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Oberlandesgericht Hamm: Fußballer können für Fouls haftbar gemacht werden
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Fouls beim Fußball können von nun an auch zivilrechtliche Folgen haben. Das Oberlandesgericht Hamm gab damit einem ehemaligen Amateurkicker recht, der nach einem schweren Foulspiel seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

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goschimeister 26.11.2012, 21:43
60. Fußballer sind Vollpfosten

Wenn Sie beim Boxsport hingehen und dem Gegner ein Ohr abbeißen, bekommen Sie auch zivilrechtliche Folgen. Und der Gebissene kann wahrscheinlich seinen Beruf noch ausführen. Auch zu bedenken ist, das die Stollenschuhe allemal als Waffen ausgelegt werden müssten solbald sie als soches benutz werden, da gibt es weit harmloseres was unters Waffengesetzt fällt. Sie können auch nicht in einem Basketballspiel den Korb abreissen und Ihn mit 30 Km/h laufgeschwindigkeit dem Gegner in die Knie schieben. Zu bedenken ist aber, dass Fußballer öfters als sie Faulen - Schmerzen simulieren. Das müsste dann auch Zivilrechliche Folgen haben, da man ja einen Unschuldigen Bewusst einer Verurteilung aussetzt,
Nötig war das Urteil 1000 mal, da das Verhalten der Fußballspieler immer schlimmer wird und mittlerweile nicht mehr auszuhalten ist. Da laufen 18-35 Jährige rum und sind andauernd am Simulieren, Verletzen, Lügen, künslich Aufregen, unsw. Von Vorbildfunktion für unsere Kinder weit entfernt - die lerhen die Ausblendung jeglicher Moral zum Zwecke des eigenen Vortkommens. Ehrgeiz in seiner schlimmsten Form. Mein Fazit: ein großteil der Fußballer sind Vollpfosten, zuviele bekommen im Profibetrieb oben genannte Eigenschaften. Bei den Fans ist es übrigens genauso auf 1000 kommen 659 Vollpfosten - dreimal so hoch wie in anderen Sportarten.

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Lichtgestalt1503 26.11.2012, 21:44
61. Unsinn

Zitat von meinmein
Dann war's das wohl mit taktischen Fouls. Ein Foul wird praktisch immer dann eingesetzt, wenn sonst ein Tor unvermeidlich ist. Welcher Trainer kann das nun noch von seinen Spielern verlangen, wenn dem eine Zivilklage droht?
taktische Fouls sind in der ganz überwiegenden Zahl relativ harmlose Fouls - jedenfalls für die Gesundheit des Gegenspielers. Ganz allgemein wird auch nicht immer nur dann gefoult wenn ein Tor droht sondern häufig auch im Mittelfeld ohne akute Torgefahr.

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Lichtgestalt1503 26.11.2012, 22:02
62. Aber

Zitat von thechamelion3@web.de
Ein Fehlurteil,ohne Frage. Es gab ein gegensaetzliches Urteil im Rahmen eines Foulspiels mit Beteiligung des Torwarts der SPVVG Unterhaching, zweite Manschaft. Da wurde kein Schadensersatz zugesprochen. Und das ist auch das einzig richtige. Den ob es ein Foul war oder nicht, entscheidet der Schiedsrichter-und dieser hat hoffentlich keinerlei Befungnis fuer regulaere Gerichte, sondern bleibt der Sportsgerichtbarkeit unterstellt. Im Fussball gibt es nunmal ein generelles Verletzungsrisiko, auch oder besonders im Amateurbereich. Eine Haftung dafuer kann es nicht geben. Das ist wie beim Boxen: Nach dem Kampf werden die Beteiligten schliesslich auch nicht wegen Koerperverletzung belangt. Wie kann ich den als Fussballer in einen Zweikampf gehen, wenn dieser mit einem Arbeitsunfaehigen Gegner und meinem finanziellen Ruin enden kann? Selbst wenn ich fair hinein gehe, und der Schiedsrichter eine Fehlentscheidung trifft (soll ja im Fussball, ferade im Amateurbereich vorkommen)? Nein, dieses Urteil wird von der naechsten Instanz kassiert, schliesslicht geht der gefoulte willentlich in ein Fussballspiel und kennt das Risiko. Etwas anderes ist es mit Taetlichkeiten.

es geht doch eben auch hauptsächlich um die Tätlichkeiten. Wie würden sie es denn nennen, wenn man mit gestrecktem Bein auf Kniehöhe in den Mann fliegt obwohl der Ball schon weg ist? Ich denke für solche, oder vergleichbare, Aktionen ist der Schuldspruch gedacht und das finde ich richtig.

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bcpt8 26.11.2012, 22:24
63. Cui bono? Wes Brot ich ess...

[QUOTE=peddersen;11434897 Mir geht allerdings das Messer in der Tasche auf, wenn ich von "taktischem Faul" und legitim reden höre.
In dem Moment, in dem ein Foul ABSICHTLICH begangen wird, handelt es sich für mich um eine Tätlichkeit. Das hat mit Fußball nichts zu tun. Wer das macht, gehört vom Platz. Genau wie jemand, der am Trikot zieht. Das ist unsportlich.

Und wenn der Gegner eben durch ist und allein aufs Tor zuläuft - wer denkt, eine rote Karte ist immer noch besser als ein Gegentor, ist Buchhalter - aber kein Sportler. [/QUOTE]


Zustimmung zumindest beim Punkt Unsportlichkeit.
Nun sind die Spieler aber gleichzeitig Angestellte u. handeln auch bei "taktischen Fouls" zumeist im Sinne / Auftrag ihres Arbeitgebers / Vorgesetzten. Solange also auch von Trainerseite unter dem permanenten Erfolgsdruck "der Zweck heiligt die Mittel" ausgegeben o. wenigstens (in Strafraumnähe) wie Kavaliersdelikte geduldet wird, bewegt sich der faire Sportler im Spieler im Dauerdilemma.

