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Reaktionen zum Özil-Rücktritt: "Wir akzeptieren Rassismus never ever"
DPA

Nach Mesut Özils Rückzug loben türkische Regierungspolitiker "die ehrenhafte Haltung unseres Bruders". Deutsche Politiker schwanken zwischen Lob, Kritik und Dankbarkeit. Reaktionen im Überblick.

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Das dazu 23.07.2018, 03:01
1. Interessant

Der einzig vernünftige und sachliche Kommentar kommt von einer SPD Politikerin.
Der Rest ist mittlerweile dermassen rechts, das es einen anwidert.
Dumme Sprüche von Leuten, die tagtäglichen im Politgeschäft stecken. Die wissen natürlich, mit wem man Fotos machen darf und wer ein No Go ist.
Da wird von "neuem Heimatland" fabuliert, als wäre Özil erst letztes Jahr eingebürgert worden.
Sind diese Menschen eigentlich noch normal im Kopf?
Diese Möchtegern-Politiker spalten Deutschland immer mehr und verstehen es nicht einmal.
Und die CDU mittendrin. Es ist einfach unglaublich.
So geht das braune erstarken.

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maxmarius 23.07.2018, 03:29
2. Fußball ist nur ein Spiel.

Kann es sein, dass die Sache um die beiden Fußballer komplett überbewertet wird?
Um Fußball zu spielen muss man nicht der hellste sein. Demzufolge sollte man Äußerungen und Taten von Spielern und Funktionären nicht allzu wichtig nehmen.

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AndreH 23.07.2018, 03:33
3. Steilvorlage an die türkische Regierung

Hat Özil mit dem Fototermin einen Fehler gemacht? Vielleicht. Ich kenne die genauen Umstände nicht. Auf jeden Fall hätte er danach schnellstmöglich eine Erklärung abgeben sollen.

Dennoch stehe ich auf Özils Seite.

Erstens, weil sich jetzt alle Rassisten freuen und die Regierung der Türkei sich jetzt freut uns dort treffen zu können, wo wir dachten, wir wären der Türkei voraus, nämlich bei Integration und Toleranz.

Zweitens, weil der DFB es offensichtlich nicht für nötig hielt sich hinter Özil zu stellen und die Angelegenheit aufzuarbeiten und zu bereinigen.

Mein Fazit: Wir, die Deutschen, haben viel Rassismus und wenig Toleranz und Bereitwilligkeit zur Integration gezeigt. Und ich hatte gedacht, wir wären schon viel weiter.

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rubraton 23.07.2018, 03:40
4. Spießrutenlauf

ich bin kein großer Fan von Mesut Özil, dennoch zeugt und zeigt er durch den Besuch beim Präsidenten seine türkischen Wurzeln, sowie den Respekt und die Achtung an die Türkei. Das Mesut Özil aus der Nationalmannschaft austritt, war wohl zu erwarten, da Spießrutenlaufen auf Dauer jedem geschadet hat. Dennoch verstehe ich nicht weshalb ein Besuch, der meines Erachtens nicht politisch aktiviert war, grundsätzlich untersagt sein sollte, wenn man keine oder eine andere politische Meinung vertritt als die der Türkei. Große Staatsdiener treffen sich täglich mit präsidialen Beamten aus anderen Ländern, Kulturen und dessen politische Meinungen. Die Medien machen uns taglich zum Spielball unpolitisches Aufsehen zu erreichen und hashtagen meines Erachtens oftmals unangebrachtes Halbwissen. Leider sehen wir immer zu spät die Folgen und die entstandenen Missverständnisse durch unsere gute und oftmals naive Glaubwürdigkeit.

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b.rimmons 23.07.2018, 03:44
5.

Was da als persönliche Stellungnahme - eines "Nur-Fussballers" ohne jegliche politische Intentionen -veröffentlicht wurde, entspricht Punkt für Punkt den üblichen demagogischen Standards der AKP-Propaganda zur Indoktrination insbesondere der deutsch-türkischen Community: Mit der Besonderheit einer Direkt-Distribution an zig-Millionen Rezipienten. Somit werden binnen 12 Stunden via Presse, Online- sowie Soziale Medien mindestens eine halbe Milliarde Menschen mit und ohne Spezialinteresse an Fussball darüber informiert sein, wie ungerecht und doppelmoralisch, wie verlogen und korrupt, wie ausländer- insbesondere türkenfeindlich, rassistisch und islamophob, wie unmenschlich und vor allem wie undankbar die Deutschen doch sind.

