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Pressestimmen zu Rosbergs Titel: "Triumph des Retrievers über den Windhund"
AFP

"Nico ist der König". Die internationale Presse feiert den neuen Formel-1-Weltmeister Rosberg. Rivale Lewis Hamilton bekommt dagegen nicht nur lobende Worte.

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joes.world 28.11.2016, 11:37
1. Gratulation Nico.

Ein sehr guter Fahrer war er ja schon seit Jahren. Nur wenn es Spitz auf Knopf stand und wirklich um viel ging, konnte Nico nicht so pushen wie ein Hamilton und Nico scheiterte dann an den Nerven. Die ihn in unnötige Fehler zwangen. Und auch vor dem letzten Rennen, spielte Hamilton die Psycho-Karte und Rosberg wirkt neben Hamilton am Freitag und Samstag ein wenig wie eingeschüchtert. Der extrovertierten Hamilton spielte die Psycho-Karte wirklich gut.

Um so bewundernswerter, wie Nico seine Nerven am Sonntag im Griff hatte. Keine Fehler, immer ruhig abwägend wann Risiko zu nehmen ist und wann nicht. Eine Meisterleistung im Kopf von Nico. Er hat es verdient.

Dass Hamilton langsamer fuhr, um so Nico noch in Bedrängnis zu bringen, ist regelkonform. Warum also, soll er die Regeln nicht so auslegen, dass sie im nützen? Das fand ich von Hamilton absolut in Ordnung. Auch hier musste Rosberg eben beweisen, dass er ein würdiger Weltmeister ist und auch damit klar kommt. Und er schaffte das. Es war also ein sehr verdienter Sieg von Nico. Weil er alle Versuche auf allen Ebenen von Hamilton abzuwehren verstand. Ein würdiger Weltmeister. Toll, Nico.

Allerdings bleibt das prinzipielle Dilemma mit der Formel 1. Zu Zeiten Niki Laudas konnte noch der beste Fahrer Weltmeister werden. Auch wenn er nicht im allerbesten Auto saß. Heutzutage sind die Autos die wahren Weltmeister. Und eigentlich kann man nur mehr die Fahrer des selben Teams miteinander vergleichen. Denn auch der allerbeste Fahrer der Welt hätte diese Saison in einem Ferrari oder red Bull keine Chance gehabt Weltmeister zu werden.

Und dann machten die Verantwortlichen das fade Herumgefahre noch uninteressanter, in dem sie in Japan nur hinter dem Safety Car starten ließen. Also den einzigen Spannungsmoment im Rennen, bei dem man als Fahrer auch mit untelegenem Auto etwas ausrichten konnte, auch noch den Zusehern wegnahmen.

Wenn die Formel 1 nicht diese Defizite ändert, wird sie immer weniger Zuseher bekommen.

Das aber ändert nichts an Rosbergs Triumph. Gestern sahen wir einen neuen Rosberg: nervenstark und unerschütterlich. Respekt Nico. Und der Formel 1 tut es auch gut, dass nicht wieder Hamilton Weltmeister wurde. Diese Saison war alles anders. Ein mental bärenstarkes Rennen. Ein neuer Rosberg. Ein würdiger Weltmeister.

Gratulation, Super Nico!

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christianu 28.11.2016, 11:40
2. Lewis Hamilton hat alles versucht,

um Weltmeister zu bleiben. Das muss man ihm auch zugestehen. Nico Rosberg hat alles getan, um eine Kollision zu vermeiden. Am Ende hat die Intelligenz über den Kampfgeist gesiegt. Wirklich enttäuschend ist allerdings der Umstand, dass allein die Mercedes-Rennwagen Siegpotential haben.

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fudd 28.11.2016, 12:32
3. by the way...

zur Bildunterschrift: Vivian Sibold und N. Rosberg sind seit 2014 verheiratet.

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geradsteller 28.11.2016, 15:46
4. Man muss Hamilton zugestehen,

Alles zu versuchen, um Weltmeister zu werden. Gehört zu dem Versuch auch das Ignorieren des Funkspruchs vom Team, dass ihn bezahlt, so muss man Mercedes auch die Kündigung zugestehen (wäre spannend, zumal im Feld sicher 3-4 Andere mit dem Wagen Weltmeister werden könnten). Vielleicht Autotausch mit Vettel?;)

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suppenschuessel 28.11.2016, 16:30
5. Die Schwierigkeit mit dem Hamilton-Charakter ist...

