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Özil-Statement im Wortlaut: "Das Bild hatte keinerlei politische Absichten"
DPA

Mesut Özil hat sich in den sozialen Medien zu seinem umstrittenen Foto-Termin mit dem türkischen Präsidenten Erdogan geäußert. Das Statement im Wortlaut.

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Brachtalsmörtel 22.07.2018, 20:09
130. @t.elke 22.07., 19:21 Uhr 112. Erschreckend

"Wie viele Kommentatoren so selbstgerecht ihre demokratische Grundgesinnung vor sich hertragen. In Wirklichkeit trieft es doch vor Nationalismus." --- Gewiss, ein Schattenwurf. Michels Seele ist zutiefst betrübt, dass er's Blechle hat hergeben müssen, was ja gerade mal übern Rhein ging. Und außerdem durfte er zwei (oder waren's drei?) Wochen eher die ollen Stollen abschrauben, zurück in' Keller zur Werkbank, d'Nägele un' d'Spax neu einsortieren, Kette ölen und die ein oder andere Speiche nachziehen. Ach, wenn er doch wenigstens den Mumm gehabt hätte, zuvorderst dem Mann im Mond endlich offen ins Gesicht zu schauen, hätte er doch mindestens erkannt, dass der ihm dasselbe zu tun, mit Leichtigkeit gewiss - dem festen Boden unter deinen Füßen, Michel, sei Dank - regelmäßig vorenthalten kann.

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ingo.adlung 22.07.2018, 20:13
131. Ich denke er hat nicht Recht

und kann ihm nicht in einem Jota zustimmen. Bislang interesierten mich die Spezifika seines familiären Hintergrunds nicht die Bohne. Ich verstand, dass ihm seine Wurzeln nicht unwichtig sind und das ehrt ihn. Soweit so gut. Aber er hat die türkische Staatsangehörigkeit zu Gunsten der deutschen abgelegt. Und er spielte jahrelang als deutscher Nationalspieler. Und ich achtete ihn dafür. Und jetzt soll die Herkunft seiner Familie rechtfertigen, dass er sich unreflektiert mit einem zunehmend autokratisch regierenden türkischen Präsidenten trifft. Ein Präsident, der gedeckt durch Notstandsgesetze Zehntausende des Umsturz Verdächtige ohne Gerichtsverhandlung wegsperrt. Ein Präsident, der Journalisten verhaften lässt, Zeitungen schließen lässt, ein Präsident der Zehntausende von öffentlichen Angestellten wegen ihrer "Gesinnung" aus dem Staatsdienst werfen lässt, erst wieder 18500 vor wenigen Tagen. Diesen Menschen trifft er des Amtes wegen, ohne sich um dessen Politik zu kümmern. Mir ist der familiäre Hntergrund seiner Herkunft schnuppe. Das bin ich ihm schuldig, wenn er als Deutscher wahr- und ernst genommen werden will. Möchte er als Türke unter uns leben wäre sein Verhalten zumindest verständlicher gewesen, aber dann wäre er auch nicht deutscher Nationalspieler und es wäre halt nur Mesut Özil gewesen, der sich nicht rechtfertigen muss, dass er sich mit seinem Präsidenten trifft, auch wenn man es inhaltlich nicht verstehen muss. Man könnte ihm zurufen, doch in die Türkei umzusiedeln, wenn er sich der dortigen Gesellschaft mehr verpflichtet fühlt, als der deutschen. Aber darum ging es ihm ja gar nicht, sein treffen war ja wie er sagt unpolitisch. Ihre Zuschrift zwingt mich aber Pandoras Büchse weiter zu öffnen: wenn ein Mesut Özil, der die türkische Staatsangehörigkeit abgelegt hat sich als Deutscher dem Amt des türkischen Präsidenten verpflichtet fühlt, wie kann ich da bei Mitbürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit die notwendige Distanz erwarten? Es ist tragisch, aber die Argumentation Özils zwingt uns möglicherweise eine Diskussion über die doppelte Staatsangehörigkeit auf. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deutsche den Wurzeln ihrer Herkunft mehr Bedeutung zumessen, als den demokratischen Werten Deutschlands. Bis dato interessierte mich weder seine türkische Abstammung noch seine Religion, Sie aber meinen ein Muslim türkischer Abstammung ist immer zuerst Muslim und Türke und dann erst mit Abstand Deutscher, auch wenn er einen deutschen Pass hat? Ich hoffe das wollten Sie nicht ausdrücken, dass wäre nämlich gaaaaaaaanz dünnes Eis und das unterstelle ich nicht einmal Mesut Özil. Bis dato dachte ich einfach, dass er schlecht beraten und bestenfalls naiv ist. Sie aber meinen, sein Handeln ergibt sich zwingend aus seiner Herkunft und ist für eingebürgerte Mitbürger zwingend ohne die Möglichkeit freien Willens und eigenverantwortlicher Entscheidungen? Einmal Türke, immer Türke?

