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Özil-Statement im Wortlaut: "Das Bild hatte keinerlei politische Absichten"
DPA

Mesut Özil hat sich in den sozialen Medien zu seinem umstrittenen Foto-Termin mit dem türkischen Präsidenten Erdogan geäußert. Das Statement im Wortlaut.

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hansulrich47 22.07.2018, 14:48
1. Politische Absichten keine, aber kommerzielle?

Da Özil, Gündogan und Löw den gleichen Berater (Ergut Sögüt) haben und zumindest Gündogan in der Türkei heftig investiert, ist die Nähe zu "meinem" Präsidenten sicher wichtig, um Investitionen nicht zu gefährden. Sonst wird die Kohle vielleicht beschlagnahmt?

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mesteiner 22.07.2018, 14:49
2. Na ja,

das Thema ist doch durch und Löw wird hoffentlich diesen - sorry ich muss es so sagen - naiven Menschen nicht mehr in der deutschen Nationalmannschaft aufstellen. War diesem Fussballer tatsächlich nicht bewußt, dass sich Erdogan im Wahlkampfmodus befand und dann ein solches Bild schlicht und einfach unpassend ist? Wenn Herr Ö. von Respekt für die Heimat siner Eltern spricht muss man fragen, hat dieser Präsident denn Repekt für Andersdenkende in der Türkei? Weiß Herr Ö. eigentlich, was in der Türkei abgeht?

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moonriver1000 22.07.2018, 14:52
3. Auf Augenhöhe mit der Queen

Wer hätte gedacht, dass MÖ sich bereits mit Queen und PM May auf einer Stufe sieht. Hier biegt aber jemand die Realitäten ganz ordentlich.

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prisma12 22.07.2018, 14:54
4. ...keinerlei politische Absichten.

Wenn Özil wirklich so unbedafrt ist, dass er nicht weiss, dass gerade in der aktuellen Zeit so ein Foto eine politische Wirkung und Ausstrahlung haben muss, dann hat er auch den sehr ausgefeilten Brief nicht geschireben, weil er über das Reflexionsvermögen nicht verfügt.
Offenbar kam da Hilfestellung von türkisch-staatlicher Seite.

Özil ist nicht irgendwer und Erdogan ebenso.
Das ständige Betonen der "Ehre für die Ahnen", Wurzeln der Familie etc., diese Diktion zielt mehr auf die Deutschtürken als Unterstützer, als dass sie klären soll. Stellung hat Özil nirgendwo richtig bezogen, er wollte es nur der instrumentalisierten Erinnerung an seine Mutter, Herkunft usw. recht machen.

Kapiert hat er leider gar nichts, es ist schlimmer, wie wenn er einfach den Mund gehalten hätte.

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chunga50 22.07.2018, 14:55
5. Die Vorbildfunktion ist weg!

Man kann die Wurzeln seiner Herkunft auch anders bekunden als durch Posieren mit einem autoritären, nationalistisch-islamistischen Alleinherrscher! Ich denke, das war es dann mit Herrn Özil und der deutschen Nationalmannschaft. Das ist sehr schade, wenn man seine spielerischen Fähigkeiten berücksichtigt. Aber es gibt auch ein Handeln abseits des Platzes und da hat sich Herr Özil leider als Vorbildfunktion innerhalb der Mannschaft disqualifiziert.

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woffi22 22.07.2018, 15:02
6. Naiv

Das kann man so akzeptieren, muss aber dem Verfasser zum damaligen Zeitpunkt massive Naivität unterstellen, wenn er den politischen Kontext tatsächlich ignoriert hat.

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swandue 22.07.2018, 15:02
7.

Regierungschefs müssen miteinander reden und dann entstehen auch Aufnahmen, auf denen sie gemeinsam zu sehen sind. Damit sagen May oder Merkel nicht, dass sie den Typ toll finden. Einen solchen Druck hat ein Özil nicht.

Er muss nicht unbedingt als Widerstandstandskämpfer auftreten (bestimmt gibt es Spinner, die bereit sind, Verwandte in der Türkei dafür zu bestrafen), aber solche Bilder sollte er vermeiden.

Man darf auch gerne zur Kenntnis nehmen, dass das mit Herrn Erdogan leider eine eindeutig negative Entwicklung genommen hat. Auch das trägt dazu bei, das solche Bilder früher anders bewertet wurden als heute.

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spon-1292345938400 22.07.2018, 15:02
8. Politische Absichten?

Erdogan ist weder Fussballer, Witzfigur sondern Politiker der ein politisches Amt innehat.

Da ist kaum eine andere Interpretation möglich.

Fussballpromi sonnt sich im Licht eines Politikers. Und umgekehrt.

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febra 22.07.2018, 15:08
9. Die Logik hat einen Haken

Er traf sich mit Erdogan, weil es der Präsident war und nicht WEIL ER der Präsident war. Das mag mit Erdogan ja noch gehen, aber mit jedem kann man sich nur des Amtes wegen nicht ablichten lassen. Demnach hätte sich früher auch jeder problemlos mit Adolf oder Stalin fotografieren lassen können, und es wäre nix dabei gewesen. Das ist zu einfach Herr Özil...

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