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Positive A-Probe in Sotschi: Deutscher Dopingsünder soll Biathlet oder Langläufer sei
DPA

Es ist der erste Dopingfall von Sotschi - und es trifft das deutsche Team: Laut Medienberichten ist ein Sportler aus dem Biathlon- und Langlaufbereich positiv getestet worden. Die B-Probe soll noch am Freitag geöffnet werden.

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Bedächtig 21.02.2014, 12:36
20. Evi Sachenbacher-Stehle

Lustig in Österreich kennt man den Namen bereits.
http://derstandard.at/1392685846153/...schem-Athleten
Der Standard ist nun wirklich kein Revolverblatt.

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Kusnezow 21.02.2014, 12:39
21. Es ist kein Problem der Nationen sondern ein Problem des Berufs.

Zitat von spon-facebook-589838095
Es gibt schon einige Fragzeichen: 1. Die deutschen Sportler werden so oft getestet wie sonst kaum jemand. 2. Bei Olympia zu dopen bringt gar nichts 3. Da laufen andere noch deutlich schneller als sie, die als ehemalige Langläuferin ohnehin zu den Schnellsten zählt und die sollen dann sauber sein? Nicht, dass ich ausschließe, dass Deutsche gedopt sein können. Nur kann man dann davon ausgehen, dass wirklich keine zehn Prozent der Sportler dort sauber sind.
Wenn bei einer anonymen Befragung in Deutschland über die Hälfte der beteiligten Sportler sich dazu bekennen gedopt zu haben, ist es müßig darüber zu spekulieren wer gedopt hat und wer nicht.
Es ist wohl wie bei der Tour de France, ohne Doping kein Spitzenplatz.
Das gilt wahrscheinlich weltweit für alle Profisportarten bei denen Doping Sinn macht.
Wenn ich dopingfreien Profisport sehen will beschränkt sich das wahrscheinlich auf Sportarten wie Curling, Darts, Bowles, vielleicht auch auf Skisprung und einige andere Sportarten.

Dopingfreier Spitzensport wird wahrscheinlich eine Illusion bleiben, zumal es Doping gibt seit dem es Sportwettkämpfe gibt.

Möglicherweise ist es einfach so, dass der Abbau von "trainingsunterstützenden Mitteln" bei den Sportlern unterschiedlich verläuft.

Vielleicht ist es bei einzelnen Sportlern so schwer kalkulierbar, das es bei den Kontrollen rund um die Wettkämpfe immer wieder dieselben erwischt.

Es wäre interessant wenn sich ein Sportmediziner dazu mal äußern würde.

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mrkanister 21.02.2014, 12:45
22. Schade

An einem Technologiestandort wie Deutschland mit sehr guten Pharmakonzernen sollte es doch wohl möglich sein Dopingmittel zu entwickeln die erst in 5-10 Jahren nachweisbar sind. /Ironie Ende

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suaheli4711 21.02.2014, 12:50
23. Zitronen...

Wer glaubt das der Spitzensport ohne Doping auskommt glaubt auch das Zitronenfalter meinen Tiltel falten....

Klar wollen das alle nicht wahr haben, es wäre ja auch schön wenn es nicht so wäre - Weltfrieden wünschen wir uns ja auch alle.
Im Übrigen ist es längst überfällig dass Deutsche Athleten da mal aufs Tapet kommen.
Es mag zwar sein, dass vor Olypia alle nochmal getestet wurden (um sicherzugehen dass alles was man so getrieben hat nicht zu finden ist???)
Im spitzensport geschieht das eben auf einer anderen ebene.
Ich muss"nur" immer die Substanzen verwenden, die noch nicht auf der Liste stehen und schon bin ich sauber. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten
Und was die zuvor genannten Sportarten Dart, curling, oder Skispringen betrifft.
Auch eine ruhige Hand kann man "fördern" und auch das Körpergewicht entsprechend "fördern" usw.
Für alles gibt es Hilfsmittel.

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der_udo64 21.02.2014, 12:54
24. in dubio pro reo

mit dem finger zu deuten, obwohl nichts bewiesen ist, das können wir nur all zu gut.
zeitgleich könnte man auch die leistung von z. b. tora "pacman" berger in der letzten saison in frage stellen. ich glaub das also erst, wenn es zweifelsfrei bewiesen ist

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dotter101 21.02.2014, 13:04
25. Das ist NICHT die erste positive A probe

Schon am Anfang der Spiele vor dem ersten Biathlon Wettbewerb wurde mitgeteilt das eine Russische?!? läuferin eine positive A probe hatte aber das die B probe nicht bis kurz vor ende der Spiele geöffnet wird....

