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Özils Rücktritt und das Versagen des DFB: Nicht genug integriert
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Mesut Özil lässt Selbstkritik vermissen. Aber seine Attacke auf DFB-Präsident Reinhard Grindel enthält viel Wahres: Der Deutsche Fußball-Bund ist an einer seiner wichtigsten Aufgaben gescheitert.

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rösti 23.07.2018, 09:38
400. Ja

Jetzt ist es passiert der Boss von Bayern Münchenm ein wahres Vorbild der Deutschen, vorbestrafter Steuerhinterzieher meldet sich zu Wort!! In der Bild zieht er vom Leder......mit so einer Hinterhältigen Kritik, das es einer Sau graust! Özil das Fussbaleriche können abzustreiten ist eine Frechheit sondern gleichen! Das ist erstensmal falsch sonst würde Özil nicht in einem Englischem Spitzenklub spielen und dort eine zentrale Rolle einnehmen! Ach bei Real spielte er auch!
Nur ein Beispiel:
21 Toren stellte der Real-Sturm um Cristiano Ronaldo einen neuen Ligarekord auf, Özil war mit 17 Torvorlagen der beste Vorbereiter der Liga.[22] Real Madrid gewann 32 der 38 Saisonspiele und sicherte sich mit dem neuen Rekord von 100 Punkten die spanische Meisterschaft.[23] Im Halbfinale der Champions League schoss Özil im Hinspiel beim FC Bayern München das wichtige Auswärtstor; trotzdem reichte es zum zweiten Mal in Folge nicht zum Erreichen des Finales.
Dann Kritik von einem Präsidenten, der es besser Wissen müsste,solch eine Meinung nur Pfuii!!!!!

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haarer.15 23.07.2018, 09:38
401.

Zitat von leserbrf
Özil braucht sich für nichts zu entschuldigen. Wer aber von "Meinem Präsidenten" spricht und damit nicht den deutschen Präsidenten meint, hat in der deutschen (!) Nationalmannschaft nichts suchen! Der DFB hätte sich zur Integration bekennen müssen und offensichtlich integrationsunwillige Spieler konsequent ausschließen müssen. Der Autor schreibt: "Deutschland sind wir alle, unabhängig von Herkunft oder Meinung. Wir gewinnen zusammen. Wir verlieren zusammen. " Das stimmt definitiv nicht. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl braucht eine Basis. Der Autor schweigt sich jedoch darüber aus, worauf sich dieses "Zusammen" gründet.
Eine etwas verzerrte Sicht. Herr Özil hat sehr wohl von Bundespräsident Steinmeier als s e i n e n Präsidenten gesprochen. Und das klar und deutlich. Dieser Spieler ist kein Sündenbock für das Versagen der DFB-Führung und der Mannschaft als Ganzes. Das wäre absurd. Und bitte erklären Sie mal, welche Spieler der DFB-Mannschaft denn integrationsunwillig sein sollen ? Die Gefahr hier eine ungewollte Lawine loszutreten ist groß. Nein sorry - Thema verfehlt !

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redwed11 23.07.2018, 09:41
402.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Das Hauptproblem war von Anfang an gar nicht das Erdogan-Foto, sondern der latente Rassismus gegen "Deutsch-Türken", der dieses Foto als dankbaren Aufhänger benutzen konnte. Da muss man nur genau zwischen den Zeilen lesen können - in diversen SPON-Foren zu diesem Thema. Ausgerechnet Erdogan also, der trotz aller Verbalinjurien die Rolle des EU-Außengrenzenschützers bisher vertragstreu spielt und bei dem sich deutsche Politiker bis zur Bundeskanzlerin händeschüttelnd vor türkischen Fahnen ablichten lassen. Als wenn das keine Wahlkampfhilfe wäre. Und dazu noch hochoffiziell. Nochmal: Ozil hat bei einem PRIVATEN Termin in London mit Erdogan ein Trikot seines Arbeitgebers Arsenal London überreicht (ohne Widmung) und kein Trikot der deutschen Nationalmannschaft!! Wenn hier also einer Grund hätte dagegen vorzugehen, wäre es der Arbeitgeber gewesen. Die Verantwortlichen von Arsenal London hat dieses Foto aber NULL interessiert. Es war ein privater Termin von Özil und somit seine Privatsache. Genau das hätten die Verantwortlichen beim DFB stärker forcieren müssen. Wenn ich mich mit deutschen Freunden türkischer Abstammung über das Thema unterhalte, wird das ähnlich gesehen. Obwohl diese en gros keine Erdogan-Anhänger sind, haben sie ein feines Gespür für den latenten Rassismus in dem Teil der deutschen Bevölkerung, der diese Foto dankbar als Brandbeschleuniger aufgenommen hat. Schade, ich hätte mir ein "Leckt mich" von Özil und ein Weitermachen in der Nationalmannschaft gewünscht. Dazu ist er aber zu sensibel.
Wenn Sie die Kritik an Özils Huldigung an einen ausländischen Diktator für Rassismus halten haben Sie weder verstanden was Rassismus ist noch was Demokratie und ein freiheitliches System ist. Wer als Deutscher einen ausländischen Diktator verehrt kann dieses Land nicht vertreten. Viele Deutsche haben schon einmal einen Diktator verehrt, dass sollte kein Deutscher je wieder machen. Egal wo seine Wurzeln liegen. Aber Sie haben das scheinbar nicht verstanden, sondern verbreiten hier billigste Polemik.

