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Rücktritt aus der Nationalmannschaft: Özil will nicht mehr für Deutschland spielen
DPA

Mesut Özil hat seinen Rücktritt aus der A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußballbundes erklärt. In einem Statement begründete er diesen Schritt mit "Rassismus und Respektlosigkeit" ihm gegenüber.

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holger.heinreich 23.07.2018, 06:59
510. Wer mit Erdogan

paktiert, verdient härteste Kritik und keinen Respekt. Gilt auch für Ex-Kanzler. Wer auf die Kritik mit dem Rassismus-Joker anwortet, ist lächerlich und verdient noch weniger Respekt.

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wolly21 23.07.2018, 07:02
511. Wie ist das

eigentlich mit der Meinungsfreiheit?
Erdogan wurde von einer Mehrheit gewählt, auch von einer großen Mehrheit von Deutsch-Türkischen Wählern.
Türkei ist Nato-Partner.
Mit Erdogan wurde auch schon Frau Merkel (auf goldenem "Thron") fotografiert.
Ein Nationalspieler muß kein "Gelöbnis" wie bei der Bundeswehr ablegen.
Die Bundesregierung und viele deutsche Firmen haben Verträge mit der Türkei geschlossen.
Erdogan kann mögen oder hassen (darf man Steinmeier, Merkel, Nahles, auch, sogar auch Gauland) ohne dafür bestraft zu werden.
Erdogan ist von keinem Internationalen Gericht zu irgendwelchen Strafen verurteilt worden.
Herr Böhmermann darf ein Schmähgedicht über Erdogan teilweise nicht verbreiten.
Deutsche Fußballmannschaften spielen immer wieder in Istanbul. Sollen die alle das Stadion verlassen, weil ein Herr Erdogan in der Ehrenloge sitzt?

Dieses Mezut Özil Bashing ist völlig unberechtigt.
Und die WM haben ALLE Mitglieder der Nationalmannschaft vergeigt: Sie haben einfach ALLE als Mannschaft versagt.

Und warum trennt sich der DFB nicht von Sponsoren (Merzedes) die laufend geltendesd Recht gebrochen haben? (Dieselskandal).
Warum ist Erdogan "pfui", Zetzsche aber "hui"?

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Allgemeinbetrachter 23.07.2018, 07:02
512. endlich ist mal so nen "Rentner" weg...

meiner Meinung nach gehören solche alten Spieler nicht ins Aufgebot der Nationalmannschaft. Ab einem gewissen Alter (Meiner Meinung nach alles was älter als 26), gehören die Spieler nicht mehr zur WM. Die können mit der Schnelligkeit eines 20 oder 22 jährigen nicht mehr mithalten. Ich habe das selber gemerkt, dass ich mit ca. 30 Jahren ganz andere Konditionswerte hatte als mit 20. Der Rest über 26 sollte daher (bis auf Torwart) gehen, da die jugendliche Frische halt fehlt. Aber ist nur meine Meinung. Das mit dem dem Foto, ist ne andere Geschichte. Ich denke mal, wenn ich Türke wäre und der Erdogan würde nen Foto mit mir, glaub ich würde das auch nicht verneinen, denn die Macht die der hat kann ebenfalls Probleme verursachen und eine Familie zerstören. Das sehen aber anscheinend nicht viele genauso und hacken lieber auf dem Spieler rum. Dann lieber mal ein paar Wochen Hohn und Spott ertragen, anstatt den Rest des Lebens Angst um seine Familie haben zu müssen.

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touri 23.07.2018, 07:05
513.

