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Özil-Rücktritt: Die Last auf den Schultern
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Mesut Özils Rücktritt bedeutet auch sportlich einen herben Verlust für die Nationalmannschaft. Der 29-Jährige war der Schlüsselspieler der Ära Löw - auch wenn das nicht immer bemerkt wurde.

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Mr T 24.07.2018, 11:16
40.

Die Anerkennung Oezil's Qualitaeten werden immer auch von der politischen Gesinnung abhaengen genau wie die Kritik an dem Erdoganfoto. Es zeigt sich, dass wir uns immer mehr in Richtung rechtspopulisitischer Gesellschaft entwickeln.

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acitapple 24.07.2018, 11:17
41.

Zitat von peter-11
Vielen Dank für einen wohltuenden und sportlich sachlichen Kommentar. Super beschrieben, auch wenn das Millionen "Bundestrainer" anders sehen und wohl wieder mit ihrer "Fachkompetenz" herum geifern werden. Wer solche Dauernörgler zum Freund hat, braucht wahrlich keine Feinde.
Ok, lieber nicht nörgeln ? Stimmt, ist unschön. Also beteiligen wir uns am deutschen "weiter so", denn auch so eine Pleite wie bei der WM darf offenbar keine Folgen haben, schon gar nicht dürfen Spieler oder Trainer kritisiert werden. Schließlich haben die vor 4 Jahren die WM gewonnen. Daher muss man weitermachen wie bisher, wenn möglich mit den gleichen Leuten, dann klappt es später wieder. Haken wir die WM einfach ab als kleinen Ausrutscher in einer ansonsten tadellosen Karriere von Löw als Bundestrainer. Jogi vor....und Özil, und Kroos, und Müller...und wer sonst gerade nichts zu tun hat....

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Knack5401 24.07.2018, 11:19
42. Mal was zu den Hintergründen, besonders zu seinem Berater

Was will dieser Erkut Sögüt? Er ist der Strippenzieher hinter Mesut Özil. Er ist mehr als ein reiner Spielerberater. Insgesamt ist er an mindestens drei Firmen aus dem direkten Umfeld des ehemaligen Nationalspielers beteiligt: Die Firma Family & Football berät neben Mesüt Özil etwa auch Ilkay Gündogan und Shkodran Mustafi. Delikat: Geschäftsführer der dritten Firma ARP Sportmarketing International GmbH ist Harun Arslan, langjähriger Berater und Vertrauter von Nationaltrainer Joachim Löw. Kein Wunder also, wenn der nicht angegriffen wird. Googeln Sie nach Erkut Sögüt. Dort werden Sie auf ein Firmengeflecht für Özil stoßen, wie es Großunternehmen nicht besser aufziehen könnten. Im Ergebnis kann man dann auch verstehen, wieso es so weit kommen konnte. Deshalb sollte sich Özil auch nicht auf Rassismus herausreden, er ist ein schlechter Geschäftsmann, der sich wie viele andere Fussballprofis von schlechten Beratern, meistens sogar aus dem familiären Umfeld, über den Tisch ziehen lässt. Der eine verdient viel Geld mit seiner Wolle und Özil darf sich als nacktgeschorenes Schaf vor die Pressemeute stellen. Da kann man sogar Mitleid haben. Wenn man bedenkt dass alle Spieler solche Berater haben, kann man den Sport dahinter vergessen und braucht sich hier nicht weiter aufregen.

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kaiservondeutschland 24.07.2018, 11:19
43. Özil ist ein guter Fußballer

Özil ist ein guter Fußballer und war auch in Russland einer der besseren Deutschen. Die Kritik an ihm war völlig überzogen. Man hätte sich zunächst Thomas Müller, der außer bei Bayern nirgendwo in einer Spitzenmannschaft einen Platz hätte, vorknüpfen sollen. Aber der ist ja der gute Deutsche, der, anders als Mesut auch eine große Klappe hat. Das Erdogan Foto war Panne. Trotzdem. Özil hatte damit auch nichts in der Mannschaft verloren. Selbst als Weltfußballer nicht.

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abc. 24.07.2018, 11:20
44. Andersrum wird ein Schuh draus

Andersrum wird ein Schuh draus: Herr Löw ist Kunde bei Özils Beraterfirma. Einer Firma, die offenbar ausschließlich von männlichen Türken, größtenteils aus Özils familiären Umfeld, betrieben wird. Angesichts diesem völligen Mangel an multikultureller Diversifikation in Özils Firma stellt sich die Frage, wodurch der Herr Özil, der sich selbst ausschließlich mit seinen türkischen Landsleuten umgibt, qualifiziert ist Deutschland Rass ismus vorzuwerfen. Außerdem frage ich mich, wo hier der Aufschrei seitens der Feministen, LGBT Social Justice Warriors, Behindertenbeauftragten, usw. bleibt. Denn der Herr Özil diskriminiert offenkundig all diese Minderheiten. Spielen derartige Kriterien keine Rolle mehr, wenn man Türke ist und allen anderen pauschal Rassis mus vorwirft?

