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Rechtsstreit um Polizeieinsätze: Darum geht es zwischen Bremen und der DFL
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Die Bundesliga muss sich finanziell an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen beteiligen. Wie reagiert die Liga? Welche Folgen hat das Urteil, und wie sind die Kosten in anderen Ligen aufgeteilt? Der Überblick.

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DerBlicker 22.02.2018, 16:06
120. ja Supervergleich

Zitat von samrong
Genau, eine Schule braucht ja auch jedes Wochenende viele Hundertschaften zum Schutz eines Betriebs mit 4 Milliarden jährlichem Umsatz. Super Vergleich.
Als ob es darauf an kommt. Das Recht ist doch nicht an der Anzahl der Polizisten festzumachen. Abgesehen davon, wenn Sie die Polizeikosten für alle Demos, Faschingsumzüge, Martinsumzüge und sonstige ähnliche Veranstaltungen bundesweit zusammenrechnen und mit den Kosten für die Polizeieinsätze rund um Bundesligaspiele vergleichen, dann bin ich mir da nicht so sicher, was günstiger ist.

Was ist zudem mit Länderspielen des DFB oder gar Fußballturnieren wie WM und EM? Sollen die dann auch zahlen? Das werden UEFA und FIFA nie akzeptieren. Dann bekommt Deutschland keine Turniere mehr.

Der Staat kann nicht die Steuern der DFL einnehmen, aber dann seine Pflichten in der Inneren Sicherheit nicht erbringen wollen. So geht es nicht.

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k-d.hollbecher 22.02.2018, 19:15
121. Es ist ein Geschäft...

bei dem sehr viel Geld verdient wird. Da ist es legitim, dass die Profiteure sich an den Kosten - die sie natürlich einseitig dem Staat, dem Steuerzahler, aufladen möchten - zumindest beteiligen. Demos und Martinsumzüge sind keine gewinnabwerfenden Veranstaltungen. Ich hätte da noch eine viel bessere Idee, da die Polizei in Zeiten des Terrorismus ganz andere Aufgaben hat, sollten die Fußballvereine private Sicherheitsfirmen zur Absicherung ihrer Spiele beschäftigen . Das ist doch für diese Branche ein tolles Verdienstmodell.

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komatzu 23.02.2018, 00:08
122. natürlich sollen Sie Vereine zahlen

wenn ich ne private Party mache kann ich ja auch nicht die Polizei als Security anfordern. soll Bremen doch mal mit ner Absage des Spiel drohen oder einfach nach Bayern verlegen. das muss auch nicht alles auf die Ticket Preise umgelegt werden schließlich bringt die Vermarktung im tv auch ne Menge ein. bleibt halt etwas weniger für Spieler und Funktionäre übrig aber das ist immer noch genug.

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foolbar 23.02.2018, 04:31
123.

Zitat von k-d.hollbecher
bei dem sehr viel Geld verdient wird. Da ist es legitim, dass die Profiteure sich an den Kosten - die sie natürlich einseitig dem Staat, dem Steuerzahler, aufladen möchten - zumindest beteiligen. Demos und Martinsumzüge sind keine gewinnabwerfenden Veranstaltungen. Ich hätte da noch eine viel bessere Idee, da die Polizei in Zeiten des Terrorismus ganz andere Aufgaben hat, sollten die Fußballvereine private Sicherheitsfirmen zur Absicherung ihrer Spiele beschäftigen . Das ist doch für diese Branche ein tolles Verdienstmodell.
Die Vereine legen die Polizeikosten nicht der Allgemeinheit auf. Die Vereine erwirtschaften diese Steuerkosten nämlich selbst um ein Vielfaches. Ca. 1 Milliarde Steuereinnahmen für den Staat durch die Bundesligisten und so. Niemand, der sich nicht für Fussiball interessiert muss also für die Einsätze dem Land auch nur einen Extra-Cent Steuern abführen.

Der zweite Vorschlag ist in Deutschland gar nicht durchführbar. Denn in diesem Land pocht der Staat (zurecht) auf sein Recht des Gewaltmonopols. Im Stadion selbst also haben die Vereine bereits eigenes Sicherheitspersonal. So weit, so gut. Aber auch deren Rechte und dadurch Maßnahmen sind beschränkt. Krawalltäter dürfen sie z.B. nicht mal eben so festnehmen, Personalien feststellen und ggf über Nacht zur Not in Gewahrsam nehmen. Das DARF dann eben nur die Polizei. Außerhalb vom Stadion sieht es dann auch so aus, das eigenes Sicherheitspersonal so rein gar nicht mehr tätig werden darf, da das öffentlicher Bereich ist. Mehr als ein bisschen grimmig gucken darf es da somit nicht.

