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Regionalliga Südwest: DFB beendet Testspiel-Projekt mit chinesischer U20
DPA

Keine weiteren Testspiele gegen Chinas U20: Der DFB und der chinesische Verband haben das umstrittene Projekt in der Regionalliga Südwest vorzeitig beendet. Es ist die Reaktion auf die Tibet-Proteste im ersten Spiel.

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frummler 22.12.2017, 17:26
1. warum hat das so lange gedauert?

ich hätte den chinesen direkt nach dem spiel schon gesagt etweder ihr akzeptiert das hier meinungsfreiheit und menschenrechte gelten und spielt trotz der fahnen normal weiter fussball oder packt halt euere sachen und reisst ab!

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Europa! 22.12.2017, 17:32
2. Bedauerlich

Die Freundschaftsspiele zwischen der chinesischen U-20 und deutschen Vereinen hätten sehr dazu beitragen können, die deutsch-chinesischen Beziehungen noch persönlicher und enger zu machen. Es ist bedauerlich, wenn solche Begegnungen durch eine Minderheit von politisch-religiösen Fanatikern gestört und verhindert werden.

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charlybird 22.12.2017, 17:39
3. Zwar bin ich nicht unbedingt ein Verfechter

einer revisionistischen Politik, die so etwas wie den alten Status Quo Tibets wiederherstellt, aber die Chinesen reissen mit ihrer drastischen Ignoranz mehr Brücken ein, als sie mit einer offenen Umgehensweise dieses Problems aufbauen würden.
Sollten sie nebenbei mit Fußball in den nächsten Jahren auch ins größere globale Rampenlicht rücken, dürfen sie sich schon mal auf jede Menge Protest einstellen.
Und wenn sie dann jedes mal die Absicht haben bei einer gegen sie gerichteten Demo den Platz zu verlassen, brauchen sie bspw. bei einem Turnier im Westen immer nur einen Satz Trikots mitnehmen.

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hitcher 22.12.2017, 17:44
4. pacta sunt servanda

okay... der DFB zieht die Reißleine... aber was ist mit den 15.000 EUR für die Vereine?

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dreiimweckla 22.12.2017, 17:48
5.

Mußte eigentlich jedem klar sein, der ein bisschen Ahnung von der politischen Lage in China und der repressiven Vorgehensweise speziell in der Tibetfrage hat! War vorhersehbar, dass es so kommen würde, hätte es der ganzen Aufregung im Vorfeld eigentlich gar nicht bedurft. Wenn sie immer noch so eklatante Probleme mit freier Meinungsäußerung haben sollten die Chinesen stattdessen Kooperationsverträge mit den Sportfreunden in Russland oder im Mittleren Osten abschließen! Ob sie dort das Kicken lernen steht auf einem anderen Blatt, aber man ist wenigstens unter Gesinnungsgenossen! Für den DFB auf jeden Fall peinlich bis ziemlich blamabel ...

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compiler 22.12.2017, 18:25
6.

Zitat von Europa!
Die Freundschaftsspiele zwischen der chinesischen U-20 und deutschen Vereinen hätten sehr dazu beitragen können, die deutsch-chinesischen Beziehungen noch persönlicher und enger zu machen. Es ist bedauerlich, wenn solche Begegnungen durch eine Minderheit von politisch-religiösen Fanatikern gestört und verhindert werden.
Mit den politisch-religiösen Fanatikern meinen Sie doch sicherlich die Chinesen, die sich weigerten nach dem Zeigen einer Flagge weigerten, das Spiel fortzusetzen, oder?
Hätte die chinesische Delegation die Flagge im ersten Spiel einfach ignoriert, dann wären bei den folgenden Spielen wohl zwar auch Flaggen gezeigt worden, aber das mediale Echo wäre weitaus geringer gewesen, so fern es überhaupt eines gegeben hätte.
Klarer Fall von Streisand-Effekt.

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compiler 22.12.2017, 18:33
7.

Mit den politisch-religiösen Fanatikern meinen Sie doch sicherlich die Chinesen, die sich weigerten nach dem Zeigen einer Flagge weigerten, das Spiel fortzusetzen, oder?
Hätte die chinesische Delegation die Flagge im ersten Spiel einfach ignoriert, dann wären bei den folgenden Spielen wohl zwar auch Flaggen gezeigt worden, aber das mediale Echo wäre weitaus geringer gewesen, so fern es überhaupt eines gegeben hätte.
Klarer Fall von Streisand-Effekt.

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Mach999 22.12.2017, 18:38
8.

Zitat von Europa!
Die Freundschaftsspiele zwischen der chinesischen U-20 und deutschen Vereinen hätten sehr dazu beitragen können, die deutsch-chinesischen Beziehungen noch persönlicher und enger zu machen. Es ist bedauerlich, wenn solche Begegnungen durch eine Minderheit von politisch-religiösen Fanatikern gestört und verhindert werden.
Die Spiele wurden überhaupt nicht gestört und nicht verhindert. Es wurde lediglich die tibetische Fahne gezeigt. Das ist weder ein Stören, noch ein Verhindern, sondern von der Meinungsfreiheit gedeckt. Daraufhin ist die chinesische Mannschaft vom Platz gegangen. Sie fordern nun, dass wir im eigenen Land auf unsere Meinungsfreiheit verzichten, um die Beziehungen mit China nicht zu stören? Sie fordern, dass wir Deutschen uns den chinesischen Vorstellungen im eigenen Land unterwerfen? Sind wir schon eine Kolonie Chinas?

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dreiimweckla 22.12.2017, 18:39
9. @Europa #2

Bedauerlich in der Tat, sogar sehr bedauerlich, dass Gäste nicht bereit sind, elementare Grundrechte und Verhaltensregeln im Haus des Gastgebers anzuerkennen! Wir können nicht erwarten, zumindest tue ich das nicht, dass sie, dh China, denn ich halte Sie für einen interessierten Lohnschreiber, sich diese vollständig zu eigen machen; dementsprechend verhalte ich mich bei Ihnen! Und wenn Sie von "politisch-religiösen Fanatikern" sprechen, dann denke ich da ganz bestimmt nicht an eine Handvoll friedlicher Tibeter, zumal die auch noch, zumindest aus meiner Sicht, ein berechtigtes Anliegen vertreten ...

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