Forum: Sport
Phantomtor-Urteil: "DFB-Sportgericht hat wichtige Chance verpasst"
AFP

Stefan Kießlings Phantomtor zählt, das Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen wird nicht wiederholt. Das DFB-Sportgericht sah eine Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Brych - und erntet dafür Kritik vom renommierten Sportrechtler Michael Lehner .

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quark@mailinator.com 28.10.2013, 16:03
20. Offensichtliches Unrecht

Sie ist eine Plage, diese sog. "Tatsachenentscheidung", denn ganz offensichtlich belohnt sie regelmäßig unlauteres, unsportliches Verhalten. Statt nach jedem Spiel im Video nach offensichtlichen Schwaben zu suchen und den Delinquenten noch im Nachhinein gelbe und gelb-rote Karten zu geben, motiviert man Spieler und Mannschaften dazu, Fouls besonders dramatisch darzustellen, sogar fälschlich Fouls zu suggerieren, nun sogar offensichtlich falsche Tore zu bejubeln, ggf. sogar Löcher in Tornetze zu schneiden. Was soll das ? Wer faked, gehört bestraft, technisch falsche Tore gehören nicht gegeben, etc. Ich bin gegen eine Neuauflage des Spiels, sondern dafür, daß falsche Tor abzuerkennen und gut ist. Denn es ist ja kein Tor gefallen. Und wenn Bayer ein weiteres Tor hätte schießen können, hätten sie's ja wohl gemacht. Wer bei einem 2:1 auf Verteidigung des Ergebnisse umschaltet riskiert halt ein Unentschieden ... Aber Fußball ist nicht fair. Ich mag das Spiel immer weniger.

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rabenkrähe 28.10.2013, 16:10
21. nene

Zitat von sysop
Stefan Kießlings Phantomtor zählt, das Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen wird nicht wiederholt. Das DFB-Sportgericht sah eine Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Brych - und erntet dafür Kritik vom renommierten Sportrechtler Michael Lehner .
....

Na super: Mal angenommen, Hoffenheim stiege wegen einem Punkt Differenz ab und jeder wüßte, dahinter steht ein irreguläres Tor?!
Dann könnten die Ergebnisse ja gleich ausgelost werden!
rabenkrähe

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krulle 28.10.2013, 16:25
22. @moritzleitner

Und was machen Sie mit Sportwetten?
Eventuell schon ausgezahlte Gewinne zurückfordern, da das Spiel ja anders gewertet wird?
Das eröffnet der Sportwettenmafia ja ganz neue Wege: über die "Sportgerichtsbarkeit" noch mehr Einfluss zu nehmen.

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myonium 28.10.2013, 16:36
23.

Zitat von citi2010
Warum soll ein fälschlicherweise gegebenes Tor anders zu bewerten sein als ein fälschlicherweise nicht gegebenes Tor (WM 2010 - nicht gegebener Treffer England gegen Deutschland)?
Das ist was ganz anderes - da ging's ja gegen England ;-)

Problematisch finde ich an der Entscheidung, dass es die Macht des Schiri zementiert. Es wird damit noch einfacher, Spiele zu manipulieren - ich muss nur den Schiri schmieren, sodass er notfalls gleich beim Anstoß des Spiels noch im Anstoßkreis Tor pfeift. Das ist dann ja auch eine Tatsachenentscheidung ...

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Marinus_Ladegast 28.10.2013, 16:49
24.

Zitat von syntax.error
Fußball lebt von Fans und Sponsoren, nicht von falschen Tatsachenentscheidungen. Wieso kann man solche groben Fehler nicht mal zugeben und ein fairen Ausgang des Spiels durchsetzen? Ich hab absolutes Unverständnis für die DFB Spacken...
Diese DFB-Spacken, wie Sie sie nennen, haben schon vor einigen Jahren einmal probiert, in einem solchen Fall ein Wiederholungsspiel anzusetzen. Die FIFA hat daraufhin gedroht, den DFB von der Fußball-WM auszuschließen, und deswegen hat man es dann gelassen.

Es ist immer sehr einfach, irgendwelche radikalen, mutigen Maßnahmen zu fordern - wenn man selbst nicht der ist, der dafür die Verantwortung trägt. Ich hätte mal den Aufschrei im Land hören wollen, wenn die Nationalelf wegen dieser Sache von der WM in Brasilien ausgeschlossen worden wäre (und dass die FIFA so etwas macht, hat sie schon mehrfach gezeigt). Mir ist es lieber, ein paar Tausend Hoffenheimer Fans sind mal ein paar Tage lang sauer, als wenn nachher einige Millionen Fußballfans im ganzen Land bei der WM in die Röhre gucken.