Zitat von karl-heinz.frank
Man hält Herrn Özil seit Wochen ein Stöckchen hin, über das er springen muss und reißt „mit dem Hintern“ 10 oder mehr Jahre Integrationsarbeit ein, auf die man zu Recht stolz war. Zu Recht ? Was hätte er denn sagen sollen? Nichts wäre richtig gewesen! Man hat keine Ahnung von den Konflikten eines Mitbürgers, dessen Wurzeln eben auch in der Türkei liegen. Wir, die städtischen Eliten Deutschlands wissen genau, wie die Welt zu ticken hat - klar, wenn man unsere deutsche Vergangenheit bedenkt, haben wir genügend Gründe, uns an die Spitze der Bewegung zur Durchsetzung der weltweiten Demokratie zu stellen. Widersprüche, verschiedene Entwicklungsgeschwindigkeiten, unterschiedliche Ansichten und Sichtweisen zu akzeptieren - unmöglich. Wenn Boateng von Gauland attackiert wird, wird er zurecht verteidigt. Hätte er seinen eigenen „Erdogan Fall“, was würde passieren? Nur wenn unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund genau unseren Erwartungen entsprechen und sie unsere Meinungen und Anschauungen teilen, akzeptieren wir sie. Was unterscheidet uns dann morgen von den rechten Reaktionären? Welch ein Pharisäertum? Es ist traurig.
Er hätte nichts sagen können was alle zufriedenstellt. Hätte er sich allerdings für den Termin mit Erdogan entschuldigt und als Fehler bezeichnet, dann würde er zumindest nur die ca 65% der Erdogan Wähler in Deutschland gegen sich aufbringen.

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touri 23.07.2018, 07:08
514.

Zitat von xxgreenkeeperxx
Das sehe ich halt anders. Auch Frau Merkel kann als Regierungschefin ihren Protest gegen den Antidemokraten Herr Erdogan zum Ausdruck bringen, sie muss es sogar wenn sie ihren Amtseid erfüllen will. Statt dessen wählt sie das kleinere Übel, genauso wie Herr Özil. Und der hat schließlich sogar noch Familie dort die er nicht gefährden will. Das Frau Merkel Familie in der Türkei hat auf die sie Rücksicht nehmen muss wäre mir neu. Sie hat dort nur wirtschaftliche und politische Interessen, die allerdings Herr Erdogan in Deutschland genauso hat. Da ist sozusagen Augenhöhe erreicht, was man im Verhältnis von Herrn Özil und Herrn Erdogan nicht behaupten kann. Und wenn Herrn Özil seine Familie dort Repressalien ausgesetzt ist wird sich Frau Merkel wohl genauso darum kümmern wie im Fall des Herrn Yücel, was erst mal ein Jahr Gefängnis bedeuten könnte. Auf dieses Risiko würde ich mich auch nicht einlassen. Ein Trikot von Arsenal wäre mir das in jedem Falle wert und ein Foto dazu auch.
Nö, Frau Merkel muss Erdogan wegen dem Flüchtlingsabkommen hofieren, gerade wegen ihrem Amtseid. Und wie Sie selbst sagen, es gibt da auch noch wirtschaftliche und politische Interessen. Auch ist die Türkei Nato Mitglied und noch Anwärter auf eine EU Mitgliedschaft. Aus all diesen Gründen kann sich Frau Merkel nicht völlig sperren. Aber immerhin hat Sie zu Erdogans Krönungszeremonie... ich meine natürlich Ernennung zum Präsidenten, nur Herrn Schröder geschickt, der kein politisches Amt mehr ausübt.

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mullex 23.07.2018, 07:10
515. Es sind nur Fotos erlaubt,

halbnackt in der Kabine mit Frau Merkel. Dann ist man genug deutsch für die Nationalmannschaft. Den Medienpreis bekommt man, wenn man Erdogan im ZDF als Ziegenficker und stinkenden Klöten bezeichnet. Das sind unsere Werte.