...dass wenn Rossberg ebenfalls mit dieser manie geschlagen wäre er auf Biegen und Brechen versucht hätte, den führenden Konkurrenten trotz geringer Chanzen zu überholen. Denn er kann im direkten Zweikampf weit höheres Risiko gehen da beim crash sein WM-Punktevorsprung ja erhalten bleibt.

Mein Fazit: im Kampf um die WM hatten beide Fahrer die Option, eine Teamschädigende ego-Taktik zu fahren, aber Rossberg hielt sich zurück und Hamilton eben nicht.

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Attila2009 28.11.2016, 19:08
6.

Es ist wohl eher der Vergleich zwischen Dackel und Windhund wenn SPON schon selber Hunde bemüht.
Oder zwischen Hase und Igel....
Nach dem mysteriösen Motorschaden von Hamilton war die WM praktisch gelaufen denn diese 25 Punkte konnte Hamilton nicht mehr aus eigener Kraft aufholen.
Rosberg mußte einfach nur hinterher"dackeln" und mit seinem überlegenen Auto den Dritten auf Distanz halten und das war nicht schwer..
Tolle Leistung..

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wallaceby 29.11.2016, 01:58
7. Englische Presse... was soll man von denen sonst erwarten...?!

Das, was der "Guardian" da als Renn-Resume geschrieben hat, ist so typisch britisch, so typisch grenzdebil und unsachlich bis unfair... Wo sie doch immer diese britische "Fairness" sonst so hochhalten...
Hamilton hat sich dazu entschieden, den Weg eines Schurken im letzten Rennen einzuschlagen. Toto Wolf hat es nach dem Rennen ja perfekt geschildert, dass er zwei Möglichkeiten hatte. Die erste, nämlich auf anständige und würdige Weise dem Feld auf und davon zu fahren, was mit einem total überlegenen Auto ja möglich gewesen wäre, hat er ganz bewusst ausgeschlagen. Stattdessen hat er sich darauf konzentriert, seinem Widersacher durch absichtliches "Langsamfahren", was er ja ach sooooo clever zelebriert hat, zum Schluss dem Druck eines wütend von hinten drängenden Holländers auszusetzen. Doch das Ganze hatte aber auch eine glückliche Fügung... Weil nämlich ein beherzt mit überlegenen Reifen angreifender Sebastian Vettel nach dem Überholmanöver an Verstappen bei Nico Rosberg halt gemacht hat.... Für mich war das ganz klar dann eine Art Freundschaftsdienst des Ex-Weltmeisters am verdienten neuen Weltmeister. Vettel war das ganze Jahr über immer wieder das Opfer dieses katastrophalen Holländers, und von den Formel 1-Oberen auch noch gedemütigt worden, indem sie den Holländer nie für seine arrogante und rücksichtslose Fahrweise bestraft haben. Aber nachdem er in kurz vor Schluss überholt hat, hat er Nico dann vor dem Holländer geschützt. Das war schön anzusehen. Es hat hier nicht die "Schildkröte über den Hasen" triumphiert, wie es die dummdreisten englischen Medien bezeichnen, sondern die Intelligenz und das "Anständige" hat über das oberflächliche, typisch globalisierte Partymonster und "Social media-Nutte" gesiegt. Der richtige Fahrer wurde schliesslich doch Weltmeister!

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tifanny 29.11.2016, 10:33
8. Das Projekt: Deutsche für den Deutschen is geglückt!

Ehrlich, viele versuchen krampfartig, Nico als "würdige" Meister zu rechtfertigen, wissen tief im Innen, Ihm wurde die Meisterschaft geschenkt.
Die Punkte, die Hamilton am Ende fehlten waren doch die, die Ihm vor 6 Rennen gestohlen war. Vorne liegend kurz vor Schluss ging buchstäblich sein Auto in Flammen auf.
Somit, konnte die Jammerein, Mercedes zu boykottieren aufhören. Ein Deutscher ist jetzt Weltmeister.
Operation gelungen

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tifanny 29.11.2016, 10:38
9. Es muss doch nagen!

Nico ist kein Weltmeister Material. Punkt.
Hartarbeiter im Spitzensport sind lobenswert, sind aber nicht Champions. Der Champion hat das gewisse etwas! Halt 5% mehr. Das macht der Unterschied.
Hamilton den ganzen Saison mit technik Ausfälle zu bremsen, hätte ich von Mercedes nicht erwartet.
Es geht um $$$$$. Die Deutschen muss man halt bei Laune halten, aber der Geruch ist übel

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