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Radsport: Froome gewinnt zum zweiten Mal die Tour de France
AFP

Christopher Froome ist Sieger der Tour de France 2015. Der Brite verlor beim Anstieg nach L'Alpe d'Huez zwar Zeit auf Nairo Quintana, rettete seinen Vorsprung aber ins Ziel und feierte seinen zweiten Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt.

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ollux 25.07.2015, 20:21
20. Wenn ich

bei der Tour zu bestimmen hätte , gäbe es traditionell ein Einzelzeitfahren nach Paris. Die langweilige Schampus-Showfahrt, ausser für Sprinter, ist völlig überflüssig. Was war das für ein Spektakel mit Greg Lemond und Laurent Fignon. Wer , wie ich, das live miterlebt hat, weiss, was wirklich auf der letzten Etappe fehlt.

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Uurah 25.07.2015, 20:26
21. Das ist doch Quark

"Auf der letzten Etappe nach Paris wird das Gelbe Trikot des Führenden nicht mehr angegriffen."

Wenn der Autor etwas von Radrennen verstehen würde, wüsste er, dass 1989 auf der letzen Etappe nach Paris Greg leMond wie wild den führenden Laurent Fignon angriff und die Tour mit 8 Sekunden Vorsprung gewann.

Es war zwar ein Zeitfahren, aber es würde bei einem Abstand von einigen Sekunden schon attackiert werden. Nur ist Nairo Alexander Quintana Rojas 4.20 Minuten zurück und das kann er selbst bei einer aufopfervollsten Arbeit seines Teams auf einer Flachetappe nicht rausholen. Deshalb lässt Quintana dies auch in diesem Jahr sein. Daraus ein heiliges Rituale herzuleiten ist Quark.

Die Titelzeile ist demgemäss Unsinn. Auch diese Tour wird auf der letzten Etappe entschieden und nicht auf der Vorletzten.

Aber seriöse Berichterstattung ist nicht mehr Ding des Spiegels.

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meineeine020 25.07.2015, 20:34
22.

Zitat von ollux
bei der Tour zu bestimmen hätte , gäbe es traditionell ein Einzelzeitfahren nach Paris. Die langweilige Schampus-Showfahrt, ausser für Sprinter, ist völlig überflüssig. Was war das für ein Spektakel mit Greg Lemond und Laurent Fignon. Wer , wie ich, das live miterlebt hat, weiss, was wirklich auf der letzten Etappe fehlt.
Und wäre es so wäre dieses Jahr auch die Spannung raus. Froome ist der beste Zeitfahrer und würde vermutlich 1 min. auf quintana oder mehr herausfahren bei einem 50 km/h Zeitfahren. Da wäre genau 0 Spannung.

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frankdrebbin 25.07.2015, 20:46
23.

Zitat von Uurah
"Auf der letzten Etappe nach Paris wird das Gelbe Trikot des Führenden nicht mehr angegriffen." Wenn der Autor etwas von Radrennen verstehen würde, wüsste er, dass 1989 auf der letzen Etappe nach Paris Greg leMond wie wild den führenden Laurent Fignon angriff und die Tour mit 8 Sekunden Vorsprung gewann. Es war zwar ein Zeitfahren, aber es würde bei einem Abstand von einigen Sekunden schon attackiert werden. Nur ist Nairo Alexander Quintana Rojas 4.20 Minuten zurück und das kann er selbst bei einer aufopfervollsten Arbeit seines Teams auf einer Flachetappe nicht rausholen. Deshalb lässt Quintana dies auch in diesem Jahr sein. Daraus ein heiliges Rituale herzuleiten ist Quark. Die Titelzeile ist demgemäss Unsinn. Auch diese Tour wird auf der letzten Etappe entschieden und nicht auf der Vorletzten. Aber seriöse Berichterstattung ist nicht mehr Ding des Spiegels.
Wenn Sie Ahnung vom Radsport hätten, wüssten Sie, dass Quintana 1:12 Minuten Rückstand auf Froome hat. Und auch bei wenigen Sekunden Rückstand gelten die ungeschriebenen Gesetze der Tour, so hat z.B. Ullrich auch nicht angegriffen nach Armstrongs Sturz. Desweiteren würden die Sprinter-Teams einen Angriff nicht zulassen. Und selbst wenn das nicht zutreffen würde, würde das Peloton den Versuch eines Angriffs sanktionieren.

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robert_ziegler 25.07.2015, 20:52
24. Le Tour

Schnellster Prolog aller Zeiten am ersten Tag der Tour. Mit eine der schnellsten Tour-Duchschittsgeschwindigkeiten aller Zeiten mit über 40km/h. Denke es ist kein Zufall, dass heute ein Interview mit Ex-T-mobile-Fahrer und des Dopings überführten Patrik Sinkewitz lanciert wurde, wo er offenbart, dass er bereit war der UCI alles über Doping zu erzählen, diese sich nach einer anfänglichen Zusage wieder zurückgezogen hat.