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matijas 24.07.2018, 11:22
45. Absolut unfair

Zitat von tarelsun
Mesut Özil war der Lieblingsspieler von Joachim Löw.
Zum Dank dafür, dass Löw den Özil trotz des ganzen Wirbels zur WM vertrauensvoll mitgenommen hatte (von wegen Rassismus!!), erfährt Löw nun erst aus der Presse von Özils Rücktritt.

Absolut unfair. Darf man dieses Verhalten von Özil arrogant nennen? Es passt jedenfalls zum Gesamtbild eines extremen Egomanen, der zu feige ist, offen zu seinen AKP-Sympathien zu stehen, und stattdessen seine Großeltern vorschiebt.

Emre Can hatte übrigens denselben Fototermin mit Erdogan abgesagt mit der Begründung, sich nicht instrumentalisieren zu lassen. So einfach ist das, wenn man es will.

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briancornway 24.07.2018, 11:25
46. Verlust

Zitat von wolfgangfeuerer77
Was ist eigentlich nicht nachvollziebar an der Abrechnung von Hoeness mit Özils Leistungen? Warum ist der Rücktritt von Mesut Özil ein Verlust?
Seit der EM 2016 hat Özil mehr als die Hälfte der Länderspiel-Tore aufgelegt oder selbst verwandelt. Das ist natürlich viel zuwenig, er müsste mindestens an allen Toren beteiligt sein, besser an mehr.

Da ich unterstelle, dass Hoeneß auch ein bisschen Ahnung von Fußball hat, kann ich seine Schmähung nicht ganz nachvollziehen, da muss wohl etwas Persönliches vorgefallen sein, vielleicht einfach nur, weil Özil nicht unbedingt zum FCB wollte.

Ich werde nicht nur Özils Effektivität vermissen, sondern auch die Eleganz des Spiels, die unerwartet durch 3 Lücken gestupsten Pässe, die kleinen Finten im Spielaufbau ... da fällt mir vorerst wirklich kein Deutscher ein, der diese Lücke direkt füllen könnte.

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konterspieler 24.07.2018, 11:27
47. Der beste offensive Mittelfeldspieler

der Nationalmannschaft seit Wolfgang Overath und Günther Netzer war zweifellos Mezut Özil, wenn man die Sache halbwegs sportlich-sachlich betrachtet. Von diesen Dreien war Netzer der auffälligste, spielte aber nur 1971-1972 in der Nationalmannschaft gross auf, 1974 sortierte ihn Beckenbauer nach der Niederlage gegen die DDR aus, weil er nicht in Form war und Overath, der Unauffälligste der Drei, bekam wieder die Rolle des offensiven Ballverteilers, die er schon in der großen Mannschaft von 1970 innehatte und die sich mit Italien jenes legendäre Halbfinale lieferte, das schon am Tag danach als "Spiel des Jahrhunderts" in die Fussballgeschichte einging. Nicht jeder offensive Mittelfeldspieler von Weltklasse ist auch so auffällig wie Netzer mit seinen 30-40 Meter Pässen und den wehenden langen blonden Haaren. Overath der Unauffällige, war viel erfolgreicher als Netzer und galt sogar in Brasilien etwas, was um 1970 für einen Deutschen Fussballer eine extreme Auszeichnung war. Zwischen Netzer und Overath nimmt Özil eine Zwischenstellung ein: er war gelegentlich auffällig, meistens aber nicht, aber immer effektiv. In Brasilien war er sehr schnell bekannt, bewundert und gefürchtet. Die Effektivität von Özil besteht in den kurzen schnellen Pässen auf engstem Raum, wenn die eigene Mannschaft in vollem Tempo auf das gegnerische Tor spielt. In diesen Situationen hat Özil der Nationalmannschaft zu vielen guten Torchancen verholfen wie kein anderer deutscher Spieler. Das hat ihn so unersetzlich wertvoll gemacht, das er seit 2010 fast immer gespielt hat und diese Fähigkeiten hätten beinahe dazu geführt, das Deutschland der Überraschungs-weltmeister 2010 geworden wäre. Löw hatte das erkannt und deshalb in den Folgejahren immer auf Özil gesetzt, meistens mit Erfolg. Das Löw jetzt schweigt macht die ganze Situation für Özil um so bitterer. Deshalb auch ist er jetzt - mit Recht! - so wütend, das ihm seine weitere Karriere in der Nationalmannschaft egal wurde und er jetzt "volle Kanne" zurückgehauen hat, man kann das auch als eine Art Befreiungsschlag lesen. Die Deutsche Nationalmannschaft erleidet durch die Folgen aus dieser miesen Behandlung, die Özil ertragen musste, einen schweren Schaden, dessen Folgen sich über Jahre hinziehen können. Daran ist jedoch der DFB Schuld und nicht Özil. Jeder schlecht Behandelte hat auch das Recht sich zu wehren. Deswegen haben die Politiker Maas und Bosbach mit ihren Kommentaren nicht nur Unrecht, sie haben auch überhaupt nicht verstanden was hier in den letzten Wochen in dieser Sache wirklich abging!
Sportlich gesehen darf man sich durchaus mal auf Jose Mourinho berufen, Zitat: "Özil ist der beste 10er der Welt!" Typisch, das die Deutschen ihn jetzt zu ihrem eigenen Schaden, wie "einen Hund vom Hof gejagt haben" ... -

