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Russische Olympia-Sanktion: Die Alibi-Strafe
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Das IOC schließt das Nationale Olympische Komitee Russlands von den Winterspielen in Pyeongchang aus. Dennoch dürfen russische Sportler teilnehmen. Eine Gleichung, die nicht aufgeht

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markniss 06.12.2017, 11:20
30. Stimmt schon...

Stimmt schon, wenn "in dubio pro reo" umgekehrt wird, dann ist das nie gut. Andererseits wäre die einzige Alternative ein Ausschluss aller russischen Athleten, was wiederum eine Pauschal-Verurteilung oder altdeutsch Sippenhaftung wäre, was noch unfairer ist.

Was die Funktionäre angeht: Die Hotels in Moskau sind sicherlich sogar besser als die in Süd-Korea. Aber während der Spiele ist für diesen fürchterlichen Haufen: 1. alles umsonst, 2. sie werden während der Spiele hofiert wie die Könige und 3. sie kommen dann zwar irgendwann zurück, aber auch die Wiederkehr ist reichlich peinlich. Die werden sich reichlich ärgern, wenn sie die Spiele verpassen...

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mwroer 06.12.2017, 11:28
31.

Zitat von ertz1241
gerne auf "integere" Einzelsportler in Russland (also solche, die bisher nicht erwischt wurden), wobei er unterschlägt, das ohne die Einbettung in die (dopingnahe) nationale Sportförderung eine Olympia-Teilnahme dort gar nicht möglich ist.
In keinem Staat der Welt ist die Teilnahme an Olympia ohne die nationalen Verbände möglich.Athleten die nicht gedopt haben, haben jedes Recht an Olympia teilzunehmen. Russland als Nation eben nicht.
Ihr Vorwurf kommt gefährlich nah in die Richtung 'weil es Russen sind'.

Führend im 'schwarzen Medaillienspiegel' sind die USA, unter den ersten 10 sind China und Deutschland. Schließen wir jetzt jeden Athleten dieser Nationen aus?

Denn eins sollte jedem klar sein - angesichts der engen Verbindungen zwischen den nationalen Verbänden und der Politik kann man zumindest vermuten das staatliche Gelder auch dort für Doping benutzt wurden.
Russland kann nicht offiziell an der Olympiade teilnehmen. Keine Hymne, kein Fahne - und das ist absolut richtig so. Die einzelnen Athleten die gedopt haben dürfen auch nicht teilnehmen bzw. werden ihnen die Medaillen aberkannt - auch dies ist richtig so.

Athleten die sauber sind dürfen teilnehmen - und das ist ebenfalls richtig. Egal welchem Verband sie, zwangsweise, angehören und egal welcher Nationalität sie sind.

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zeisig 06.12.2017, 11:30
32. Richtige Entscheidung.

Die Sportler haben ein Recht daruf, anzutreten, und sei es, daß sie nur für sich selbst starten, ohne die russischen Farben. Dennoch wird jeder Zuschauer wissen, es ist ein Russe. Ich freue mich jetzt schon darauf. Ich stelle mir das so vor: Die Russen tragen weiße Trikots und schwenken weiße Fahnen. Damit können sie sich nach außen hin genauso identifizieren, als trügen sie blau-weiß-rot. Nur daß sie in dieser neutralen Kluft wahrscheinlich noch ehrgeiziger zu Werke gehen werden. Als Outlaws sozusagen.

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ehrlichmann60389 06.12.2017, 11:37
33. Mal wieder Russland-Bashing - keine Kollektivstrafen!

Ich halte die Sanktion für angemessen. Vor allem sollten die verantwortlichen Funktionär
alle lebenslang gesperrt werden und alle in den Mc Laren Reports genannten Athleten.
Von den Athleten zu verlangen nachzuweisen, dass sie nicht Teil des Systems waren ist ja nahezu
unmöglich und willkürlich abhängig von der Gnade der Fachverbände.
Und jetzt müssen auch Dopingstrukturen in anderen Staaten untersucht und sanktioniert werde, staatlich oder privat organisiert vor allem im Leichtathletik (USA, Kenia, Jamaika etc.) und Gewichtheben, dass extrem verseucht ist.

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aopoi 06.12.2017, 11:40
34. Selbstdarstellung

Zitat von Le Commissaire
Allerdings muss man anmerken, dass die "Strafe" völlig ausreicht, um auch die deutschen Anhänger des geliebten Führers Putin zu mobilisieren, wie zahlreiche Einträge in diversen Dikussionsforen gezeigt haben.
Ihre Sprache entlarvt sie selber als agressiven Antidemokraten, der allen Menschen mit einer anderen Meinungen mit Unterstellungen und Diskrimunierungen, anstatt Souveränität und Argumenten begegnet. Sie outen sich ausserdem als schlecht erzogen und leicht manipulierbar.

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alter_nativlos 06.12.2017, 11:43
35. Schlussfeier unter russischer Flagge!

Damit ist dann alles vergeben und vergessen und es kann munter weiter gedopt werden. Die russischen Dopingexperten werden sich besser vorsehen und vielleicht erst bei der übernächsten Olympiade überführt werden, aber was solls? Der Rubel rollt weiter für die Funktionäre in und außerhalb von Russland!

