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Österreichischer Langläufer Dürr: Negative Tests trotz Epo-Doping
DPA

Bei den Olympischen Spielen ist Sebastian Dürr des Dopings mit Epo überführt worden. Den Betrug gab der Österreicher zu, von der positiven Probe war er dennoch überrascht. Er habe bereits Kontrollen überstanden, vor denen er die doppelte Dosis genommen hatte.

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marthaimschnee 25.02.2014, 18:31
1.

Na endlich mal einer, der nicht drum herum druckst, sondern klipp und klar sagt, was Fakt ist. Diese Heuchelei, mit der man unentwegt auf den Radsport zeigt, im festen Irrglauben, alles andere sei bis auf wenige Ausnahmen sauber, ist einfach nur erbärmlich. Nein, man kann nicht alle im Vorfeld verurteilen. Aber jemanden freisprechen, nur weil die aktuellen Tests negativ waren, kann man leider auch nicht!
Und die Frage nach der Motivation wäre dazu geeignet, sich auch mal Gedanken über den Weg zu machen, auf dem der Sport bzw die Sportförderung generell ist. Aber da heben wieder alle entschuldigend die Hände und sind ganz sicher nicht mitschuld (zB hab ich im Eishockeyendspiel nirgends vernommen, daß die Schweden Silber gewonnen hätten, die haben immer nur Gold verloren)!

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spon72 25.02.2014, 18:52
2. Scheint wenigstens...

...ne ehrliche Haut zu sein und windet sich nicht wie ein Aal in faulen Ausreden! Zudem zeigt sein Fall, dass sehr wohl nicht nur im Radsport freches Doping betrieben wird, egal ob vom Verband wegen durch Medaillen sprudelnder Fördergelder geduldet und damit intern verordnet oder selbstorganisiert. Dass so viele Dopingproben im Vorfeld (meistens sicherlich Urintests mit denen EPO kaum noch nachgewiesen werden kann) ohne Erfolg blieben, zeigt zudem, dass die Proben bei Olympia noch weniger bringen. Denn Spitzensportler wissen, wann man Präparate absetzt oder sie so dosiert, dass sie nicht auffallen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist seine totale monetäre Fixierung auf seinen Sport, welche er mit vielen Kollegen gemein hat, Beispiel Pechstein. Null Alternativen und finanziell von seinem Ehrgeiz ausgebeutet, sozusagen die Spitze des Doping-Eisbergs im Leistungssport. Ach ja, nur so um die "Glaubwürdigkeit" des IOC-verordneten Dopingkampfes einmal zu "belegen", soll es in Sotschi rund 2.500 Kontrollen gegeben haben, davon aber gradmal 500 Blutkontrollen. Diese Bilanz ist, verglichen mit der Anzahl von teilnehmenden Sportlern und der Bedeutung der Wettkämpfe ein schlechter Witz. Zumal man Urinproben heutzutage getrost vergessen kann. Die können nur tonnenweise konsumierte Steroide oder Testosteron nachweisen. Und wie Dürr schon sagte: ""Ich war blöd, aber nicht so blöd."
Grüße ins Land der naiven Träumer vom heren und sportlich fairen Wettkampf!

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Hübitusse 25.02.2014, 20:12
3.

Zitat von marthaimschnee
Na endlich mal einer, der nicht drum herum druckst, sondern klipp und klar sagt, was Fakt ist. Diese Heuchelei, mit der man unentwegt auf den Radsport zeigt, im festen Irrglauben, alles andere sei bis auf wenige Ausnahmen sauber, ist einfach nur erbärmlich. Nein, man kann nicht alle im Vorfeld verurteilen. Aber jemanden freisprechen, nur weil die aktuellen Tests negativ waren, kann man leider auch nicht! Und die Frage nach der Motivation wäre dazu geeignet, sich auch mal Gedanken über den Weg zu machen, auf dem der Sport bzw die Sportförderung generell ist. Aber da heben wieder alle entschuldigend die Hände und sind ganz sicher nicht mitschuld (zB hab ich im Eishockeyendspiel nirgends vernommen, daß die Schweden Silber gewonnen hätten, die haben immer nur Gold verloren)!
Lustig, dass du wieder ausgerechnet den dreckigen Radsport ins Spiel bringst. Die "Gewinner" im Radsport streichen jährlich sechstellige Summen ein, mancher sogar siebenstellig. Bei denen lohnt sich der organisierte Betrug so richtig. Glaubst du dasselbe gilt für Langläufer oder Biatheleten?

Wieso also diesen Vergleich ziehen?