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tales.dom 24.07.2018, 11:28
48. Herber Verlust

für die Nationalmannschaft? Der gesamte Artikel ist vollkommener Blödsinn, einseitig und manipulativ.

Eine Gesamtbetrachtung uns Bewertung der Umstände scheint dem Autor aufgrund völliger Verblendung nicht möglich zu sein.

Özil wird offensichtlich von der türkischen Regierung benutzt, um Stimmung gegen Deutschland zu machen, weil Deutschland weitere Zahlungen aufgrund der Erdogan-Erpressungen nicht mehr leisten will und die Rüstungslieferungen eingeschränkt hat.

Wer den Ablauf der Causa Özil betrachtet muss feststellen, dass die Latenz im Vortrag politische Hintergründe hat. Özil selbst, kann sich dessen nicht erwehren. Das AKP-Management von Özil, Gündogan und Löw wurde von der Reaktion auf das Erdogan-Treffen selbst überrascht, sah aber keine Möglichkeit, ohne Gesichtsverlust und ohne den Despoten zu verärgern und in Ungnade zu fallen, die Angelegenheit zu relativieren.

Als dann die Eskalation kam, hat das AKPO-Büro das wording übernommen, um die hier lebenden Türken mit dem Vorgang zu separieren und auf die Türkei einzuschwören.

Leider fallen unser Politiker, einschließlich Merkel, auf diesen Budenzauber rein und verkriechen sich devot hinter sachfremden Erklärungen, anstatt dem Despoten Paroli zu bieten.

Und wenn man dann diese völlig an der Sache vorbeigehenden, Türkeidevoten Artikel lesen muss, kann einem nur schlecht werden und zu solch einem Duktus treiben.

Hört endlich auf, die Dinge zu verwässern und ständig den Kopf in den Schuldsand zu stecken. Grausam, wie hier ständig der Deutsche zum Schuldigen erklärt und um Gnade gewinselt wird.

Auch der Spiegel sollte in der Lage sein, Haltung zu zeigen, Haltung zu einer objektiven Meinung, die seit 2015 scheinbar suspendiert wurde. Das ist kein ausgewogener Journalismus, das ist nur geschriebener Mist. Ich bitte die harte Wortwahl zu entschuldigen, hoffe aber, dass mal einer darüber nachdenkt, welche Langzeitfolgen diese sehr bedenkliche Haltung haben kann.

Ein wenig mehr Objektivität stünde dem gesamten Spiegel gut zu Gesicht.

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dosmundos 24.07.2018, 11:30
49.

Zitat von BSC
Ich kann nur empfehlen, sich das Video des WM Finales 2014 anzusehen. Und dann ein paar der EM Spiele 2016. Nein, Herr Özil war nicht gut, genau wie Thomas Müller, beide hätte nicht jedes Spiel wieder auflaufen dürfen, wenn es nach dem Leistungsprinzip geht. Deswegen ist für mich Jogi Löw der Verursacher der ganzen Krise. Er hat Özil dadurch angreifbar gemacht.
Das sollte das eigentliche Thema sein, wenn es um eine Aufarbeitung der WM geht!
Normalerweise hätte Löw gegen Südkorea mit dem Team auflaufen müssen, mit dem er in der 2. Halbzeit gegen Schweden das Spiel gedreht hatte. "Never change a winning team" ist eine der wenigen Phrasenschwein-Füller, die tatsächlich eine wichtige Handlungsgrundlage für einen psychologisch versierten Trainer darstellen, gerade im Fußball.
Das ist der eigentliche Fehler, den ich Jogi Löw ankreide. Nicht, dass er Özil und Müller mitgenommen hat, und auch noch nicht einmal unbedingt wegen des Leistungsprinzips, sondern schlicht und einfach wegen der Dynamik, die sich in einem Turnier über mehrere Spiele hinweg ergibt. Und die hat Löw meiner Meinung nach missachtet...

Wagner und Sane? Özils Leistung der letzten Jahre? Alles Scheindiskussionen. Löw ist mit einer Mannschaft nach Russland gefahren, die definitiv keinen Deut schlechter ist als der heutige Weltmeister, und die Spieler waren alle fit. Er ist in Russland angekommen mit einer Truppe, die kein Bein auf den Boden gebracht hat. Das sollte im Zentrum der Diskussion stehen!

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