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Rücktritt aus der Nationalmannschaft: Özil will nicht mehr für Deutschland spielen
DPA

Mesut Özil hat seinen Rücktritt aus der A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußballbundes erklärt. In einem Statement begründete er diesen Schritt mit "Rassismus und Respektlosigkeit" ihm gegenüber.

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markus_wienken 23.07.2018, 13:39
570.

Zitat von pförtner
Herr Özil ist in Deutschland geboren und damit Deutscher! Wenn er Sympathien für das Land seiner Eltern hat, ist ihn das unbenommen. Auch das gehört zur Demokratie. Ihn Auszupfeifen ist unsportlich.
Niemand hat ein Problem damit, wenn jemand Sympathien für das Land seiner Eltern hat, das Problem bei Herrn Özil ist das Hofieren eines Despoten.
Insofern war das Auszupfeifen nicht unsportlich sondern berechtigte Kritik an seinem Verhalten und seiner politischen Einstellung.

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hexenbesen.65 23.07.2018, 13:39
571.

Dann bin ich mal gespannt, wie er empfangen wird, wenn sein Club dann mal in Deutschland spielt.....der wird sich warm anziehen können.... Weil ALLES lässt sich der deutsche Michel auch nicht gefallen. Er wurde gefeiert...was ihm recht war....und nu--wie eine beleidigte Leberwurst wirft es alles hin und gibt den anderen die Schuld. Mal gespannt, wann die Engländer das erste mal "pöhse" zu ihm sind...und ob er da auch wieder mal wegläuft....
Aber naja, in Deutschland hat er ja seine Millionen verdient....der Mohr hat seine SChuldigkeit getan, der Mohr darf gehen ....bzw ER geht....

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misterknowitall2 23.07.2018, 14:08
572. Berechtigt?

Zitat von markus_wienken
Niemand hat ein Problem damit, wenn jemand Sympathien für das Land seiner Eltern hat, das Problem bei Herrn Özil ist das Hofieren eines Despoten. Insofern war das Auszupfeifen nicht unsportlich sondern berechtigte Kritik an seinem Verhalten und seiner politischen Einstellung.
So ein Schei......!

Kein Fan hat das Recht jemanden auszupfeifen, es sei denn er benimmt sich unsportlich. Alles andere geht ihn nichts an! Seit wann werden politische Einstellung beurteilt? Noch dazu von Fußballfans?

Ich fand auch nicht ok, was er getan hat, aber ihn deswegen auszupfeifen geht zu weit und hat den Effekt, dass jeder Spieler mit Migrationshintergrund (gibt's ja ein paar) verunsichert ist und die Spieler einen politischen Maulkorb verpasst kriegen. Neue Spieler werden eingeschüchtert (hat man bei den Neulingen in der Mannschaft schön beobachten können; ein Grund unseres Ausscheidens.) Mündige Spieler haben wir dann auch keine mehr.

Und dann hat das Ganze im Fußball schlicht nichts verloren. Es geht um Fußball und nur um Fußball.

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misterknowitall2 23.07.2018, 14:21
573. Geifer....

Zitat von hexenbesen.65
Dann bin ich mal gespannt, wie er empfangen wird, wenn sein Club dann mal in Deutschland spielt.....der wird sich warm anziehen können.... Weil ALLES lässt sich der deutsche Michel auch nicht gefallen. Er wurde gefeiert...was ihm recht war....und nu--wie eine beleidigte Leberwurst wirft es alles hin und gibt den anderen die Schuld. Mal gespannt, wann die Engländer das erste mal "pöhse" zu ihm sind...und ob er da auch wieder mal wegläuft.... Aber naja, in Deutschland hat er ja seine Millionen verdient....der Mohr hat seine SChuldigkeit getan, der Mohr darf gehen ....bzw ER geht....
Der deutsche Michel ? Was hat der denn damit zu tun? Die Kritik von Özil geht gegen Hassfans und den DFB, und Grindel. Und er hat sich aus der Nationalmannschaft zurückgezogen, wie das andere auch schon gemacht haben, was ist daran schlimm. Ich finde das konsequent. Nach den ganzen Anfeindungen würde ich mir das auch nicht mehr antun. Sich demütigen lassen von scheinheiligen Fans und braunem Gesocks durch endlose Pfeifkonzerte? Nein Danke.

Ach, das Özil seine Millionen gemacht hat, hat nichts mit Ihnen zu tun. Auch wenn SIE irgendwie neidisch erscheinen.

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pittiken 23.07.2018, 14:23
574.

Zitat von laowai-c
Recht hat er mit seiner Darstellung. Ich bin selbst mit einer Ausländerin verheiratet und erlebe dies immer wieder. In D hat man einfach ein Problem mit Nichtdeutschen. Das fängt bei den Behörden an und geht durch alle Schichten der Bevölkerung. Wenn jemand einen deutschen Pass hat, ist er auch Deutscher und kein Deutsch-xxx. Mit seinem Foto zusammen mit dem Eierlosen fehlt ihm aber wirklich die politische Reife, da dies in seiner Position und mit der Veröffentlichung keine private Angelegenheit mehr ist.
Für Ausländer gelten nun einmal andere Anforderungen, als für Einheimische. Das ist in jedem Land der Welt so. Wer in Kanada leben will und noch nicht die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, weil man die Voraussetzungen noch nicht erfüllt hat oder die noch nicht beantragt hat, dann muss man sich den Regelungen für Nichtkanadier unterwerfen.