Hinzu kommt, daß Schiedsrichter (die ich im Prinzip zunächst einmal in Schutz nehme) auf nationaler u. internationaler Ebene trotz eindeutiger FIFA-Vorgaben nicht immer eine konsequente Linie beim Ahnden von Vergehen zeigen u. zuweilen zu kapitulieren scheinen: Die Unart des notorischen Ringkampfes mit Klauen u. Zähnen (Klammern, Trikotziehen) im Strafraum etwa bei Eckbällen scheint wie ein Ungeist, der kaum mehr in die Flasche zurückzudrängen ist...

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prqc 26.11.2012, 22:31
64. optional

Richtig so! Zusammen mit der hirnlosen Obsession mancher "Fans" mit Feuerwerkskörpern ist der Trend zur Brutalität (mit Tackling hat manches Foul nichts mehr zu tun) ein Thema, dem sich idealerweise der DFB annehmen sollte.

Aber wenn nicht der, dann halt die Gerichte!

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mrberlin1000 26.11.2012, 22:43
65. fußballklopis

eigentlich ganz gutes urteil und ich habe auch nie verstanden warum das nicht von anfang an so ist. allerdings gibt es ein problem! Spieler die so derbe foulen, haben meistens keine berufe die viel schotter abwerfen. soll heißen, dass viele verletzte spieler dennoch nichts erhalten, weil bei den meisten "klopis" eh nichts zu holen gibt.

Ist doch genauso wie fahrrad vs. autofahrer. die meisten rücksichtslosen raser sind die die kaum knete haben...

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Ostwestfale 26.11.2012, 23:12
66.

Zitat von sysop
Fouls beim Fußball können von nun an auch zivilrechtliche Folgen haben. Das Oberlandesgericht Hamm gab damit einem ehemaligen Amateurkicker recht, der nach einem schweren Foulspiel seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.
Was für ein albernes Urteil. Was kommt als nächstes? Bekommt ein Boxer bald Schmerzensgeld weil ihn sein Gegner gehauen hat?

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Dr_EBIL 26.11.2012, 23:33
67.

Zitat von Andr.e
Das ist zwar unbestritten richtig, aber ihr vorangegangener Ausfall ist unnötig. Ein taktisches Foul wird eben nicht immer nur geführt, weil einer zu spät kommt, sondern weil er weiß, dass er zu spät kommt. Das ist ein Unterschied. Ich empfehle dazu eingehendere Studien des Mittelfelds (gesamte Breite und 10m links und rechts vom Anstosspunkt). Sie werden sich wundern;-)
Nur ein Versuch nochmal, wahrscheinlich eh umsonst. Ich weiss, was ein taktisches Foul ist. Es ist es nicht, wenn man zu spät kommt und unabsichtlich foult. Eigentlich unerheblich, ob ein Foul taktisch ist oder nicht. Ich schrieb ja, taktische Fouls, besonders wenn man Konter verhindern will, darum geht es ja meistens bei taktischen Fouls, kann man eigentlich immer machen ohne jemandem die Knochen zu brechen, einfach etwas Trikotzupfen und die verdiente gelbe Karte abholen.

Dann gibt es noch den Extremfall: Angenommen es läuft einer alleine aufs Tor und sie haben noch die "Chance" ihn mit einer Blutgrätsche von hinten zu stoppen, dann tuts mir leid, aber wenn sich da einer verletzt, dann sollte der dumme Täter die Arztkosten, Arbeitsausfall und Versicherung bezahlen.

Mein "Ausfall" ist absolut angemessen. Im Rechtsstaat Deutschland hat nicht die UEFA oder FIFA das letzte Wort, sondern immer noch die Versicherung, die Krankenkasse, der Arbeitgeber und zuallererst natürlich die deutsche Gesetzgebung. So wichtig ist König Fussball nämlich doch nicht.

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spon-facebook-567655827 26.11.2012, 23:42
68.

ich hatte im September einen offenen Unterschenkelbruch. der gegnerische Tormann hat mit an der Strafraumgrenze mir einfach mal das Standbein durch gebrochen obwohl ich den Ball schon gespielt hatte und mein Mitspieler danach ins leer Tor versenkte. Ich hatte ca. 5 Minuten vor dem Foulspiel eine Auseinandersetzung mit dem besagten Tormann. Leider hat es niemand gehört was gesagt wurde und das ist ein problem für das Opfer für Nachweisbarkeit von Vorsatz oder nicht.
Ich werde die Person anzeigen, es ist aufjedenfall gerecht wenn man eine Chance auf Gerechtigkeit hat ohne den Vorsatz eines groben Fouls beweisen zu müssen.

Es stimmt sicherlich auch das beim Fussball alles sehr schnell geht, jedoch kann auch innerhalb einer millisekunde entscheiden ob man das angespannt lässt oder nicht...
Für mich ist heute eine stückchen Gerechtigkeit im Sport zurückgekehrt und bestärkt mich diesen Vollpfosten zu lange zu verklagen bis er auch schmerz im Geldbeutel verspürt ...

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fantaxl 26.11.2012, 23:49
69. @meinmein

Ein taktisches Foul ist ja wohl was ganz anderes als eine blutgrAä

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