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Rekordtransfer zum FC Barcelona: Wer ersetzt Dembélé beim BVB?
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Eine Überraschung ist es nicht mehr: Ousmane Dembélé spielt ab sofort für den FC Barcelona. Was aber bedeutet der Transfer - für Dortmund, für Barcelona und für Aktieninhaber? Fünf Fragen, fünf Antworten.

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JKStiller 26.08.2017, 01:58
50. Oh, wie ist das schön!

Dembélé selbst ließ über Twitter lediglich kurz und knapp verlautbaren: "Es lebe Barca, es lebe Katalonien." Bei so viel Begeisterung kann ich ihm den Wechsel nicht verübeln. Hoffentlich findet er die richtigen Freunde und endet nicht irgendwann in einer Polizeiwache, weil er mit Steinen auf Polizisten geworfen hat für seine neue Liebe.

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fred-vom-saturn 26.08.2017, 02:02
51. Es gibt nur einen...

...Ronaldo, Messi, Neymar. Solche Spieler sind unbezahlbar wenn es keinen verrückten Scheich gibt. Dortmund hatte einen aus dieser Liga. Ein absolutes Ausnahme Talent. Er hatte einen Vertrag bis 2022. Dann wäre er immer noch 105 Millionen und mehr wert gewesen und zwar in Form des Erreichen der Halbfinales der CL. Dortmund hätte dort doppelt und mehr verdienen können als mit dem einmaligen Verkauf. Es wären ein paar Wochen gute Nerven nötig gewesen um den Spieler zu zeigen, dass es für ihn keinen Weg nach Barcelona gibt. Was ist uns da entgangen. Dortmund will ganz offensichtlich weder Meister noch in der CL irgendwas werden. Super Watzke. Tolle Strategie! So wird man die zweite Macht in D.

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brucewillisdoesit 26.08.2017, 03:04
52. Marktwirtschaft, schon mal gehört ?

Zitat von retterdernation
von diesem Fußball-Zirkus und denkt sich, denen stopfe ich möglichst nicht weiter die Taschen mit meinem Geld. Der Zauber, der diesem wundervollen Sport anhaftete - wie weggeblasen. Wie erkläre ich das meinem Achtjährigen, der Bale, Ronaldo und Co. noch immer anhimmelt. Wie erziehe ich Ihn so, dass er diese Abzocke kritisch hinterfragt ... das wird eine echte Herausforderung. Football is over ... death ...
Erziehen sie ihn so, daß er die Bildung die er in diesem Land möglicherweise genießen kann auch wahrnimmt, zu schätzen weiß, und er auch die Grundbegriffe der Ökonomie lernt und versteht (im Gegensatz zu seinem Vater), also z.B. das der Preis eines Gutes ausschließlich von Angebot und Nachfrage dieses Gutes auf dem Markt bestimmt wird, und somit jeder Preis den ein Käufer bezahlt auch ein fairer Preis ist, der den Marktwert korrekt wiederspiegelt (sonst gäbe es entweder keinen Käufer oder keinen Verkäufer und es käme keine Transaktion zustand). Wäre Barca bereit gewesen notfalls 2 Milliarden zu zalen und hätte es das getan, wäre das auch ein fairer Deal gewesen. Das ist triviale Marktwirtschaft. Das hat weder was mit Abzocke zu tun, noch muss das kritisch hinterfragt werden. Was sind denn das für abstruse Ansichten ?
Aus politischen Gründen hat Qatar als Signal der Stärke an Saudi Arabien über PSG halt 222 mio EUR in den Markt gepumpt und damit eine Domino-Kaskade angestoßen. So what ? Business as usual. Dabei sind die Summen doch vergleichsweise Peanuts im Verhältnis zu Investitionen in Produktionsanlagen oder gar größere Firmenübernahmen. Was soll also das kindliche Geblöcke ?

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brucewillisdoesit 26.08.2017, 03:16
53. Vertragsrecht und Marktpreisermittlung

Zitat von hestephan
über den Menschenhandel mit aberwitzigen Zahlungen aber die Fans und Zuschauer zahlen ja brav für diesen Irrsinn
Ihnen ist klar, das ein Vertrag i.a. ein symmetrisches Konstrukt ist, d.h. das kein Vertragspartner (z.B. ein Profifußballer) zu einem Wechsel gezwungen werden kann ? Ähnlich kann ein Verein auch nur scheinbar einen Trainer "entlassen". Er kann ihn zwar von seiner Tätigkeit abberufen, das löst aber den Vertrag natürlich nicht und er muss trotzdem weiter bezahlt werden, bis er ausläuft, oder in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig beendet wird. Eine vorzeitige Vertragsauflösung kommt somit nur zustande, wenn alle beteiligten Parteien damit einverstanden sind. Soviel zu "Menschenhandel". Die betrofene Person hat immer ein Veto-Recht. Wer nicht ge- oder verkauft werden will, kann nicht ge- oder verkauft werden.
Und was "irrwitzige" Zahlungen angeht: da gilt Angebot und Nachfrage. Ob sie oder irgendwer anders außer Käufer und Verkäufer einen Preis für "irrwitzig" halten oder nicht ist auch vollkommen irrelevant und interessiert den Markt der alleine den Preis bestimmt in keinster Weise.

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123Valentino 26.08.2017, 03:33
54. Wenn ich..,

die Wahl hätte meinen Arbeitsplatz zu wählen, also Dortmund oder Barcelona, so würde ich , selbst für weniger, Geld Barcelona wählen.