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gmein 23.02.2018, 09:06
124. Bremens Schuß ins eigene Knie

Zitat von golf-wombel
ich begrüße das urteil und hoffe, daß es auch in der obersten instanz bestand hat. ich bin der meinung, daß jede private und gewinnorientierte veranstaltung, die einen polizeieinsatz notwenig macht, der über das für die aufrechterhaltung der öffentlichen sicherheit normale maß hinausgeht, selbst für die durch sie verursachten kosten aufzukommen hat. leider gibt es auf sportlichem gebiet fast nur im fußball diese probleme - die vereine können abwitzige summen für spieler bezahlen, machen fette gewinne und lasten die kosten der allgemeinheit auf und das kann nicht sein.
Und Sie glauben auch, dass die DFL das bezahlt und diese das nicht an Werder Bremen oder den Stadionbetreiber weiterreicht. Dann glauben Sie auch, dass Letztere das nicht der Stadt oder dem Land Bremen in Rechnung stellen, etwa durch Kürzung der Gewerbe- oder anderen Steuern. Und dann aber saftig.

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ohjeee 23.02.2018, 11:25
125. 1

Zitat von rolbol
- Muss dann auch die Schule den Polizeieinsatz beim nächsten Laternenumzug bezahlen? - Wer zahlt den Einsatz beim nächsten Schlagermove ? - Wer zahlt den Einsatz bei der nächsten Anti Nazi Demo in HH ? Wo fängt man an ? Wo hört man auf ? Warum nur beim Fussball ?
Weil Fußball eine kommerzielle Veranstaltung ist. Der Laternenumzug wohl eher nicht und der Schutz zur Ausübung von Grundrechten gegen Gegen"demonstranten" (wohl eher Chaoten und Randalierer) auch nicht.

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joTki 23.02.2018, 11:37
126.

Zitat von chris2000
Ich interessiere mich nicht für Fussball, muss aber die Kosten über meine Steuern mittragen. Warum? Die Vereine verdienen doch auch Geld. Notfalls die Ticketpreise anpassen
Es sollte nicht nur bei einer Beteiligung bleiben sondern sämtliche Kosten übernommen werden müssen. Von den Sicherheitskräften bis hin zur Reinigung. Es steht in keiner relation dass der Staat diese Summen für private Veranstaltungen versenkt. Die Spiele kommen nichtmal im free TV und wir sollen dennoch dafür bezahen?

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talueng 23.02.2018, 13:03
127.

Die DFL sollte jetzt einfach alle Werder Bremen-Spiele woanders austragen lassen. Nach der Logik der Bremer SPD und einiger nicht weniger minderbemittelter Foristen hier müsste sich der Steuerzahler ja drüber freuen. Würde man dann bei der nächsten Bremer Wahl sehen, wie sehr er wirklich drüber freut.

Soweit wird es natürlich nicht kommen. Dieses dilettantische Urteil wird in nächster und letzter Instanz kassiert werden und dann ist Ruhe mit diesem Schwachsinn. Was für eine Posse.

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kub.os 23.02.2018, 13:11
128. Wirtschaftskraft unerheblich

Es völlig gleichgültig, was die Vereine verdienen, unerheblich ist auch welche aberwitzigen Summen die Spieler erhalten. Maßgeblich ist allein, dass ohne ein Bundesligaspiel auch kein Polizeieinsatz erforderlich ist. Das hat also mit der wirtschaftlichen Potenz der Vereine nichts zu tun. Die DFL bestellt die Musik und muss dafür bezahlen. Allein in der 1.Bundesliga sind das über 300 Spiele in der Saison für die der Steuerzahler aufkommen muss. Also beileibe keine Einzelveranstaltung, die es zu schützen gilt. Das Mindeste, was von den
Vereinen zu tragen ist, sind die Mehrkosten der Sicherheitsmaßnahmen. Das es darüber zwei Meinungen gibt, wundert mich schon sehr.

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bloßmolwassage 23.02.2018, 14:16
129. Sie

Zitat von jogi72
Eben habe ich gelesen, dass die DFL bei 4 Milliarden Umsatz einen Gewinn von 2 Millionen € erwirtschaftet hat. Natürlich soll die DFL für die Polizeieinsätze bezahlen.
dürfen gerne weiterlesen.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mckinsey-studie-die-fussball-bundesliga-schafft-tausende-jobs/12179560.html

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