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Polizeieinsätze beim Fußball: "Sollen wir uns Wasserwerfer kaufen?"
DPA

Spiele ohne Polizisten, Kostenübernahme durch Vereine: Politiker und Fußballfunktionäre haben kein Verständnis für die Pläne Bremens und Nordrhein-Westfalens. Bayern kündigt eine andere Gangart an.

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phaenologos 05.08.2014, 12:20
20. Kein echtes Problem

Die Frage der Finanzierung solcher Event mag nicht einfach zu diskutieren sein, schließlich hat der Bürger durchaus das Recht, sich kostenfrei schützen zu lassen, andererseits bedeutet dieser Schutz auch immer, dass Gebühren, und seien diese auch nur Strafzettel, erhoben werden.
Vielleicht wäre es eine Lösung, wenn alle Fußballvereine und deren Funktionäre ihre Einkommen wirklich ehrlich versteuerten. Dann wäre wohl durchaus angemessen Geld vorhanden, um auch klammen Bundesländern den Schutz der Fußballspiele zu ermöglichen.
Ansonsten sei nochmals der Vorschlag eingebracht, solche Vorführungen auf den Bildschirm zu verlegen und kein Publikum mehr zu den Spielen selbst zuzulassen.

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donadoni 05.08.2014, 12:21
21. Andersrum wird ein Schuh draus

Wenn man sieht, wie (überwiegend nicht gewaltbereite) Fußballfans an Bahnhöfen von martialisch uniformierten Polizisten empfangen werden, hat den Eindruck, man behandelt sie wie Kleinkinder, die man nicht alleine laufen lassen kann.

Spätestens jetzt wäre ich kein Stadionbesucher mehr. Ich sehe diese Bilder zufällig als Nutzer der S-Bahn.

Wenn sich die Polizei zurück zieht, gut so.

Möglicherweise sind einige Fans nur deshalb gewaltbereit, wiel sie sich durch den Polizeiaufmarsch provoziert fühlen.

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flaffi 05.08.2014, 12:22
22. Peanuts

Also ein Beitrag in Höhe von 50 Mios
können sich die Vereine anteilmässig locker leisten und das wäre auch gerecht.

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tomxxx 05.08.2014, 12:22
23. Ach ja?

Meine liebe Polizeigewerkschaft! Vielleicht sollte man die Schirmmütze mal abnehmen und sich am Kopf kratzen, vielleicht hilft das. Hier jetzt einmal kurz Nachhilfe:

Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat! Auch für eine demokratisch gewählte Regierung gilt die Gewaltenteilung! Als Vertreter der Executive sollte man das verstehen!

Die gewählten Parlamente sind die Legislative, sie legen die Spielregeln fest, die für alle gleich gelten.

Was die Polizeigewerkschaft hier offensichtlich fordert, ist ein Obrigkeitsstaat, in dem die Untertanen der Politik einfach zu folgen haben. Aber genau wie der DFB frei eintscheiden kann, wo er Spiele abhält, kann sich ein Unternehmer seinen Standort aussuchen. Und wenn dabei ein gewähltes Landesparlament auf der Strecke bleibt, dann darf es halt keinen Unsinn produzieren.

Wenn die Landesregierung in Bremen dieses Prinzip verstanden hätte, dann wäre das Land nicht so pleite. Die DFL/Werder/Zuschauer nutzen die Bremer Infrastruktur und zahlen dafür Steuern. Unterm Strich macht Bremen damit einen Riesenreibach und schwarze Zahlen!
Zum Bild des Obrikeitsstaates gehört die Idee, dass der Obrikeitsstaat das Geld der Bürger einfach nach Gutdünken verwenden kann. Also Gelder des Bundes zur Entschuldung von Bremen, werden dann "investiert", also real veruntreut! Ansonsten gibt man das Geld der Steuerzahler seinen Partikularinteressen entsprechend aus (also auch Veruntreuung). Als Ergebnis hat man dann einen Haufen schlecht ausgebildeter und schecht erzogener Hooligans und einen Haufen teure Sozialpädagogen mit Beamtenstatus auf Lebenszeit. Vielleicht fällt der GdP jetzt noch ein, dass man ein demokratisch gewähltes Parlament, ja nicht mit Öffentlichkeit konfrontieren darf und sie damit unter Druck setzt. Also am Besten auch keine Meinungsfreiheit, das macht es den demokratisch gewählten Regierungen sehr viel leichter (z.B. sieht man das in Russland).

