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Renn-Kalender 2020: Fia bestätigt Formel-1-Aus für Hockenheim
VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/REX

2020 wird es kein Formel-1-Rennen in Deutschland geben. Entsprechende Berichte über das Aus des Traditionskurses hat die Fia nun bestätigt.

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MatthiasPetersbach 29.08.2019, 23:04
50.

Zitat von descartes
Ihr Beitrag ist von vorne bis hinten sehr fantasievoll, um es höflich auszudrücken. In erster Linie finden Eigfnschaften die den Verbrauch, die Sicherheit, die Langlebigkeit betreffen, den Weg vom Rennsport auf die Strasse. Die F1 hat beispielsweise Rekuperation Serienreif gemacht. Das hat mit sportlichem Fahren recht wenig zu tun.
Nun ja, Rekuperation gabs schon vorher.

Die F1 und die Affinität der Autohersteller zum Rennsport haben in erster Linie das normale Auto zu ner viel zu komplizierten Kiste gemacht.

Es mag sein, daß da die eine oder andere innovative Funktion den Weg gefunden hat - GEBRAUCHT hätte es das in den letzten 20 Jahren nicht. Nicht für die Funktion, diie ein Alltagsauto leisten muß. DAS ist doch der Kritikpunkt.

Auto ist nämlich NICHT zwangsläufig Hightech - und die alles verkomplizierende Entwicklung der letzten Jahre (airbag mal abgesehen) war ein völliger Irrweg. Aber ein lukrativer für die Industrie - das ist alles.

Was für superfunktionen hat denn ein Auto heute? Emails vorlesen? Touchscreen? Nun ja.

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descartes 29.08.2019, 23:49
51.

Zitat von MatthiasPetersbach
Dann muß eben der Steuerzahler oder die Nutznießer des Kuchens (oder Vettel) das Startgeld zahlen - Hockenheim KANN das halt nicht. DAS ist doch die Realität. Denen gehts auch nicht so pralle. Und wenn ich Hockenheimer Bürger wäre, würde ich mich auch sehr bedanken, wenn Millionen für F1 da wären, aber für nötige Infrastruktur nicht. Und ich denke, das würde Ihnen auch so gehen. Im übrigen kann man gerne NOCH weiterdenken - woher sind denn die 35 Millionen, die da unter die Leute gebracht werden können? Aus Werbeeinnahmen und Übertragungsrechten. Und die zahlt WER? Wir. Die Kunden. Also kriegen wir nen Teil vom Kuchen ab, den wir ganz bezahlt haben. Auch schön.
Soso, Sie denken also Hockenheim würde es ohne F1 besser gehen? Oder was glauben Sie, woher die Gelder für Infrastruktur kommen, wenn keine F1 mehr da ist? Glauben Sie, da würden noch Fördergelder der EU fliessen, wie bei anderen Rennstrecken? Nein, das Land profitiert reichlich davon, warum sollte BaWü da nicht auch Hockenheim unterstützen?
Für Werbung und Übertragung zahlen wir freiwillig, wer's nicht haben will, muss für F1 nichts bezahlen.

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descartes 30.08.2019, 09:15
52.

Zitat von MatthiasPetersbach
Nun ja, Rekuperation gabs schon vorher. Die F1 und die Affinität der Autohersteller zum Rennsport haben in erster Linie das normale Auto zu ner viel zu komplizierten Kiste gemacht. Es mag sein, daß da die eine oder andere innovative Funktion den Weg gefunden hat - GEBRAUCHT hätte es das in den letzten 20 Jahren nicht. Nicht für die Funktion, diie ein Alltagsauto leisten muß. DAS ist doch der Kritikpunkt. Auto ist nämlich NICHT zwangsläufig Hightech - und die alles verkomplizierende Entwicklung der letzten Jahre (airbag mal abgesehen) war ein völliger Irrweg. Aber ein lukrativer für die Industrie - das ist alles. Was für superfunktionen hat denn ein Auto heute? Emails vorlesen? Touchscreen? Nun ja.
Viele Dinge gab's schon vorher, die erst durch den harten Wettbewerb im Rennsport langlebig und Serientauglich wurden. Auch Verbrauchs- und cw Optimierungen kamen durch den Rennsport, optimierte Kühlsysteme, optimierte Abgassysteme, Sicherheit der Reifen, Sicherheit der Fahrwerke, Gewichtsoptimierungen, KERS... Sie dürfen gerne selber googeln, es gibt da sehr interessante Artikel u.a. von Porsche. Nur, weil ein Fahrzeug nicht nach Serienpkw aussieht, heisst das nicht, dass man technologisch nichts davon ableiten könnte.
Glauben Sie wirklich, die AGs, die jährlich Rechenschaftsberichte abgeben müssen, machen das nur zum Zeitvertreib, wenn es sich nicht rechnen würde und zigfach teurere Testprogramme für die Serie einsparen würde? Und den Werbezweck erfüllt sowas eben nur bei entsprechendem Erfolg und der kommt eben durch den technologischen Zugewinn.
Übrigens: Wenn Sie sich nur mal anschauen, wie viel Hightech aufgefahren werden muss um die Abgasnormen einzuhalten, wie viel know how an optimaler Verwirbelung, Verbrennung und maximaler Leistung bei geringstmöglichem Kraftstoffaufwand dahinter steckt, dann merken Sie, dass aktuelle Autos ausschliesslich durch Hightec überhaupt noch eine Zulassung erhalten.

