Forum: Sport
Rücktritt aus der Nationalmannschaft: Özil will nicht mehr für Deutschland spielen
DPA

Mesut Özil hat seinen Rücktritt aus der A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußballbundes erklärt. In einem Statement begründete er diesen Schritt mit "Rassismus und Respektlosigkeit" ihm gegenüber.

Seite 31 von 58
kivikova 22.07.2018, 22:15
300.

Zitat von masterofconfusion
Aber der richtige Schritt und nur konsequent. Ich bewundere ihn.
Ich auf keinen Fall.Er hat sich nie wirklich zu der Nationalmannschaft bekannt.Am Schluss wurde es immer schlimmer.Auch seine Leistungen waren nicht mehr top, wobei der Einsatz fehlte.Sein Nachtreten von seinen Managern formuliert) ist schwach und unangemessen.Er sollte über senen Präsidenten bestens infomiert sein.

Beitrag melden
xxgreenkeeperxx 22.07.2018, 22:16
301. @263 Sündenbock

Ich finde Herr Özil ist ein gutes Beispiel wie in Deutschland jemand zum Sündenbock gemacht wird und andere über jeden Zweifel erhaben sind. Denn welches Foto hat wohl mehr den Wahlkampf für Herrn Erdogan positiv beeinflusst? Doch bestimmt nicht das Trikot eines derzeit nicht ganz so erfolgreichen Londoner Fußballclubs das von Herrn Özil überreicht wurde, oder? Wenn doch wäre das ja wohl ein absolutes Armutszeugnis für unser Land. Da müssten wir uns ja wohl alle einig sein. Das Herr Özil zurücktritt ist für mich in Ordnung, aber eben aus rein sportlichen Gründen, nach der Vorstellung die er in Russland zusammen mit den meisten anderen Spielern der "Mannschaft" abgegeben hat. Deshalb heißt es folgerichtig für ihn Platz zu machen für die nächste Generation. Aber doch nicht wegen der Fotos. Da müssten vorher ganz andere ihren Hut nehmen. Immerhin hat Herr Özil darüber hinaus keinen Deal mit Herrn Erdogan abgeschlossen. Jedenfalls soweit ich informiert bin.

Beitrag melden
cosmos 22.07.2018, 22:17
302. Özil ist im Unrecht

Zitat von rainer82
auch wenn der Fototermin mit dem Diktator ein peinlicher Fehler war. Wer ihm aber z.B. verübelt, dass er nie die Hymne mitgesungen hat, ist auch in meinen Augen ein unverbesserlicher Rassist (abgesehen davon , dass sich mir bis heute nicht erschließt, warum bei sportlichen Wettkämpfe ausgerechnet Nationalhymnen gegrölt werden müssen.) Wir Fans werden Özil vermissen, als großartigen Fußballer und auch als jungen Menschen, der mehr für unser multikulturelles Land getan hat, als seine miefigen Kritiker. Unser Bundespräsident, der ihm offensichtlich wirklich zugehört und ihn ernst genommen hat, sollte ihn mit einen Orden auszeichnen für seine Verdienste um unseren Sport. Das wäre auch ein eindrucksvolles Zeichen gegen das hassgesteuerte rechte Lager, das Özil zum Opfer gemacht hat.
Ihrer Analyse kann ich nicht zustimmen. Aus seiner Sicht war der Fototermin kein Fehler. Er hat doch gesagt, er würde das immer wieder machen.
Wer für ein geschlossenes motiviertes Auftreten der Mannschaft ist, dazu gehört eben ein gewisses Bekenntnis zu seinem Land, eben das Mitsingen der Hymne ( ich habe die Gesichter der Mexikaner, aus dem ersten Spiel, noch im Gedächtnis, wie die einheitlich, motiviert, mit Stolz mitsangen, und dann die unmotivierten, trostlos schauenden Gesichter der Deutschen ) , ist kein Rassist.
All das hat nichts mit einem rechten Lager zu tun. Z.B. hat heute auch der Grüne Özdemir das Verhalten von Özil scharf kritisiert.
Ich glaube nicht, dass ein deutscher Fussballfan Özil gross nachtrauert. Er war kein Vorbild, hat zuletzt schlecht und unmotiviert gespielt, benimmt sich daneben und bezeichnet dann noch seine Kritiker als Rassisten.

Beitrag melden
mimoun74 22.07.2018, 22:19
303. Kein Sündenbock

Herr Özil hat in allem 100% Recht.
Jetzt soll in Zukunft jemand anders als Sündenbock herhalten.
Die nächsten werden Boateng oder Rüdiger sein falls es mal nicht so gut läuft.
In Zukunft wird man sich es 2 mal überlegen ob man mit Migrationshintergrund noch für Deutschland spielt oder doch nicht lieber für das Land der Eltern oder Großeltern.