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ingo.adlung 22.07.2018, 20:14
132. Ich denke er hat nicht Recht

und kann ihm nicht in einem Jota zustimmen. Bislang interesierten mich die Spezifika seines familiären Hintergrunds nicht die Bohne. Ich verstand, dass ihm seine Wurzeln nicht unwichtig sind und das ehrt ihn. Soweit so gut. Aber er hat die türkische Staatsangehörigkeit zu Gunsten der deutschen abgelegt. Und er spielte jahrelang als deutscher Nationalspieler. Und ich achtete ihn dafür. Und jetzt soll die Herkunft seiner Familie rechtfertigen, dass er sich unreflektiert mit einem zunehmend autokratisch regierenden türkischen Präsidenten trifft. Ein Präsident, der gedeckt durch Notstandsgesetze Zehntausende des Umsturz Verdächtige ohne Gerichtsverhandlung wegsperrt. Ein Präsident, der Journalisten verhaften lässt, Zeitungen schließen lässt, ein Präsident der Zehntausende von öffentlichen Angestellten wegen ihrer "Gesinnung" aus dem Staatsdienst werfen lässt, erst wieder 18500 vor wenigen Tagen. Diesen Menschen trifft er des Amtes wegen, ohne sich um dessen Politik zu kümmern. Mir ist der familiäre Hntergrund seiner Herkunft schnuppe. Das bin ich ihm schuldig, wenn er als Deutscher wahr- und ernst genommen werden will. Möchte er als Türke unter uns leben wäre sein Verhalten zumindest verständlicher gewesen, aber dann wäre er auch nicht deutscher Nationalspieler und es wäre halt nur Mesut Özil gewesen, der sich nicht rechtfertigen muss, dass er sich mit seinem Präsidenten trifft, auch wenn man es inhaltlich nicht verstehen muss. Man könnte ihm zurufen, doch in die Türkei umzusiedeln, wenn er sich der dortigen Gesellschaft mehr verpflichtet fühlt, als der deutschen. Aber darum ging es ihm ja gar nicht, sein treffen war ja wie er sagt unpolitisch. Ihre Zuschrift zwingt mich aber Pandoras Büchse weiter zu öffnen: wenn ein Mesut Özil, der die türkische Staatsangehörigkeit abgelegt hat sich als Deutscher dem Amt des türkischen Präsidenten verpflichtet fühlt, wie kann ich da bei Mitbürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit die notwendige Distanz erwarten? Es ist tragisch, aber die Argumentation Özils zwingt uns möglicherweise eine Diskussion über die doppelte Staatsangehörigkeit auf. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deutsche den Wurzeln ihrer Herkunft mehr Bedeutung zumessen, als den demokratischen Werten Deutschlands. Bis dato interessierte mich weder seine türkische Abstammung noch seine Religion, Sie aber meinen ein Muslim türkischer Abstammung ist immer zuerst Muslim und Türke und dann erst mit Abstand Deutscher, auch wenn er einen deutschen Pass hat? Ich hoffe das wollten Sie nicht ausdrücken, dass wäre nämlich gaaaaaaaanz dünnes Eis und das unterstelle ich nicht einmal Mesut Özil. Bis dato dachte ich einfach, dass er schlecht beraten und bestenfalls naiv ist. Sie aber meinen, sein Handeln ergibt sich zwingend aus seiner Herkunft und ist für eingebürgerte Mitbürger zwingend ohne die Möglichkeit freien Willens und eigenverantwortlicher Entscheidungen? Einmal Türke, immer Türke?

