Forum: Sport
Rhein-Derby in Mönchengladbach: Köln bedauert Platzsturm der Anhänger
AP/dpa

Beim rheinischen Derby zwischen Mönchengladbach und Köln ist es nach Abpfiff zum Platzsturm und zwei Festnahmen gekommen. Der FC distanzierte sich von der Aktion - und rechnet mit einer "deutlichen" Strafe.

Seite 6 von 6
Mittelschicht 16.02.2015, 09:57
50.

Es müssen eben einfach die Auflagen massiv verschärft werden. Die Vereine und die Liga haben wahrlich mehr als genug Geld um notfalls eben tausend oder mehrere tausend Ordner zu entsprechenden Spielen dieser ach so tollen "Traditionsvereine" zu stellen. Die Vereine die das Geld nicht haben oder das Geld lieber in die Gehälter ihrer Spieler stecken haben eben Pech und spielen vor leeren Rängen. Wenn es nicht anderst geht muss eben der "Hausherr", sprich auch die Vereine, vor Einlass 100%-Personenkontrollen machen. Dann muss man eben als Fan auch mal ein paar Stunden vor Anpfiff in der Schlange stehen. Ich habe jedenfalls nicht die Einsicht dass hier die von allen bezahlte Polizei für ein so ein paar Idioten herhalten muss und womöglich noch die ballschubsenden Millionäre vor ihren eigenen Fans schützten muss.

Beitrag melden
TomRohwer 16.02.2015, 12:34
51.

Zitat von
FC-Trainer Peter Stöger hatten die Vorfälle erschüttert. "Was soll ich dazu sagen? Jeder, der Fußball liebt, kann mit so etwas nichts anfangen. Das kann man logischerweise nicht gutheißen", sagte so Stöger: "Das ist bitter. Mindestens so bitter wie die 0:1-Niederlage." Gladbachs Trainer Lucien Favre sagte: "So etwas gehört nicht zum Fußball." Torhüter Timo Horn forderte: "Die Fangemeinschaft muss eine Lösung finden, diese Leute im Zaum zu halten."
Das wird daran scheitern, daß viele zigtausend Fußballfans das total geil finden und mehr oder weniger offen oder klammheimlich unterstützen.

Zu behaupten, Fußball-Hooligans hätten nichts mit Fußball-Fans zu tun ist genauso absurd und führt genauso in die Irre wie die Behauptung, islamische Terroristen hätten nichts mit dem Islam zu tun...

Beitrag melden
je_pense 18.02.2015, 11:59
52. Es fehlen deie persönlichen Konsequenzen

Es fehlen deie persönlichen Konsequenzen, vor allem für die Randalierer. Wenn man die Grundsituation ganz nüchtern betrachtet wird man feststellen, dass es nie eine 100% Sicherheit geben wird. Ebenso wird man nie zu 100% verhindern können, das Pyrotechnik in ein Stadion geschleust wird. (In den Kommentaren steht etwas davon, das nicht alle Körperöffnungen kontrolliert werden, alternativ fällt mir noch ein Rauchpulver in "push-up-Polster" von BHs zu transportieren.)
Wenn man diese Grundkostellation akzeptiert stellt sich also die Frage wie man die Wahrscheinlichkeit solcher Vorkommnisse reduziert. Mehr Ordner und gründlichere Kontrollen sind definitiv notwendig. Ob es dann zu Ganzkörpervisitationen wie vor einigen Jahren beim FCB, oder Ganz-Körperscannern wie auf Flughäfen kommt ist wieder eine andere Frage.
Damit hätte man aber lediglich die Thematik der Pyrotechnik einigermaßen kontrolliert. Immer noch nicht die Randale!
Hier kann man selbstverständlich den Ticketverkauf des Gastvereins personalisieren. Nur kauft sich der geneigte Randalierer das Ticket dann eben beim Heimverein für den Familienblock (und schleust sich in den Gästeblock) oder auf den Namen eines Freundes. Oder wird etwa beim Einlaß die Übereinstummung von personalisiertem Ticket und den Personalien kontrolliert?
Dies und die Randale an sich wird man nie vermeiden können. Denn wenn ein Mensch austickt und etwas umbedingt will, dann findet er einen Weg und blendet alles aus.
Bei denjenigen, die das ganze aus einem gewissen Kalkül und der Lust am Verbotenen, dem Nervenkitzel oder was auch immer machen könnten harte persönliche Konsequenzen ein Weg sein. Hier stellt sich aber die Frage weshalb es bei einer angeblich kompletten Videoüberwachung des Stadions nicht möglich ist die Täter zu identifizieren? Und weshalb es nur so wenige Festnahmen gab! Ein einkesseln der Täter auf einem Fußballplatz sollte ja möglich sein.

Die Folge wären dann entsprechende Strafverfahren und persönliche Strafen. Denn ganz ehrlich: Wem es nur um Randale geht, den interessiert eine Strafe für den Verein in welcher Form auch immer überhaupt nicht!
PS: Auch Stadionverbote ohne Meldeauflagen machen wenig Sinn. 1. Haben viele Bekannte beim Ordnungs-/Einlassdienst, die vielleicht ein auge zudrücken. 2. Können nicht alle Einlassdienste jeden mit Stadionverbot belegten Fan zu kennen. 3. Bei bundesweiten Stadionverboten: Woher soll zum Beispiel der Einlaß vom HSV alle mit Stadionverbot belegten Fans aus zum Beipsiel Stuttgart, München oder Nürnberg oder anderen Vereinen kennen?

Fazit: Identifizierung der Täter und persönliche Strafen sind absolut notwendig um in Verbindung mit der Fanarbeit der Vereine solche negativen Vorkommnisse zurückzudrängen.

PPS: Wenn jemand sagt von solchen Vorkommnissen "Fans" betroffene Vereine sollen in die unteren Ligen absteigen: Prot Mahlzeit! Da haben solche Jungs noch leichteres Spiel!

Beitrag melden
Seite 6 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!