Forum: Sport
Provokation oder Prävention?

Halten Sie das Vorgehen der Bayern-Verantwortlichen gegen potenzielle Gewalttäter für angemessen? Oder können Sie die friedlichen Fans verstehen, die aufgrund von Stadionverboten und Dauerkartenkündigungen von "Sippenhaft" sprechen und im Stadion gegen die Club-Bosse protestieren wollen?

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kleinerJudas 09.08.2007, 14:12
10. raus mit den schreienden bierfässern

ich besuche seit mittlerweile 3 jahren regelmässig
die heimspiele des fc bayern (stehplatz nordkurve). dies vorne weg....

meiner meinung nach handelt der verein richtig.
diese gewaltbereiten störefriede haben nichts in einem stadion zu suchen. allein schon deswegen, weil sie nur mit 5 bier im blut und ihrer sippschaft als starke fuzzies auftreten können.

es ist teilweise wahnsinn was da abläuft. es werden gegnerischen fans (letzte saison gg. ac milan) bepöbelt und bespuckt wie damals wohl (ich kenne es nur aus dokus und erzählungen) die juden im dritten reich.
da möchte man am liebsten im boden versinken.
und da soll ein familienvater mit seinen kindern (dem "kunden" od. fan von morgen)ins stadion gehen?
nicht wirklich, oder?

tut mir leid, raus mit dem pack. über welche listen dies gemacht wird, ist mir eigentlich egal, aber in irgendeiner verbindung werden die "unschuldigen" schon mit den ultras, mob oder wie auch immer stehen

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Christian W. 09.08.2007, 14:12
11.

Genial, selbst beim Thema "unberechtigte SV bzw. Sippenhaft" geht es hier bei Spon ausschließlich um die Bayern. Als ob es jetzt erst aktuell wäre, dass es so etwas gibt.

Ich halte es, wie des öfteren, wie Carsten

Zitat von
Wenn einem friedlichem Fan die Dauerkarte entzogen und Stadionverbot erteilt wird, sollte sich doch keiner wundern, daß die sauer sind, oder?

Abgesehen davon, wie erkenne ich denn einen "potentiellen Gewalttäter", den ich rein vorbeugend aus dem Stadion ausschließe? Durch seine Kleidung? Durch seine Gesänge? Durch seinen Alkoholpegel? Durch sein Aussehen?

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smilesuomi 09.08.2007, 14:15
12.

Zitat von chefstratege
Die Diskussion um die Ultragruppierungen (ich nehme an um die geht es insbesondere) beim FC Bayern geht ja schon viel länger. Schon vor mehreren Jahren, als es noch keine Vorfälle um... .... Kurzum: Dem FC Bayern geht auch hier hauptsächlich um Profitmaximierung!
1. Auslöser war eine Gewaltaktion seitens des Schickaria-FC...
2. Und Ihnen geht es wohl mehr darum, Ihre Aversion gegen den FCB zu formulieren als um das eigentliche Problem:

Wie soll sich ein Verein verhalten, wenn anscheinend Mitgliedereines inoffizieller FC eine Frau (wie mutig!)
schwer verletzt (oder können Sie da ein Auge zudrücken!), diese Fans mit Bus sich vom Tatort über Nebenstraßen entfernen = flüchten ohne Hilfe zu leisten (so stand es in der Tagespresse), dann ist das unterste Schublade. Und solange von diesem Vorfall keineAufklärung erfolgt, halte ich da "Sippenhaft" für angebracht. Sie können ja mal selbst mit einem Aug durch die Welt laufen. Da ist ein eventuell ungerechtgertigtes Stadionverbot wohl eher zu verkraften...
Dass im gleichen Zuge aufgrund veralteter Listen (ist halt ein Problem bei einem inoffiziellen FC) flasche Personen mit Stadionverbot belegt worden sind, das mag man als Überreaktion sehen (wenn man noch sehen kann!!!). Der Verein hat das aber doch laut Artikel wieder revidiert. Keinem der besagten Fans sollte es im Anbetracht der Vorfälle ein Zacken aus der Krone fallen, wenn man sich zu Gewaltlosigkeit verpflichtet.
Ich finde es genau umgekehrt: Respekt vor einem Verein, der versucht sich und seine normalen Fans vor Idioten zu schützen.

