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Pfiffe gegen Gündogan: Es geht nicht um Politik
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Ilkay Gündogan wird ausgepfiffen, Mesut Özil macht sich rar. Doch die Vorwürfe gegen die beiden Spieler sind scheinheilig. Der Kern des würdelosen Spektakels ist Rassismus.

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lionelhutz 09.06.2018, 14:28
1. Rassismus

Ich war gestern im Stadion. Die Pfiffe kamen nur von einem Teil der Zuschauer. Der überwiegende Teil der Fans hat Gündo?an nicht ausgepfiffen, sondern bei seiner Einwechslung applaudiert, was wegen der dämlichen Pfiffe untergegangen ist. Die, die gepfiffen haben, sind leider tatsächlich rassistisch veranlagt. Das hat der Autor sehr gut beschrieben.

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karit 09.06.2018, 14:31
2. Eine sehr zutreffende Einschätzung!

Was würde passieren, wenn beide die Konsequenzen ziehen sollten und aus der Nati austreten würden? Das kann doch keiner wirklich wollen. Also ja, die beiden haben nucht so viel nachgedacht über die Situation und mlgliche Konsequenzen. Das war sicher ein Fehler! Aber jetzt ist dann auch fertig damit ... da hat Bierhoff nicht so Unrecht!!

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hjanko 09.06.2018, 14:31
3. Volle

Zustimmung zu diesem Kommentar.
Es erschreckend wie viele diese unglückliche Situation ausnutzen ihr fremdenfeindliches Süppchen zu kochen

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immerfroh 09.06.2018, 14:38
4. Geht mit meinen Erfahrungen konform

Was der Autor da vermutet, deckt sich leider mit meinen Erfahrungen im Kollegen-, Bekannten- und Freundeskreis.
Für einige sind Landsleute mit anderer Hautfarbe, anderer Herkunft oder manchmal reicht schon ein „nichtdeutscher“ Name eben keine Deutschen .
Und das kann man jetzt mal unter dem Deckmantel der Kritik an Özil und Gündogan so richtig rauslassen. Sie wollen wieder eine „reinrassische“ deutsche Nationalelf, wo nicht jeder Dahergelaufene das Trikot tragen kann .
Ja, die Aktion der beiden war falsch, unsensibel und auch unwürdig.
Diese lynchjustizähnlichen Reaktionen darauf sind es auch .

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dukeofwellington 09.06.2018, 14:39
5. Nicht so einfach, bitte

Da liegen Sie falsch, Herr Rilke. Nicht alle, die das Verhalten von Gündogan verurteilen und ihn lieber nicht in der Nationalmannschaft sehen, sind doofe Ausländerfeinde. Wer sich mit dem Diktator vom Bosporus solidarisiert, kann Deutschland, das für Demokratie und Menschenrechte steht, nicht repräsentieren. Dass auf dem Zug dann auch Idiotien aufspringen, kann man nicht verhindern. Das gleiche Problem hätte ich auch, wenn zB Mats Hummels mit Erdogan posiert hätte.

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Doppelt Loyalität 09.06.2018, 14:39
6. Die Wahrheit

Der Bericht trifft den Kern der Sache. Ich kenne soviele deutsche bei denen der Özil und Gündogan aufgrund ihr Herkunft noch nie akzeptiert waren. Das ist jetzt ein Grund sich, begründet, auszulassen.
Die haben auch meistens rassistische Hintergründe.

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poligingee 09.06.2018, 14:40
7.

Man sollte sich bewusst sein, dass man in einer Reihe steht mit vermeintlichen rassisten? Oh man! Ich finde es nicht schlimm, Menschen auszubuhen, die sich zu solch menschenverachtenden Staatsmännern bekennen. Wer da noch mitbuhen sollte, ist doch überhaupt nicht wichtig, solange ich weiß, ich vertrete diese menschenverachtende Meinung nicht! Entscheidend ist, dass es Menschen gibt, die solche Politiker eben nicht akzeptieren & die ihren Unmut Menschen gegenüber ausdrücken möchten, denen das womöglich nicht so wichtig ist. Tut mir leid, aber der Inhalt dieses Artikels scheint mir ziemlich weit hergeholt, denn irgendwie postuliert er doch, ich dürfe Menschen für ihre Meinung nicht kritisieren, wenn sie ausländischen Hintergrund haben. Ich kritisiere Menschen aber, wenn ich denke, dass Leute, die sie unterstützen, Menschenrechte verletzen, die für meine Begriffe elementar sein sollten. Da spielt es doch überhaupt keine Rolle, ob diese deutsch, arabisch, britisch, japanisch, chilenisch oder was auch immer für nationale Hintergründe haben.

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hoffmann114 09.06.2018, 14:40
8.

Sie vergessen einen wichtigen Punkt.
Erdogan hat uns Deutsche mehrfach beleidigt und bedroht.
er hat deutsche Geiseln genommen.
Wenn Draxler einen erklärten Deutschlandhasser unterstützt hätte würde er ebenso ausgepfiffen.

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JS,Sittensen 09.06.2018, 14:41
9. Völlig anderer Meinung!

Ein Kommentar ist ein Kommentar!
ICH bin aber der Auffassung, dass die Rassismus Keule hier nichts zu suchen hat. Klar mögen einige rassistische Motivation haben, aber ich denke, den meisten geht es so wie mir:
Die beiden haben wirklich einen großen Bock geschossen. Punkt.
Die Entschuldigung kam nur halbherzig rüber.
Für mich ist das Auswahlkriterium der Spieler der Deutschen Nationalmannschaft nicht in erster Linie der Titelgewinn, sondern das es einfach gute Jungs sind, mit denen man sich identifizieren kann und die Ihr Land auch neben dem Platz gut vertreten. Dies sehe ich bei beiden, v.a. bei Gündogan zur Zeit nicht gegeben.
Dass das Verhalten Bayern Münchens, Hoesness im besonderen, der Fifa und vieler anderer im Profifußball nicht dazu angetan ist, jetzt mit Vorfreude und Spannung auf die WM und die neue Bundesliga Saison zu schauen, spielt sicherlich auch etwas mit rein, steht aber grundsätzlich auf einem anderen Blatt.
Fußball als Sport mag was schönes sein, Profifußball verliert selbstverschuldet bei mir seinen Reiz und Stellenwert.

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