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zaunreiter35 21.02.2014, 13:10
26. Die ZEIT und Der Standard

gehen von Evi Sachenbacher-Stehle aus.

Hmm...sie ist ja auch eine der besten Deutschen gewesen. Warten wir einfach mal die Öffnung der B-Probe ab.
Ich möchte auch nicht in den Chor derer einstimmen, die es "ja schon immer gewusst haben, dass auch Deutsche dopen", aber dann ausgerechnet "Ihre" Magdalena Neuner oder "Ihre" Maria Höfl-Riesch in Schutz nehmen. So zahme Lämmer sind selbst diese beiden bayerischen Muster-Vorzeigefrauen nicht. Schon oft genug erschien "Gold-Lena" verpickelt zum Interview nach einem Wettbewerb.

Wenn ein Sportwissenschaftler vor den Spielen davon ausgeht, dass mindestens 60 Prozent gedopt sind, muss ich davon ausgehen, dass zumindest alle Medaillengewinner in den Schnelligkeits- und Ausdauerwettbewerben (Langlauf, Biathlon, Eisschnelllauf und Short-Track) gedopt sind. Für mich würde das heissen, die halbe Niederlande und halb Skandinavien ist gedopt, und ein/e deutsche/r Langläufer/in / Biathlet/in soll so dumm gewesen sein, sich in Sotschi erwischen zu lassen? Ich finde das komisch.

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Christian Weiss 21.02.2014, 16:50
27. Dopingformel?

Zitat von Kusnezow
Es ist wohl wie bei der Tour de France, ohne Doping kein Spitzenplatz. Das gilt wahrscheinlich weltweit für alle Profisportarten bei denen Doping Sinn macht. Wenn ich dopingfreien Profisport sehen will beschränkt sich das wahrscheinlich auf Sportarten wie Curling, Darts, Bowles, vielleicht auch auf Skisprung und einige andere Sportarten. Dopingfreier Spitzensport wird wahrscheinlich eine Illusion bleiben, zumal es Doping gibt seit dem es Sportwettkämpfe gibt.
Meine zugegebenermassen auf Laienwissen beruhende Vermutung läuft auf eine einfache Formel hinaus, wie häufig und intensiv Doping angewendet wird: Wirksamkeit x geringe körperliche Schädigung x geringe Nachweisbarkeit x Verfügbarkeit (finanziell, aber auch gesetzliche Beschaffungshürden) x Häufigkeit der Kontrollen x eingeschränktes Unrechtsbewusstsein durch Dopingkultur.
Letzteres hat meiner Meinung nach zum flächendeckenden Doping im Radsport beigetragen. Nach und nach fand man es normal, "etwas zu nehmen", weil man allen anderen unterstellte, dass sie auch zu Hilfsmittel griffen. Letztlich ist es aber genau so gut möglich, dass jemand als Dartspieler was reinpfeift. Ich denke nicht, dass die dort eine Anti-Doping-Struktur haben, welche die Athleten systematisch kontrolliert.

Doping wird man nie völlig wegbringen, aber relevant einschränken kann man es vielleicht dadurch, dass man Spitzensportler, die erwischt wurden, bis zu einem gewissen Grad ächtet, sich also stärker ein Unrechtsbewusstsein entwickelt. Und dass man dafür sorgt, dass insbesondere hochwirksame Mittel, die zudem wenig Nebenwirkungen haben und darum dem Sportler den Missbrauch attraktiv erscheinen lassen, nachweisbar werden. Mit dem EPO-Nachweis hat man sicher die Situation ein gutes Stück verbessert.

Und Skispringen halte ich für einen hoch Doping gefährdeten Sport. Der Absprung und die Flughaltung stellen hohe athletische Anforderungen. Gleichzeitig sollen die Sportler möglichst leicht sein. Diese Mischung aus Muskelkraft bei gleichzeitig wenig Muskelmasse erfordert genetisch sehr speziell konditionierte Sportler. Und wer diese Gene nicht mitbringt, der hat schon einen Anreiz per Medizin nachzuhelfen.

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