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Rücktritt aus der Nationalmannschaft: Özil will nicht mehr für Deutschland spielen
DPA

Mesut Özil hat seinen Rücktritt aus der A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußballbundes erklärt. In einem Statement begründete er diesen Schritt mit "Rassismus und Respektlosigkeit" ihm gegenüber.

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japhet 22.07.2018, 21:46
240. Offen oder nicht offen für andere Kulturen?

Ist die Türkei offen für „andere Kulturen“? Ist nicht die Türkei gerade unter dem von Herrn Özil hofierten Präsidenten auf dem Weg zu einem islamistischen Staat, der keinen Platz für andere Kulturen, andere Religionen hat? Muss man das unter den Traditionen verstehen, von denen er erzählte, dass seine Mutter ihn ermahnte diese zu respektieren?

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cave68 22.07.2018, 21:46
241. für mich ist

Özil ein von seinen Eltern und Medienberatern ferngesteuerter unreifer Kerl,der sich hier in seiner Erklärung noch nicht mal in eigenen selbständigen Gedanken und Worte äussert.

Was soll dieser Rassismus-Unsinn?Nur weil ein paar Twitter und Facebook-User übers Ziel hinausgeschossen sind?Dann hätten so einige Spieler aufgrund diverser Hasstiraden (Jimmy Durmaz-Schweden) ebenso ihre Karriere beenden müssen.
Billig hier die schuld einem DFB-Funktionär in die Schuhe zu schieben:Spieler=Helden....Funktionäre=Taugenichts e...billiger Versuch auf den einige hier anscheinend immer wieder drauf reinfallen.
Nein am WM-Abschneiden gebe ich ihm keine Schuld...trotzdem vermissen werde ich ihn nicht.In Erinnerung wird er mir nur bleiben als jemand,der in seinem letzten NM-Jahr sich nur einmal zu einem positiven Gesichtsausdruck verleiten liess….und zwar bei der Trikotübergabe an seinen verehrten Präsidenten.

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pric 22.07.2018, 21:46
242. Als hätte sich nichts geändert

Hr. Özil bennent die Gründe und die Kommentare hier geben ihm recht. Das ist bitter, diese Schreihälse sind aber in der Minderheit, deswegen müssen sie auch so laut schreien. Schade, dass unsere nationaler Fußballverband zu deutsch ist, sich wie bei anderen Nationalmannschaften mit ihren Spielern gegen diese Schreier zu solidarisieren.

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murksdoc 22.07.2018, 21:47
243. Lieber Mesmut

spiele Fußball und halte dich aus Sachen raus, von denen du nchts verstehst. Die Nazis betrieben drei Schulen für muslimische Feldgeistliche, zwei in Guben, eine in Dresden. Insoweit steht der, mit dem du dich hast ablichten lassen, viel mehr in dieser speziellen "Tradition", als die, denen Du das vorwirfst. Das wusstest Du nicht, also beschwere dich nicht, wenn im Gegenzug andere, die nichts vom Fußball verstehen, Dir irgendwelche blöden Ratschläge erteilen. https://centurean2.wordpress.com/2010/12/31/the-ss-mullah-school-dresden-the-imam-institute-and-islamic-anti-semitism/

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nochein0815er 22.07.2018, 21:48
244. Ich finde es schade ...

... dass jetzt der oft so gerne verwendete Reflex ausgepackt wird, die Deutschen seien rassistisch und respektlos, sobald ein "Nichtdeutscher (?)" Kritik erfährt.
Fakt ist, dass Herr Özil es nicht für nötig hielt, nach Aufkommen der Diskussion um sein unglückliches Foto Stellung zu beziehen. Damit hätte er umgehend für Ruhe sorgen können. Jetzt, nachdem so viel Zeit verstrichen ist, kommt die verspätete Reaktion unglaubwürdig bei dem Leser an. Das wäre besser zu lösen gewesen.
Mit Rassismus hat das meiner Meinung nach nichts zu tun! Hätte sich ein Herr Hummels oder Herr Neuer mit einem deutschen Vertreter menschenverachtender Werte öffentlichkeitswirksam präsentiert, hätte das auch Wellen geschlagen.
Ich möchte abschließend betonen, dass ich Respekt vor Herrn Özils sportlichen Leistungen und seinen karikativen Einsätzen habe. Ein solches Ende hat seine Nationalmannschaftskarriere nicht verdient.

