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Nordische Ski-WM: Weltmeisterin zweiter Klasse
FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Skispringerin Katharina Althaus kann nach Team-Gold auch im WM-Einzel gewinnen. Dennoch würde sie viel weniger Preisgeld kassieren als Mannschaftskollege Markus Eisenbichler.

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wolly21 27.02.2019, 16:19
10. Richtig!

Zitat von irgendwieanders
Einfach die getrennten Wettbewerbe abschaffen. Dann gibt es exakt die gleichen Verdienstmöglichkeiten, die Frauen sind bei der Vier-Schanzen-Tournee dabei. Die Reichweite im Fernsehen ist gegeben, die Werbemöglichkeiten für erfolgreiche Frauen wahrscheinlich noch besser als für Männer. Kein Gender-Pay-Gap mehr. Das Leben kann so einfach sein.
Wer weiter springt, wer schneller läuft, wer mehr leistet, bekommt mehr Preisgeld. Ende!

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Ontologix II 27.02.2019, 16:23
11. Unerfreulich ...

... aber im Wettkampfport gibt es keine Gerechtigkeit. Immerhin bekommen sie etwas. Die erfolgreichsten deutschen Olympioniken, die Kanuten, bekommen außer ihren Medaillen überhaupt nichts.

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duolin 27.02.2019, 16:29
12. Warum getrennte Wettbewerbe?

Beim Skispringen in Lillehammer (2013) war die beste Frau besser als der zweitbeste Mann. Auf der gleichen Schanze wohlgemerkt. Warum gibt es beim Skispringen überhaupt getrennte Wettbewerbe? Fürchten die Männer die Konkurrenz durch die tendenziell leichteren Frauen?

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Stiller Betrachter 27.02.2019, 16:39
13. Mein Gott...

...selten so einen Stuss gelesen wie von irgendwieanders! So reagieren leider viele Männer, wenn es mal um ihre Privilegien geht (schreib ich als Mann). Klar können Frauen in den meisten Sportarten alleine schon körperlich nicht die gleichen Leistungen erbringen wie Männer (oder haben wir in bio nicht aufgepasst?), das heisst doch aber nicht, dass sie nicht relativ gesehen ebenso viel leisten und ihre Leistungen auch ebenso viel Interesse finden beim Publikum. Frauen-Biathlon zieht im Fernsehen meistens ebenso gut oder besser als Männer-Biathlon (v.a. weil die deutschen Frauen in der Regel besser abschneiden als die Männer), auch wenn Laura Dahlmeier nicht genauso schnell auf der Loipe unterwegs ist wie Benedikt Doll. Würden die Skispringerinnen das gleiche Umfeld bekommen wie ihre männlichen Kollegen, also beispielsweise eine Vierschanzentournee, dann würde sich das Publikumsinteresse rasch anpassen.

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der_anonyme_schreiber 27.02.2019, 17:06
14.

Zitat von duolin
Beim Skispringen in Lillehammer (2013) war die beste Frau besser als der zweitbeste Mann. Auf der gleichen Schanze wohlgemerkt. Warum gibt es beim Skispringen überhaupt getrennte Wettbewerbe? Fürchten die Männer die Konkurrenz durch die tendenziell leichteren Frauen?
In der Regel ein anderer Anlauf. Über die Luke wird die Weite gesteuert.
Die nordischen Kombinierer fahren z.B. meist etwas weiter oben los und erreichen dadurch dieselben Weiten.

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günterjoachim 27.02.2019, 17:22
15. Ganz klar...

Skispringen, Bob, Schlitten...extreme Randsportarten. Wo gibt es schon Sprungschanzen und Bobbahnen? Ganz klar, dass da wenig bis nix verdient wird. Bei Frauen ist's ja noch extremer. Soll vielleicht der Steuerzahler noch für etwas löhnen was eigentlich niemanden wirklich interessiert?

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kornweiler 27.02.2019, 17:31
16.