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joachim_vollmer 23.07.2018, 07:11
516. Kopfsache

.....endlich Herr Özil. Dieses ganze Gelabbere um ein deutsches Trikot tragen zu dürfen, aber letztendlich mit Erdogan aus Respekt ein Foto zu machen ist so eine Häuchelei, die tut ja schon weh!!! Sie hätten einfach erst DENKEN und dann MACHEN sollten und nicht umgekehrt. Anderen jetzt den schwarzen Peter zuzuschieben und sich nie zu äussern ist nur erbärmlich. Per Twitter sich zu äussern ist so was von billig (siehe Twitterkönig Trump) ist nicht die feine Art heutzutage ein Statement abzugeben. Aber was soll´s, hätten sich lieber damals für ihre anatolische Nationalhelden entscheiden sollen als einen stolzen und freien Adler auf der Brust zu tragen - ja, ja wenn nur das liebe Geld nicht gewesen wäre, gelle!??

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doclondon 23.07.2018, 07:12
517. Overrated

Diese Causa eignet sich weder Özil zum Märtyrer zu machen noch ihn abschliessend moralisch zu verurteilen. Eher schon für als ein Anti-Beispiel für Krisenmanagment/Kommunikation auf allen Seiten. Jetzt kommt eben seine Generalabrechnung in Form des Beratergeschwurbels - war zu erwarten. Abhaken.

Problematisch ist da vielmehr die Tatsache, dass diejenigen, die hier bei der türkischen Wahl ihre Stimme abgegeben haben, mehrheitlich für Erdogan gestimmt haben. Das sollte diskutiert, aber nicht mit der Özil Geschichte vermischt werden. Das führt zu nichts.

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dasmagazin2017 23.07.2018, 07:15
518. Özil sollte sich schämen

jetz mit der Rassismuskeule zu kommen. Er hat einem Despoten gehuldigt, der alle Deutschen pauschal als Nazis beschimpft hat und das mehrfach. Es ist lächerlich zu sagen, das Treffen mit Erdogan sei nicht politisch gemeint gewesen. Ich verstehe nur nicht, warum nur Özil kritisiert und über Gündogan nicht mehr geredet wird, der das unsägliche Trikot übergab.

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Wahrheit2011 23.07.2018, 07:25
519.

Zitat von Johannes60
Dass Özil keine Lust mehr hat für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, kann ich voll nachvollziehen. Die genannten GRünde beruhen wohl darauf, dass auch Özil, wie leider so viele andere, zuviel Facebook und Twitter lesen. Die dortigen rassistischen und respektlosen Kommentare sind ein Trauerspiel.
Mesut Özil hätte unbedingt Selbstkritik bringen müssen. Sein langes Schweigen hat auch wohlmeinende Fans enttäuscht, und gerade wegen seines endlosen Schweigens wurde die Stimmung bei den Fans, den Medien und auch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft immer schlechter. Wer die eigenen Fehler sieht und zugibt, der darf auch austeilen. Aber der ehemalige Nationalspieler hat es nicht nötig, sachlich an die Thematik heranzugehen.

Meht Integration muss der DFB leisten, das ist schon wahr. Es ist manches nicht gelungen. Mir gefällt übrigens das Verhalten des DFB-Präsidenten Dr. Reinhard Grindel gar nicht. Man kann nicht sagen, "das Thema ist erledigt" und nach dem blamablen Ausscheiden unserer Mannschaft hat Grindel verlangt, dass Mesut Özil sich nach dem Urlaub schnell äussern müsse. Aber von "Rassismus" zu sprechen, das ist niederträchtig. Dr. Reinhard Grindel hat als Politiker z.B. im Visa-Untersuchungsausschuss (im Jahre 2005) und an anderen Stellen wie auch in seinem DFB-Amt niemals ausländerfeindliches gesagt.
Es kann sein, dass Mesut Özil einen Rassismus vermutet, aber dann muss er das auch eindeutig als "Eindruck" bezeichnen. Direkt jemandem Rassismus zuzuschreiben, das ist ein No-Go. Da nehme ich jeden Menschen in Schutz, der verdächtigt wird, ohne handfeste Beweise. Leider gibt es echten Rassismus, und der ist zu verurteilen und da muss man gegen angehen. Aber nach meiner festen Überzeugung: Dr. Reinhard Grindel ist kein Rassist.

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