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Özils Rücktritt und das Versagen des DFB: Nicht genug integriert
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Mesut Özil lässt Selbstkritik vermissen. Aber seine Attacke auf DFB-Präsident Reinhard Grindel enthält viel Wahres: Der Deutsche Fußball-Bund ist an einer seiner wichtigsten Aufgaben gescheitert.

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karl-der-gaul 23.07.2018, 00:47
1. Meine Meinungsfreiheit

Kann mich noch erinnern Jahre zurück als Özil entscheiden musste für Deutschland oder die Türkei zu spielen, dieser Konflikt kommt wegen dem Doppelpass. Warum auch solche Split Personalien erlauben?
Keine Doppelpass Spieler mehr in der Mannschaft, entweder man ist deutscher oder spielt woanders. Es gibt genug gute Spieler die deutsch sein ehren und die Hymne ohne offene Peinlichkeit mitsingen oder ganz schweigen und stur in die Ferne gucken.

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ozoli 23.07.2018, 00:50
2. Geiler Kommentar

Geiler Kommentar, thumps up!

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micha71 23.07.2018, 00:53
3. Gute Einordnung

Eigentlich wäre dem nichts hinzuzufügen. Hier wird klar gemacht, dass zwar Özil Fehler begangen hat, aber dass diese nichts mit seiner Herkunft zu tun haben. Und trotzdem werden wir hier wieder von denen hören, die das eine (politische Naivität) nicht vom anderen (Herkunft) unterscheiden wollen, weil sich endlich ein Sündenbock gefunden hat, der durchs Dorf getrieben werden kann, weil die nationalistischen Vordenker schon seit längerem den Weg bereiten. Und trotzdem wird es Euch nicht gelingen, auch wenn ihr noch so oft beteuert, dass ihr ja nur den Fußballer kritisiert und deshalb keine Rassisten seid.

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g.s-sanet 23.07.2018, 00:53
4. Danke.

Danke für diese klare Aussage. Leider wird sie an der selbstgefälligen Öl-Haut der Hauptfunktionäre abperlen wie Wasser. Das sieht man jetzt schon an der Analyse von Herrn Löw. Er muß an der Motivation der Spieler feilen. Schon klar, daß nur sie damit den schwarzen Peter haben. Oder ist das ein Eingeständnis des Versagens von ihm?Dann muß er schleunigst seinen Stammplatz räumen, trotz Blankoscheck vor der WM.
Ach so, Weihnachtenist ja erst in 6 Monaten, und wer glaubt schon an Märchen.

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brs16 23.07.2018, 00:56
5. Den Nagel auf den Kopf....

Perfekt auf den Punkt gebracht - danke für diesen Beitrag, Herr Raecke!

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hansistyle2 23.07.2018, 01:01
6.

wir schreien refugee welcome, was auch richtig so ist, jeder der schutz verdient sollte schutz bekommen (aber jetzt kommt das berühmte aber), aber nicht ohne genug kontrolle und überwachung und wer froh ist in einem nicht kriegsgebiet zu sein, kann sich auch in ruhe dieser überwachung und kontrolle unterziehen lassen, da gibts nichts menschenunwürdiges zu erkennen, es geht um sicherheit , um die sicherheit aller und nicht des einzelnen.

und auf der anderen seiten mobbt man einen türkischstämmigen spieler der ein deutscher staatsbürger ist und sich entschieden hat für die deutsche 11 zu spielen, ja ein Foto mit Erdogan musste nicht sein oder sollte nicht sein, aber wer ist der DFB um so etwas zu verbieten? Wenn ein Jan Böhmermann, den Erdogan (zu recht oder unrecht) Beleidigt, die Macht hat ein ganzen Paragraphen abändern zu lassen nur zu seinem Schutz, warum darf ein Özil dann nicht einmal ein Foto mit der Person machen die beleidigt wurde? Abgesehen davon fand ich Özils argumentation plausibel, vllt muss man eben seinen/diesen Kulturkreis nennen um seine Entscheidung die für uns dubios erscheint nachzuvollziehen.

Und er hat recht wenn er sagt es herrscht in diesem Lande eine Doppelmoral, wenn ein Schröder mit einem Putin best buddy spielen (wie ein Lothar) und niemand sich darüber empört bzw. diese zumindest zu keiner Stellungnahme gezwungen werden wie ein Özil, der sich am Ende immerhin dazu geäußert hat und so wie es sich gehört auch zurückgetreten ist.

In dem Sinne: ''alles tamam''

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leserbrf 23.07.2018, 01:02
7. Dfb

Özil braucht sich für nichts zu entschuldigen. Wer aber von "Meinem Präsidenten" spricht und damit nicht den deutschen Präsidenten meint, hat in der deutschen (!) Nationalmannschaft nichts suchen! Der DFB hätte sich zur Integration bekennen müssen und offensichtlich integrationsunwillige Spieler konsequent ausschließen müssen. Der Autor schreibt: "Deutschland sind wir alle, unabhängig von Herkunft oder Meinung. Wir gewinnen zusammen. Wir verlieren zusammen. " Das stimmt definitiv nicht. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl braucht eine Basis. Der Autor schweigt sich jedoch darüber aus, worauf sich dieses "Zusammen" gründet.

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Newspeak 23.07.2018, 01:05
8. ....

"Aber man darf sie wegen ihrer Positionen nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausschließen."

Man muss es sogar. Sorry, aber in einem Land, das vor 80 Jahren die schlimmste Diktatur der Neuzeit errichtet hat, sollte moralischer Relativismus im Hinblick auf die Werbung für eine Diktatur keinen Platz haben. Erdogan ist nicht Hitler, aber die Ungerechtigkeiten, die in seinem Namen geschehen, zerstören auch Leben. Nicht physisch. Aber in jeder anderen Form. Özil hat Werbung für einen Präsidenten gemacht, der vor nicht allzu langer Zeit damit gedroht hat, die Todesstrafe für Putschisten wiedereinzuführen. Etwas, was er vielleicht sogar demnächst wirklich tut. Dann ist das am Ende eben das Äquivalent zu einem Foto neben Hitler oder Stalin. Und es ist erschreckend, dass sowas verständnisvoll wegdiskutiert werden soll, wo die Gesellschaft im Wochenrhythmus sprachlich verroht und der Hass gegen Minderheiten zunimmt. Özil mag rassistisch beleidigt worden sein. Aber das nimmt nichts von seiner Schuld, für einen Nationalisten und Menschenfeind der übelsten Sorte kostenfreie Propaganda betrieben zu haben.

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vlscout 23.07.2018, 01:06
9. Ausgrenzung der AfD

"Und die gilt für AfD-Anhänger genauso wie für Fußballspieler und für viele Erdogan-Fans, die hier leben. Mit ihnen darf und muss man streiten. Aber man darf sie wegen ihrer Positionen nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausschließen."

Das haben Sie schön gesagt. Ich hoffe, sie erinnern sich an diese Worte, wenn wieder ein Fußball-Präsident AfD-Anhänger ausschließen möchte, Hoteliers aggressiv dazu gedrängt werden, AfD-Veranstaltungen die Tagungsräume zu entziehen, und ähnliches.

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