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Paralympics: Die zweite große Show von London
Getty Images

Die Paralympischen Sommerspiele von London versprechen ein Sportspektakel zu werden, das Olympia in nichts nachsteht. Auf die Zuschauer warten eine große Inszenierung und vielen Stars. Mit dabei: Läufer Oscar Pistorius, der frühere Formel-1-Pilot Alex Zanardi und Diskus-Olympiasiegerin Ilke Wyludda.

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shredderbert 29.08.2012, 14:42
10. Respekt, Respekt!

Ich habe vor behinderten Leistungssportlern allergrößten Respekt und würde die Leistungen noch über die von nicht-behinderten Sportlern stellen. Von daher ist mehr Aufmerksamkeit absolut gerechtfertigt und sollte dazu beitragen, mehr Verständnis für Behinderte aufzubringen ... der Alltag ist für Menschen mit körperlicher / geistiger Einschränkung schon oft Leistungssport genug ...

Ich habe in den USA mal gesehen, wie ein blinder Skifahrer mit Hilfe eines Begleiters die Hänge herunter fuhr. Er führ die Kurven nur auf Zuruf. Und für wen das nix Besonderes ist: schon mal im dichten Nebel Ski gefahren??

Also: Respekt vor den Leistungen - und auch Paralympics im Fernsehen verfolgen!

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Akuram 29.08.2012, 15:04
11.

Zitat von sysop
... Etwa die Mehrfach-Olympiasiegerinnen im Kugelstoßen und Schwimmen, Marianne Buggenhagen und Kirsten Bruhn. ...
Sorry, aber keine der beiden hat je eine Medaille bei Olympia gewonnen und können somit auch keine Olympiasiegerinnen sein.
Sie haben allerdings mehrfach Siege bei den Paralympics errungen.

Bitte Olympia und Paralympics nicht zusammen in einen Topf schmeißen, denn schon der Name Paralympics zeigt, dass diese "Para" vom griechischen "παρά, pará" also "neben" den olympischen Spielen parallel stattfinden.
Sie wurden das erste Mal 1948 vom deutschen Arzt Sir Ludwig Guttmann im englischen Stoke Mandeville Krankenhaus für Kriegsversehrte in Rollstühlen veranstaltet.

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monika8 29.08.2012, 15:27
12.

Zitat von shredderbert
Basektball ist ein Mannschaftsport, da spielt die individuelle Größe oder das Gewicht eine etwas geringere Rolle als in Einzelsportarten. Beim Gewichtheben haben kleinere Sportler keine Chance; schauen Sie sich mal die Weltrekorde an. Ein Beispiel: es gab bisher nur wenige Gewichtheber, die das Dreifache ihres Körpergewichts gehoben bekommen haben. Und da macht's einen Riesen-Unterschied, ob der Athlet 50 oder 150 kg wiegt. Und noch einmal Gewichtheben: wenn innerhalb der Gewichtsklasse zwei Athleten das gleiche Gewicht gehoben haben, gewinnt der leichtere Sportler. Und zum Boxen: nur eine Gewichtsklasse geht gar nicht. Wenn ein Schwergewichtler einen Fliegengewichtler mit nur einem Schlag erwischt, ist der in akuter Lebensgefahr, weil ein Schwergewichtler viel härter schlägt und der leichtere Boxer im Zweifelsfall weniger Muskelmasse (zum Beispiel am Hals) hat, um diese Schläge einstecken zu können. Überhaupt bringen wir schon unseren Kindern bei, sich nicht an Kleineren / Schwächeren zu vergreifen, oder?
Aber wir ham doch das Olypische Ideal von den alten Griechen geerbt, das da heisst Auf dass der Staerkere gewinnt! Vor 2000 Jahren in Olympia gabs auch keine Gewichtsklassen. Da hat der 100kilo Mann dem 60kilo Mann im Boxen eine geschmiert und dann war er Olympiasieger. Was ist Saran falsch?

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monika8 29.08.2012, 15:44
13.

