten Wahnsinn in Hamburg verblasen. Was hätte man mit diesem Geld alleine nur in Hamburg durch vernünftige (Jugend-) Förderung und mit durchdachten Infrastrukturverbesserungen für den Hamburger Sport auch in der Breite erreichen können? Handball, Eishockey oder American Football haben einfach keine Geschichte in Hamburg. Das kann man nicht installieren nach Gutdünken!

Aus dem gleichen Grund zum Beispiel funktioniert in Deutschland auch kein Pay- TV. Die Fans wollen Sport sehen und keinen durchkommerziellisierten Sport- Show- Quatsch!
Kann sich noch jemand an NFL Europe erinnern?
Auch so ein Quatsch! Oder an die "Hamburg Blue Devils", die dann später "Hamburg Sea Devils" hießen?
Was soll das?

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nexus7 26.05.2016, 12:51
8. Passt doch zusammen

Gleichzeitig wird der Schuldenberg der Stadt immer höher. Diese Entwicklung gibt es oft, ein Niedergang zieht den anderen nach sich.

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dmenz 26.05.2016, 12:52
9. SOSO. Na, Herr Buchheister, das ist wohl nicht das Ende

des Sportes in HH.Und, machte man sich vorher etwas schlau, könnte man seinen Artikel sogar mit nicht ganz unwichtigen Fakten spicken.ZB , dass die Erstliga-Clubs , welchen hier so vehement nachgetrauert wird, sämtlich durch unendliche Geldmittel wahlweise von Firmen oder Investmentgesellschaften, finanziert wurden. Sprich sobald eine Firma schaut, wo kann ich sparen, sieht sie, ah Volleyballer, bringen keinen Gewinn, weg damit.
Und schon wars das.
Kein Geld, keine Profis, keine erste Liga.
Man sollte lieber mal den Vereinssport der Amateure fördern. Ist, da keine Profis bezahlt werden müssen, viel billiger und bringt in der Masse erheblich mehr.

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