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Pferde-Drama: Reitsport rätselt über Tod von "Hickstead"

Der Tode des Ausnahmepferdes "Hickstead" hat die Reitsportwelt erschüttert. Während*über die Anforderungen im Springreiten diskutiert wird, bleibt*die Todesursache des Tieres*auch für Experten "rätselhaft".*Ob der Vorfall von Verona je aufgeklärt wird, ist fraglich.

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boeseHelene 08.11.2011, 15:02
20. --------------

Zitat von mollizi
Ich stimme Ihnen im Prinzip zu, aber ein weiterer Punkt sollte nicht vergessen werden: die Zucht! Wie Hunde sind auch Pferde überzüchtet, denn da wird eine Stute von einem mehrfach ausgezeichneten Siegerpferd gedeckt und dann die nächste Stute und dann ....
gerade in der Pferdezucht wird sehr streng selektiert im Gegensatz zur Hunde und Katzenzucht. Jeder Hengst wird bevor er decken darf auf Charakter und Leistungsfähigkeit getestet.

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levitian 08.11.2011, 15:08
21. #

Zitat von boeseHelene
gerade in der Pferdezucht wird sehr streng selektiert im Gegensatz zur Hunde und Katzenzucht. Jeder Hengst wird bevor er decken darf auf Charakter und Leistungsfähigkeit getestet.
Jow, dann ist der jetzt gestorben, weil ihm die Tests zu lange gedauert haben. Verstehe.

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rudipapa29 08.11.2011, 15:09
22. ...menschliche Abgründe

Zitat von M. Michaelis
Fällt eine Kuh tot auf der Wiese um interessiert das kaum jemand, warum also das Gedöns um ein Pferd.
Ich würde auch kein Gedöns machen, wenn morgen einer aus ihrer ach so lieben Familie "umfällt".

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Demosthenes 08.11.2011, 15:09
23. Zucht

Zitat von mollizi
Ich stimme Ihnen im Prinzip zu, aber ein weiterer Punkt sollte nicht vergessen werden: die Zucht!
Trotz der allerorten zu lesenden Komentare, dass die Anforderungen zu hoch seien und Stress oder falsche Haltung zu solchen "Unfällen" führen könnten, ist mein erster Gedanke doch auch in Richtung Zucht gegangen.

Machen wir uns doch nichts vor. Die Spitzenpferde von heute - in Deutschland v.a. im Spring- und Dressursport - sind überzüchtet. Da würde es mich nicht wundern, wenn mit der Leistung auch Insuffizienzen hereingezüchtet werden.
Wie beim Deutschen Schäferhund, den es kaum noch ohne HD gibt.

Dass an den Trainingsmethoden und den Turnieranforderungen (bzw. letztlich den Anforderungen des Pferdehalters) in guten teil etwas faul ist, bleibt davon unbenommen.

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Aranda 08.11.2011, 15:11
24. ...

Zitat von gianas_sister
Also, was mich hier am meisten aufregt, ist nicht die Verlogenheit des großen Reitsports, sondern die Verlogenheit vieler Kommentare. Von "Die Pferde werden nicht gefragt" oder "das ist nicht artgerecht" ist alles dabei. Das sind vermutlich die Leute, die einen Vogel im Käfig halten und tagtäglich billigstes Fleisch aus Massentierhaltung verspeisen. Wenn sie ehrlich sind, dann ist es so. Das steht wirklich in keinerlei Relation. Springsport als Geschäft hin oder her.
Es kann auch Leute geben, die keinen Vogel im Käfig halten, kein Fleisch aus Massentierhaltung essen UND den Reitsport als Tierquälerei empfinden. Ehrlich, ich finde tagelange Transporte von nicht-zuchttauglichen Haflingerfohlen in Richtung Wurstfabrik genauso verwerflich wie den Turniersport - was aber nicht heißt, dass der deshalb nicht zu kritisieren wär... Man kann nicht immer alles gegenseitig aufwiegen. Hier geht's halt um die Meinung zum Pferdesportbetrieb, den eben viele als Quälerei ansehen. Punkt.

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Magnolie5 08.11.2011, 15:13
25. Reitsport

Hallo watermark71: Ich schrieb, sobald es im Reitsport um Auszeichnungen, Ehrungen geht, sind der Tierquaelerei Tuer und Tor geoeffnet und ich habe mich fuer ein Verbot des Reitsportwettkampfs, Turniere und Olympiaturniere stark gemacht.
Nix kuscheliges, sondern Realismus.
Bitte meinen ersten Beitrag nochmals lesen!

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boeseHelene 08.11.2011, 15:15
26. -----------------------------

