Forum: Sport
Persönliche Erinnerung an den HSV: Mein Vater, der Meister
Witters

Der Abstieg des Hamburger SV schmerzt seine Fans, auch mich trifft er ganz besonders: Mein Vater spielte in den großen Zeiten für den Klub, wurde 1960 Meister. Der Verein war immer Teil der Familie.

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einervondenen 13.05.2018, 10:02
1. Dino lernt wieder laufen

Die im Artikel genannte Gestrigkeit führt auch zu einem Riss: HSV ist lange nicht mehr Hamburg. Die Urfans sehen das anders, das macht sie aber nicht sympathischer. Und genau das wäre meine Bitte für die zweite Liga. Lernt wieder glaubwürdig zu sein, authentisch, selbstreflektiert und rege. Bewegt euch, auch wenn es mal kühler ist, liebe Dinos.

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oviwankinovi 13.05.2018, 10:40
2.

Was der Autor naturgemäß nicht wissen kann, auch negative Erlebnisse wie dieser Abstieg können einen langfristig emotional an einen Verein binden. Wir Bielefelder wissen das ;)

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tobih 13.05.2018, 10:46
3. es reicht dann auch mal....

...auch andere Vereine haben eine Tradition und wenn nicht: auch egal! Fussball ist ein Sport und seit einiger Zeit auch (hauptsächlich) Geschäft, Meisterschaften vor 60 Jahren interessieren da nicht mehr und ein Verklären der Zeiten damals hilft da auch nicht weiter... Im Sport zählt das Hier und Jetzt und sonst nichts.
Zudem:
Der HSV ist bei Weitem nicht so groß, wie er jetzt gemacht wird, sondern ein ganz normaler Profiverein wie so viele: beim 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart wurde bzw wird bei den Abstiegen nicht so ein Theater gemacht: sollen die mal in der 2. Liga antreten, das wird den Hamburger Schnöseln mal gut bekommen und erdet ungemein und: die 2. Liga ist eh attraktiver, weil noch nicht ganz so sehr auf Kommerz gebürstet: in Stadien wie in Sandhausen, Kiel, Darmstadt oder Bochum ist doch noch viel von der alten Fussballzeit präsent...
Überhaupt: immer dieses Gejammer, daß das früher alles gaaaanz andere Typen waren: es war eben auch eine gaaanz andere Zeit und es braucht mir niemand erzählen, daß ein Spieler in den frühen 60ern gern mit gebrochenem Zeh gespielt hat oder auf einen lukrativen Vertrag verzichtet hätte, wenn er ihm angeboten worden wäre... ich gehe sogar so weit: wer weiß, ob die Protagonisten dieser längst vergangenen Zeit heute über die Verbandsliga hinaus gekommen wären: die athletischen und spielerischen Anforderungen an die Profis von heute ist ungleich höher, wie die in den 50er und 60er Jahren: das Tempo damals war schon arg überschaubar...

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horstenporst 13.05.2018, 10:54
4.

Ist Der Spiegel jetzt Hamburger Lokalpresse? Das ist jetzt der gefühlt hundertste Artikel zum HSV Abstieg. Es reicht jetzt.

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Claudius32 13.05.2018, 11:06
5. Schöne alte Zeit

Kann mich als geborener Hamburger noch gut an die alten Namen erinnern! War damals häufiger als Jugendlicher im Stadion und die Fahrt dorthin war schon ein Erlebnis. Die Identifikation der Spieler mit dem Verein und der Fans mit den Spielern war viel größer als heute. Problem ist nicht, dass die Spieler im Verein keine Hamburger mehr sind, sondern dass ein Bundesligist kein wirklicher Verein mehr ist! Es sind Wirtschaftsbetriebe, die von dem Geld ihrer Eigentümer leben, auch wenn sich diese als Sponsoren bezeichnen. Heute wird die Bundesliga dominiert von Aktiengesellschaften und Vereinen wie Leipzig und Hoppenheim wo Milliardäre sich ein Hobby leisten.. Ist aber auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen..

