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Olympische Winterspiele in Südkorea: Weg mit der Fahne
AP/dpa

Weg mit den Fahnen und Hymnen, der Medaillenzählerei - die Olympischen Spiele wären ein besseres Turnier ohne nationales Pathos.

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fabian_mangels 09.02.2018, 14:05
130. Ohne Medallienspiegel

Wird sich nun wirklich niemand mehr für diese Sportarten interessieren, wenn er sie nicht gerade selbst ausübt.

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cerberus66 09.02.2018, 14:07
131. Bitte ehrlich sein und die Abschaffung der olympischen Spiele fordern!

Die olympischen Spiele ohne Nationenklassement wären keine besseren Spiele sondern mausetot, weil sie sich dann kaum jemand anschauen wollte und infolge dessen kaum noch jemand solche Ereignisse finanzieren wollte.

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Hrothgaar 09.02.2018, 14:10
132. IOC und Mär von Olympia

Gerade einen sehr interessanen und absolut aktuellen Bericht auf Phoenix, parallel zur Eröffnungsfeier, gesehen. Es ging u.a. um Doping. Die Dopingflaschen (Bereg-Kit) von der Firma Berlinger sind nach dem Verschluss einfach wieder zu öffnen. Jeder, wirklich JEDER kann die Flaschen wieder öffnen und manipulieren. Nicht einer würde das bemerken. Das Brisante daran, die Anti-Doping Agentur weiß davon. Das IOC weiß auch davon. Die Sportler besonders die Russischen wissen auch davon. Na dann wünsche ich Euch schöne Doping-Spiele in Pyeongchang.

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Reinhardt Gutsche 09.02.2018, 14:12
133. Nationalstolz

"Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein." (Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena)

"Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." (ebd.)

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Reinhardt Gutsche 09.02.2018, 14:18
134. Die Nation als Irrtums- und Aversionsgemeinschaft

"Eine Nation ist eine Gruppe von Personen, vereint durch einen gemeinsamen Irrtum über ihre Vorfahren und eine gemeinsame Aversion gegen ihre Nachbarn." (Karl W. Deutsch)

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eulenspiegel1979 09.02.2018, 14:25
135.

Zitat von marktmulch
sagte schon Orwell 1945. Und deshalb wäre es zwar ganz großartig, wenn die Idee eines nationenlosen Olympiade etwas anderes zeigen würde - aber realistisch ist es wohl nicht. Der Medallienspiegel wird der Gradmesser der ......
Nichts gegen Orwell, aber wer hat ihm je bescheinigt, dass er ausschließlich unfehlbare Äußerungen zum Besten gegeben hat?
Und falls es diesen Jemand gab, wer hat diesem dann Unfehlbarkeit bescheinigt? Ich meine ja nur. Milliarden Fliegen essen Sch... Muss ich es deswegen auch tun?

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quacochicherichi 09.02.2018, 14:29
136. Na dann

Zitat von undog
den Sie so verächtlich machen, ist an allen Aktionen beteiligt, für die seine Steuern z.T. ausgegeben werden. Die Familie unseres Fahnenträgers ist sicherlich stolz auf ihren Sohn. Und vielleicht ist dabei sogar einer, der biertrinkend auf der Couch sitzt.
kaufe ich mir eine Flasche Cola, und bin Stolz auf jede Medaille die gewonnen wurde. Denn über den Hauptsponsor bin ich beteiligt am Erfolg des Athleten.

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eulenspiegel1979 09.02.2018, 14:34
137.

Zitat von quacochicherichi
dann erklären Sie uns doch die gesellschaftliche Funktion.
Bitte:
Neben der aktiven Sportausübung hat das Verfolgen von Sportwettkämpfen als Zuschauer am Austragungsort oder über die Massenmedien einen wichtigen gesellschaftlichen Stellenwert. Leistungssportler und Profi-Mannschaften werden nicht selten als Idole verehrt. Die extreme Identifikation mit Sportlern führt zum Phänomen des Sport-Fan. Insbesondere im Fußballsport hat sich speziell im europäischen Raum ein Passiv-Sportkult gebildet, der von Fußballfans,gepflegt wird. Solch eine Fankultur konzentriert sich in verschiedenen Ländern oft auf unterschiedliche Sportarten.

Reicht das, oder wird eine Skizze benötigt?

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az26 09.02.2018, 14:35
138.

Zitat von Reinhardt Gutsche
"Eine Nation ist eine Gruppe von Personen, vereint durch einen gemeinsamen Irrtum über ihre Vorfahren und eine gemeinsame Aversion gegen ihre Nachbarn." (Karl W. Deutsch)
Ich lasse dem Herrn Deutsch mal seine Meinung, doch ich definiere mich als Deutscher, als friedlicher Deutscher unter Nachbarn, über die Leute mit gleicher Sprache und ähnlichem Lebensgefühl. Dieses ist bei manchen Ländern ähnlich, die Österreicher z.B., bei anderen in Teilen oder gänzlich anders. Nationen abzuschaffen und dafür Dialekte und Regionen zu fördern ist kontraproduktiv, schließlich können auch kleinere Gemeinschaften und Einheiten Fremde ablehnen. Je kleiner eine Gemeinschaft, umso stärker sind die Abschottungstendenzen. Nur größere Nationen können tolerant genug sein, auch Fremde aufzunehmen, sofern sie nicht von einer nationalistischen Propaganda durchzogen sind, wie bspw. Polen.

PS: warum werden bei Spiegel Online diese Textfelder ewig lang, je mehr ich eingebe? 50 Skripte und wohl zahlreiche Cookies und ähnliche Schnüffelelemente, wo und wohin man geht, aber keine "ordentlichen" Eingabefelder ...

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fördeanwohner 09.02.2018, 14:38
139. -

Zitat von Reinhardt Gutsche
"Eine Nation ist eine Gruppe von Personen, vereint durch einen gemeinsamen Irrtum über ihre Vorfahren und eine gemeinsame Aversion gegen ihre Nachbarn." (Karl W. Deutsch)
Ja? Und?
Für mich ist die Bedeutung von "Nation" beim Sport aber was anderes als komische Leute, die andere Nationen als minderwertig betrachten. So wie man Fan von St. Pauli sein kann, kann man auch mit deutschen Athleten mitfiebern, ohne nationalistisch zu denken.
Wenn ein Deutscher eine Medaille gewinnt, heißt das nicht, dass man alle Italiener, Chilenen, Neuseeländer ... als minderwertig betrachtet, es fällt einem nur ein bisschen leichter, sich vorzustellen, dass man selbst gewonnen hätte.

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