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hamburger.jung 22.07.2018, 21:48
245.

Das Foto war dumm, keine Frage. Aber machen andere immer alles richtig? Bei der WM gab es schlechtere Spieler als Özil. Und die ganzen rechten Hetzer haben das alles als willkommenen Anlass genommen um auf ihn einzuprügeln. Widerlich! Mit ganz vielen was er da heute geschrieben hat, hat er vollkommen recht. Und sportlich ist das ein Verlust. Ein entscheidender Umschaltspieler mit vielen guten letzten und noch mehr wichtigen vorletzten Pässen. Und an all die Ahnungslosen: Wer mit Werder und erst recht bei Madrid und Arsenal 10 Jahre immer CL spielt und Stammspieler beim WM-Titel ist, der kann verdammt gut kicken. Aber dem deutschen Michel ist ja Hymne singen ( man schaue mal auf die Sänger von 54 und 74, da werdet Ihr euer blaues Wunder erleben) wichtiger als Fussball-Fachkenntnis.

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rainer82 22.07.2018, 21:49
246. Özil hat recht,

auch wenn der Fototermin mit dem Diktator ein peinlicher Fehler war. Wer ihm aber z.B. verübelt, dass er nie die Hymne mitgesungen hat, ist auch in meinen Augen ein unverbesserlicher Rassist (abgesehen davon , dass sich mir bis heute nicht erschließt, warum bei sportlichen Wettkämpfe ausgerechnet Nationalhymnen gegrölt werden müssen.)
Wir Fans werden Özil vermissen, als großartigen Fußballer und auch als jungen Menschen, der mehr für unser multikulturelles Land getan hat, als seine miefigen Kritiker.
Unser Bundespräsident, der ihm offensichtlich wirklich zugehört und ihn ernst genommen hat, sollte ihn mit einen Orden auszeichnen für seine Verdienste um unseren Sport. Das wäre auch ein eindrucksvolles Zeichen gegen das hassgesteuerte rechte Lager, das Özil zum Opfer gemacht hat.

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matthias8989 22.07.2018, 21:49
247. Integration

Integration, Identifikation. Özil hat Recht. Die erwähnten Preise für Integration sollte er auch gleich mit zurückgeben. Ein Sportler, der meines Wissens nie die Nationalhymne des Landes mitgesungen hat, für das er gespielt hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nach einem Fototermin mit einem Despoten in die Kritik kommt. Übrigens war es nicht nur das Foto - sondern auch die Bildunterschrift: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“ ... die sehr irritiert hat. Sich nach wochenlangem Schweigen plötzlich als Opfer zu sehen, ist schon sehr kurzsichtig. Mir wird M. Özil in der Nationalmannschaft nicht fehlen. Nur sehr wenige Momente waren seinen Einsatz wert. Meist spielte er eher schwach.

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ClausB 22.07.2018, 21:50
248. Ob er

jetzt wohl auch seinen deutschen Pass abgibt und, wer weiß, vielleicht Brite/ Engländer wird.
Man kann dem DFB ja einiges vorwerfen, aber mangelnden Respekt, ich weiß nicht ?
Und das Özil jetzt mit dem Vorwurf Rassismus kommt ist für mich völlig unverständlich; man hat ihn in der "causa Erdogan" kritisiert, viele taten dies, auch ich. Aber das er jetzt in dieses Horn stößt macht seine Schreiben und ihn in meinen Augen unglaubwürdig und ist nicht nachvollziehbar. Und dann noch auf englisch, (kann er kein deutsch mehr?) ; in einer Angelegenheit, die vielleicht türkischstämmige Deutsche und Deutsche ohne Migru betrifft, den Rest der Welt aber nur peripher interessiert, nehme ich mal an.