Auch, wenn Sie es mir nicht glauben, aber als Franke gilt meine Sympathie aus genetischen Gründen dem FCN und nicht dem FCB.

p.s. Sie sollten sich viel mehr darüber aufregen, wie wenig die Mitglieder der Fanclubs kritisch auf solche Vorfälle reagieren. dIE Spenden-Aktion war gut. Man hätte aber auch mal in der Presse eine Anzeige (die wäre wahrscheinlich sogar kostenlos gewesen), in der man die Gewaltäter als assoziale Idioten verurteilt (oder, wie würden SIe Hooligans bezeichnen)

mfg

Michael

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Mike_D 09.08.2007, 14:21
13.

Zitat von Christian W.
Abgesehen davon, wie erkenne ich denn einen "potentiellen Gewalttäter", den ich rein vorbeugend aus dem Stadion ausschließe? Durch seine Kleidung? Durch seine Gesänge? Durch seinen Alkoholpegel? Durch sein Aussehen?
Soweit ich das mitbekommen habe (bitte korrigieren falls dem nicht so ist) geht es ja auch nicht um den einzelnen Fan, sondern um die in negativ aufgefallenen Fanclubs organisierten Fans (ich hoffe, dass versteht jeder *g*).

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chefstratege 09.08.2007, 14:29
14. Leidner kann man den Verein nicht wechseln wie den Jeans-Shop

Zitat von UdoL
Allerdings: Wenn mich jemand in seinem Laden nicht mehr haben will, gehe ich eben nicht mehr hin. Das würde auch gelten, wenn ich noch einer von denen wäre, die immer dabei sind. Im Moment dürfte kein BL-Verein Schwierigkeiten mit zu niedrigen Zuschauerzahlen haben. Aber so eine Phase verflacht auch mal wieder. Wenn man dann genug von den aktiven Fans rausgeekelt hat, wird es eng. Dann werden die Vereine auf ihrem Konto sehen, was das Drumherum wert war, das von diesen Fans entscheidend geprägt wurde.
Stimme voll und ganz zu.

Allerdings kann man als klassischer emotionaler Fan (egal von welchem Verein) seinen Verein nicht einfach wechseln wie vielleicht sein Jeans-Geschäft oder einen Supermarkt. Da spielen viel zu viele Dinge eine Rolle: Emotionen, Fan-Biographie, Leidenschaft, Fanfreundschaften, Zusammengehörigkeits- und Wir-Gefühle uvm..

Stimme dir auch zu, dass das alles keineswegs nur den FC Bayern betrifft. Aber da wird es doch am besten deutlich: Die Fanstimmung in der Allianz-Arena (dazu zähle ich nicht laute Lausprechermusik!) nimmt rapide ab oder ist überhaupt nicht mehr vorhanden.
Die traditionellen emotionalen Fans sterben aus und die Fans von morgen sind schon längst da, auch hier in einigen Antworten sind sie deutlich zu erkennen. Es sind emotionslose Kunden, die ihren Verein (besser: Unterhaltungskonzern) FC Bayern wechseln können, wie andere den Supermarkt, wenn der sportliche Erfolg mal ausbleibt.
Viele entsprechen schon längst dem Wunschbild von Hoeneß und Rummenigge, also einem "Anhänger", der vorher im Weichspülgang gewaschen wurde und dem typischen Kinobesucher ähnelt.

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Carsten31 09.08.2007, 14:31
15.

Zitat von The Godfather
Nun gut, ich bin ausgesprochener Bayern-Hasser, und ganz besonders die Selbbstherrlichkeit des Managers find ich zum K ... In diesem Fall hat der FußballClub aber 100% Recht, meine ich. Einerseits "haftet" der Club, wenn seine Fans randalieren (Punktabzug, Neuansetzung etc). Anderseits darf er nicht wirksam von seinem (!) Hausrecht Gebrauch machen? Es it schade für die "friedlichen" Fans der "Schickeria"-Gruppierung. Allein, was hätte Bayern München tun sollen? Ein Vergleich: Wenn ich eine Kneipe hätte, und da schlägt eine kleine Gruppe "Die Schickeria" einen Gast zusammen, dann bekommen kurzerhand ALLE dieser Gruppe Hausverbot, friedlich oder nicht. Das ist doch wohl eine absolut menschliche und verständliche Reaktion. Kommen wir zum Manager: Nein, das ist Stoff für eine dunkle Trilogie und nicht das Thema.
Mit welcher Berechtigung erhalten dann alle Hausverbot? Sippenhaft?!