Beitrag melden
knew8it8told8u8so 22.07.2018, 22:20
304. Wie traurig...

anscheinend haben hier die Gehässigen nur den mäßigen IQ eines „Fußballers“ die hier nur den Fußball erkennen oder nur erkennen wollen. Schade Deutschland, das was hier passiert ist, ist ein Armutszeugnis fuer die zukünftige Rolle und Position Deutschlands unter den Vorzeige-Nationen die den Menschen unter seinen Bürgern sehen und nicht dessen Rasse. In einer immer kleiner werden Welt wird sich die Spreu vom Weizen trennen, ich hoffe es wird nicht zu schmerzhaft fuer die heranwachsende Generation die unter diesen Perspektiven es nicht einfach haben wird. Die alten Geister der 40ziger sitzen immer noch tief in den Hirnen....Schade...

Beitrag melden
verbalallergiker 22.07.2018, 22:22
305.

Zitat von ROBIN7
Und wenn er sich mit Putin oder Orban hätte ablichten lassen, dann wär nichts dabei ? Nein: Genau so geht Rassismus, das habt ihr nicht kapiert. ! Und ihr habt nicht kapiert, dass der DFB ohne die Migrantenkinder, die noch Fußball spielen, ein unbedeutender "Vogelschiss" wäre, der zusammen mit Liechtenstein und Italien in der Seniorenkreisklasse spielen würde.
Erst mal stecken Sie bitte das peinliche "ihr" wieder weg und zweitens: Was wäre wenn xyz wäre, ist nicht relevant. Özil hat sich bei einem Autokraten angebiedert. Das zählt. Und überhaupt (wenn wir schon bei diesem albernen Spiel sind): Wären Sie auch so nachsichtig, wenn Manuel Neuer mit Alexander Gauland posieren würde?

Beitrag melden
Justitia 22.07.2018, 22:23
306.

Zitat von McManaman
Mit Mesut Özil verliert das deutsche Team den besten Spielgestalter ihrer Geschichte. Sein Rücktritt war voraussehbar und ist vor dem Hintergrund der Ereignisse konsequent und nachvollziehbar. Mich macht die ganze Geschichte wahnsinnig traurig, auch wenn ich sein Treffen mit Erdogan nicht gut fand. Für die Integrationsbestrebungen des DFB ist dies ein in seinen Dimensionen noch nicht absehbar herber Rückschlag. Leider haben die Rassisten hier einen Punktsieg erringen können. Grindel, der - ob wissentlich oder nicht - deren Spiel spielte, sollte sofort zurücktreten.
Es sei mal dahingestellt, ob Özil wirklich der beste Spielgestalter der deutschen Fussballgeschichte ist oder war, da fallen mir nämlich einige Namen ein, die ihm sicherlich das Wasser reichen können. Vor allem solche, die auch mal ein Spiel an sich reissen konnten, wenn es für die Mannschaft nicht so gut lief, genau diese Eigenschaften besitzt nämlich Özil eher weniger bis nicht. Der Rest Ihres Post aber: Volle Zustimmung meinerseits! Grindel hat den Rücktritt provoziert und gewollt, daran habe ich auch keine Zweifel. Und nicht nur deshalb hat Özil mit seinem Satz "Ich fühle mich ungewollt" ebenfalls recht, genau das war er nicht (mehr), sowohl von Grindel als auch von vielen rassistischen Fans, denen er als eingebürgerter ehemaliger Türke schon immer ein Dorn im Auge war. Die Art und Weise, wie sich Özil nun aber aus der NM verabschiedet, nämlich mit einer Generalabrechnung, in der nur die anderen Schuld am Zustand sind, hinterlässt aber einen schalen Beigeschmack und wird immer mitschwingen, wenn man sich an seine Erfolge mit der NM erinnern wird.

Beitrag melden
Roland Bender 22.07.2018, 22:23
307. Das ist nur folgerichtig

Der Mann fühlt sich offensichtlich noch mehr als Türke als als Deutscher. Aus meiner Sicht ist es ein folgerichtiger Schritt zurückzutreten.

Ich bin kein großer Nationalist aber ich finde in die National-Elf gehören Spieler, die sich zu dem Land bekennen und das hört bei der Nationalhymne nicht auf. Auf keinen Fall sollten Angehörige der National-Elf Werbung für türkische Despoten machen.

Ich denke, das ist eine gute Lösung. Machen wir einen Punkt dahinter und vergessen wir die Angelegenheit.

Beitrag melden
stern69 22.07.2018, 22:24
308. Özil wird uns fehlen, Grindel braucht kein Mensch

Ein Verband der so einen Vorgang eine "Affäre" nennen läßt und das nicht geklärt bekommt, dessen Team ist mit der Vorrunde bestens bedient.

Beitrag melden
dr.stangl 22.07.2018, 22:24
309.

Der ganzen Debatte um Özil, sein Bild mit einem Diktator und seine Reaktion darauf wird in den Medien zuviel Beachtung geschenkt. Der entscheidende Fehler war doch, dass Bundestrainer Löw offenbar andere als Leistungskriterien für seinen WM Kader gelten lies. Rein sportlich hätte Özil schon längst nicht mehr ins Aufgebot der Natinalmannschaft gehört.

Beitrag melden
Seite 31 von 58
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!