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Premier League: Das Problem mit dem Pep-fektionismus
Mike Hewitt / Getty Images

Am Ende eines epischen Titelkampfs hat sich Manchester City gegen Liverpool durchgesetzt. Der Rausch der beiden Teams dürfte anhalten, Gefahr droht Pep Guardiola durch den eigenen Anspruch.

dragondeal 13.05.2019, 20:42
1. Das Unglaubliche

Ist wohl am ehesten, dass man mit nur einer Saisonniederlage doch nur zweiter wird, trotz 3-Punkte-Regel.

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bcpt8 13.05.2019, 21:03
2.

Zitat von SPON
[...] Ob Tottenham Hotspurs Mauricio Pochettino als dritter [...] Arsenal (Platz fünf) und Chelsea (vier) [...]
Tottenham belegt Platz vier, Chelsea Platz drei.

Sieht inzwischen eher nach einer Zweiklassengesellschaft statt der nachgesagten Ausgeglichenheit unter den PL-Topklubs aus: ManCity lag 2017/8 schon 19 P unkte vor dem Tabellenzweiten, nun ist der Abstand im Duett mit Liverpool auf 26 bzw. 25 Punkte zum Tabellendritten angewachsen. Und es deutet wenig bis nichts darauf hin, dass die Verfolger Chelsea, Tottenham, Arsenal und ManUtd in der kommenden Saison signifikant zum Spitzenduo aufschließen können.

Wenngleich die Tabellenzahlen im Ligawettbewerb dies nicht unmittelbar abbilden (gemeinsam mit Liverpool die mit Abstand wenigsten Gegentore): Guardiolas Achillesferse bleibt meinem Eindruck nach die vor allem im int. Wettbewerb anfällige Defensive gegen Klubschwergewichte, trotz kostspieliger Transfers. Kompany war in seinen besten Jahren als stellungsspielsicherer Abwehrorganisator und physisch wuchtiger Wellenbrecher sicherlich mind. auf Augenhöhe mit dem aktuellen van Dijk, verzeichnet verletzungsbedingt inzwischen aber viele Ausfallzeiten und befindet sich im ausklingenden Karriereherbst bei auslaufendem Vertrag. Ein gleichwertiger Nachfolger hat sich noch nicht empfohlen im Team.

Guardiola wird weiterhin an der Minimierung von teils haarsträubenden Kontrollverlusten seiner Hintermannschaft (inkl. Keeper) zu arbeiten haben, um in der CL auch ohne "Losglück" mal wieder das Halbfinale und mehr erreichen zu können. Jedenfalls, solange gilt: Defense wins championship.

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payblack 14.05.2019, 08:21
3. Liverpool ist zweiter WEIL es die Drei-Punkte-Regel gibt.

Zitat von dragondeal
Ist wohl am ehesten, dass man mit nur einer Saisonniederlage doch nur zweiter wird, trotz 3-Punkte-Regel.
Unentschieden lohnen sich nicht und davon hat LFC zu viele - und weil City viel mehr Siege hatte konnten sie sich vier Niederlagen leisten. Mit der Zwei-Punkte-Rgelung wäre Liverpool Meister mit 67 Punkten vor City mit 66 Punkten. Auch das widerlegt vielleicht mal wieder eine Mär, das Klopps Team immer Volgas und "alles oder nichts" spielt - es sind eher die Unentschieden, die den Unterschied gemacht haben. Dennoch muss man sagen, das es eine tolle -vielleicht sogar grandiose Saison- von Liverpool ist. Nur in der Liga war ein anderes Team besser.

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omop 14.05.2019, 08:57
4. Geht es auch realistischer?

Immer diese Übertreibungen..was an dieser Saison monumental sein soll, weiss wohl nur der Autor. Es war eine spannende, qualitativ gute Saison..ManCity ist zwar Meister geworden, aber mal wieder relativ "früh" in der CL gescheitert (unter Pep wird das m.E. nix mehr)

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shaboo 14.05.2019, 10:05
5. Natürlich ist der Meistertitel ...

... in einer der stärksten Ligen der Welt schön für Guardiola, aber abseits dieses "Pflichtprogramms" gibt's eben auch noch die Kür Champions League und da ist sein Abschneiden - gemessen an seinen eigenen Maßstäben - schon sehr dürftig. Mit Barcelona hat er 2011 das letzte Mal ein Team zum Sieg in diesem Wettbewerb geführt. In den drei Jahren bei Bayern erreichte er immerhin noch drei Mal das Halbfinale, während ihm in den letzten drei Jahren mit Manchester - trotz eines Kaders, der sicher nicht weniger konkurrenzfähig ist als das damalige Bayern-Team - selbst das nicht ein einziges Mal gelang. Da mussten bisher immer spätestens im Viertelfinale die Koffer gepackt werden. Keine gute Tendenz ...

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bcpt8 14.05.2019, 12:51
6.

Zitat von shaboo
[...] schön für Guardiola, aber abseits dieses "Pflichtprogramms" [...] mussten bisher immer spätestens im Viertelfinale die Koffer gepackt werden. Keine gute Tendenz ...
Womöglich brauchen er und seine Kicker die Koffer für die kommende oder übernächste CL-Saison gar nicht erst reisefertig zu machen: Medienberichten zufolge will die als unabhängig deklarierte UEFA-Finanzkontrollkammer wegen finanz. Ungereimtheiten zwischen Klubeigentümer und Sponsoren (s. Football Leaks) in Kürze eine Empfehlung für einen CL-Ausschluss aussprechen.

Der Kontrollfunktion stehen freilich die Geschäftsinteressen der UEFA entgegen, wie der letzte Absatz im Link am Beispiel Paris St. Germain, dessen Klubeigentümer als UEFA-Funktionär sowie des größten TV-Rechtekäufers verdeutlicht:
https://www.nytimes.com/2019/05/13/sports/manchester-city-champions-league-uefa.html

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