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ingo.adlung 22.07.2018, 20:15
133. Ich denke er hat nicht Recht

und kann ihm nicht in einem Jota zustimmen. Bislang interesierten mich die Spezifika seines familiären Hintergrunds nicht die Bohne. Er hat die türkische Staatsangehörigkeit zu Gunsten der deutschen abgelegt. Und er spielte jahrelang als deutscher Nationalspieler. Und ich achte ihn dafür. Und jetzt soll die Herkunft seiner Familie rechtfertigen, dass er sich unreflektiert mit einem zunehmend autokratisch regierenden türkischen Präsidenten trifft. Ein Präsident, der gedeckt durch Notstandsgesetze Zehntausende des Umsturz Verdächtige ohne Gerichtsverhandlung wegsperrt. Ein Präsident, der Journalisten verhaften lässt, Zeitungen schließen lässt, ein Präsident der Zehntausende von öffentlichen Angestellten wegen ihrer "Gesinnung" aus dem Staatsdienst werfen lässt, erst wieder 18500 vor wenigen Tagen. Diesen Menschen trifft er des Amtes wegen, ohne sich um dessen Politik zu kümmern. Mir ist der familiäre Hntergrund seiner Herkunft schnuppe. Das bin ich ihm schuldig, wenn er als Deutscher wahr- und ernst genommen werden will. Möchte er als Türke unter uns leben wäre sein Verhalten zumindest verständlicher gewesen, aber dann wäre er auch nicht deutscher Nationalspieler und es wäre halt nur Mesut Özil gewesen, der sich nicht rechtfertigen muss, dass er sich mit seinem Präsidenten trifft, auch wenn man es inhaltlich nicht verstehen muss. Man könnte ihm zurufen, doch in die Türkei umzusiedeln, wenn er sich der dortigen Gesellschaft mehr verpflichtet fühlt, als der deutschen. Aber darum ging es ihm ja gar nicht, sein treffen war ja wie er sagt unpolitisch. Ihre Zuschrift zwingt mich aber Pandoras Büchse weiter zu öffnen: wenn ein Mesut Özil, der die türkische Staatsangehörigkeit abgelegt hat sich als Deutscher dem Amt des türkischen Präsidenten verpflichtet fühlt, wie kann ich da bei Mitbürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit die notwendige Distanz erwarten? Es ist tragisch, aber die Argumentation Özils zwingt uns möglicherweise eine Diskussion über die doppelte Staatsangehörigkeit auf. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deutsche den Wurzeln ihrer Herkunft mehr Bedeutung zumessen, als den demokratischen Werten Deutschlands. Bis dato interessierte mich weder seine türkische Abstammung noch seine Religion, Sie aber meinen ein Muslim türkischer Abstammung ist immer zuerst Muslim und Türke und dann erst mit Abstand Deutscher, auch wenn er einen deutschen Pass hat? Ich hoffe das wollten Sie nicht ausdrücken, dass wäre nämlich gaaaaaaaanz dünnes Eis und das unterstelle ich nicht einmal Mesut Özil. Bis dato dachte ich einfach, dass er schlecht beraten und bestenfalls naiv ist. Sie aber meinen, sein Handeln ergibt sich zwingend aus seiner Herkunft und ist für eingebürgerte Mitbürger zwingend ohne die Möglichkeit freien Willens und eigenverantwortlicher Entscheidungen? Einmal Türke, immer Türke?

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manotti 22.07.2018, 20:15
134.

Zitat von maniak
Für Fussball braucht man weder Abitur noch Studium. Was erwartet Sie alle hier von Özil, was sie selbst nicht leisten können und würden in seiner Situation? Wahrscheinlich sind sie schon viel reifer und gebildeter als ein junger Fussballer. Deutschland hat sicher nicht wegen Özil versagt und er soll nun von Löw ablenken. Auch scheint hier bei vielen auch wieder die Ausländerfeindlichkeit durch. Assimilitation pur wird verlangt. Aber wenn Erdogan was gegen Assimilation sagt, dann gibt es einen Aufschrei. Eine bigotte Haltung. Ich bin mit Sicherheit kein Fan von Erdogan, aber auch türkischer Abstammung. Gerade als junger Mensch wie Özil würde es einen monströsen Kraftaufwand bedeuten, sich gegen Erdogan aufzulehnen und ihn zu brüskieren. Das hätte schwere Folgen haben können für Özil und seine Verwandten. Das kann er natürlich öffentlich sagen, aber man könnte ja selbst darauf kommen. Ich halte ihn keineswegs für naiv, sondern für klug. Erdogan wird eines Tages wieder gehen, Özil stünde im Land seiner Eltern und Verwandten als Verräter da. Leider gibt es ja genug Fanatiker unter den Erdogan Anhängern. Auch ich, ein Noname wurde schon auf sozialen Medien bedroht, wenn ich Kritik an Erdogan hatte. Niemand der klug ist, wettert in den türkischen Medien mehr über Erdogan. Jeder wird verfolgt. Und da soll Özil Ziviilcourage zeigen? Seinen perönlichen Frieden opfern, durch ein politisches Statement? Seien sie ehrlich, dass würde hier keiner tun. Bei Hitler war Schweigen auch die Regel. Gerade Özil ist eine öffentliche Person und es würde sich immer ein Spinner finden, der ihm zeigt, was Sache ist. Und weder Sie und andere hier im Forum noch die Türken hätten es ihm gedankt. Das wissen wir alle. Türke bleibt Türke in der deutschen Gesellschaft. Immer noch gut als Sündenbock. Vielleicht ändert sich das Mal in den nächsten 30-50 Jahren. In den 54 Jahren die ich hier bin, hat sich in der Akzeptanz sehr wenig getan. Und genau deshalb hat Erdogan so viel Erfolg bei den Auslandstürken. Özil sollte man jetzt echt in Ruhe lassen und sich an die eigene Nase fassen.
Wir leben ja hier nicht mehr in einer Nazidiktatur. Die Zurückweisung von türkischen Mitbürgern ist reine Einbildung und wenn, dann nur einer kleinen Minderheit zuzurechnen. Ich jedenfalls habe einige türkische Freunde, die sich nicht in ihrer türkischen Gemeinde abschotten.