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smokiebrandy 06.12.2017, 12:04
36. ... trotz etlicher Versuche habe ich bisher nirgendwo Beweise gefunden...

...leider konnte ich nicht einmal eine deutsche Version der beiden MC Larenberichte finden...nur eine Studie der Humbolt Universität, bei der das staatlich geförderte Doping der Bundesrepublik entlarvt wurde.
Es wäre doch schön, wenn man außer Kronzeugenaussagen und irgendwelchen Blowern auch irgendetwas vorweisen würde, was vor einem entsprechenden Sportgericht Bestand hat.
Ich bin Biathlon begeistert und verfolge die Wettkämpfe mit großem Interesse. Von daher hätte ich schon gern irgendetwas Reelles und Fassbares...
Eine Aussage von jemandem , der jahrelang selbst in dieses System involviert war und nun zum Kronzeugen wird...anschließend dann allerdings straffrei in genau so einer Funktion nur in einem anderen Land auftaucht ist für mich etwas unglaubwürdig...

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hei-nun 06.12.2017, 12:15
37. Mutko der Lügner

Mit dem Urteil kann ich gut leben, da die Russen jetzt nicht unbedingt als "Opfer" auftreten können. Dass Mutko ("Ich bin bereit, in jedes Gericht zu kommen, um zu sagen, dass Russland kein Doping betreibt. Wir brauchen das nicht.") als böser Lügner enttarnt wurde, ist Genugtuung genug. Doch "Wie erkläre ich die weißen Fahnen meinem Volk" - diese schwierige Frage muss Putin beantworten - auch mit Lügen ?

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fixik 06.12.2017, 12:22
38.

Zitat von CancunMM
Nö, sind sie nicht. Die Sportverbände und NOKs sind dafür verantwortlich, dass die Dopingkontrollen ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Die Sportler müssen jederzeit erreichbar sein. Verstoßen sie dagegen, werden sie sanktioniert. so läuft das. In Russland wurde aber gerade vor Sotschi alle diese Bedingungen nicht erfüllt und Proben ausgetauscht. Außerdem wurde versucht Sportlern anderer Nationen pos. Dopingproben unterzujubeln. Das ist alles belegt.
Wo sind diese Belege den?
Wir haben hier aussagen eines Mannes, der die Proben übrigens erst selber zerstört hat. Angeblich im Auftrag, was ja noch glaubwürdig ist. Und als er gefeuert wurde, dann wollte er auspacken.
Die Chance, dass er die Wahrheit sagt ist im besten Fall 50/50. Zum Whistleblower a la Snowdon eignet er sich nicht. Man sollte ihn nicht zum Helden sterilisieren. Snowdon wurde nicht gefeuert und hat Beweise mitgenommen und nicht diese erst selber vernichtet.
Hätte der man früher ausgesagt, wäre es glaubwürdig. Frau Stepanowa im Leichtathletik hat gezeigt wie es geht. Sie konnte zwar auch keine nennenswerte Beweise liefern. Ihr heimliche Video waren wenig aussagend. Sie wurde aber nicht erst entlassen. Sie macht eher den Eindruck, dass sie aus Überzeugung für sauberen Sport kämpft. Da kann man ihr vielleicht sogar glauben, was sie da auf dem Video aufgenommen hat. In Sochi war das anders. Der, der jetzt plaudert ist der Hauptbeschuldigter. Er hat die Proben erst selber vernichtet. Diesem Mann geht es garantiert nicht um sauberen Sport, eher um Rache für die Kündigung.

Ach ja. Und das sind die einzigen Beweise. Egal wie oft westliche Medien von erdrückenden Beweisen sprechen. Man könnte meinen, da gibt es wirklich was. Aber nein. Das von mir oben beschrieben ist tatsächlich alles. Das war's. Das ist das, was man hier in Medien als erdrückende Beweise bezeichnet. Einfach ein rachsüchtiger Mann der nach einer Kündigung auspackt.

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hlka 06.12.2017, 12:23
39. gutes Urteil

Sollten alle Anschuldigungen stimmen, war die Entscheidung richtig. Funktionäre raus, Sportler rein. Ein klares Zeichen, dass Doping keine Option ist. Oder man hält sich an den etablierten Praktiken - Sonnencreme, Zahnpasta, Asthmamedizin ...
In RU wird leider Politik entscheiden, ob die Sportler teilnehmen werden oder nicht. In zahlreichen Talk-Shows sprechen Abgeordnete über Boykott, die Sportler warnen dagegen, dass man wegen Boykott sogar 2 Olympische Spiele verpassen kann. Politiker Sprechen über Erniedrigung, Sportler über Bestrafung. Russisches TV hat schon die Übertragung abgesagt.
Ich, als russischer Staatsbürger, finde die diese Spiele gar nicht interessant, weil die NHL-Profis fehlen werden. Ohne diese Krönung ist das ein mittelmäßiges Event. Einzelne WM in den Sportarten haben meistens stärkere Teilnehmer.

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