Der Pass ist nur ein Stück Papier, mit dem man bestimmte Rechte und Pflichten hat. Und ob man nun Deutscher wird, das hängt von ganz vielen Faktoren ab.

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Christoph 23.07.2018, 14:28
575.

Zitat von Stillner
Aber: Dies ist ein Sportler, kein Funktionär und kein Diplomat oder Politiker.
Genau deswegen war dieses Treffen ein Problem. Als Funktionär oder Diplomat hätte Özil es sich nämlich leisten können bzw. evtl. sogar müssen, zwischen dem Amt und der Person, die das Amt aktuell ausübt, zu unterscheiden. Als Sportler, der ja nicht in offiziellem Auftrag unterwegs war, sondern als Privatperson, konnte er sich das nicht leisten.

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markus_wienken 23.07.2018, 14:39
576.

Zitat von misterknowitall2
So ein Schei......! Kein Fan hat das Recht jemanden auszupfeifen, es sei denn er benimmt sich unsportlich. Alles andere geht ihn nichts an! Seit wann werden politische Einstellung beurteilt? Noch dazu von Fußballfans? Ich fand auch nicht ok, was er getan hat, aber ihn deswegen auszupfeifen geht zu weit und hat den Effekt, dass jeder Spieler mit Migrationshintergrund (gibt's ja ein paar) verunsichert ist und die Spieler einen politischen Maulkorb verpasst kriegen. Neue Spieler werden eingeschüchtert (hat man bei den Neulingen in der Mannschaft schön beobachten können; ein Grund unseres Ausscheidens.) Mündige Spieler haben wir dann auch keine mehr. Und dann hat das Ganze im Fußball schlicht nichts verloren. Es geht um Fußball und nur um Fußball.
Nein, nicht die Spieler mit Migrationshintergrund werden verunsichert sondern diejenigen Spieler, die sich bei einem Despoten anbiedern, völlig unabhänging von der Herkunft.
Es wird auch kein Maulkorb verpaßt sondern (berechtigte) Kritik an einem Despotenunterstützer ausgedrückt.
Und nein, bei einer Person des öffentlichen Interesses (Promi) lässt sich Beruf (hier Fußball) und Privatleben nicht strikt trennen, das ist halt der Preis der für die Bekanntheit und die damit verbundenen Privileglien/Gehalt zu zahlen ist.

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Christoph 23.07.2018, 14:42
577.

Zitat von redwed11
Er hat als deutscher Staatsbürger einem ausländischen Diktator mit den Worten "für meinen verehrten Präsidenten" diesen in peinlicher Weise gehuldigt.
Nein, das war nicht Özil, sondern Gündogan.

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misterknowitall2 23.07.2018, 15:04
578.

Zitat von markus_wienken
Nein, nicht die Spieler mit Migrationshintergrund werden verunsichert sondern diejenigen Spieler, die sich bei einem Despoten anbiedern, völlig unabhänging von der Herkunft. Es wird auch kein Maulkorb verpaßt sondern (berechtigte) Kritik an einem Despotenunterstützer ausgedrückt. Und nein, bei einer Person des öffentlichen Interesses (Promi) lässt sich Beruf (hier Fußball) und Privatleben nicht strikt trennen, das ist halt der Preis der für die Bekanntheit und die damit verbundenen Privileglien/Gehalt zu zahlen ist.
Das mögen sie so sehen, macht es aber nicht richtiger.

Natürlich lassen sich neue, junge, und unerfahrene Spieler von so was beeindrucken. Und wenn man den Pressewirbel der letzten Wochen hinzunimmt werden sich auch die erfahrenen Spieler zurück halten. Danke dafür.

Despoten anbiedern, warte sie mal? Hat es da nichts schon mal was gegeben? 1978? Argentinien? Hui, da hat die ganze deutsche Mannschaft samt DFB einen "Fehler" gemacht.

Nochmal, auch wenn sie es abstreiten, der ganze Aufruhr geht zu weit. Die Beleidigungen, die Anfeindungen etc. pp. geht deutlich zu weit, die Pfeiferei...als hätte die Poster nur darauf gewartet, dass sich ein Migrant falsch äußert oder was dummes macht.

Gut Erdogan ist ein Despot und ein Menschenfeind, aber gilt dass jetzt auch für Özil? Oder ist er eben ein leicht naiv Fußballer, der die Auswirkungen des Kontaktes massiv unterschätzt hat.

Und wenn ich mal lachen darf, nur weil Fußballer viel Geld verdienen (neidisch?) ist ihre Privatsphäre kein öffentliches Gut. Wie kommen sie auf diesem Nonsens?

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