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meineeine020 25.07.2015, 21:25
25.

Zitat von robert_ziegler
Schnellster Prolog aller Zeiten am ersten Tag der Tour. Mit eine der schnellsten Tour-Duchschittsgeschwindigkeiten aller Zeiten mit über 40km/h.
Komisch, bei 3250,8 km und einer Zeit von 81h 56min 33s komme ich auf eine Geschwindigkeit von 39,67 km/h. Das ist definitiv langsamer als die Tour der letzten 3 Jahre ...

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Lassehoffe 25.07.2015, 22:01
26. Unsportlich

Naja, meiner Meinung nach darf man Erfolge nicht überbewerten in einem Sport, in dem man davon ausgehen muss, dass alle gedopt sind, die vorne mitfahren. Der Sie ist da ja eher den Chemikern oder den Ärzten zu verleihen, die neue Methoden erfunden haben, die noch schlechter zu entdecken sind. Aber die Landschaften sind schön und sehenswert, deshalb tappe ich immer mal wieder gerne rein. Aber ein sportlicher Erfolg ist da für mich nicht anrerkennbar. Selbst Fachleute sagen ja, das solche Leistungen ohne chemische Hilfe gar nicht zu erbringen sind. Leid tun einem die Marionetten, die dann irgendwann alles gestehen müssen und als gebrochene Menschen daraus hervorgehen

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caesar75 25.07.2015, 22:05
27. Android, nicht von dieser Welt

Wieso fällt niemand auf, dass Froome ein extraterrestrisches Wesen ist? Welcher Mensch fährt SO Fahrrad? Die Ellbogen nach außen gedrückt, dieser große Kopf mit auffällig hohen Stirn (vermutlich Sitz des Prozessors) und dieses monoton-rhythmische Kopfkreisen, mit Helm sieht er aus wie eine Ameise ... Nach jeder Etappe muss er wieder an die Steckdose!

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JKStiller 25.07.2015, 23:04
28. @nichtsalsverdrus

Selbstverständlich gibt es am letzten Tag auf der Champs-Elysees Attacken und Kämpfe um Platzierungen. Nur nicht um das gelbe Trikot. Weil es auch "Tour der Leiden" heißt, und wer 20 Tage lang dafür gelitten hat, der soll belohnt werden. Ich empfinde das persönlich als eine der schönsten Gesten im Profi-Sport. Nach so vielen Bergen und Zeitfahren sollte nicht noch jemand durch Glück oder das Pech des Führenden gewinnen.

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Onkel Ho 25.07.2015, 23:07
29.

Zitat von aurichter
hat eigentlich Alles richtig gemacht. Natürlich kann eine Bergziege wie der Kolumbianer auf 10 Km mit dem Anstieg, an dem Berg !! einem ausgelaugten Froome - man konnte es deutlich sehen, wie der Brite zu kämpfen hatte - noch diese Zeit abnehmen. Hätte der Brite weitere Körner gelassen, in dem Glauben nachziehen zu müssen, dann wäre er nicht der Erste gewesen, der mit Schilkrötentempo am Ziel angekommen wäre. Das Wetter war aber zu gut. Feuchtigkeit und Kälte hätten u.U. ihr übriges getan. Jan Ullrich kann ein Lied davon singen.
Quintana war heute "nur" 26 sec schneller als 2013; und Froome konnte immerhin seine Zeit aus 2013 um 12 sec unterbieten (http://www.climbing-records.com/2015/07/three-riders-make-it-into-alpe-dhuez.html).
Das zeigt vor allem zwei Dinge: Quintana ist ein neuer Luis Herrera (die älteren Radsportfans unter uns werden sich erinnern), wohl aber nicht so komplett, als das er die Tour gewinnen könnte. Auch wenn er wegen der Windkante auf der ersten Etappe 1:28 min auf Froome und damit bereits auch die Tour verloren hatte, kam ihm der Umstand zu gute, dass es in diesem Jahr kein echtes Zeitfahren gab. Insofern konzentrierte sich zwangsläufig die Entscheidung auf die Berge, d.h. die Tour war für ihn wie zugeschnitten.
Für Froome und das Sky-Team muss klar gewesen sein, dass er ungefähr im Bereich seines 2013er Ergebnisses bleiben wird (trotz damaligen Hungerastes, der aber nicht so gravierend war, wie man vermuten könnte). Dadurch war ziemlich klar, dass man einem Angriff Qunitanas nur schwer stand halten konnte. Insgesamt hat (nicht nur) das Sky-Team Quintana wohl stärker eingeschätzt als er tatsächlich ist.

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