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Russland und die Fußballweltmeisterschaft: Wem diese WM wirklich gehört
AP

Peter Ahrens ist Sportreporter, während der WM reiste er durch Russland, erlebte große und schlechte Spiele, peinliche Fifa-Funktionäre - und traf wunderbare Menschen. War die Vergabe an dieses Land und seinen Machthaber richtig?

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Peter Friedrichs 15.07.2018, 11:46
1. Nicht weniger richtig

"War die Vergabe an dieses Land und seinen Machthaber richtig?"

und nicht weniger falsch als die dubiose Vergabe an Katar zur Winter-WM oder die Dreifaltigkeits-WM an Kanada, Mexiko und die USA.

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Bergeshöh 15.07.2018, 11:50
2. Ach, der Loddar...

Ist doch nichts Neues: die Autrokaten dieser Welt posen nun mal gerne medienwirksam. Mit wem? Am liebsten nach der Maxime, „Bekanntheit mal Naivität = maximaler Effekt“.

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RuoTi 15.07.2018, 11:50
3. Auf den Punkt gebracht!

Danke! Dieser Satz bringt es präzise zum Ausdruck: "Matthäus ist Ehrenspielführer des DFB, es gibt keinen, der verlangt hat, dass einer, der mit Putin in die Kamera lächelt und ihm ein Trikot überreicht, kein Ehrenspielführer mehr sein darf."
In Deutschland messen viele immer noch mit zweierlei Maß.

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thompopp 15.07.2018, 12:02
4. Völkerverständigung

Das ist m.E. mal wieder so ein Versuch das Gute verbal in den Dreck zu ziehen.
Diese Fußball WM ist gelungen. Warum auch nicht.
Eine WM dient in erster Linie auch der Völkerverständigung --> Ziel erfüllt. Nebenbei: wir sind doch fast alle nur kleine Leute, oder!? Ich habe so langsam auch das Gefühl das die Realität, also z.B. das Verhältnis von 99,99 % der Völker in Europa untereinander gut bis sehr gut ist und das nur ein paar sog. Mächtige (nennt sich Elite) und vor Allem die Medienindustrie dier Welt ganz komisch sehen und sehen wollen. Der Obermächtige, Herr Putin, der in der Ukraine und in Syrien Krieg führt und sein Volk für dumm verkauft, hat sich immerhin zurückgehalten! Ich habe nicht wahrgenommen, daß Hr. Putin die WM zur Propadanda genutzt hätte, die westlichen Medien aber sehr wohl!

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spon-facebook-10000608098 15.07.2018, 12:09
5. Lustig ist es ja.

Wie man Widersprüche einfach so "wegspült" - via Psycho-Tricks, Framing genannt.

Wie sonst soll man in der atlantischen Presse Karriere machen, wenn man Dinge anders darstellt - nämlich so, wie sie sind.
Der Putin, der Putin. Was war am Jelzin denn so toll - bis auf dem Umstand dass Clintons Berater dem unfähigen Trinker zur Wiederwahl verhalfen - was aber keinen interessiert, da Wahleinmischung halt nur "die Anderen dürfen", Hörensagen-Vermutungen bezüglich russicher Einmischung aber so oft hochgekocht werden, dass man irgend wann fast davon ausgehen könnte, es wäre was dran. Bei der US-Einmischung muss man nichts vermuten- man weiss es, und es interessiert keinen, es dient nicht der erwünschten Meinungsmache.
Nur will ich kein US-Frackinggas kaufen, da ist mir russisches Pipeline-Gas eben lieber.
Ich will nicht aufrüsten - knapp 1 Bill. NATO-Länder-Rüstungsbudget ist nun mal das zigfache von den lächerlichen 70 Mrd. Russen-Armeegeld.
Aber all da stellt kein Spiegel-Redakteur in Frage - weil er geframet ist.
Sonst wäre er ja nicht Spiegel-Redakteur, wenn er eine andere Meinung hätte, als die , die er eben zu haben hat.

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testuser2 15.07.2018, 12:10
6. Die einfachen Leute haben ihrem Team zugejubelt - anders als hier

"Die einfachen Leute, die kann man nicht organisieren" - Ja, und die einfachen Russischen Leute haben in der überwältigenden Mehrzahl ihrem Russischen Team und ihrem Russischen Präsidenten, der sie repräsentiert zugejubelt. In freundlicher, fairer, friedlicher, zurückhaltender gleichzeitig aber auch stolzer und überschwenglicher Art und Weise.
Da ist es selbst den Deutschen Medien nicht gelungen, mit ihrer Negativdarstellung der Russischen Mannschaft, ihren Dopinganschuldigungen wegen der hohen Laufleistung der Russischen Spieler und der Anti-Putin-Berichte diese WM schlechtzumachen.
"Die einfachen Leute, die kann man nicht organisieren" - trifft genauso und in besonderem Maß auf Deutschland zu, genau deshalb haben anders als 2014 die Deutschen bei dieser WM der Deutschen Mannschaft kaum zugejubelt, nicht, weil die so früh ausgeschieden sind. In Deutschland ist das Verhältnis der einfachen Leute mit ihrer Volksvertreterin und mit den Medien mehr als gestört und die Schuld wird den einfachen Leuten gegeben. Das Politbüro und ihre Medienvertreter sehen niemals die Schuld bei sich, warum auch.

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Paddel2 15.07.2018, 12:10
7. Schlechter Vergleich

Wer interessiert sich in Deutschland ernsthaft für Matthäus und Infantino? Diese Personen werden kaum wahrgenommen. „Ehrenspielführer“ zu sein ist so viel wert, wie „Altkanzler“. Ein Pseudotitel ohne Bedeutung und ohne Wert. Özil und Gündogan sind dagegen aktive Spieler und stehen in der Öffentlichkeit. Anders als bei Matthäus kann man den beiden keine „Alterspinnerei“ unterstellen. Özil und Gündogan haben aber vor allem der Mannschaft geschadet und einen erheblichen Teil am desolaten Ausscheiden des Teams beigetragen. Das allein disqualifiziert sie für weitere Einsätze.

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pefete 15.07.2018, 12:12
8. Wem die WM gehört?

Neben Putin, der Wirtschaft. Wenn ich lese, wer wieviel Strafe zahlen muss, weil er die Auflagen der Wirtschaft nicht befolgt, habe ich immer weniger Lust, mir die nächste ominöse WM in Katar anzutun.

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Steve Holmes 15.07.2018, 12:15
9. Zweierlei Maß ist angemessen

Zitat von RuoTi
In Deutschland messen viele immer noch mit zweierlei Maß.
Anders als Mesut Özil hat Lothar Matthäus das Trikot nicht "seinem Präsidenten" gewidmet. Daher kommt auch nicht die Frage der Loyalität auf.

Und anders als Wladimir Putin ist Recep Tayyip Erdoğan auch nicht Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft.

Es ist daher sinnvoll mit zweierlei Maß zu messen und nicht Äpfel und Birnen zu verwechseln.

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