Forum: Sport
Phantomtor-Urteil: "DFB-Sportgericht hat wichtige Chance verpasst"
AFP

Stefan Kießlings Phantomtor zählt, das Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen wird nicht wiederholt. Das DFB-Sportgericht sah eine Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Brych - und erntet dafür Kritik vom renommierten Sportrechtler Michael Lehner .

Seite 1 von 4
_meinemeinung 28.10.2013, 14:18
1. Regeländerung erforderlich

Zitat von sysop
Stefan Kießlings Phantomtor zählt, das Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen wird nicht wiederholt. Das DFB-Sportgericht sah eine Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Brych - und erntet dafür Kritik vom renommierten Sportrechtler Michael Lehner .
Wie bereits im Handball und im Eishockey geschehen müssen im Fußball zwei Dinge geändert werden:
- Der Videobeweis muss zwingend eingeführt werden, so dass die Referees die Möglichkeit haben, sich strittige Szenen noch im Spiel anzusehen und dann zu entscheiden und
- es muss Echtzeit eingeführt werden

Die FIFA kann sich nicht ewig gegen die Modernität stemmen, das hat noch nie geklappt. Ich hoffe jedenfalls, dass diese Regeländerungen schnell kommen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gernot Brandstetter 28.10.2013, 14:19
2.

Bedauerlich, dass so viele Menschen keine Zivilcourage besitzen. Der Spieler hat nichts gesehen, der Schiedsrichter hat nixchts gesehen und das Sportgericht will nichts sehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krulle 28.10.2013, 14:34
3. optional

Zitat von
Fälle ein Richter eine Präzedenzfallentscheidung, sei das nur in rechtlichen Grauzonen möglich. Eine solche lag laut Wieschemann in Hoffenheim aber nicht vor. "Ein staatlicher Richter darf sich ja auch nicht eindeutig gegen das Recht entscheiden, nur weil es ihm nicht gefällt."
Der Scheidsrichter hat keinen Präzendenzfall entscheiden. Dazu hätte er wissen müssen, dass der Ball durch das Netz hinter die Torlinie kam.
Das Netz ist ein Hilfsmittel für Schiedsrichter um zu erkennen, ob der Ball über die hintere Auslinie oder über die Torlinie ging. Wenn der Schiedsrichter sich nicht auf das Netz verlassen kann, worauf dann?

Herr Brych hatte Recht so zu entscheiden, und während des Spiels gab es ja auch kaum Protest seitens dere Hoffenheimer Spieler oder des Hoffenheimer Trainers. Keiner von denen hat es besser gesehen.
Ende der Diskussion.
Auf geht's Hoffenhaim. Dies ist ein Ansporn. Holt Euch gegen die anderen Grossen dann halt den angeblich verlorenen Punkt zurück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syntax.error 28.10.2013, 14:37
4. Tausende zahlende Fans sind die Dummen

Fußball lebt von Fans und Sponsoren, nicht von falschen Tatsachenentscheidungen. Wieso kann man solche groben Fehler nicht mal zugeben und ein fairen Ausgang des Spiels durchsetzen? Ich hab absolutes Unverständnis für die DFB Spacken...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupomir 28.10.2013, 14:41
5. Jesuitisch katholisch

Wir leben schon in einer perversen Welt. Als "Tatsachenentscheidung" wird etwas bezeichnet, was überhaupt keine Tatsache ist, sondern durch die Entscheidung eines Richters fälschlicherweise zur "Tatsache" erklärt wird. Das ist jesuitisch katholisches Denken.
Zum Vergleich: Der Ordensgründer, der "heilige" Ignatius, lehrte: "Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert“ (zit. nach Die Exerzitien, übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 1962, Nr. 365).

Und hier wird eben von einem Schiedsrichter definiert, was "Tor" ist und was nicht. Man muss das zwar im Unterschied zu den Jesuiten nicht glauben, aber die Verantwortlichen dürfen sich dann auch nicht über zunehmende Aggressionen in Fußballstadien wundern, wenn vier Schiedsrichter nicht sehen, was wirklich passiert ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
omnifight 28.10.2013, 14:53
6. Wo würde das enden...

...wenn jedesmal, wenn ein Tor zu unrecht gegeben (oder auch zu unrecht nicht gegeben) wird, ein Wiederholungsspiel anberaumt würde? Klar, war das "Tor" von Kießling spektakulärer als die meisten anderen Fehlentscheidungen, aber de facto ist es doch auch nichts anderes, als ein zu Unrecht gegebenes Abseitstor oder ähnliches.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HäretikerX 28.10.2013, 15:00
7. Zumal es natürlich inzwischen nicht mehr um..

Zitat von lupomir
..Als "Tatsachenentscheidung" wird etwas bezeichnet, was überhaupt keine Tatsache ist, sondern durch die Entscheidung eines Richters fälschlicherweise zur "Tatsache" erklärt wird... Und hier wird eben von einem Schiedsrichter definiert, was "Tor" ist und was nicht. ....aber die Verantwortlichen dürfen sich dann auch nicht über zunehmende Aggressionen in Fußballstadien wundern, wenn vier Schiedsrichter nicht sehen, was wirklich passiert ist.
..um "Trinkgelder" geht! Der Kontext ist inzwischen ein völlig anderer..
und somit sind hier schon lange die Konsequenzen überfällig!!
Das Verstecken hinter der "Tatsachenentscheidung" ist absolut
grotesk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karsten rohde 28.10.2013, 15:02
8.

Zitat von omnifight
de facto ist es doch auch nichts anderes, als ein zu Unrecht gegebenes Abseitstor oder ähnliches.
ein zu unrecht gegebenes Abseitstor faellt aber im Spiel. Hier war das Spiel unterbrochen durch die Ueberquerung der Torauslinie durch den Ball. Es kann auch kein Schiedsrichter waehrend eines unterbrochenen Spiels ein Tor geben, welches nach der Unterbrechung und vor dem Wiederanpfiff gefallen ist, war also klar ein Regelverstoss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_Trips_ 28.10.2013, 15:03
9.

Aber wo will man die Grenzen ziehen? Erst wird wegen eines falschen Tores ein Spiel wiederholt und dann wegen falsche Abseitsentscheidungen? Eine Wiederholung des Spiels wäre nicht richtig gewesen, aber es muß zwingend die Torlinientechnik eingeführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4