Das "Phantom-Tor" ist eine absolute Kuriosität, die sich in dieser Form einmal alle zwanzig Jahre ereignet. Natürlich ist es ärgerlich, auf diese Art zu verlieren, aber auch die Hoffenheimer haben schon von falschen Entscheidungen profitiert. Wenn wir uns lieber um die irregulären Tore kümmern, die wegen Schwalben, Händen Gottes oder nicht gepfiffenem Abseits entstehen, tun wir dem Fußball einen größeren Gefallen. Und die Hoffenheimer hätten ja vielleicht auch mal selbst darauf achten können, dass ihre Tornetze in fehlerfreiem Zustand sind. Ist ja schließlich ihr Stadion.

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jever09 28.10.2013, 16:51
25. Unabhängigkeit

hin oder her.
Das war doch die einzige richtige Entscheidung des Gerichts.
Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht.
Prallt ein Ball von der Latte vor die Torlinie und der Schiri entscheidet auf Tor, wird es auch kein Wiederholungsspiel geben und das ist auch gut so.
Tatsachenentscheidungen ist genau das, was diesen Sport so interessant und diskussionswürdig macht. Das ist das Leben.

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david1709 28.10.2013, 17:01
26.

Es ist ein schlechter Scherz, wie dieses Urteil kritisiert wird!!! Es war die einzig richtige Entscheidung. Mit welchem Recht hätte dieses Spiel wiederholt werden dürfen, wenn Spiele in denrn klare Tore nicht gegeben werden eben nicht wiederholt werden??

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Marinus_Ladegast 28.10.2013, 17:08
27.

Zitat von karsten rohde
ein zu unrecht gegebenes Abseitstor faellt aber im Spiel. Hier war das Spiel unterbrochen durch die Ueberquerung der Torauslinie durch den Ball. Es kann auch kein Schiedsrichter waehrend eines unterbrochenen Spiels ein Tor geben, welches nach der Unterbrechung und vor dem Wiederanpfiff gefallen ist, war also klar ein Regelverstoss.
Entweder man versucht streng nach den Regeln zu argumentieren oder nach dem Gerechtigkeitsempfinden des gesunden Menschenverstandes. In beiden Fällen ist eine Spielwiederholung unmöglich.

Wenn man streng nach den Regeln argumentieren will, ist die Sache ziemlich klar. Denn es gibt bekanntlich ganz eindeutig definierte Fälle, wann ein Spiel wiederholt werden muss. Und davon ist hier keiner gegeben. Den "klaren" Regelverstoß, den Sie hier sehen, halte ich ehrlich gesagt für ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Wie andere völlig richtig erwidert haben, müsste dann jedesmal ein Spiel komplett wiederholt werden, wenn ein Ball schon im Aus war, ohne das der Schiedsrichter dies gesehen hat. Übrigens auch im Seitenaus irgendwo auf Höhe der Mittellinie - denn wer sagt denn, dass aus dem nicht gegebenen Einwurf nicht ein Spiel entscheidender Konter entstanden wäre?

Und wenn man nach dem gesunden Menschenverstand urteilt ohne sich in juristischen Haarspalterein zu ergehen, dann wäre eine Wiederholung des Spiels Hoffenheim-Leverkusen zwar zu verstehen. Aber dann müsste man nicht nur jedes Spiel wiederholen, in dem ein Tor aus Abseitsposition fiel oder ein entscheidender Elfmeter durch eine Schwalbe verursacht wurde. Es müsste dann auch wiederholt werden, wenn berechtigte Elfmeter nicht gegeben wurden oder wenn ein Stürmer, der allein auf das Tor zuläuft, fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen worden ist. Ganz zu schweigen von gelben und roten Karten. Und wer würde dann eigentlich England verwehren können, wegen des nicht gegebenen Tores gegen Deutschland 2010 vors Sportgericht zu gehen und Schadenersatz einzuklagen?

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fingerindiewunde 28.10.2013, 17:23
28.

Zitat von krulle
Und was machen Sie mit Sportwetten? Eventuell schon ausgezahlte Gewinne zurückfordern, da das Spiel ja anders gewertet wird? Das eröffnet der Sportwettenmafia ja ganz neue Wege: über die "Sportgerichtsbarkeit" noch mehr Einfluss zu nehmen.
Ich habe immer gedacht, der Sport steht im Vordergrund!? Und dass die "Sport"gerichtsbarkeit in Deutschland bestechlich ist, ist doch nichts Neues

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ddg28 28.10.2013, 18:08
29. was wäre gewesen...

wenn der Ball zwar ins Tor aber durch das kaputte Netz wieder nach außen gelangt wäre? Hätte der Schiri das Tor im Umkehrschluss dann nicht gegeben?

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