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dirk.resuehr 13.05.2018, 11:47
6. As time goes by

So war das, damals. Mag ja sein, daß Nicht-Hamburger Foristen von der Anhänglichkeit genervt sind. Macht nix, als Alt-Hamburger hatte man durch Zuneigung oder Zufall Kontakte verschiedenster Art zum HSV.
Das war ein "FEINER" Verein, zweier Zeugen bedurfte es, um als simpler Leichtathlet aufgenommen zu werden. Die Jungs waren bodenständig, nicht nur deshalb beliebt.Hatten Jobs parallel. Kurbjuhn war wohl Lehrling in der gleichen Bank wie ich.Habe beruflich Jochen Meinke kennengelernt, der eine Dieselstation auf einem Trümmergrundstück in Billbrook betrieb. Knüppelharter Job, beeindruckende Persönlichkeit. Dieter Seeler war im Gardinengeschäft, daher kannte mein Vater ihn und ich "erbte" einmal seine Fußballschuhe, Größe 40, etwas unbequem, letztlich konnte ich nie richtig Fußballspielen, nur laufen.Als Hamburger hatte man irgendwie mit dem HSV zu tun, als Student sowieso, weil das Sportgelände der Uni grad neben dem HSV-Gelände am Rothenbaum lag. HSV war und ist ein Stück HH, man möge die Verbundenheit verzeihen.

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Abel Frühstück 13.05.2018, 12:41
7. Langsam mal gut

Der Spiegel begeht den gleichen Fehler, den auch der HSV die letzten Jahre machte: Bar jeder Reflektion von der Bedeutung dieses Vereins, bis zur semi-religiösen Überhöhung, überzeugt zu sein. Ja, Gründungsmitglied. Ja, deutscher Meister 19soundso. Ja, Ladnesmeister 19etwasspäter. Das ist doch lange vorbei! Ist der Spiegel jetzt Hamburger Lokalpresse? Ist immer schade, wenn der Verein absteigt, aber wo bitte ist der HSV jetzt bedeutender als zahlreiche andere "Traditionsverein"? Was macht eigentlich Rot-Weiß Essen?

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!!!Fovea!!! 13.05.2018, 13:08
8. Das war das Spannendste

was es in den letzten Jahren Bundesliga gab.

Das der HSV absteigt, (nicht das ich zu der Masse an Foristen gehöre, die ständig lamentiert, dass es diesem Verein zurecht geschehe) ist seiner sportlichen Leistung geschuldet. Wer immer verliert bzw. keine Tore schießt steigt ab. Im Vergleich zur armseligen Meisterschaft des FCB ist die vergangene Saison ein Stück Erinnerung, gerade durch den HSV. Man wird nie Fragen wer in der Saison 2017/18 Meister wurde, sondern jeder Fußball Fan wird sich daran erinnern, dass der Dino HSV abgestiegen ist. Auch eine Art von Meisterschaft. Fazit: Der HSV hat dem FCB die Meisterschaft geklaut. Darauf bin ich stolz.

Das Nürnberg, Düsseldorf und evtl. Kiel etwas in der Buli reißen ist doch genauso lachhaft, wie das Gebaren des HSV unter den europäischen Mannschaften unter die Top 20 zu kommen.

Die Buli wird weiterhin mit der Langeweile des FCB, S04, BVB und Retortenmannschaften a la Leipzig und Hoffenheim dominiert werden. Der Rest ist nur Sparringspartner, siehe Frankfurt..., da haben die Mal die Möglichkeit europäisch zu spielen und vergeigen das.

Daher wünsche ich dem HSV alles Gute und freue mich auf die Berichterstattung: St. Pauli vs. HSV und das Rückspiel. Da ist dann endlich Herzblut und Spaß dabei.

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Franke aus Hamburg 13.05.2018, 13:46
9. Man wird...

... in ein paar Monaten wissen, was man am HSV in der ersten Liga hatte. Nächste Saison wird Bayern wieder Meister, etwas Gerangel und die internationalen Plätze und das wars. Langeweile pur. Und unten, im Keller, treffen sich die Gespensterclubs aus Mainz, Freiburg, Wolfsburg?, Augsburg und spielen den Abstieg aus. Und das interessiert dann niemanden. Und für Liga 2 sage ich Ähnliches voraus: Köln und Hamburg ziehen oben einsam ihre Kreise und der Rest streitet sich um den Relegationsplatz. Das ist schon doof für einen etablierten Zweitligisten zu wissen: Wir können nur dritter werden. Langeweile auch in der zweiten Liga.

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