Schafft endlich die nach Geschlechtern getrennten Wettbewerbe ab, in allen Sportarten! Männlein, Weiblein und all die anderen Geschlechter laufen, springen, schwimmen, boxen, fechten usw. gemeinsam in ein und demselben Wettbewerb gegeneinander, und bezahlt wird nach erreichtem Rang, unabhängig vom Geschlecht. Wahrscheinlich finden sich aber auch dann irgendwelche Genderbewegten, die darin ein Diskriminierung der Frauen sehen. Gleiches Geld für gleiche Leistung, und wer weniger leistet, bekommt eben weniger Geld.

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marenghi 27.02.2019, 23:36
17.

Zitat von Stiller Betrachter
und ihre Leistungen auch ebenso viel Interesse finden beim Publikum. Frauen-Biathlon zieht im Fernsehen meistens ebenso gut oder besser als Männer-Biathlon (v.a. weil die deutschen Frauen in der Regel besser abschneiden als die Männer), auch wenn Laura Dahlmeier nicht genauso schnell auf der Loipe unterwegs ist wie Benedikt Doll. Würden die Skispringerinnen das gleiche Umfeld bekommen wie ihre männlichen Kollegen, also beispielsweise eine Vierschanzentournee, dann würde sich das Publikumsinteresse rasch anpassen.
Das ist für die meisten Sportarten schlichtweg falsch. Schonmal auf nem Tennisturnier gewesen? Exakt gleich viele Frauen wie Männer am Start, exakt gleiche Bedingungen. Zuschauerzahlen - besonders am Fernseher - extrem ungleich pro Männer. Es gibt eine Frauenbundesliga im Fußball - waren Sie oder Ihre Freunde schonmal im Stadion? Ein Grund ist simpel, dass sich mehr Männer für Männersport interessieren als Frauen für Frauensport. Deshalb ist es eine bodenlose Ungerechtigkeit, dass Frauen, die nur einen Bruchteil dieser ganzen Einnahmen generieren, die auch ihnen zugute kommen (Spielstätten zB), bei Tennisturnieren seit einigen Jahren das gleiche Preisgeld bekommen.

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trojanspirit 28.02.2019, 14:06
18. Frauen, ran an die Quote

Und zwar an die Fernsehquote. Schaltet ein wenn Frauen Skispringen, Fußball spielen oder meinetwegen Sportgymnastik oder Synchronschwimmen betreiben. Mehr Quote, mehr Vermarktung, mehr zu erwartende Ausschüttung. Oder Boxen. Regina Halmich hatte es seinerzeit durchaus verstanden einen gewissen Marktwert zu erzielen und mit ihrem Sport gutes Geld verdient. Es ist relativ einfach, Angebot und Nachfrage. Ein Bundesligavolleyballer bringt in seinem Sport auch eine Spitzenleistung. Leider interessiert Volleyball keine Sau. Fußballer oder Formel1-Fahrer haben da mehr Glück. Aber keiner führt eine Diskriminierungsdebatte wegen der armen Volleyballer.

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trojanspirit 28.02.2019, 14:17
19. @Stiller Betrachter

Den Stuss verbreiten Sie! Die Biathlon-Damen erzielen incl Werbeverträgen vermutlich mehr Einnahmen als die Männer. Derzeit. Weil sie derzeit 1. erfolgreicher sind UND 2. das Publikumsinteresse da ist. Allein dieser Faktor begründet die Einnahmen. Ein Bundesligaspiel der Herren, selbst ein objektiv betrachtet eher unattraktives, generiert im Stadion 30.000 Zuschauer. Die Fernsehzuschauer gar nicht mitgerechnet. Bei einem Spitzenspiel der Frauenbundesliga kommen irgendwas zwischen 200 und 500 Zuschauern. Aber auch nur weil 100 Tickets an Jugendmannschaften verschenkt wurden. Wie wollen Sie daraus gleichwertige Einnahmen erzielen? Die Leistung der Damen ist sicher sportlich vergleichbar, aber wirtschaftlich nicht im gleichen Maße verwertbar.

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