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hugotheKing 22.07.2018, 20:15
135. Verstehe die Doppelmoral nicht

Ich verstehe die Doppelmoral von vielen Forumschreiber nicht. Wer hat nicht alle schon mit Erdogan ablichten lassen? Wenn wir schon bei einem Autokraten sind, wer hat nicht schon alle nicht mit Putin, Orban oder mit Assad fotografieren lassen?
Hat die WM nicht in einem Land stattgefunden, wo ein Autokrat das Land regiert? Da soll jetzt ein Fußballspieler mehr moralische Verantwortung tragen als manche Politiker, die nicht nur mit Autokraten bestens befreundet sind oder gar eingeladen haben?

Geht es nicht eher darum einen Schuldigen zu finden für die Schmach bei der WM?

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ingo.adlung 22.07.2018, 20:16
136. Ich denke er hat nicht Recht

Zitat von Selbstaufopferer
Ich kann Mesut nur zustimmen in allem was er geschrieben hat. Ich habe nullkommanull Verständnis für die Sache, für die er angeprangert wird. .... Er hat türkische Eltern und in der Türkei wird er (zu recht) betrachtet als einer von ihnen. Ich bin kein Türke, habe aber auch einen Migrationshintergrund, und stelle fest, dass diese Haltung insbesondere gegenüber muslimischen Ländern stark ausgeprägt ist.
und kann ihm nicht in einem Jota zustimmen. Bislang interesierten mich die Spezifika seines familiären Hintergrunds nicht die Bohne. Er hat die türkische Staatsangehörigkeit zu Gunsten der deutschen abgelegt. Und er spielte jahrelang als deutscher Nationalspieler. Und ich achte ihn dafür. Und jetzt soll die Herkunft seiner Familie rechtfertigen, dass er sich unreflektiert mit einem zunehmend autokratisch regierenden türkischen Präsidenten trifft. Ein Präsident, der gedeckt durch Notstandsgesetze Zehntausende des Umsturz Verdächtige ohne Gerichtsverhandlung wegsperrt. Ein Präsident, der Journalisten verhaften lässt, Zeitungen schließen lässt, ein Präsident der Zehntausende von öffentlichen Angestellten wegen ihrer "Gesinnung" aus dem Staatsdienst werfen lässt, erst wieder 18500 vor wenigen Tagen. Mir ist Özils familiärer Hintergrund schnuppe. Das bin ich ihm schuldig, wenn er als Deutscher wahr- und ernst genommen werden will. Möchte er als Türke unter uns leben würde dann wäre es halt nur Mesut Özil gewesen, der sich nicht rechtfertigen muss, dass er sich mit seinem Präsidenten trifft, auch wenn man es inhaltlich nicht verstehen muss. Man könnte ihm zurufen, doch in die Türkei umzusiedeln, wenn er sich der dortigen Gesellschaft mehr verpflichtet fühlt, als der deutschen. Aber darum ging es ihm ja gar nicht, sein Treffen war ja wie er sagt unpolitisch. Ihre Zuschrift zwingt mich aber Pandoras Büchse weiter zu öffnen: wenn ein Mesut Özil, der die türkische Staatsangehörigkeit abgelegt hat sich als Deutscher dem Amt des türkischen Präsidenten verpflichtet fühlt, wie kann ich da bei Mitbürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit die notwendige Distanz erwarten? Es ist tragisch, aber die Argumentation Özils zwingt uns möglicherweise eine Diskussion über die doppelte Staatsangehörigkeit auf. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deutsche den Wurzeln ihrer Herkunft mehr Bedeutung zumessen, als den demokratischen Werten Deutschlands. Bis dato interessierte mich weder seine türkische Abstammung noch seine Religion, Sie aber meinen ein Muslim türkischer Abstammung ist immer zuerst Muslim und Türke und dann erst mit Abstand Deutscher, auch wenn er einen deutschen Pass hat? Ich hoffe das wollten Sie nicht ausdrücken, dass wäre nämlich gaaaaaaaanz dünnes Eis und das unterstelle ich nicht einmal Mesut Özil. Bis dato dachte ich einfach, dass er schlecht beraten und bestenfalls naiv ist. Sie aber meinen, sein Handeln ergibt sich zwingend aus seiner Herkunft und ist für eingebürgerte Mitbürger zwingend ohne die Möglichkeit freien Willens und eigenverantwortlicher Entscheidungen? Einmal Türke, immer Türke?

