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Radsport-Sponsoren: Scheinheilige Flucht
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Nike, Anheuser-Busch, Rabobank: Ein Geldgeber nach dem anderen wendet sich von Lance Armstrong oder dem Profi-Radsport ab. Das ist konsequent, aber auch scheinheilig. Denn hinter den Rückzügen steckt finanzielles Kalkül. Und gedopt wird weiter.

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PublicTender 19.10.2012, 18:26
1.

Zitat von sysop
Nike, Anheuser-Busch, Rabobank: Ein Geldgeber nach dem anderen wendet sich von Lance Armstrong oder dem Profi-Radsport ab. Das ist konsequent, aber auch scheinheilig. Denn hinter den Rückzügen steckt finanzielles Kalkül. Und gedopt wird weiter.
Wahre Worten.


Viel zu selten gelesen.

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unmoderiert 19.10.2012, 18:38
2. Bekannt

Zitat von sysop
Nike, Anheuser-Busch, Rabobank: Ein Geldgeber nach dem anderen wendet sich von Lance Armstrong oder dem Profi-Radsport ab. Das ist konsequent, aber auch scheinheilig. Denn hinter den Rückzügen steckt finanzielles Kalkül. Und gedopt wird weiter.
Es ist doch seit Jahren bekannt, dass alle Spitzenfahrer dopen. Ohne Ausnahme.
Mir ist es daher unverständlich, dass manche den Radsport noch als Sport ansehen.

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h.hass 19.10.2012, 18:38
3.

Natürlich wusste die Sponsoren garantiert NICHTS davon, dass im Radsport gedopt wird, und sind plötzlich aus allen Wolken gefallen...

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Phenar 19.10.2012, 18:54
4. Scheinheilige Journalisten nicht vergessen

Was aber auch nicht unter den Tisch gekehrt werden sollte, sind die latenten Fragen an Armstrongs hinterherhechelnden Zweiten täglich hinter der Ziellinie: "Jan, warum können sie am Berg mit Armstrong nicht mithalten?" - "Liegt es hieran? Liegt es daran?" - "Sind Sie nicht fitt in dieser Saison?" - "Zu viel Schokolade im Winter?" Und so weiter und so fort. Da wurde viele Jahre über das Thema Doping klein gehalten.

Man hätte auch damals schon "ehrlich" fragen können: "Warum dopen Sie nicht so gut wie Lance?"

Das hätte die Sache auf einen (un-)sauberen, aber ehrlichen Punkt gebracht. Im Nachhinein als Sportjournalist seine Hände in Unschuld zu baden, ist nicht weniger scheinheilig.

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stefan.p1 19.10.2012, 18:59
5. ist doch egal

wer ist denn so naiv zu glauben,daß im profisport egal welche sportart, nicht gedopt wird.man muß sich zB nur mal die monster in der nba oder nfl in den usa angucken,da weiß man doch bescheidt.
mir persönlich ist das bewußt,aber egal,solange die akteure 18 sind-l!profisport ist show!! das sollte den ganzen scheinheiligen besonders hier in deutschland klar sein.und wenn wir mal ehrlich sind:die duelle zwischen ulrich und amstrong waren mit das spannendsde was wir
in den letzten dekaden im tv geshen haben.es war ein duell auf augenhöhe.

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roger_rabbit 19.10.2012, 19:04
6. Geld vs. Doping (et vice versa)

Im professionellen Radsport geht es um Geld, sehr viel Geld sogar. Meines Erachtens ist die TdF übrigens das einzige Sport-Event, dass von Anfang an als CashCow konzipiert war.

Wie auch immer, wenn es um viel Geld geht, wird immer versucht werden, mit allen Mitteln besser zu sein (aka mehr Geld zu verdienen) als die anderen. Wo bitte ist das denn in unserer Gesellschaft anders? Daher ist es meiner Ansicht nach nicht angebracht, den Radsport jetzt als Prügelknaben zu benutzen.

Unternehmen versuchen Steuergesetze zu umgehen. Ich würde mich freuen, wenn alle Lobbyisten mal einen Tätigkeitsbericht abliefern würden.
Bundestagsabgeordnete verdienen zusätzlich Geld, wo kommt das her?
Erneuerbare Energien Gesetz. Wer wird und warum von der Abgabe befreit?
Und um mal im Sport zu bleiben: Die Balco-Geschichte spielte sich in der Leichtathletik ab. Wurde da von einer verseuchten Sportart geschrieben?
Abiturienten ziehen sich Medikamente rein, was ist wohl im Top-Management angesagt?

Also bitte lasst uns den Radsport als das sehen, was er ist: Ein Spiegel der Gesellschaft!

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a.maniac 19.10.2012, 19:04
7. Warum?

Warum wird fast immer nur auf den Radsport alleine rumgehackt?

Ich wette dass in allen anderen Sportarten, wo es um sehr viel Geld und Ruhm geht, genauso wie im Radsport gedopt wird. Achja, ich vergas. Man braucht einen Sündenbock.

Im Fussball bspw. wird man fürs wichtige Spiel fit gespritzt. Für die gleiche Aktion im Radsport würde man 2 Jahre zurecht gesperrt...

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bc1a69 19.10.2012, 19:05
8. Scheinheiligkeit der Medien

Doping im Radsport ist wirklich nichts Neues. Das wussten auch die Medien in Deutschland, wie der Spiegel die Jan Ulrich 1997 zum nationalen Idol hochjubelten..
Ohne diesen Medien-Hype kein Sponsoring, ohne den hierdurch erzeugten Erwartungsdruck vielleicht weniger Doping. Etwas mehr Selbstkritik täte hier gut.
Ansonsten dürfte aktuell sowohl im Radsport wie auch in jedem anderen Leistungssport (auch und gerade Fußball) munter weitergedopt werden, solange die Protagonisten durch ihre Medienpräsenz lukrative Einnahmen erzielen.
Closed Loop

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Hannes2 19.10.2012, 19:17
9. absolut richtig...

...was stefan.p1 sagt. Dem ist nichts hinzuzufügen und Leute wie "unmoderiert" wissen sicher nichteinmal wie man "Fahrrad" schreibt....und denken dass die überbezahlten Affenärsche im Profifussball alle Scheinheilige sind....

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