Forum: Sport
Pfiffe gegen Nationalspieler Gündogan: "Wir müssen darüber nochmal reden"
Getty Images

Die Pfiffe gegen Ilkay Gündogan beim Test gegen Saudi-Arabien ärgerten die Nationalspieler. Während der DFB das Thema eine Woche vor WM-Start gerne beendet hätte, fordert Mats Hummels eine weitere Diskussion.

Seite 6 von 11
r.macho 09.06.2018, 13:33
50. Es ist alles gesagt

Es wäre gut, sich jetzt auf den Fussball zu konzetrieren. Den Özil und Gündogan anzugreifen, unterstützt Erdogan zusätzlich bei der Abschaffung der Demokratie.

Beitrag melden
trueffelschwein 09.06.2018, 13:33
51. Kein Ende in Sicht

Das „Erdogan“ Thema ist erst am Anfang. Es muss nach Leistung gehen und natürlich ist Migrationshintergrund kein Thema, wie viele Beispiele zeigen. Wer aber dann noch derart über all die Jahre derart demonstrativ das Mitsingen der Hymne verweigern wie eben Özil und Gundogan haben sich mit dieser Aktion für „die Mannschaft“ als untragbar erwiesen (zumal sie sportlich ersetzbar sind). Zudem werden sie von der gleichen Agentur vermarktet wie Jogi Löw, was diesen wiederum Autorität und Objektivität beraubt. Es ist im kommerziellen Fußball der Gegenwart nicht mehr überraschend, wenn derartige Verbjndungen Einfluss auf Nominierung, Aufstellung und Solidarität haben würden. Die Unruhe wird das ganze Team belasten und über das Turnier begleiten, insbesondere wenn man es nach DFB Manier lieber totschweigen will

Beitrag melden
arborea 09.06.2018, 13:35
52. Der Ruf des Geldes

Zitat von Realist111
Auch Herr Gündogan hat inzwischen selbst mehrfach betont, er habe NUR die deutsche Staatsbürgerschaft - also nichts mit "Doppelbürger"!
Genau so ist es. Daher irritiert die Widmung "meinem verehrten Präsidenten" ganz besonders. Die Motivationslage dafür ist vermutlich die Erwartung der Schaffung eines günstigen Klimas
zur Förderung seiner geplanten Investitionen in der Türkei durch
öffentliche Stellen - sprich Erdogans langem Arm. Das wachsweiche
Zurückrudern soll einerseits seinen Staus als Nationalspieler mit dem damit verbundenen Marktwert erhalten und andererseits eben
nicht den großen Boss der Türkei verärgern. Ein Spagat der charakterlosen Art.

Beitrag melden
SenYek 09.06.2018, 13:37
53. Gündogans Aussage auf der Pressekonferenz

Die Aktion der beiden Fußballer war ein politisches Statement, da sie politische Wirkung entfaltet hat. Wenn man mag, kann man Herrn Gündogans Ausführungen auf der Pressekonferenz glauben, dass er keine politischen *Absichten* hatte. Schwer nachzuvollziehen (was hat er sich dabei gedacht???), aber nicht auszuschließen.

Ausschließen kann man hingegen, dass sich die Hofierung eines Diktators (gleich welcher Nationalität) ohne eine deutliche Entschuldigung wieder geradeziehen lässt.

Beitrag melden
Dida 09.06.2018, 13:40
54. die Medien..

haben die Sache hochgebauscht und tun es immer noch..und noch als Erinnerung. Erdogan ist ein freigewählter Präsident. In wenigen Wochen gibt es erneut Wahlen und seine Wiederwahl ist nicht sicher. Wieso wird er dennoch aals Diktatur bezeichnet??? Merkwürdig!!!

Beitrag melden
charlybird 09.06.2018, 13:43
55. Das

Zitat von runandrock
Das Auspfeifen von Nationalspielern gab es immer schon. Effenberg zog es seinerzeit vor, ins Ausland zu wechseln statt sich dem tumbem deutschen Stadionbesucher zu ergeben. Ich frage mich: was soll das? Das sind Mitte 20Jährige, die trotz aller Medienerfahrung ihren Weg noch finden müssen. Packt euch alle mal an die eigene Nase, denkt darüber nach, was ihr so alles in dem Alter gemacht habt und trinkt weiter euer Bier vorm Fernseher!
tumbe Stadionpublikum hat also den armen geschundenen Effenberg seinerzeit vertrieben. Auch ne schöne Interpretation.
Lassen Sie mich da einfügen, es sind Dutzende ganz ohne Pfiffe gegangen, vor allem wegen der sportlichen Herausforderung auf dem Konto.
Und den beiden ''mittzwanzigen'' Millionarios, Özil allerdings schon die 30 ins Auge fassend, soll man also ihre kleine ''Dummheit'' deswegen nachsehen, weil Sie der Leserschaft hier unterstellen etwas ähnlich Dummes auch gemacht haben zu können.
Das ist, mit Verlaub, dann nur gültig für Menschen wie Sie, aber mit Sicherheit nicht für die meisten Menschen, die gepfiffen haben und auch hier anderer Meinung sind.
Erschwerend hinzu kommt, dass beide von einem Stab Medien-, Sport-, Rechts- und Stilberatern umsorgt und geführt werden - worauf der tumbe deutsche Stadionbesucher verzichten muss - die sie durchaus in die Lage versetzen konnten ''ihren Weg'' zu finden. Ich bevorzuge übrigens Rotwein vorm Fernseher.