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Gerdd 22.07.2018, 20:24
137. Der Unterschied ist ...

Die Queen, Merkel und so weiter, die müssen sich mit dem Typen treffen und gute Mine zum bösen Spiel machen. Die mpssen sich ja sogar mit Trump treffen.

Mesut mußte das nicht - und er war doch immer der erste, der sich beklagte, warum man ihn nicht als Deutschen bezeichnete, sondern immer als "Deutsch-Türken."

Und wenn er sich mit der Queen, Angela Merkel, ja, sogar mit dem unsäglichen Bauland hätte fotografieren lassen, wäre aööes gut gewesen. Aber ausgerechnet der eine Despot, der es sich zur Aufgabe gesetzt zu haben scheint, so voel wie möglich von Hitler zu lernen (na gut, statt der Juden nimmt er sich die Kurden vor und regt sich auf, wenn ihn jemand an die Armenier erinnert, aber er hat seine Autobahnen und er hat seine Reichstagsbrand-Legende und sein Parlament hat er auch schon so ziemlich komplett ausgehebelt.) Wenn ich gezwungen wäre, dem die Hand zu schüttelm, würde ich auch - wie Monk - nach einem Hakle-feucht schreien.

Vielleicht kann der Mezut ja seinen deutschen Paß zurückgeben und beim nächsten Mal für die Türkei spielen. 2018 gehörte er jedenfalls nicht zu den motiviertesten - aber so wichtig, daß daran das Scheitern der Mannschaft festgemacht werden könnte, so wichtig war er auch wieder nicht. Nur dumm, das war er - und ist er anscheinend acuh immer noch.

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Blindman68 22.07.2018, 20:26
138. der Unterschied

Zitat von Spiegelleserin57
dass dieser Mann ein Fußballer ist der mit seinem Können Geld verdient, mehr nicht. Dass er auf so einen Stuhl gehoben wird ist nicht sein Verdienst sonder derer die ihn dorthin heben. Man sollte einen Fußballer nicht überbewerten denn er macht seinen Job wie andere Arbeitnehmer auch. Bei diesen fragt man auch nicht mit wem sie sich wo ablichten lassen, das ist letztlich deren Privatsache! Die vielen Kommentare heben das Bild erst auf einen Posten den es gar nicht verdient hat... Wer pusht hier wen hoch?
´zum Arbeitnehmer besteht aber auch darin, dass der Arbeitnehmer nicht in der Öffentlichkeit agiert, sondern weit ab in den Tiefen der Gesellschaft. Was Özil/ Gündogan mit ihrer Aktion, als deutsche Nationalspieler, öffentlich zur Schau stellten, kann man als Teil der Meinungsfreiheit sehen. Das Problem ist dabei, dass die Aktion auf jeden Fall politischen Charakter hatte. Das jetzt auch noch zu bestreiten ist pure Dummheit oder Kalkül. Beispiele wie man als prominenter Sportler reflektiert mit Politikern umgeht, kann man in den USA beobachten. Siehe NFL, NBA...

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4meere 22.07.2018, 20:27
139. 3 Herzen

Offenbar schlagen drei Herzen in Özils Brust, auch ein englisches, denn anders als in Englisch kommuniziert er ja nicht. Ansonsten ist er argumentativ auf dem Holzweg: wenn er - zu Recht - Loddar M. wg. Händeschüttelns mit Putin kritisiert sehen möchte, dann muss er zu erst Kritik an seinem Photo akzeptieren.

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