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gerritinho 26.08.2017, 06:18
55. schlimmer geht's nicht

wenn ich die ganzen Pessimisten hier lese...natürlich ist das sportlich ein Verlust, waren Sahin, Kagawa, Lewy, Götze, Mikki, Hummels & Gündogan auch, der BVB konnte den Abstieg immer so grade noch verhindern...Respekt an die Verantwortlichen solche Leute wie Dembele überhaupt nach Dortmund zu holen & in 1 Jahr den MW zu verzehnfachen! Und so ist das Geschäft leider, über die Summen kann man nur den Kopf schütteln

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immerfroh 26.08.2017, 06:42
56.

Zitat von sltr
So hat es der FC Bayern auch schon gemacht. Weder Ribery noch Lahm oder Müller wurden abgegeben. Dabei gab es Angebote zuhauf und in bereits damals anstronomischen Höhen. Aber im Gegensatz zu den genannten Clubs gab es beim BVB wohl eine finanzielle Schmerzgrenze.
Äpfel und Birnen.
Weder Ribery,Lahm noch Müller wollten unbedingt wechseln.
Zudem waren diese schon einige Jahre bei den Bayern und die Bayern hatten gehaltstechnisch dann kräftig nachgelegt.
Außerdem hatten die Interessenten diesen Spielern nicht dermaßen den Kopf verdreht, dass sie mit Arbeitsverweigerung reagierten.
Der Fall Dembele ist ein Novum in der Bundesligageschichte, was die Ausmaße des Transfers betrifft.
Jeder kennt nun natürlich die Höhe der Transfersumme, ich frage mich nur woher ?
Je nachdem wie man zu BVB steht, sind es mal läppische 105 Mio bzw. gigantische 140 Mio .
Aufgrund der verfahrenen Situation, war der Transfer die einzige vernünftige Konsequenz, wenn man bei diesen Summen überhaupt noch von Vernunft reden kann .

Diese ständigen Vergleiche mit den Bayern , was sollen sie bringen ?
Der BVB spielt in einer "anderen" Liga. Zu den big big Playern der Branche ist es ein gehöriger Abstand, der auch nicht kleiner zu werden scheint, weil die weißen Haie eben auch ökonomisch und dann auch sportlich wachsen.
Es ist hingegen aber doch beachtlich, dass man nach den Abgängen von "unersetzbaren" Spielern bisher immer wieder nachlegen kann.
Das wird auch im Fall Dembele gelingen, Pulisic steht schon bereit .
Dann wird auch dieser in den Focus der Branchenriesen rücken.
So ist nun mal das Geschäft

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immerfroh 26.08.2017, 06:45
57.

Zitat von mr-mucki
die Lösung Bank oder Tribüne hat der BVB schon mal probiert bei Lewandowski.
In welchem Universum ?
Diese Behauptung möchte ich aber mal belegt haben .

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immerfroh 26.08.2017, 06:50
58.

Zitat von hestephan
über den Menschenhandel mit aberwitzigen Zahlungen aber die Fans und Zuschauer zahlen ja brav für diesen Irrsinn
Wurde Dembele versklavt und dann gegen seinen Willen weitergereicht ?
Man kann es auch übertreiben, Menschenhandel ist sicher ein ernstes Problem. Also vergleiche Sie bitte diesen nicht mit Profifußball .

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labuday 26.08.2017, 07:25
59. das was sie schreiben, ist grottenfalsch. Versteuert wird der

Zitat von diewildedreizehn
Der BVB nimmt also erst einmal 105 Mio ein - eine sehr stattliche Summe. Doch bei denen bleibt es wohl nicht. Die 105 Mio sind als Einnahme zu versteuern. Als BMG damals Reus und Dante abgaben, mussten sie ca. 1/3 davon als Steuern abgeben. Macht in diesem Fall also ca. 35 Mio. Bleiben noch ca. 80 Mio übrig. Der Präsident von Rennes sagte in der L'Equipe das Rennes „insgesamt 30 bis 40 Millionen Euro“ einstreichen würde. Bleiben dem BVB also noch ca. 40-50 Mio. Mal sehen, ob der BVB noch einen Ersatz verpflichtet. Dessen Ablöse wäre noch abzuziehen. Cornet von Lyon bekommt keine Freigabe, Malcolm aus Bordeaux soll ein Kandidat sein. Angesichts der knappen Zeit und der üppigen Einnahme wird er kaum für weniger als 30-40 Mio zu haben sein. So günstig wie Dembele wird der BVB wohl nun seltener an Spieler kommen. So läuft das Geschäft. Am Ende werden dann wohl +/- 10 Mio übrig bleiben, immerhin ca. 2 Jahre Gehalt. So klingt es schon viel weniger spektakulär, oder? Und das würde so auch gelten, wenn es nicht der BVB sondern sonst wen beträfe.
Gewinn am Jahresende und nicht der einzelne Deal. Wenn Sie also jetzt noch Spieler kaufen - deswegen MÜSSEN die noch Spieler kaufen - gehen diese Ausgaben davon ab.
Können die noch mehr Verluste vorweisen, so dass am Jahresende nur 1 € Gewinn bleibt, zahlen die genau nur auf 1 € Steuern (grob dargestellt).
Vereine tuen also gut daran, ihr Kapital anzulegen - srich talentierte Spieler kaufen und auszubilden oder zu "parken" - sprich auszuleihen.

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