Zitat von shredderbert
Basektball ist ein Mannschaftsport, da spielt die individuelle Größe oder das Gewicht eine etwas geringere Rolle als in Einzelsportarten. Beim Gewichtheben haben kleinere Sportler keine Chance; schauen Sie sich mal die Weltrekorde an. Ein Beispiel: es gab bisher nur wenige Gewichtheber, die das Dreifache ihres Körpergewichts gehoben bekommen haben. Und da macht's einen Riesen-Unterschied, ob der Athlet 50 oder 150 kg wiegt. Und noch einmal Gewichtheben: wenn innerhalb der Gewichtsklasse zwei Athleten das gleiche Gewicht gehoben haben, gewinnt der leichtere Sportler. Und zum Boxen: nur eine Gewichtsklasse geht gar nicht. Wenn ein Schwergewichtler einen Fliegengewichtler mit nur einem Schlag erwischt, ist der in akuter Lebensgefahr, weil ein Schwergewichtler viel härter schlägt und der leichtere Boxer im Zweifelsfall weniger Muskelmasse (zum Beispiel am Hals) hat, um diese Schläge einstecken zu können. Überhaupt bringen wir schon unseren Kindern bei, sich nicht an Kleineren / Schwächeren zu vergreifen, oder?

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Ostwestfale 29.08.2012, 16:43
14. Frage

Zitat von Jule25
Sind die Paralympics überhaupt fair? Angenommen jemandem fehlen die Füße und dem Nebenläufer die Unterschenkel. Das ist doch nicht gerecht, oder?
Es gibt sogenannte "Schadensklassen", damit die größten Ungerechtigkeiten vermieden werden. Sprich in jeder Disziplin finden mehrere Wettkämpfe statt.Hier würde mich eine detaillierte Info interessieren. Hat jemand zu den Schadensklassen eine Quelle? Ich hab`gerade keine gefunden.

Ich ziehe auf jeden Fall meinen Hut vor allen Sportler, die dort antreten. Kürzlich hab´ich eine kurze Doku über eine ressurreiterin mit nur einem Arm gesehen.Ok, sie war nur "Dressurreiterin", aber das fand ich trotzdem bemerkenswert. eiß jemand, ob es auch Springreiter mit nur einem Arm gibt?

Ich bin überhaupt kein Fan von Reitsport, aber den ein oder anderen "Gleichgewichtsartisten" beii den Paralympics werde ich mir vermutlich anschauen.


Zitat von Jule25
Und selbst wenn die beiden gleich behindert sind, spielt die Technik doch eine entscheidende Rolle. Es ist irgendwie wie ein Wettbewerb von Cyborgs unterschiedlicher Hersteller. Ich weiß nicht, ob ich es spannend finden kann :-/
Ist das nicht ein bisschen sehr negativ formuliert? Was meinen Sie denn z.B. mit "Cyborgs"? Wenn jemandem z.B. ein Bein fehlt, dann schwimmt der mit nur einem Bein und wenn jemandem ein Arm fehlt, dann sprintet der auch mit nur einem Arm. Nur ddie wenigsten Sportler bei den Paralympics haben Prothesen.

Und was die Prothesen, Rollstühle etc. angeht hoffe ich mal stark, dass die genormt sind und es da keine Chance für ein "Wettrüsten" gibt. Das würde mir auch nicht gefallen, wenn es so wäre.

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Jule25 30.08.2012, 00:27
15. .

Zitat von Ostwestfale
Es gibt sogenannte Ist das nicht ein bisschen sehr negativ formuliert? Was meinen Sie denn z.B. mit "Cyborgs"?[...]Nur ddie wenigsten Sportler bei den Paralympics haben Prothesen. Und was die Prothesen, Rollstühle etc. angeht hoffe ich mal stark, dass die genormt sind und es da keine Chance für ein "Wettrüsten" gibt. Das würde mir auch nicht gefallen, wenn es so wäre.
Ich wüsste nicht, dass das Wort negativ klingt nur weil in Science Fiction Filmen Cyborgs öfter mal die Menschheit vernichten wollen - so zwischendurch. Per Definition ist ein Cyborg doch eine Lebensform mit (permanenten?) Maschinenkomponenten. Dazu zählt also auf jeden Fall jeder, der einen Herzschrittmacher trägt. Bei Prothesen die man abmontieren kann, hat man zumindest für die Zeit während der man die Prothesen trägt einen Cyborgstatus. Dies auf Brillenträger zu erweitern würde jetzt meiner Meinung zu weit führen, wöre aber durchaus ein interessanter Gedanke...

Ich hoffe übrigens auch, dass die Hilfsmittel genormt sind.

Übrigens wusste ich von Schadensklassen bis heute nichts. Dazu finde ich die Paralympics - trotz aller Ehrfurcht vor dem Willen der beteiligten - einfach zu langweilig. Und nebenbei: Viele Menschen haben ein Problem mit Umgang mit Behinderten. In der Freizeit will man nicht unbedingt mit dem Ernst des Lebens konfrontiert werden. Die Paralympics sind jedoch voll davon. Ich kann das Nischendasein daher gut verstehen.

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