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Ronaldo zum vierten Mal Weltfußballer
AFP

Champions-League-Sieger und Europameister: Cristiano Ronaldo führte seine Teams 2016 mit vielen Toren zum Titel. Deshalb wählten ihn die Journalisten erneut zum besten Fußballer des Jahres. Lionel Messi wurde Zweiter.

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gustavsche 17.12.2016, 19:04
70.

Zitat von wutbü
Gibt es auch eine Rangliste der größten Steuervermeider? (oder Hinterzieher?) Wenn einer mal die Nacht durchmacht wird er aus einer Nationalmannschaft geworfen, ein ungleich schlimmeres moralisches Vergehen wird missachtet, da man ja wohl noch Geschäfte mit ihm machen kann! Moral und Charakter weiter auf rasanter Talfahrt ........
Steuerhinterziehung ist kein "moralisches Vergehen". Das ist wie Falschparken. Außerdem ist Steueroptimierung noch nicht einmal ein Verbrechen. Selbstverständlich kann man da Fehler machen und falsch versteuern. Die Steuerbehörden gehen grundsätzlich von Vorsatz aus, nicht von Versehen. Sowas sollte unsereins nicht angedeihen lassen.

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gustavsche 17.12.2016, 19:23
71.

Zitat von briancornway
Wer den Weltfussball nicht erst seit 2008 verfolgt, wird sich erinnern, dass es bei der Wahl immer viel Abwechslung und nachvollziehbare Entscheidungen gab. Nur eben in den letzten Jahren hat sich kein anderer Spieler so richtig aufgedrängt als die beiden genannten. Aber ich wette, nächstesmal wird es keiner von beiden.
Doch, Toni Kroos, aber auch Ibrahimovic, Modrić, Özil und Neuer. Die Frage ist nur, ob man etwas vom Fußball versteht oder nicht. Ich finde, die Stürmer sind schlicht und ergreifend überrepräsentiert. Und bei den Verteidigern wie Pepe, frage ich mich auch, was die geraucht haben, dass so eine Charge so weit vorne landet.

Meine Meinung seit Jahren: Niemand ist so verkannt wie Toni Kroos. Schon ein so intelligenter Spieler wie Xavi, wurde nie ausgezeichnet. Selbst im Weltmeisterschaftsjahr 2010 nicht oder in den Jahren der beiden EM-Siege 2008 und 2012.

Alfredo Pöges IFFHS ist zwar dubios, aber deren Auszeichnungen sind von höherem Sachverstand gekennzeichnet.

Dass Messi bei der WM 2014 als bester Spieler ausgezeichnet wurde, obwohl er nicht einmal bester Spieler seines Teams war (Mascherano hat stärker Eindruck gemacht), war ja auch so ein Ding. Kann mir gut vorstellen, dass da irgendwelche Chinesen mitentschieden haben. Von Fußball keine Ahnung, aber von großen Namen blenden lassen.

Jemand anderes hat es erwähnt: Die Saison-MVP-Wahlen in der NBA sind von äußerst hoher Qualität. Das ist ausgewogen, niemand fragt sich hinterher: Wie kann das sein? Da kommen Entscheidungen heraus, die verständlich und angemessen sind. Selbst Michael Jordan hatte nie das Dauer-Abonnement auf den MVP-Titel. Außerdem wird in der NBA auch die Defensiv-Leistung berücksichtigt (da war Michael Jordan auch immer topp), aber auch Assists. Es wird geschaut, wie setzt der Spieler seine Mannschaftskollegen ein. Einfach nur über 30 Punkte pro Spiel reinzurotzen, hat in der NBA nie genügt. Steve Nash hat daher zwei MVP-Auszeichnungen, Kobe Bryant nur eine. Und das vollkommen zurecht!

Im Fußball honoriert man aber die Kobe Bryants. Das ist schade.

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gustavsche 17.12.2016, 19:33
72.

Zitat von briancornway
Wenn ich ein Sport-Fachblatt betreiben würde, dann würde ich bestimmt auch irgendwelche Preise ausrufen, alleine schon, um mein Blatt zu positionieren. Und genau so ist der "Ballon d’Or" ja auch entstanden, zu einer Zeit, als bei Fußballern niemand von einem "Marktwert" sprach. Alle Fans wollen gelegentlich "erfahren", wer denn der Beste von allen ist, und die Presse bietet uns gerne Preise und Rankings.
Daran ist ja nichts verkehrtes. Das Problem ist vielmehr, welche Qualität die Wahl hat. Der Ballon d'Or hat ja eine gewisse Tradition, aber die Entscheidungen der letzten Jahre widersprechen jeglichen Sachverstand. Ronaldo ist für 2016 die richtige Wahl, aber ich sehe die vorherigen Auszeichnungen sehr kritisch und was das immer auf Platz 2, 3 und 4 kreucht und fleucht. Das kommt davon, wenn jeder Hinz und Kunz befragt wird. Eigentlich braucht's eine unbestechliche Jury, die nur ihrem Sachverstand verpflichtet ist. Cruyff sah 2014 Toni Kroos als den Weltfußballer des Jahres an. Er hatte in dem Jahr exzellent bei den Bayern gespielt, dann eine ausgezeichnete WM in Brasilien (Platz 1 im Castrol-Index!) und dann auch noch bei Real Madrid reüssiert.

Wie die Auszeichnung in den letzten Jahren vergeben wurde, kann man sie in die Tonne treten.

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