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Pfeifkonzert gegen Helene Fischer: Kommerz sind immer die anderen
AFP

Helene Fischers Halbzeitshow hatte im Pokalfinale nichts zu suchen - darauf können sich fast alle einigen. Denn gegen "den modernen Fußball" ist irgendwie jeder. Was fehlt, ist eine klare Alternative.

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spon-facebook-10000000035 28.05.2017, 18:25
1. Mein erster Gedanke zur Halbzeit-Show ...

... war nicht "Kommerz", sondern "deplatziert" ... Liebend gerne kann man der Familie in der Halbzeitpause etwas bieten, aber das Motto des Abends war doch "Fussball" - von mir aus interviewe ich da Dragoslav Stepanovic oder eine ehemalige Dortmunder Grösse, aber ich konnte Helene Fischer ganz einfach nicht in Verbindung mit Fussball bringen.

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nexus7 28.05.2017, 18:26
2. Natürlich geht es um Fischer

Fischer hat seit der WM den Fussball als zusätzliche Vermarktungsplattform entdeckt. Seit dem findet eine primitive Anbiederei sondersgleichen statt. Das ist leicht zu durchschauen und gipfelt in dümmlichen Statements: Beide Mannschaften sind bei ihr Pokalsieger. Da kann man nur pfeifen.

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Ienz 28.05.2017, 18:33
3. Falsch verstanden!

Nein, Herr Raecke. Das hat sehr wohl mit der Auswahl der Darbietung zu tun. Dieses öde Schlager-Playback braucht kein Mensch, bzw. die meisten Fans im Stadion nicht. Auch wenn Florian Silbereisen bestimmt einen fetten Vertrag mit dem DFB geschlossen hat, um ihr neues Album zu bewerben. Bei den Hosen, Sportis oder Kraftklub hätten es sicherlich nicht so viele Pfiffe gegeben. Und wenn schon Sängerin, dann nicht so eine billige, abgelutschte Nummer. Meilenweit z.B. von der Klasse einer Beyonce oder Adele entfernt.

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aronb 28.05.2017, 18:35
4. Nunja,

die Böhsen Onkelz hätten wohl am wenigsten Pfiffe ausgelöst, aber eine Band, die mit einem Fingerschnipp Hunderttausende adhoc mobilisieren kann, ist einem DFB einfach zu volksnah. Der Autor hat recht: Mein Vater besucht seit vielen Jahren konsequent die A-Jugendspiele der Mannschaft unseres KSV-Baunatal. Und ja, er geht auch mal zu den spielen der Halbprofimannschaft ins Parkstadion. Er sagt immer, da geht es noch um Fussball. Wenn ich mal aus Berlin heimkomme und mitgehe kann ich das bestätigen. Klar interessiert er sich auch für Bundesligaergebnisse. Dann bemüht er den Teletext. Und hin und wieder wird auch heimlich Fussball-Kommerz-TV geguckt. Aber letztendlich lehnt er es ab und lebt das auch.

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verspiegelt24 28.05.2017, 18:36
5. Was ist Fußball?

Einige bis viele tausend potentiell gewaltbereite lärmende rauchende Säufer schauen ein paar überbezahlten dabei zu wie sie tanzend einem Ball hinterher rennen.
Der Unterhaltungswert bei ein paar zwei- bis vierjährigen ist um Welten größer. :-D

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LittleBoy 28.05.2017, 18:38
6. Dfb..

Sorry, aber wenn der liebe DFB Chef vor dem Spiel sagt, dass er den Titel dem BVB gönnt und in der Halbzeitpause ein bekennender BVB Fan auftritt, dann braucht sich keiner zu wundern, wenn es dann Pfiffe gibt. Und wieso sind Pfiffe respektlos? Da kriegt man was vorgesetzt, was man nicht mag und nicht braucht, da wird man doch wohl noch pfeifen dürfen...

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immerfroh 28.05.2017, 18:47
7.

Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Raecke, hat das Martin Schneider in der SZ schon recht gut reflektiert.
Den Fußball aus der "guten alten Zeit" wird es wahrlich nie mehr geben. Den will auch keiner mehr haben, auch die Fanszenen nicht.
Die Verbände und Klubs schmücken sich allzugern mit bunten, lauten und kreativen Kurven und Tribünen. Damit verkauft man gern Logen- und VIP-Plätze oder illustriert Werbevideos.
Dafür kann der Pöbel auf den Steplätzen gern herhalten. Das war es dann aber schon, was die Verbandspitzen den Kurven zugestehen.
Sobald es aber um Forderungen von Faninteressen, wie Anstoßzeiten, zu kurzfristige Spielansetzungen, moderate Eintrittspreise oder die Drangsalierung bei Auswärtsfahrten, geht, wollen die Verbände von den Fans nichts mehr wissen.
Dann werden sie pauschal zu Ultras oder schlimmer zu Hooligans.
Und die Sportpresse unterstützt die Funktionärsspitzen mit reißerischen Artikeln auch noch .
Fans hingegen haben keine öffentlichkeitswirksame Lobby.
Unsinnigerweise greifen sie dann zu drastisch überspitzten, einschüchternden Ausdrucksformen des Protstes wie z.B. Dynamofans in Karlsruhe.
Keiner kann sagen, wann der Bogen dieser fanfeindlichen Komerzialisierung überspannt sein wird. Aber irgendwann wird es so weit sein.

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paulus_pax 28.05.2017, 18:47
8. Fehl am Patz

Was hat eine Schnulzensängerin, die mit einem volksdümmlichen Moderator liiert ist und von Liebe und Herzschmerz singt, beim Fußball zu suchen? Genau: NICHTS. Hätte man auch vorher wissen können.

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fillthegap 28.05.2017, 18:47
9. traurig, traurig

was ein komischer artikel, was ist an kritik vor ort billig? (wenn man eien hymne auspfeigt, ja das gehört sich nicht, damit beleidige ich anderen, aber HF? die kriegt schmerzensgeld satt!

ja man darf sich beschweren wenn einem etwas nicht gefällt, oder auch klatschen und johlen, wenn es eine gefallen hat. selten was blöderes gelesen. journalisten, egal welcher richtung, nerven immer dann wenn sie mir sagen, was ich zu denken habe. macht bitte berichterstattung, oder werdet lehrer, dann könnt ihr menschen erziehen!

und bei den rabatten für journalisten die diese ja gerne in anspruch nehmen, hat man auch nichts gegen kommerzialisierung!

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