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Hilfskraft 05.08.2014, 12:24
24. Panik auf der Titanik

Zitat:"Frage: Wer soll gegen Randalierer und gewaltbereite Anhängern vorgehen, wenn keine Polizei vor Ort ist? "ENDE
Hmmmm ...
Zum einen geht es ja erstmal nur um einen Probelauf.
Mal gucken, was passiert.
Zum anderen frage ich mich bei der Frage nach der Polizei, ob Polizisten bei diesen Zuständen überhaupt die richtigen sind.
Für mich sehen diese Excesse nach Landesfriedensbruch aus und somit sollten sich vielleicht damit Soldaten beschäften ... ?
Ich möchte jedenfalls nicht, dass unsere Beamten in Gefahr gebracht und gleichzeitig der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
Und noch ein Aspekt:
Es sieht für mich so aus, als würde gerade die Anwesenheit von Polizei diesen Kriminellen so richtig Lust auf Randale, auf Polizistenklatschen machen ...
Ohne armeestarke Präsenz von Polizei vergeht denen vermutlich ohnehin der Spaß am Landesfriedensbruch ...
Mal gucken, was passiert!
So kann es jedenfalls nicht weiter gehen!

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jau! 05.08.2014, 12:25
25.

Jeder, der seine Party auf Facebook öffentlich macht und daraufhin 300-400 "Gäste" bekommt muss den dadurch entstehenden Polizeieinsatz aus eigener Tasche finanzieren, sobald sich aber jedes Wochenende Hooligans in Stellung begeben muss der Steuerzahler herhalten. Wo bleibt da die gleiche Behandlung?

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Hilfskraft 05.08.2014, 12:26
26. auf was für Konzerte gehen Sie ?

Zitat von peter_30201
"Wer soll gegen Randalierer und gewaltbereite Anhängern vorgehen, wenn keine Polizei vor Ort ist?" "Wo will man da zukünftig eine Grenze ziehen, was ist mit Konzerten?" Danke Herr Heidel, das Problem der randalierenden Konzertbesuch wird völlig unterschätzt!
... nicht mal Wacken (harte Musik-harte Typen) ist für Randale bekannt ...
Mir sind überhaupt keine Meldungen über Konzert-Randale während, nach, in und drum herum bekannt.

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bienchen-maja 05.08.2014, 12:27
27. Vergessen

Zitat von frankasten
Wo ist ein Fußballstadion "Öffentlicher Raum"? Nicht mal aufm Klo, vermute ich, nicht aufm Parkplatz und schon gar nicht aufm Platz oder Tribüne.
Sie vergessen da den Weg vom und zum Stadion. Das geht ja teils schon in den Zügen der DB los.... .

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Strg+C 05.08.2014, 12:28
28. Der Staat...

vergibt so manches Geld an ach so tolle Unternehmen und keiner regt sich darüber auf. Subventionen für Unternehmen, damit sie sich in strukturschwachen Regionen niederlassen, aber selbige Unternehmen in Deutschland nicht mal Steuern zahlen? Egal.

Banken werden gerettet und Vertrauen in die Märkte wieder aufgebaut. Anschließend gibt's erstmal fette Boni für die Typen, die die Misere verantwortet haben. Aber egal.

Ich gehe zu einem Fußballspiel, aber die Polizei ist nicht der Meinung, mich als friedlichen Fußballfan vor einer Minderheit, aber eine gewaltbereite, zu schützen. Aber egal, Geld gespart und ich liege im schlimmsten Fall im Krankenhaus und zahle alles selbst.

Es ist die Aufgabe des Staates, seine Bürger zu schützen. Im Gegensatz zu den obigen Unternehmen zahlt ausnahmslos jeder Verein in Liga 1 bis 3 - sofern er Gewinne macht - seine Steuern in Deutschland. Ich finde schon toll wie so einige Politiker und Polizeioberhäuptlinge sich da Welt schön reden.

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ExigeCup260 05.08.2014, 12:31
29. Optionen gibt es

Ist doch ganz einfach:

1. Im Stadion hat der Veranstalter auf seinem Privatgelände für die Sicherheit Sorge zu tragen (wie bei einer normalen Hausparty). Kommt es zu Zwischenfällen, die nur noch mit Einsatz von Gewalt entschärft werden können, müssen sie dafür eine legitimierte Ordnungsmacht hinzuziehen, in Deutschland die Polizei. Also könnte die Polizei selbstverständlich außerhalb des Satdionbereichs bleiben und für jeden Konflikt angerufen werden. Ist nur realistischerweise unpraktikabel.
2. Wenn die Sicherheit und Ordnung mit verhältnismäßigen Mitteln nicht mehr gewährleistet werden kann, kann so eine Veranstaltung (die Ursache für eine etwaige Menschenansammlung etc.) untersagt werden.
Das wird nur nicht so praktiziert. Warum eigentlich nicht?

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