Beitrag melden
JaWeb 09.06.2018, 13:43
56.

Die einen bringen ihre Meinung mit einem Foto zum Ausdruck, andere mit Pfiffen. Beides ist legitim. So zu tun, als sei ein Propagandafoto mit Erdogan (insbesondere zu Wahlkampfzeiten) unpolitisch, ist entweder naiv oder verlogen. Was Politiker vom Schlage Erdogans mit den Werten zu tun haben, die der DFB angeblich vertreten möchte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer für den DFB aufläuft, sollte m.E. den Eindruck vermeiden, Werte zu teilen, die mit dem Land des Grundgesetzes nicht in Übereinstimmung stehen. Bei den beiden Fußballprofis ist der Eindruck entstanden, sie teilten die sich in seiner menschenrechtsfeindlichen Politik realisierenden politischen Auffassungen von Erdogan eher als die des Grundgesetzes. Mit den Konsequenzen müssen sie genauso leben wie jeder andere Bürger, der sich öffentlich in die politische Manege begibt.

Beitrag melden
Proggy 09.06.2018, 13:44
57.

Zitat von oberallgaeuer
dass z. B. Mehut Özil nur für Deutschland spielen knn. Er wurde in Gelsenkirchen geboren und hat nur den deutschen Pass. Und ob er mehr Geld verdient, weil erfür Deutschland spielt sei einmal dahingestellt. Dieandern Länder sind auch nicht zimperlich bei der Bezahlung ihrer Nationalspieler.
Es geht bestimmt nicht um die Bezahlung in der N-Mannschaft.
Es geht um den Marktwert eines N-Spielers schlechthin.
Der ist bei einem Spieler im deutschen N-Team definitiv wesentlich höher, als bei einem Spieler im türkischen N-Team.
Dieser 'Marktwert', bringt dem Spieler die 'große' Kohle bei den Verträgen mit den Vereinen !!

Beitrag melden
Drschlaumeierxy 09.06.2018, 13:48
58. Fussball ist ...

... knallhartes business, klar. Vereine können sich auf der ganzen Welt die besten Spieler allter coleur kaufen, auch klar.
Aber eine Nationalmannschaft ist eben an eine Nationalität gebunden und da hört der Spaß auf. Eine Nationalmannschaft ist eben KEINE Weste, die man wechselt weil ein anderer mehr bezahlt oder mehr Chancen auf einen Titel gewährt (was ja troztdem schon gemacht wird).
Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten (mehr) geöffnet und die halbe Mannschaft hat offensichtliche Migrationshintergründe. Auch das ist gut und in Ordnung und auch die hinterletzten Blöd-Rechten haben sich sicherlich über den WM-Titel gefreut (im geheimen Kämmerchen natürlich).
Aber was hier geschah ist kein kleiner Ausrutscher, der mal eben von der DFB-Führung weggewischt werden kann. Die Fans nutzen das EINZIG IHNEN verbleibende Mittel um ihrem Ärger (und Wunsch nach echter Klärung) Ausprägung zu verleihen. Sie pfeiffen die Übeltäter aus. Özil und Gündogan sind natürlich freie Menschen, aber sie müssen dann damit leben, wenn sie sich so verhalten. Wie sie sich verhalten? Sie halten sich beide Türen offen und suchen in beiden Ländern die Vorteile heraus. Und das ist symptomatisch für viele Bürger in Deutschland mit Migrationshintergrund. Nicht wirklich deutsch sein wollen aber auch nicht zum (meist armen) Heimatland gehören wollen und schon gar nicht so rückständig leben müssen. Ich hätte auch gepfiffen (für Özil mehr als für Gündogan. Der hat zumindest eine Erklärung versucht.)

Beitrag melden
Affenhauptmann 09.06.2018, 13:49
59.

Zitat von oberallgaeuer
dass z. B. Mehut Özil nur für Deutschland spielen knn. Er wurde in Gelsenkirchen geboren und hat nur den deutschen Pass. Und ob er mehr Geld verdient, weil erfür Deutschland spielt sei einmal dahingestellt. Dieandern Länder sind auch nicht zimperlich bei der Bezahlung ihrer Nationalspieler.
K.P. Boateng hatte auch keinen ghanischen Pass und hat trotzdem für Ghana gespielt. Sowohl Ö als auch G hätten durchaus für die türkische Nationalmannschaft spielen können, haben das aber aus Marktwertgründen (denn Identifizierung mit Deutschland gibt es bei beiden ja offensichtlich nicht) nicht getan. In der Vergangenheit gab es auch genug Beispiele, wo der berühmte deutsche Schäferhund ausgereicht hat, um eine Staatsbürgerschaft zu erlangen. Bsp. in der dt. NM sind z.B. Sean Dundee, Paolo Rink.
Das man seine Wurzeln nicht verleugnen muss, sich aber trotzdem völlig mit Deutschland identifiziert hat z.B. ein Miroslav Klose wunderbar bewiesen.

Beitrag melden
Seite 6 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!