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schosch 22.07.2018, 21:50
249. Der Fall Ö.

Es gibt – unter anderen – einen Fußballspieler in der Deutschen Nationalmannschaft, der zwei Nationalitäten angehört: der deutschen und der türkischen. Dieser Spieler kam (zusammen mit einem anderen deutsch-türkischen Kollegen) auf die Idee, sich mit einem faschistischen ausländischen Despoten abzulichten (ein dritter Kollege hat übrigens darauf verzichtet). Das kommt in Deutschland natürlich nicht gut an. Insbesondere vor dem Hintergrund der Nazizeit. Die Aufregung war entsprechend groß, aber mittlerweile fast wieder vergessen. Jetzt – nach Monaten – hat sich der Spieler nach erheblichem Druck doch mal dazu geäußert. Damit wurde die Angelegenheit wieder sehr aktuell.

Auf Englisch übrigens. Wahrscheinlich wollte er weder die deutsche, noch die türkische Seite verprellen. Das ist schonmal peinlich, er weiß nicht, wo er hingehört. Eine ungewollte Stellungnahme gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Um auf den Inhalt einzugehen: Insgesamt sind es jetzt drei Erklärungen, die abgegeben wurden.

In der ersten wurde Bezug genommen auf die familiären Gegebenheiten und der Einfluss der Mutter. Es sei eine Frage des Respekts, dem „Präsidenten der Familie“ Tribut zu zollen. Hierbei wird aber ausgeblendet, das der Präsident ein faschistischer Möchtergern-Diktator ist. In der Zweiten Stellungnahme erfolgt der Angriff auf die „Medien“. Hier wird nicht mehr unterschieden zwischen Stellungnahmen einzelner und den tatsächlichen Medien. Außerdem wird in dieser Stellungnahme die Rassismuskeule geschwungen. Das heißt, der Verdacht, er werde aufgrund seiner Herkunft verfolgt. Das ist besonders peinlich und ekelhaft. Fast belustigend ist es dagegen, dass er Sponsoren kritisiert, die sich von ihm abgewendet haben. Das Interesse der Sponsoren ist es doch, Werbung mit der Persönlichkeit zu machen; wenn dieser sich jedoch als rechtsradikaler outet, ist der Werbeeffekt natürlich etwas dahin. In der dritten Stellungnahme wird schließlich der Austritt aus der Nationalmannschaft proklamiert.

Schade, ich hätte dem DFB schon lange empfohlen, ihn zu entlassen, jetzt hat er es selbst in die Hand genommen. Der DFB hat in dieser Sache aber auch vollkommen versagt. Ein letzter kleiner Triumph eines sehr einfältigen Menschen. Für den Fußball mag es ausreichend sein, aber in der Öffentlichkeit hätte er sich lieber nicht äußern sollen. Ich gehe auch davon aus, dass er kein Wort dieser Erklärungen selbst geschrieben hat, da er dazu intellektuell nicht in der Lage wäre. Schade, dass er auch so inkompetente Berater hatte. Ein Minimum an Verständnis für die Reaktionen der Öffentlichkeit in Deutschland wäre hilfreich gewesen, so stellt er sich leider nur als Opfer der Medien dar und ignoriert seine Verfehlungen. Es ist gut, dass er nicht mehr für Deutschland spielt, das für Demokratie und Meinungsvielfalt steht.

Eins muss ich noch loswerden: in der ganzen Diskussion wird vor allem kritisiert, dass er nicht zu Deutschland und zu seinem Team hält. Das ist korrekt, viel schlimmer finde ich aber, dass er Wahlwerbung für einen rechtsradikalem Despoten macht.

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