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Mike_D 09.08.2007, 14:37
16.

Zitat von Carsten31
Mit welcher Berechtigung erhalten dann alle Hausverbot? Sippenhaft?!
Weil der Wirt das Hausrecht hat?

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Carsten31 09.08.2007, 14:41
17.

Zitat von smilesuomi
Und solange von diesem Vorfall keineAufklärung erfolgt, halte ich da "Sippenhaft" für angebracht. Sie können ja mal selbst mit einem Aug durch die Welt laufen. Da ist ein eventuell ungerechtgertigtes Stadionverbot wohl eher zu verkraften... Michael
Soso. Wenn es jetzt kein Fanclub gewesen wäre, sondern irgendwelche Leute? Da kommt `ne Flasche geflogen und jeder Anwesende auf dem Parkplatz wird erstmal wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und in U-Haft genommen. Klären kann man schließlich immer noch nachher. Erst schießen, dann fragen?

Eine Ungerechtigkeit ist, zumindest für mich, nicht zu verkraften.

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Mike_D 09.08.2007, 14:53
18.

Zitat von Carsten31
Soso. Wenn es jetzt kein Fanclub gewesen wäre, sondern irgendwelche Leute? Da kommt `ne Flasche geflogen und jeder Anwesende auf dem Parkplatz wird erstmal wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und in U-Haft genommen. Klären kann man schließlich immer noch nachher. Erst schießen, dann fragen? Eine Ungerechtigkeit ist, zumindest für mich, nicht zu verkraften.
Es ist nur mal schwerer, einzelnen Leuten aus einer grossen Gruppe etwas nachzuweisen wenn diese zusammenhält wie in diesem Fall - oder hätten die FCN-Fans Fotos machen sollen während sie in Deckung gingenbzw sich verteidigten.

Tut mir leid, aber solche Fanclubs haben kein Mitleid verdient, es sei denn, sie tun was gegen solche Mitglieder.

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smilesuomi 09.08.2007, 14:56
19. Sie sind ja richtig clever

Zitat von Carsten31
Soso. Wenn es jetzt kein Fanclub gewesen wäre, sondern irgendwelche Leute? Da kommt `ne Flasche geflogen und jeder Anwesende auf dem Parkplatz wird erstmal wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und in U-Haft genommen. Klären kann man schließlich immer noch nachher. Erst schießen, dann fragen? Eine Ungerechtigkeit ist, zumindest für mich, nicht zu verkraften.
Dann hätten diese Leute eben Stadionverbot bekommen. Es ist für Sie deswegen nicht zu verkraften, weil Sie die Zusammenhänge nicht sehen wollen. Ich gehe davon aus, dass Sie ihr Augenlicht genauso zu schätzen wissen wie ich dies tue. Wenn dann jemand aus einer genau definierbaren Gruppe Ihnen dies wegnimmt, der Rest der Gruppe mit den Tätern stiften geht anstatt erste Hilfe zu leisten bzw. bis zum Eintreffen der Polizei am Tatort zu bleiben (da waren sicherlich einige Augenzeugen darunter, da man ja den Mut solcher Flaschenschmeißer kennt (immer schön aus der Gruppe raus (genau wie die es im Stadion tun)), dann würden Sie es vielleicht besser verstehen.

Was ich an Kommentaren wie den Ihren nicht abhaben kann, dass sie mehr Mitleid mit einem scheinbar unberechtigt sanktionierten Fan haben als mit einem unbeteiligten Gewaltopfer. Nicht nur die Flaschenwerfer sind tätig gewesen Es gab da auch eine Schlägerei, die nach den biserigen Versionen von den Bayernfans losging.

Sie sollten sich vor Ihrem nächsten Beitrag mal durch den Kopf gehen lassen, dass bestimmt mehr als einer der Businsassen von den Vorgängen etwas mitbekommen hat. In der Presse stand nur, dass alle zusammen stiften gegangen sind. Als FCB würde ich da sagen, mitgegangen (bzw. flohen) mitgehangen.
Der zu Unrecht mit Stadionverbot bestrafte, kann immer noch ganz entspannt anderen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Die besagte Frau darf wahrscheinlich noch nicht einmal mehr Autofahren...

mfg

Michael

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