Zitat von nick115
Ob beim Pferderennen oder Springreiten, durch Überlastung der Tiere entstehen solche "Unfälle". Warum "reißt" eine Aorta wohl ab? Eventuell Überstreckung in Kombination mit Gewerbeschwächung? Trainingsmethoden und Tuniere stehen schon lange nicht mehr im Einklang mit dem obersten Ziel: IMMER das Wohl des Tieres an höchster Stelle Im Westernreiten werden Stopps vor Betonwänden geübt und wenn das Quarterhorse eben auf Grund seines Körperbaus das nicht direkt hinbekommt, dann knallt es eben gegen die Wand. Irgendwann wird es die A-Typische Bewegung schon hinbekommen. Das gleiche gilt für die bereits genannte Rollkur oder Barrentraining beim Springpferd. Alleine die Vorstellung einem Tier die Vorderbeine aufzurauen, mit Terpentin einzureiben und dann kurz vor Übersprung den Barren hochreißen ist nicht mehr als krankhafte Tierquälerei! Es ist dann schon arg scheinheilig, wenn die Verantwortlichen immer noch an einen weißen Reitsport sprechen. Isabell Werth ist doch das beste Beispiel. Doping nachgewiesen im Dressurbereich und trotzdem bleibt Sie "die" Dressurreiterin schlechthin. Fazit: Freizeitreiten bei Offenstallhaltung in einer Herde!
Ich kenne einen Fall bei dem die Aorta gerissen ist obwohl das Pferd ein reines wenig gerittenes Freizeitpferd war das ganze passierte auf der Weide und der Stallbesitzer fand das Pferd als er die Herde Abends hereinbringen wollte tot. Sie haben recht es gibt im Reitsport einiges was im Argen liegt, aber ein Aortenriss kann auch bei einem Freizeitpferd passieren. Beim Offenstall bin ich anderer Meinung es gibt auch Pferde die sich freuen Abends und zum fressen eine Box für sich zu haben, ich handhabe es bei meinem Trakehner so er darf den kompletten Tag raus mit seiner Herde und ist nur über Nacht und zum fressen in der Box er ist ein ausgeglichenes Jungpferd. Ich habe schon Pferde gesehen die im Offenstall abgemagert sind weil sie von der Herde immer vom fressen weg gejagt wurden zu dem halten ich von den meisten Offenställen nicht viel da sie mir zu klein sind für die Pferde die da miteinander leben was dann häufig für Streit in der Herde sorgt und zweitens sind die meisten Offenställe leider eher Matschlöcher leider, aber es gibt auch immer wieder gute Konzepte nur leider sind die oft schon voll.

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boeseHelene 08.11.2011, 15:20
27. ---------------

Zitat von finnlorenz
Wenn Menschen ihren Körper für Leistungssport zugrunde richten, tun sie das in der Regel freiwillig (einige Ausnahmen gewisser Länder lasse ich gern gelten). Die Tiere werden aber grundsätzlich nicht gefragt, so dass hier von Freiwilligkeit keine Rede sein kann. Man geht einfach davon aus, dass ein Tier keinen Willen hat und dem Menschen für seine Pläne zur Verfügung zu stehen hat. Und genau das macht mich an solchen Themen so wütend.
durch die Zucht es gibt Pferde die lieben das springen :) Ein guter Züchter züchtet nur mit leistungsbereiten Elterntieren alles andere ist Vermehrung. Ich war als Kind mehrmals im Norden und da selektieren die Holsteinerzüchter schon sehr früh und man kann schon bei Jährlingen erkennen wer gerne springt oder wer eher faul ist. Die Vorfahren meines Pferdes sind alles Dressur oder Vielseitigkeitpferde und man merkt ihm obwohl er noch ein Jungpferd mit 3,5 Jahren ist durch aus an, dass er gerne arbeitet und neues lernt. Natürlich achte ich darauf, dass er nicht überanstrengt wird. Aber er hat den Leistungswillen seines Vaters geerbt und möchte gefallen.

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Demosthenes 08.11.2011, 15:22
28. ...

Zitat von nick115
Irgendwann wird es die A-Typische Bewegung schon hinbekommen.
Ja, ich weiss, dass gefenced wird. Es wird auch gerollt (auch im Westernsport). Allerdings nicht von jedem und immer. Das wird im v.a. im Breitensport nicht gern gesehen. Im Profilager ist das dann schon anders.
Nur: Ein Rollback ist alles, nur keine atypische Bewegung für das Pferd. Dafür habe ich zuviele Jungpferde (nicht im Beritt) auf der Koppel einen Rollback machen sehen (im Spiel mit anderen Pferden wohlgemerkt).

Genauso gibt es Pferde, die gern springen oder traben oder Kühe cutten. Die Frage ist immer nur, wie schnell will man das welchem Pferd bis zu welchem Grad einbläuen - zumal mit Reitergewicht auf dem Rücken. Es gilt Talent zu fördern und naturgegebene Grenzen einzuhalten.

Zitat von
Fazit: Freizeitreiten bei Offenstallhaltung in einer Herde!
Es spricht nichts dagegen, ein bisschen mehr mit dem Pferd erreichen zu wollen. Nur im Kreis reiten ist für ein Pferd auf Dauer auch nicht auslastend (ok, es käme im Gegenzug auch ganz gut ganz ohne Reiter aus). Ich will damit nur sagen, dass Ehrgeiz im Reitsport nichts falsches ist - nur muss man eben das Wohl des Tieres im Auge behalten. Und das ist längst vorbei - spätestens seitdem viel Geld im Spiel ist (Geld macht eben alles kaputt).

Leider hört man zu wenig über die guten Beispiele, die trotz herausragenden Talents ab einem gwissen Punkt den Profisport verlassen (und auf das Geld, das man damit verdienen kann verzichten), weil sie den Umgang mit dem Tier nicht mehr ertragen. Zu hören bekommt man immer nur von denen, die es falsch machen. So baut man aber keine Vorbilder auf. Wir sollten mehr über die reden, die eben nicht im Rampenlicht stehen, weil ihnen der Zirkus zu bunt geworden ist.

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ichliebeeuchdochalle 08.11.2011, 15:22
29. Reiter

Warum haut der Reiter dem am Boden liegenden Pferd mehrfach mit der Peitsche auf den Kopf? Hat der gedacht, dass das Pferd sich schlafen legen wollte?

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