Jetzt hat der "mutige" Betrüger aber die doppelte Arschkarte. Statt seinen Leistungssport aufzugeben und mit einem normalen Job für den Unterhalt seiner Familie zu sorgen, hat er die falsche Wahl getroffen. Und jetzt muss er die bitteren Konsequenzen dafür tragen.

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ThomasTM 25.02.2014, 20:23
4. wenn das stimmt...

...dann bestärkt mich das meiner meinung, dass dieses ganze kontrollsystem bzw auch die analysen nicht sauber ablaufen! Wie kann das sein, dass er monatelang EPO nimmt und in den proben wird nix gefunden?!? So langsam denke ich , dass es nie in den griff zu bekommen ist. Weder die athleten noch der nachweis was einer genommen hat.

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schwaebischehausfrau 25.02.2014, 20:46
5. Wenigstens einer der ehrlich ist....

..und sich nicht wie fast alle anderen Doping-Sünder rauszureden versucht. Respekt dafür - eine ähnliches Bekenntnis hätte ich mir auch in den letzten Wochen von manch deutschem Steuer-Betrüger erwartet. ..

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cruiserxl 25.02.2014, 20:49
6. @ Hübitusse...

...wenn du dich da mal nicht irrst, die Topleute genau - wie im Radsport - machen ihren Reibach - oder denkst du unsere doch so tolle Magdalena Neuner könnte s es sich sonst leisten in den jungen Jahren aufzuhören...aber immer schön EON und und das Alkoholfreie promoten...sie hat ihren Schnitt gemacht. Die oberste Spitze muss in keinem Sport der TV Zuspruch in welcher Form auch immer, am Hungertuch nagen.

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cruiserxl 25.02.2014, 20:49
7. @ Hübitusse...

...wenn du dich da mal nicht irrst, die Topleute genau - wie im Radsport - machen ihren Reibach - oder denkst du unsere doch so tolle Magdalena Neuner könnte s es sich sonst leisten in den jungen Jahren aufzuhören...aber immer schön EON und und das Alkoholfreie promoten...sie hat ihren Schnitt gemacht. Die oberste Spitze muss in keinem Sport der TV Zuspruch in welcher Form auch immer, am Hungertuch nagen.

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Hermes75 25.02.2014, 21:04
8.

Zitat von sysop
Bei den Olympischen Spielen ist Sebastian Dürr des Dopings mit Epo überführt worden. Den Betrug gab der Österreicher zu, von der positiven Probe war er dennoch überrascht. Er habe bereits Kontrollen überstanden, vor denen er die doppelte Dosis genommen hatte.
Wow, endlich mal einer der zu dem steht was er getan hat und der es gar nicht erst mit faulen Ausreden versucht (von wegen "verunreinigte" Nahrungsergänzungsmittel).
Der Mann sagt genau worum es geht: Leistungsdruck und Geld.
Die ganzen angeblichen "Anti-Doping" Maßnahmen sind nur Augenwischerei. Solange es im Sport um Geld geht, besteht auch immer ein großer Anreiz zum Betrug.
Zu glauben es könne einen "sauberen" Profi-Sport geben ist eine Illusion.
Ich wünsche Herrn Dürr alles Gute.

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TICKundTOOF 25.02.2014, 21:06
9. Andere Tests?

Bin kein Biochemiker. Aber wäre es nicht sinnvoller anstatt das Blut oder den Urin zu testen es nicht umgekehrt machen?
Substanz XY wird dem Sportler zugeführt, er stirbt wenn er zuvor mit irgendwas gedopt hat. Wer das vor dem Rennen nicht nimmt darf nicht mitmachen.
Rechtlich ggf. schwer durchzusetzen, aber sowas in die Richtung wäre doch nicht ganz verkehrt. Muss ja nicht wie im Beispiel tödlich sein, aber von mir aus färbt es die Zunge grün oder die Augen gelb,...
Ansonsten who cares? Blöd, dass unser Land so viel Geld für die Falschen aus dem Fenter wirft, der Jugendsport hier in den Orten und Städten verdient viel viel mehr Aufmerksamkeit und Geld.
Olympia hab ich genau 3 mal kurz angeschaut. Snowboard Halfpipe Frauen weil dort eine mitgefahren ist, die 3 Jahre mit Borreliose gekämpft hat. Dann zufällig am vorletzten Tag irgendwelche Skifahrer, die den Berg runtergefahren sind und ein Teil der Schlussfeier - um mich zu vergewissern dass der Schrott endlich vorbei ist.

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