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Public Viewing mit englischen Fans: "Bist Du etwa für Kroatien?"
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Englische Fans verstehen beim Fußball oft keinen Spaß. Was passiert, wenn man mit ihnen in London das Halbfinale sieht - aber selber Anhänger von Kroatien ist?

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der_dr_Nickel 12.07.2018, 19:18
10. Sportsmanship

Zitat von bollocks1
Stimme ihnen voll zu. Unter den Engländern gibt es leider auch die miesesten louds und Assis, dass man sich automatisch freuen muss, wenn sie verlieren. Schade fuer das gute junge Team. Hier mein Tipp: Fußballspiele, insbesondere D vs E, immer in einem Pub schauen, wo der Landlord Schotte ist oder der mehrheitlich von Schotten frequentiert wird - das ist wie auf Fanmeile in Berlin!
Habe 1990 das Halbfinale auf der Terrasse einer Taverne auf Samos, umringt von Engländern, auf nem Röhrenfernseher gesehen (also die Urform des Publicviewing oder wie auch immer das auf Neudeutsch heißt). Gehört zu einen meiner geilsten Erinnerungen an kollektiven Fußballgucken mit „gegnerischen“ Fans ever. Wir (Kumpel und ich) waren 1:25[0](aus der Erinnerung) unterlegen und saßen, als zu spät gekommene, in der letzten Reihe auf den Holzstühlen mit Korbgeflecht. Das Spiel war zäh und zog sich. Als Brehme das Ding gemacht hat haben wir beim Jubel den Stuhl und das Heineken umgetreten, egal. Die bösen Blicke rechts, links und vor uns (die haben uns wohl erst da als „Germans“ erkannt) kann ich immer noch aus’m Gedächnis abrufen. Das Tor der Engländer habe ich gar nicht richtig sehen können, weil der Blick auf den Fernseher bei der Entstehung zugestellt war. Das Elfmeterschießen, dank Bodo und Olaf, gewonnen. Danach Shakehands und abklopfen mit den Tommys. Es wurde Bier, Ouzo und Samoswein geordert und getrunken. Und radebrecht über das Spiel philosophiert. Wie gesagt, eine meiner geilsten Erinnerungen mit Bezug zum Fußball. Und egal was sonst so passiert, das bleibt bei mir als Beweis des English–Sportsmanship hängen.

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