Wenn Sie eine schwäche für ausländische Diktatoren haben, dann sollten Sie das auch hier ganz deutlich schreiben. Die Mehrheit der Deutschen hat aufgrund der Geschichte mit Diktatoren die Kriege führen und rassistisch gegen Minderheiten in ihrem Land brutal vorgehen nichts gemein und man sollte solche Diktatoren wie Erdogan auch nicht seine "Ehre" erwisen.

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dreckswerbung73 23.07.2018, 09:42
403. Trotzreaktion

Aus meiner Sicht verhält sich Özil hier wie ein trotziges Kind, ihm ist schon bewusst, dass sein Foto politisch nicht korrekt war und er als Spieler der Nationalmannschaft eine gewisse Vorbildfunktion hat. Eine kurze Entschuldigung dazu und die Sache wäre vom Tisch gewesen. Stattdessen wird dann die große Keule rausgeholt und gegen alles gewettert was nicht bei 3 auf dem Baum ist um vom eigenen Fehlverhalten abzulenken. Und zu guter letzt wird natürlich auch die Karte mit der Fremdenfeindlichkeit ausgespielt - wie könnte es auch anders sein. Wenn gar nichts mehr hilft, dann sind es wieder mal die fremdenfeindlichen Deutschen...ein Wunder, das nicht auch gleich wieder ein Vergleich mit Nazideutschland nachgeschoben wurde - aber kann ja noch kommen. Was für ein Kindergarten...

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caeyxc 23.07.2018, 09:42
404. Feige und intolerant

Özils Einlassungen sind nicht glaubwürdig und auch feige. Wenn er Erdogan gut findet kann er das ja sagen, muss dann aber womöglich wirtschaftlich Nachteile bei Werbepartnern bewusst in Kauf nehmen - das will er anscheinend aber auch nicht . Das Recht zu sagen was er denkt steht Ihm aber zu, dass ggf Konsequenzen drohen muss er akzeptieren.
Genauso feige wie Ös Statement sind die Reaktionen des DFB(Bierhoff, Grindel). Entweder man akzeptiert Ös Verhalten und steht dazu oder man zieht sofortige Konsequenzen und wartet nicht erst den Verlauf der WM ab.
Insgesamt bei Allen ein Mangel an Charakter und dafür ein peinliches Übermaß an Opportunimus!

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Very Serious Sam 23.07.2018, 09:43
405. Die Twitter-Nachrichten

hat Herr Özil ganz bestimmt nicht selbst geschrieben. Die sind nicht in dem Englisch verfasst, das man von ihm kennt. Er war schon falsch beraten von seinen Beratern, als er sich für das unselige Foto zur Verfügung gestellt hat - und diese von den Beratern verfasste Abrechnung hat nun zu einigen weiteren Eigentoren für ihn geführt.

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bockmist 23.07.2018, 09:43
406. Sport ist primär unpolitisch

Danke für diesen Beitrag, Herr Raecke! Die Welt ist verlogen. Ich kann den Stolz verstehen, den Özil fühlt, wenn er ein Trikot mit Erdogan austauscht: Sieh her: Ich habe es in der Ferne zu etwas gebracht. Will sagen: Deutschland ist meine Heimat. Aber der Schuss geht nach hinten los. Seien wir doch ehrlich: Wir verkaufen Panzer in dieses Land und jährlich strömen tausende von Touristen in die Türkei. Jeder unterstützt damit Erdogan. Die Politik soll klare Farbe bekennen. Mir tut Özil leid und damit ganz Deutschland. Dies zeigt von Multikulti ist Deutschland meilenweit weg. Und so haben wir auch einen Sündenbock für die verpatzte WM...