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MatthiasPetersbach 30.08.2019, 14:13
53.

Zitat von descartes
Soso, Sie denken also Hockenheim würde es ohne F1 besser gehen? Oder was glauben Sie, woher die Gelder für Infrastruktur kommen, wenn keine F1 mehr da ist? Glauben Sie, da würden noch Fördergelder der EU fliessen, wie bei anderen Rennstrecken? Nein, das Land profitiert reichlich davon, warum sollte BaWü da nicht auch Hockenheim unterstützen?
Hockenheim bzw. der Ring GmbH? Natürlich, denen gehts jetzt besser. Immerhin müssen die keine 20 Millionen o.ä. für den Start der F1 hinlegen. KÖNNEN die doch auch garnicht und das wurde letztes Jahr auch nur möglich, weil Mercedes eingesprungen ist.
Und warum SOLLEN sie denn, wenn das FÜR SIE ein Drauflegegeschäft ist? Wer soll die dazu zwingen?


https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-Metropolregion-Die-Formel-1-Kosten-rasen-Hockenheim-davon-_arid,210163.html


Natürlich - Von mir aus kann BAWü (als Adressat der Fördergelder und anderer Mitnahmegewinne) da unterstützen - in Abwägung zwischen Gewinn und Verlust. Kann man sich in Stuttgart bei einigermaßener Blindheit und Scheuklappen sicher sogar als kostendeckend hinrechnen. Aber für den Hockenheim-Ring ist das ne viel zu große Nummer. Zuviel Abgaben (an superreiche Merkwürdige), zuwenig Verdienstmöglichkeiten, zuviele Verbote und Zwangsregelungen (werbeverbot usw....) Und das bei Eintrittspreisen, die zwar international noch moderat sind, die aber keinen Erhöhungsrahmen mehr bieten, weil sonst niemand mehr kommt.

Und grundsätzlich ist es eben auch Quatsch, sich so von nem Veranstalter einer Sportzirkusses zu erpressen zu lassen - ob F1 oder Olympia oder was anderes. Schon weltanschaulich.

Und der Ring ist ja OHNE den F1 Zirkus trotzdem immer noch ne Rennstrecke und ein Veranstaltungsort. Insbesonders in unserem an Rennstrecken achso armen Land. Die F1 mag für nicht wirklich Kundige das A und O und quasi deckungsgleich mit "Rennsport überhaupt" erscheinen - ist sie aber nicht. Das ist EIN Erscheinungsbild von Motorsport - unter unzähligen anderen. Auch weitaus erlebnisreicheren, unterhaltsameren und für den Motorsportbegeisterten Zuschauer zufriedenstellender.

Ich war bis zu den 90er sicher 50mal am Ring - aber noch nie zu nem F1-Rennen.

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descartes 31.08.2019, 16:06
54.