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nofreemen 23.07.2018, 04:20
6. nichts gelernt

Politiker die das "Problem" sind weil die es verbal- und auch durch falsche integrations Steuerung verursacht haben, klopfen nun grosse Sprüche. Der Cem wieder an vordester Front. Zündelnden Populisten sollte man nicht soviel Raum geben.

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noerglerfritz 23.07.2018, 04:58
7. Özil hat es nicht verstanden

Grindel ist ein rechter Blödmann und muss weg. Aber Özil versteht nicht, dass es dem Großteil der Kritiker nicht um seine Wurzeln geht, sondern um die Person Erdogan, der in der Türkei Tausende Regierungskritiker einsperren lässt. Das entspricht nicht unseren demokratischen Werten. Ich sage mal überspitzt, dass Özil mit dem Foto genauso wenig Verständnis für diese Werte gezeigt hat wie die AfD und andere rechte Gruppierungen.

Dass es hingegen Leute gibt, die jetzt ihrem Rassismus freien Lauf lassen, ist ein Armutszeugnis für Deutschland. Ich kann Özil verstehen, dass es ihm mit diesen Leuten genug ist.

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RalfHenrichs 23.07.2018, 05:07
8. Ein Vorbild

Özil hat den Rassisten beim DFB, aber auch unter den Journalisten die Maske vom Gesicht gerissen. Der DFB hat nicht nur eine WM in den Sand gesetzt sondern muss auch ideologisch - angefangen beim Präsidenten und Bierhoff - aufräumen. Özil geht aufrecht als Weltmeister und Vorbild. Danke Mesut für alles.

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DJ Bob 23.07.2018, 05:08
9. wieder Hass und Rassismus

Die Reaktionen in Deutschland und in der Türkei sind zum Teil sehr verschieden.
Hr Özil beweist mal wieder das Selbstkritik in der Türkei nicht sehr weit verbreitet ist!!
Und das hat absoltut NICHTS mit Rassismu zu tun sondern Erziehung! Türken ob mit oder ohne deutschen Pass werden kleinauf erzogen natürlich immer IHREN Staat zu respektieren. Und bedingungsloser Liebe zu ihren Heimatland. Solche Ereignisse wie zb der Völkermord an den Armenier und Aramäer hat selbsverständlich nie stattgefunden!! Die Kurden die damals auch mitwirkten am Massaker haben sich vor Jahrzehnten entschuldigt. Die Türken? Fehlanzeige!
Ich denke die Reaktionen aus der Türkei spricht Bände. Soviel Pathos!! Eine Partei die im Bezug auf Deutschland nichteinmal die hälfte von soviel Pathos ausdrückt wenn es um Deutshland geht nänlicht die AfD wird als faschistisch angesehen.
Und natürlich haben Vertreter der türkische Regierung die "Fascho Keule" ausgepackt. Mit Faschismus und Rassismus kennt sich die Türkei bestens aus

Und die Reaktionen aus D?? Nach anfänglichen Kritik rudern einige zurück und sagen: Das ist Meinungsfreiheit!!!
Nun warum so zimperlich SPON??? Hier auf SPON "deckt" die Meinungsfreiheit solche Aussagen wie: Donald Trump ist ein Trottel
Da wird ein Hr Özil der so im Rampenlich steht diese relativ milde Kritik aushalten können ohne gleich die Rassismuskeule auszupacken
Und auch das ist typisch! Wer mit Türken arbeitet so wie ich stellt fest das man vorsichtig sein MUSS mit Kritik. Natülich gilt das nicht für alle aber leider sind Sie in der Mehrheit!!

Und ich sage das ich das nicht abkaufe von Hr Özil das er KEIN politiische Statement abgeben wolle. Aber ich mache IHN keine Vorwurf! Denn wie können fast 70% der Türken (mit oder ohne deutschen Pass) hier in Deutschland falsch liegen mit ihre Sympathie für "Big E"?
Diese ständige "Erklärungsversuche" des "linken establishments" ist einfach nur peinlich!
Er sagte das er aus Respekt gegenüber den "Präsidenten" diese Aktion durchgeführt hat. Gleichzeitig sagte er das er KEINEN politische Statement abgeben wollte? ehmmmm??

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