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Havel Pavel 23.07.2018, 09:44
407.

Zitat von dschmi87
Der Artikel ist naiv und durchzogen von wunschdenken das mit der Realität und wie Integration funktioniert, nichts aber überhaupt gar nichts zu tun. Sich zu integrieren bedeutet sich in die Gesellschaft zu assmilieren, die Kultur, die Werte etc anzunehmen und selbst zu leben in der man lebt. Viele deutschtürken wollen das bis heute nicht... und merken dabei nicht wie sie der Spielball der türkischen Politik sind... wenn man sie dann sachlich fragt was die Türkei für sie jemals getan hat... kommt erst das verdutzte schauen, dann nationalistische Phrasen, und dann wenn das nichts mehr hilft die Nazikeule... was besonders bei mir amüsant ist, da ich selbst diese Migrationshintergrund hab! Die Leute müssen sich anpassen!!! Da geht kein Weg dran vorbei...
De facto hat wohl fast jeder sogenannter Deutscher einen Migrationshintergrund, wenn man sich die Geschichte dieses Landes mal ansieht. Aber nahezu alle haben sich doch wohl hervorragend integriert und ausser dem Namen fällt es in der Regel gar nicht mehr auf, meine Person eingeschlossen. Das Problem mit "gescheiterter Integation" tritt erst seit der sogenannten Gastarbeiterwelle in Erscheinung, somit mit Personen die sich ja schliesslich gar nicht zu integrieren brauchten und nicht sollten, da sie nach einer bestimmten Vertragslaufzeit eh wieder in ihre angestammte Heimat zurückkehren sollten. Zu dieser Zeit hat wohl kaum einer ernsthaft damit gerechnet, dass die Mehrheit dieses Personenkreises dann doch sich dauerhaft hier niederlassen wird und die Familien nachholen würde. Dies war wohl der Beginn einer fehlerhaften Integration die dann munter ihren Lauf genommen hat und zur Bildung von Paralellgesellschaften geführt hat was von der Politik zwar heftig kritisiert wurde aber gleichzeit ebenso billigend in Kauf genommen wurde. Dennoch darf man nicht unterschlagen, dass es zu jeder Zeit ebenso Zuwanderung aus nahezu allen Teilen der Welt gegeben hat und auch noch weiterhin gibt, wo die jeweiligen Menschen sich problemlos integrieren und somit gar nicht auffällig in Erscheinung treten. Als lebendiges Beispiel sei hier nur mal die in Düsseldorf lebende Gemeinschaft aus Japan stammender Menschen genannt, die dort seit vielen Jahren völlig unauffällig und zur Zufriedenheit aller leben. Hier kann man mit ruhigen Gewissen von einer kulturellen Bereicherung sprechen und wer sollte hier schon auf die perfide Idee kommen vor diesen Menschen von "Deutschen Werten" zu reden, wohl eher keiner der weiterhin ernst genommen möchte. Solche Menschen wissen schon von ganz alleine wie man in einem zunächst fremden Land zu leben hat und brauchen keiner Belehrung hierzu!

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mariakar 23.07.2018, 09:47
408. Das Problem ist doch genau das, wie es 203

unbewußt bestätigt. Da trifft das Zitat von Wein und Wasser gut zu.
Das Positive für sich selber rausziehen und demjenigen, der einem was Gutes getan hat, anschließend mit Dreck zu bewerfen.
Ich glaube, dieses Gefühl haben viele so genannte Bio-Deutsche. Deshalb haben die sich auch über das Foto so geärgert. Wenn D einen Fehler gemacht hat dann den, dass es von den hier Zugewanderten nicht die volle Integration gefordert hat. Die Causa Özil/Gündogan/Erdogan hätte es so in den USA nie und nimmer gegeben.
Aber solange wir dulden, dass sich Parallelgesellschaften in unseren Großstädten bilden, brauchen wir uns auch über das Ergebnis nicht zu wundern.

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creusa 23.07.2018, 09:47
409. Sehr treffend!

Insbesondere die Art und Weise wie Bierhoff Özil den Kritikern zum Fraß vorgeworfen hat war bezeichnend.

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