Zitat von MatthiasPetersbach
Hockenheim bzw. der Ring GmbH? Natürlich, denen gehts jetzt besser. Immerhin müssen die keine 20 Millionen o.ä. für den Start der F1 hinlegen. KÖNNEN die doch auch garnicht und das wurde letztes Jahr auch nur möglich, weil Mercedes eingesprungen ist. Und warum SOLLEN sie denn, wenn das FÜR SIE ein Drauflegegeschäft ist? Wer soll die dazu zwingen? https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-Metropolregion-Die-Formel-1-Kosten-rasen-Hockenheim-davon-_arid,210163.html Natürlich - Von mir aus kann BAWü (als Adressat der Fördergelder und anderer Mitnahmegewinne) da unterstützen - in Abwägung zwischen Gewinn und Verlust. Kann man sich in Stuttgart bei einigermaßener Blindheit und Scheuklappen sicher sogar als kostendeckend hinrechnen. Aber für den Hockenheim-Ring ist das ne viel zu große Nummer. Zuviel Abgaben (an superreiche Merkwürdige), zuwenig Verdienstmöglichkeiten, zuviele Verbote und Zwangsregelungen (werbeverbot usw....) Und das bei Eintrittspreisen, die zwar international noch moderat sind, die aber keinen Erhöhungsrahmen mehr bieten, weil sonst niemand mehr kommt. Und grundsätzlich ist es eben auch Quatsch, sich so von nem Veranstalter einer Sportzirkusses zu erpressen zu lassen - ob F1 oder Olympia oder was anderes. Schon weltanschaulich. Und der Ring ist ja OHNE den F1 Zirkus trotzdem immer noch ne Rennstrecke und ein Veranstaltungsort. Insbesonders in unserem an Rennstrecken achso armen Land. Die F1 mag für nicht wirklich Kundige das A und O und quasi deckungsgleich mit "Rennsport überhaupt" erscheinen - ist sie aber nicht. Das ist EIN Erscheinungsbild von Motorsport - unter unzähligen anderen. Auch weitaus erlebnisreicheren, unterhaltsameren und für den Motorsportbegeisterten Zuschauer zufriedenstellender. Ich war bis zu den 90er sicher 50mal am Ring - aber noch nie zu nem F1-Rennen.
Von der Ring GmbH Rede ich ja auch gar nicht, sondern vom Land bzw. von der Region, die davon finanziell profitiert. Oder glauben Sie, Veranstaltungen, wie das Jim Clark Revival, oder die IDM werfen für die Region ähnlich viel ab, oder tragen sich gar selbst? Le Mans, oder Spa beispielsweise wurden infrastrukturell von der EU gefördert, warum das Hockenheim nicht hinbekommt ...?
Wenn Sie je bei den 24h in Le Mans waren, haben Sie sicher die Unterstützung der pays de la Loire an jeder Ecke bemerkt, weil sie eben auch Wissen, was da für die Region wirtschaftlich wieder zurück kommt. Nur in D kann man vor lauter Meckern und Geiz nicht für 5c über den Tellerrand schauen.

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descartes 01.09.2019, 10:59
55.

Zitat von fortelkas
...dass dieser sogenannte Sport in Deutschland nicht mehr möglich ist. Ökologisch, technisch und ökonomisch gibt es keine Begründung dafür. Vor Jahren hat sich der Betriebsrat von Mercedes einmal dagegen gewehrt, dass die Rennabteilung der Firma wieder eröffnet wurde. Schade, dass er sich damals nicht durchgesetzt hat. Die Zuschauerzahlen gehen offenbar zurück, gut so. Den Formel 1-besoffenen Menschen sei gesagt: Eure Zeit ist um, Ihr habt es nur noch nicht gemerkt. Erwin Fortelka
Der BR trägt Verantwortung für die Beschäftigten, also auch für den Erhalt deren Arbeitsplätze. Schauen Sie sich die Verkaufszahlen von Mercedes an, seit dem Wiedereinstig: Ein deutliches, stetiges Wachstum und damit auch ein Wachstum der Beschäftigtenzahl und der Gewinnbeteiligungen. Also hat der BR gemäss seiner Aufgabe wohl alles richtig gemacht.
Sie dürfen die Kausalität gerne anzweifeln, müssen dann aber erst mal beweisen, dass dieser Status quo ohne F1 ebenfalls erreicht worden wäre.
Im Übrigen belaufen sich die Kosten für das Mercedes F1 Engagement real auf unter 35Mio jährlich, alleine wenn man den Werbeeffekt gegenrechnet, die Synergieeffekte noch gar nicht berücksichtigt.

Also erst mal informieren, dann beissen ...

https://www.motorsport-total.com/formel-1/news/warum-die-formel-1-fuer-mercedes-ein-schnaeppchen-ist-17100402

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