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Özil-Berater Sögüt: "Löw verteidigt sich gegen einen Vorwurf, der nie erhoben wurde"
DPA

Für den Berater von Mesut Özil steht fest: Auf die Rassismus-Kritik des Ex-Nationalspielers wurde falsch reagiert. In der "11Freunde" bezeichnete Erkut Sögüt zudem Manuel Neuer und Toni Kroos als "enttäuschend".

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e-matt 18.09.2018, 18:08
10. So etwas tut kein Demokrat?

Zitat von bs2509
... Özil wirbt mit seinem glanzvollen Image für den türkischen Meister des Machtmissbrauchs. So etwas tut ein Deutscher nicht! So etwas tut ein deutscher Demokrat nicht! So etwas tut kein Demokrat! ...
Ich habe vollen Verständnis dafür, dass man den Unsinn den Herr Özil da getrieben hat kritisieren kann. Aber meiner Ansicht nach wurde dieser Fehltritt von Rechts instrumentalisiert um Stimmung gegen Ausländer zu machen. Anders sind die teilweise völlig überzogenen Reaktionen nicht zu erklären. Warum der "Wahlkampfhelfer Özil" das Erdogan-Foto nicht über seine sozialen Kanäle (50 Mio. Follower) gepostet hat, hat Özil zusammen mit Herrn Gündogan am Tag nachdem das Foto gemacht wurde ja erklärt. Hat bestimmt jeder gelesen. Übrigens: Bei dem Besuch in UK, hat Herr Erdogan auch noch die Queen und Frau May besucht. Sind das jetzt auch keine Demokraten? Natürlich wurden dabei auch Fotos gemacht ... http://www.spiegel.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan-bei-der-queen-und-theresa-may-a-1207951.html

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ardiles 18.09.2018, 22:56
11. Tja ...

... wer so viel austeilt wie der FCB Vorstand, darf sich hinterher nicht wundern, wenn sich die Angegriffenen verteidigen. Das liegt in der Natur der Sache, dass es einen Contra gibt - übrigens in dem Falle sogar inhaltlich auch noch korrekt.
Die Bayern Spieler haben sich zum Deppen gemacht, weil sie den falschen Souffleur, Hoeneß, Gehör schenkten.
Ob das Bild mit Erdo richtig war oder nicht ist obsolet. Mit dem „offiziellen“ Besuch des türkischen Staatspräsidenten in Deutschland ist Mesut Özil de facto durch die Regierung sowieso rehabilitiert.

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konterspieler 19.09.2018, 02:01
12. Verschiedene Diskutanten dieser Plattform

sollten jetzt bitte einfach mal ihre systematische und gezielte Schlechtrednerei und Polemik gegen Mesut Özil einstellen. Sie wird größtenteils immer mit den gleichen Worten und Scheinargumenten vorgetragen, oftmals auch von denselben Verfassern, die sich von Anfang an dieser Polemik als einem "Steckenpferd" verschrieben haben gegen einen Menschen der niemandem etwas getan hat. Und das unkollegiale Geschwätz von Neuer, Kroos und Müller, gegen ihren ehemaligen Mitspieler, sowie das offensichtlich bewusste "Missverstehen" von Löw gegen Özils Rassismuskritik, die nicht gegen die Nationalmannschaft gerichtet war, ist einfach nur schäbig.
Es ist sehr enttäuschend, wie sich diese noch vor vier Jahren beste Fussballmannschaft der Welt selbst demontiert und in alle kleinkarierten Bestandteile zerlegt hat. Mesut Özil war in den Jahren 2010 bis 2016 einer der besten Mittelfeldspieler in der deutschen Nationalmannschaft seit 1954, 1966, 1970, 1974, 1982, 1990, 1996. Und wer das nicht wahrhaben will, versteht vielleicht was von Bratwürstchen, aber nichts von Fussball.

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herrgottmargott 19.09.2018, 04:26
13.

Die bisherigen Kommentare decken sich in etwa mit den Aussagen der deutschen Führungsspielern. Sie zeigen nämlich, dass der großen Mehrheit in Deutschland der Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft überhaupt nicht bewusst ist. So wird hier am Thema vorbei geredet, das Thema kleingeredet und versucht wegzuwischen.
Ich finde es durchaus bezeichnend, dass die Müllers, Kroos oder Neuers über einen nicht vorhandenen Rassismus innerhalb "Der Mannschaft fabulieren ohne ansatzweise verstanden zu haben wie belastend der Shitstorm aus der Mitte unserer Gesellschaft für ihren langjährigen Mannschaftskollegen gewesen sein muss. Mangelnde Empathie ist sicher eine Grundvoraussetzung für ein solches Verhalten. Und so überrascht es auch nicht, dass es mit Boateng ein Spieler mit Migrationshintergrund ist, der seinem Teamkollege moralisch den Rücken stärkt.
An alle, die das Thema mit Argumenten wie "er versteckt sich hinter dem Berater", "er ist selbst Schuld", "das Thema interessiert doch keinen mehr" oder ähnlichem versuchen kleinzureden: Auch wenn jemand in euren Augen einen Fehler gemacht hat, gibt es niemandem das Recht, denjenigen rassistisch anzufeinden. Und es ist nunmal die Aufgabe unserer Medien dies aufzuarbeiten. Punkt.

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