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Özil und der DFB: Für Grindel wird es eng
DPA

Mesut Özils Erklärung ist ein einziger Angriff auf DFB-Präsident Reinhard Grindel. Für den DFB-Boss kommt die Debatte zum ungünstigsten Moment - sein Vorzeigeprojekt gerät dadurch in Gefahr. Und damit sein Job.

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CHR1 23.07.2018, 12:04
1. DFB zeigt sein Gesicht

Herr Grindel und Herr Bierhoff haben in dem sogenannten Erdogate mehr als einmal einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen. Wenn es ihnen beiden um den DFB und damit dem deutschen Fussball gehen würde wären beide schon lange zurück getreten. Sie haben beide von Anfang an die Brisanz sowohl zum Verhälnis der Fans, als auch was die Bewerbung für die EM 24 nicht verstanden. Solange diese beiden Personen für den DFB arbeiten, sollte man alles was vom DFB kommt boykottieren. Keine Länderspiele sehen(weder Stadion noch TV) und keine Trikots der Nationalmannschaft kaufen. Wenn sich die breite Masse vom DFB abwendet wird man dort vielleicht feststellen, dass sie etwas ändern bzw. Personen austauschen müssen.

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login37 23.07.2018, 12:08
2.

«Paradoxerweise rettet ihn das EM-Projekt derzeit vor noch intensiveren Diskussionen um sein Amt. Bevor die Uefa nicht entschieden hat, kann sich auch der DFB nicht erlauben, seinen Präsidenten öffentlich in Frage zu stellen oder gar zu ersetzen. Grindel ist erst im Vorjahr ins Exekutivkomitee der Uefa gewählt worden, bis zu der 2024-Entscheidung muss er die wichtigen Hintergrundgespräche führen. »

Diese Auslegung finde ich absurd. Jetzt schnell handeln, den unsäglichen Grindel zurücktreten und dann ist Ruhe. Macht man jetzt nichts, dann hat man die 6 Wochen bis zur Entscheidung der UEFA Dauerdiskussionen in den Medien. Grindel wird auf Özils Anschuldigungen reagieren müssen. Danach reagieren die Medien auf Grindels Aussagen. Dann reagiert Özil auf Grindels Aussagen. Dann wieder die Medien auf Özil. Unzählige Prominente, Experten etc. werden sich äußern, .... Das nimmt kein Ende. Letztlich ganz klassisch lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

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dwg 23.07.2018, 12:10
3.

Ja, und? Wenn einem Mitglied der deutschen Nationalmannschaft das Feingefühl fehlt wie Signale wo ankommen, sollte das doch nicht das Problem des DFB Vorstands sein - egal wie fragwürdig der ansonsten sein mag.

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slice 23.07.2018, 12:11
4. Er sollte auch gehen!

Da es in diesem Diskurs nur Verlierer und keine Gewinner (mit Ausnahme vielleicht derzeitige türkische Politiker) gibt, sollte auch Grindel sofort seinen Hut nehmen.

Er hat in unsäglicher Art und Weise das Feuer immer größer werden lassen. Es hat den Anschein, dass auch er sich von persönlichen Motiven hat leiten lassen. Diese erscheinen leider als nicht sehr integrativ.

Schade, dass vermeintliche Despoten hier einen solchen Einfluss haben.

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Periklas 23.07.2018, 12:11
5. Dubioser Sponsor

Der DFB insbesondere Grindel sollte die Werte hochhalten für die Deutschland in der Weltöffentlichkeit eintritt. Ob das Kalkül die Verantwortung jedem Einzelspieler aufzuerlegen ist meiner Meinung richtig aber ebenso muss der DFB auch in der Lage sein, einen dubiosen Sponsor in Frage zu stellen.

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bacillus.maximus 23.07.2018, 12:19
6. Nehmen wir mal an man hätte eine Haltung,

dann würde sich die Frage stellen warum unsere Spitzenpolitiker bei Treffen mit Erdogan immer freudestrahlend unseren Türsteher zum nahen Osten begrüssen (z. B. Google-Bildersuche Merkel +Erdogan), dann aber Özil derart heruntergeputzt wird.
Wenn wir vom grauen Fürsten profitieren können darf man ihn anstrahlen und vollschleimen, in allen anderen Fällen aber nicht.
Das ist verlogen.
Ich habe immer wieder mit türkischstämmigen Kollegen gesprochen, Alter ab Vierzig aufwärts und weitgehend integriert, die sind der Meinung dass die verweigerte Aufnahme der Türkei in die EU das Land plus die jüngste Generation der hier lebenden Kinder mit türkischen Eltern zurück in die Vergangenheit katapultiert hat.
Siehe Persien, siehe Afghanistan.

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seit1958 23.07.2018, 12:20
7. Da hat der DFB

ja ein richtiges Problem am Hals. Das Grindel eine Pflaume ist hat sogar die CDU im Bundestag erkannt, trotz dessen rechtsgerichteten Ausfälle. Da war man froh, einen so strammen Konservativen im größten Sportverband der Welt unterzubringen und besten Zugriff für tolle Fotos der Kanzlerin in den Medien garantiert zu bekommen.
Jetzt hat der DFB ein Riesenproblem und kann die Scherben nicht mal weg fegen. Grindel sitzt ja nicht aufgrund seiner Kompetenz im UEFA Exekutivkommitee sondern in seiner Eigenschaft als DFB Präsident. Die hätte auch einen Esel hinein gewählt sollte er DFB Präsident sein. Sche***e gelaufen, cleverer Schachzug von Erdogan (falls der soweit voraus geschaut hat). Und Özil? Ist der Loser! Egal was er in Zukunft spielt, macht, sagt oder auch nur ansatzweise denkt wird von der "bürgerlichen" Presse fertiggemacht.
Das Ziel über den Sport, hier Fussball, Integration vorzuleben und als Arzneimittel zu verschreiben ist gründlich misslungen. Wie immer stinkt der Fisch zuerst am Kopf. Leider gibt es im Dunstkreis des DFB und der Nationalmannschaft davon mehrere nicht mehr ganz so frische Fische.

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wm_mit_jan2 23.07.2018, 12:23
8. Hr. Grindel sollte dringend sofort zurücktreten, Hr. Bierhoff auch

Und wenn der Rücktritt die Ausrichtung der EM kostet, dann ist das halt so.
Ein quasi "totes Pferd" durchzufüttern, damit es im September noch große Sprünge macht, wird nicht funktionieren.
Hr. Grindel und auch Hr. Bierhoff haben in zu kurzer Zeit zu viele Fehler (gerade in der Kommunikation, dem wichtigsten Punkt in ihren jeweiligen Stellenbeschreibungen) gemacht und sind zum Wohle des gesamten Fußballs in Deutschland nicht länger tragbar.

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Rüdiger Rothschild 23.07.2018, 12:24
9. nicht Özils Entscheidung

Die Entscheidung, ob die Zukunft des DFBs mit oder ohne Grindel sein soll, muss unabhängig von Özils Einlassungen getroffen werden. Nicht unabhängig von der Causa Erdogate, aber unabhängig von Özils Versuch den Verbandschef mit in den Orkus zu reißen. Sonst würde man dessen unsägliche Selbstüberschätzung hofieren und ihn in seiner beleidigten Märtyrer- und Opferrolle bestätigen. Generell gilt es den politischen Einfluss von Erdogan-Fanboys möglichst niedrig zu halten, d.h. entsprechend ihres Niveaus.

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